Binario Zero
An einem sonnigen Herbstnachmittag vorigen Jahres wanderte ich durch das Gelände des ehemaligen Frachtenbahnhofs Nord, um mir die verbliebenen Gebäude und Geleisanlagen westlich der Vorgartenstraße anzusehen und ein paar Fotos zu schießen.
Ich stieg gegenüber vom Sparmarkt, wo kurz zuvor das Mietshaus, welches einmal das Gasthaus Koncilia beherbergt hatte, abgerissen worden war, hinein in das kaum mehr umzäunte Grundstück dahinter und suchte Motive zum Ablichten.
Es roch dort nach Holzbalken und Teerpappe, Kohlen und Öl, vertraute Gerüche wie aus meiner Kindheit.
Wenn ich, begleitet von meiner Tante Moser, um die Triestersiedlung spazieren gegangen war, hatte es ähnlich gerochen.
Trotz Sonnenscheins war meine Stimmung melancholisch, ich musste zwischen diesen gestreckten Gebäuden an Plattformen voller Menschen denken, die zum Transport in Gruppen geteilt und verschickt worden waren.
Schienen waren entfernt worden, Schwellen geblieben.
Kalte Wirbelwesen aus Wind schlugen fest in die Hitze des Altweibersommers hinein und rissen ihr große Fetzen heraus, um sie in den Strom der dahineilenden Wolken zu schleudern.
Ich stieg die Rampen entlang, in ein paar der alten Lager hinein, sah mir die Berge von Gerümpel an, und sprang auf der anderen Seite wieder herunter.
Das am Vortag gekaufte Sakko flatterte mir ungewohnt am Leibe, während ich mich vor der absinkenden Sonne beugte und streckte und meinen Schatten verschiedene ungewöhnliche Kopfbedeckungen aufprobieren ließ.
Hier war jahrelang Sperrmüll entsorgt worden.
Einige der Räume waren wohl bis vor kurzem noch als Lager- und Werkstätten benutzt worden, andere mußten seit vielen Jahren verwaist gewesen sein.
Auf einem aus der Führung gedrückten grünen Schiebetor stand in großen Lettern gemalt: „Back To The Roots“.
Was mochte hier gelagert worden sein?
Wind stieß durch Fensterrahmen und aufgebrochene Wände, fuhr in Säcke und Planen und erzeugte verblüffende Geräusche.
Stille Winkel zum Tresore aufstemmen.
Hunderte Einkaufswagen waren zu langen Schlangen ineinandergeschoben worden.
Räume aus einer überholten Zeit, viel zu klein für moderne logistische Bedürfnisse, Gewölbearchitektur aus Holz, geradezu kunstvoll.
Ein einzelnes Häuschen zwischen den Hallen sah irgendwie schmuck aus, wie aus Backsteinen und Fachwerk, für das Wachpersonal.
Es schien sogar einen Ofen zu haben.
Ich wäre gern hineingestiegen, aber alle Dielen waren fest verschlossen und der Eingang befand sich auf der anderen Seite.
Zwei Dutzend Meter vor mir sprang plötzlich eine muskulöse Erscheinung mitten in die einsame Gasse, wie in einem Jump-and-Run-Spiel.
„Scheiss Paparazzo!“ rief der Schattenmann, „brauchst du Foto?“
Er schwang eine Stange oder ein Rohr, oder auch nicht.
Möglicherweise deutete er nur eine Kampfgeste an.
Vielleicht gab es weiter oben einen Fitneßclub und eine Reparaturwerkstätte, ich hatte auch ein paar Autowracks herumstehen sehen.
Ich hob leicht die Hände an und sagte: „Immer locker bleiben.“
Ich machte schnell kehrt und befand mich nach Überwindung einiger Hürden auf der holprigen Straße, die das riesige Grundstück in der Mitte durchschnitt.
Scheinbar folgte mir der Kampfmann nicht.
Ich fotografierte noch die alten Lagerhallen ganz vorne und stellte fest, daß diese Gebäude früher einmal dottergelb gewesen waren, wie jene des alten Schlachthofs in Graz.
Da näherte sich ein silbergrauer Mannschaftswagen mit getönten Scheiben, ein breiter Kasten von Mercedes, von einer Sicherheits- und Bewachungsfirma.
Hinter dem heruntergleitenden Seitenfenster saß ein strohblonder Kerl, den Bügel vom Headset vorm Gesicht, und schnäuzte mich an, was ich hier verloren hätte, während er mit einer Hand lenkte und in der anderen ein düdelndes Funkgerät schwang.
Er trug ein gebügeltes Hemd mit Brusttaschen und dunklen Schulterklappen.
Das Gesicht kam mir bekannt vor.
Ich sagte: “Sie sehen doch: ich fotografiere.“
Der Wagen tickte im Schrittempo scharf neben mir her, die Reifen knasterten bedrohlich im staubigen Splitt.
Ganz vorne war eine lange rechteckige Grube ausgehoben, dort, wo jetzt der Rohbau eines mächtigen Gebäudes aus Stahlbeton hockt.
„Fotografieren ist hier aber verboten, weil das nämlich ein Privatgrundstück ist“, schnarrte der Mann los und setzte an, sich den Überdruck von der Brust zu keppeln, aber ich zog es vor, nicht mit ihm zu debattieren.
Ich bewegte mich gelassenen Schrittes auf den Winkel der alten Plakatwand zu, zu dem Spalt, wo ich hereingekommen war, und schlüpfte wieder hinaus in den Alltag.
Good Ol’ Shadow Topics
What colour of skin has organized crime?
One of the main problems is a remaining part of our executive groups, who should have been successfully reconstructed by leading together the former urban police and the county police (including the state police) under the past government, whose members feel disadvantaged and disappointed in their hopes for carreer.
This part tends rather to cooperate with representatives of organized crime or simply look aside and let things happen.
They do have infants of course.
Noone dares to talk tacheles about the political voices who keep this dangerous sabotage against peace and democracy in our nation cooking on medium flame.
As soon as the street drug scene shifts to another district, which obviousely happens every few weeks, this means nothing less than amounts of kilograms are to sell out as quickly as possible, cheap enough even the most miserable sidewalk liquorheads can enter the deal, leaving dozens of new addicts, bloody injectors, dirty needles and all those fancy little tin can lanterns in the parkhouse.
But nothing happens until black african asylants can be assumed to be involved.
The true business happens of course in the shadow of the few successful busts for the sunday breakfast news.
This is just one hush of how the fish smells here in the upcoming summer heat.
More Pain

Looks as if her feet would hurt, doesn’t it.
Waterspier

The new champion at a local dog vomit contest?
How My Head Hurts

(One picture in a series of ancient paintings on the St. Stephens Cathedral.)
My head has been hurting for weeks now.
It started on the first hot Saturday, after a bicycle ride out for swimming, like what I’d call migraine pain, but except interruptions of one, two nearly painless days hasn’t stopped since then.
It reminds me of the evil headache that had something to do with my undetected myopia and used to torturize me when I was in primary school.
I should have my left head side cataract treated.
I am also thinking about brain tumor, maybe the first metastasis of a cancerous liver.
A stuck explosion bullet between the hemispheres, clutching its evil quicksilver fingers deep into my mind.
The day before yesterday I took three nonsteroid painkillers (Ibuprofen, one every few hours) but it wouldn’t fade away.
Then had a migraine analgetic (Propyphenazon plus Caffeine plus Dihydroergotaminetartrat) in the evening and woke up with an inflammation of my left parotid gland.
Sucked some matter out the left rear corner of my oral cavity.
No painkillers yesterday, but 2 times 1 mg Hydergin to keep the encapsuled pain from exploding.
Slept normal, but with vivid, unpleasant dreams about some amorous disappointment.
The old female mammal gives me a call to tell me her funeral has been paid in advance.
Sounds calming.
Pain present, but under control.
I’ve had a feeling of numbness on the left exterior skull for a couple of times, as if a certain area of the headskin, behind the temple and above the ear, had fallen asleep, while having a sparkling sensation below inside, similar to what a dental surgical injection feels like.
Will ask the doctor for a transfer to a modern headscan next time.
Simon-Wiesenthal-Gasse

Im Rahmen einer Zeremonie wurde am 16.05. die Ichmanngasse im 2. Bezirk in Simon-Wiesenthal-Gasse umbenannt.

Anwesend waren auch namhafte Vertreter der Israelitischen Kultusgemeinde und der Wiener Stadtregierung.

Feierlich wurde eine Thorarolle für die Synagoge der Zwi Perez Chajes-Schule in den Rohbau des neuen Gemeindezentrums geleitet.
Die Dachgleiche des Gebäudes wurde ebenfalls gefeiert.







