Sozialerziehung für dicke Frau und Kinder mit Brillen.
Direkte Aufklärung durch meine Eltern gab es nicht.
Ich konnte mir nur schwer vorstellen, daß meine Eltern auch Sex miteinander gehabt hatten, wenn sie sich Wochenende für Wochenende mit wutverzerrten Visagen wie brüllende Seeelefanten klatschend gegeneinander warfen.
Einmal sahen wir uns gemeinsam mit Frau Walter und ihren Kindern den Film „VIP, mein Bruder der Supermann“ an, eine Trickfilmsatire von Dino Buzatti.
Es ging darum, wie ein äußerlich höchst ungleiches Brüderpaar seine Rollen in einer grausamen, grotesk industrialisierten Gesellschaft auf unterschiedliche Weise bewältigte.
Ich zog aus dem Streifen keine Schlüsse auf das wirkliche Leben – weder hatte ich einen Bruder, noch konnte ich mir vorstellen, wie es im Berufsleben und in der Wirtschaft zuging.
Als mich mein Vater dazu anhielt, mir den Film noch einmal anzusehen, als er zum zweiten Mal ausgestrahlt wurde, war ich gerade in eine der Walter-Töchter verliebt.
Gemeinsam lasen wir Micky-Maus-Heftchen und das Kuscheln löste Glücksgefühle in mir aus.
Der Alte hatte mir vorgeworfen, weder erwachsenes Engagement noch berufliche Interessen zu entwickeln.
Im Laufe dieser Vorstellung begann ich zu ahnen, in den Augen jenes Menschen zu einem lächerlichen Mini-VIP-Dasein auf Lebenszeit verdammt zu sein.
Ich hatte nicht die leiseste Ahnung, was ich einmal werden sollte oder wollte.
Ich wusste nur, daß ich gern bei nächster Gelegenheit den Schultyp gewechselt hätte, auf musisch-pädagogisch, eine Wahl, die mir nicht zugestanden wurde.
Man dürfte erstens nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, meinte mein Vater, und begann sich zweitens jedesmal an dieser Stelle über die langhaarigen Typen aufzuregen, die im Park vor dem Mupäd herumlungerten.
Dort würden Schüler zu Gammlern erzogen, betonte er.
Als er mir im folgenden Jahr ein Buch mit dem Titel „Vom Jungen zum Mann“ unter den requisitären Christbaum legte, wusste ich schon alles.
Inzwischen hatte ich das „Kleine rote Schülerbuch“ von vorne nach hinten und von hinten nach vorne gelesen gehabt, das Erektionstraining mit der sonnengebräunten Uschi Obermaier erfolgreich absolviert und meinen ersten heftigen Samenerguss auch unterm Mikroskop untersucht.
Meine Mutter, die sie sich bei jeder Gelegenheit anschlich, um mich endlich bei der Selbstbefriedigung überraschen zu können, benotete eine hinterhältig ausgespähte Nummer Jungen-Onanie mit „wenig appetitlich“.
Meine Mutter meinte ansonsten, sie wäre mit mir zufrieden, wenn sich meine Leistungen – es ging um meine Schulnoten – im Bereich des Durchschnitts hielten.
Sie hatte sich angewöhnt, mich Schabe oder Schöpsel zu nennen, obwohl ich bis ins Volksschulalter wenigstens Purzel genannt worden war.
Andere Nicks fand sie für mich nicht und beim Namen konnte sie mich auch nicht nennen.
Ich hatte die Walterkinder geschätzt, bis anläßlich eines von Pappa peinlich inszenierten Kinderfests – für die Kleinsten – offensichtlich geworden war, daß er und die Frau Walter ein Verhältnis hatten und es für ihn wichtig war, meine Mutter zu demütigen.
Bald trübte Mißtrauen die Freundschaft zu der Kinderschar, die bei uns ein- und ausspazierte, ständig hochgelobt von dem aufgeplustert um Frau Walter herumbalzenden Pappa, der sich gerade einen weißen Goderbart stehen ließ, der aussah wie ein hinter den Ohren befestigter Wischmop, und einem Vorhang gleich bis an Rand des Krawattenknotens hing.
Frau Walter ließ zudem erkennen, daß sie sich – wie er – über unser übergewichtiges, von endlosen Weinkrämpfen geschütteltes Muttertier lustig machte.
Nicht, daß ich meine Mutter aufgrund ihres waldbauernschlauen Argumentierens, ihrer spätbiedermeierlichen Greisslergehilfengläubigkeit und der Vernachlässigung ihrer Erscheinung weniger gehasst hätte als den Alten, sondern es war die zunehmende arrogante Kaltschnäuzigkeit im Versuch der Bewältigung seines persönlichen Problems, die mich immens quälte.
Ich konnte es im Bauch spüren, wenn er die Walterkinder zermoniell mir und meiner Schwester vorzog, vielleicht weil sie anmutiger, feinhaariger, weniger pummelig waren – oder einfach nicht Kinder von meiner Mutter.
Pappa hielt meinen Komplex mit Genuß am Garen, bis ich Kontaklinsen angepasst bekam, meine Gesichtzüge scharf im Spiegel erkennen konnte und die Entscheidung zur Freiheit, die er verhindert hatte, ohne Rücksicht auf Verluste durchzusetzen begann.
Geheime Experimente zur Aufklärung.
Um die Zeit, als sich Mutter wegen Unterleibskomplikationen an der Frauenklinik untersuchen lassen mußte, fuhr Pappa mit mir auf der Stiftingtalstraße hinterm Grazer LKH stadtauswärts und bog unerwartet ab.
Wir hielten an einem jener Orte mit unzähligen Reifenspuren, abseits der Straße, an denen kleine knallrote Car-Wash-Wax-Kissen herumlagen und blaue Plastikschachteln von Automobilen am Boden zerdrückt worden waren.
Vor uns plätscherte, gesäumt von Pappeln und Weidengestrüpp, die Stifting, die den Hügeln östlich der Stadt entsprang.
Er wollte noch kurz bei seinem Kollegen Heinz vorbeischauen, der weiter auswärts wohnte.
Ich sollte mich hier, an diesem Bache, ein wenig umsehen an so einem schönen Tag: er wäre kürzlich über die Ufer getreten gewesen und nach einem Hochwasser wären an Ufern immer interessante Dinge zu finden.
Das wollte mir gar nicht gefallen, weil ich sonst immer zum Heinz und seiner Frau mitfahren durfte, wo es wenigstens ein paar Soletti zu knabbern gab, während die Alten Bier tranken.
Ich streunte gelangweilt am Ufer entlang und stellte gerade fest, das es hier prächtige getüpfelte Fische gab, Forellen wahrscheinlich, als mir eine kleine Blechschachtel auffiel.
„Flicki-Pickzeug“ stand in geschwungenen Lettern darauf zu lesen.
Da die Schachtel aussah wie neu, dachte ich, ich hätte eine Packung Vulkanisierzeug gefunden, die ich für mein Fahrrad brauchen könnte.
Zwei gebrauchte und verknotete Komdome lagen darin.
Sie verströmten einen seltsamen, süßlichen Kautschukgeruch.
Die älteren Jugendlichen am Hof hatten vor einiger Zeit häufig vom Flicken, von Blausiegel- und Olla-Gummis gesprochen, auch im Zusammenhang mit einem Mädchen, das von Erwachsenen als frühreif bezeichnet und von ihren älteren Brüdern gehänselt worden war:
Sie sollte sich doch zum Geburtstag ein Päckchen Olla-la wünschen.
Kurze Zeit später war sie schwanger.
Ich sah mir die Überzieher genau an und dachte über den milchigen Inhalt nach, der die Spitzen erfüllte.
Von körperlicher Reife war ich noch ein Stück weit entfernt.
Ich wusste allerdings, worum es ging, hatte schon im „Kleinen roten Schülerbuch“ gelesen gehabt und auch an den nackten Mädchen in den politischen „Konkret“-Zeitschriften Gefallen gefunden.
Pappa hütete dieses interessante Material, verborgen in der Tiefe seines Kleiderschranks, in einer alten Ledertasche, deren Schnalle sich trotz Versperrung kinderleicht öffnen ließ.
Wieder fiel mir jenes brachiale Sexheft in Schwarzweiß ein, das ich vor kurzem auf dem Heimweg von der Schule an der kleinen Brücke beim Schleifbach gefunden hatte, wo wir unsere Schultaschen abstellten und herumalberten.
Ich war aufgewühlt und verspürte zunehmendes Unbehagen.
Es war das Gefühl, durch das dichte Gestrüpp beobachtet zu werden.
Diese Exkursion kam mir merkwürdig vor.
Ich ließ das Flicki-Pickzeug den Bach hinunterschwimmen und spülte angeekelt meine Hände, weil an meinen Fingern ein krauses Schamhaar kleben geblieben war.
Zu meiner Entschädigung und Freude fand ich ein paar Schritte hinter mir einen zusammengefalteten Zwanzigschillingschein.
Vergangenen Herbst hatte mich Pappa bei einem Ausflug auf den Feliferhof spielen geschickt und betont, daß in Schützengräben oft interessantes Kleingut zu finden wäre, worauf ich in die nächste Grube hüpfte, wo es tatsächlich eine Handvoll Schillingmünzen aus dem Lehm zu klauben galt.
Systematisch begann ich im Umkreis nach mehr Geld zu suchen, vergeblich.
Da tauchte mit klimpernden Autoschlüsseln der Pappa wieder auf und wir fuhren nach Hause.
Ich konnte mir nicht vorstellen, daß er inzwischen wirklich bei seinem Kollegen gewesen war.
Ich musste daran denken, daß auf meinem Schulweg immer wieder ausgerollte Präservative herumlagen, zerknüllte Papiertaschentücher, ins Gestrüpp geworfen neben den Trampelpfaden, die durch die schwindenden Gstätten führten.
Auch die Eltern verwendeten Gummis, ab und zu war morgens einer im Klo gelegen und hatte sich nicht runterspülen lassen.
Ich musste auch an den kleinen rundlichen Mann denken, der öfter durch jene Gegend strolchte, Hütchen ins Gesicht gezogen, Hände in den Manteltaschen vergraben, und der, soviel ich wusste, im selben Haus wie die von Pappa verehrte Frau Walter wohnte.
Ich sah mir meinen Vater an, wie er sich vorm Lenkrad ein Lied pfiff.
Irgendwie hatten die beiden eine Ähnlichkeit.
Eine berechtigte, im Vergleich zu anderen Ländern überfällige Forderung.
Es ist mir in letzter Zeit aufgefallen, daß sich einschlägige Diskussionen fast ausschließlich auf das Thema sonstige Drogen im Straßenverkehr verlagert haben, möglicherweise, um davon abzulenken, daß durch alkoholisierte Lenker verursachte Unfälle mit Todesfolgen keinesfalls zurückgegangen sind, obwohl schon wieder Sturmzeit ist.
Es ist erschreckend lächerlich, wie dem Gejammer von blaubeschürzten Wirten über zu befürchtende Umsatzeinbußen bisher mehr Gewicht beigemessen worden ist als dem Gedanken von mehr Sicherheit im Straßenverkehr.
Kein normaler, verantwortungsbewußter Mensch fährt mit dem Auto, Familie und Hund sowie dem Vorsatz in eine Weinregion, sich dort bis zum Schunkeldrang volllaufen lassen zu wollen.
Alkoholiker ist, wer angesichts des Appells an Mäßigung sowie gesetzlichen Gebots höchst unvernünftig auf sein Recht auf Alkoholisierung pocht, und im Trotz des aufwallenden Blutes sich dem Verbote widersetzt.
Kein anderer als der Geist der Süchtigkeit steckt hinter der Klage des Trinkers, der im Spiegelbild der Neige mit feuchten Augen um Genuß und Freude der Berauschung fürchtet.
Es liegt eine riesige Verwelchsung vor, wenn Trinkkultur und Gelage im Dienste der Schankwirtschaft und zu Lasten der Volksgesundheit nicht mehr auseinanderzuhalten sind.
Der Boden beginnt zu schwanken und auf dem wiederholten Wege zur Entwässerung tritt bereits Übelkeit auf.
Viele Alkoholkranke – und davon gibt es in Österreich 330.000, weitere 900.000 gelten als gefährdet – leiden zudem an Depressionen, die mit Medikamenten behandelt werden müssen, was Alkoholkonsum ausschließen sollte, bei Umfälligkeit jedoch zu Rückkopplungen und unvorhersehbaren Entladungen führen kann.
Ich muß mich zudem an die kühne Idee des rührigen Infrastrukturministers Hubert Gorbach erinnern, der vor nicht allzulanger Zeit ernsthaft für eine Erhöhung des Tempolimits auf Österreichs Autobahnen plädierte.
Sie können jetzt auch lachen.
Hören Sie doch auf mit ihrer Ping-Pong-Taktik!
Was liegt denn an?
Sie haben mich in diese Lage gebracht.
Ich muß mich nicht rechtfertigen, daß ich als über 30jähriger nicht das gemacht habe, was mein Vater sich vorgestellt hat.
Sie haben mich gefoltert, wahrscheinlich haben sie versucht, mich mit AIDS zu infizieren.
Sie sind davon ausgegangen, daß sie mich einmal in einer Haftanstalt oder als Dauerpatient in der Psychiatrie verschwinden lassen können.
Ich bin ein friedlicher Mensch, mein Verhalten ist anstandslos und ich leiste meinen Beitrag nach Maßgabe meiner eingeschränkten Möglichkeiten.
Die Mindestrente ist eine Versicherungsleistung, keine Wiedergutmachung, und schon gar kein Schweigegeld.
Aus zwei angemessenen Wohnungen sind wir in den vergangenen sieben Jahren mit miesen Tricks vertrieben worden.
Ich lebe heute mit meiner Frau wie in einer Zweimannzelle, schattseitig, wir haben nicht einmal eine Küche, und ich kann keinen Urlaub machen.
Und sie wollen mir verbieten, meine Meinung zu äußern?
Ich denke, rede und schreibe, was ich will.
Sie foltern und terrorisieren mich weiterhin?
Wer ist hier Nestbeschmutzer?
Wer sind denn ihre noblen Finanzierer?
Warum lassen sie mir nicht einfach eine Kugel in den Kopf jagen?
We went to the Schönbrunn Zoo on sunday afternoon and decided spontanousely to buy ourselves tickets for the yearly season.
We went around the outside area and had to state it’s mostly very well specified and exemplary.
The big primates have to do extremely hard jobs and would likely deserve extended hideouts.
The Orangs seem to be quite down on the ground, what is not a good sign, I suppose.
That the minister of health, Andrea Kdolsky, has already left her mark (a sponsorship nameplate for a jaguar) at the big cats enclosure shows not at last of her uncompromising will of public presence.
It’s not easy to take really good animal shots, especially in the late afternoon, so i decided to sort most of them out and better return as soon as possible.
It’s a reminder for people of other people on earth I only present this windowshot of a pretty Orang-Utan.
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Dem Riesen-Hype um die „erste wirkliche CatCam“ darf mich als einer von vielen Benützern desselben Arbeitstitels nicht verschließen.
Mögen die Umsätze des jungen Unternehmers bald lichte Höhen erreichen.
Ziehharmonikamusik.
Zu Fasching Vierundneunzig war ich, was schon eine Zeit lang abzusehen gewesen war, in ein schwarzes Loch gesogen worden.
Ich erinnere mich, daß Montagabend unerwartet Schmidtchen erschien.
Ich konnte hören, wie er Karin im Wohnzimmer sehr lange etwas vorplapperte, während ich im Schlafzimmer im Bett schwitzte und kickte und zitterte und versuchte, fernzusehen.
Schmidtchen war einmal unser spontaner Trauzeuge gewesen, aber ansonsten nur ein Bekannter, kein Freund oder Vertrauter, sondern ein Unglücksrabe.
Was am nächsten Tag genau geschah, weiß ich nicht.
Es kann sein, daß Leute in der Wohnung waren, nachdem Karin zur Arbeit gefahren war.
Es kann sein, daß man mir ein starkes Betäubungsmittel verabreicht hat.
Vielleicht wurde ich in einen Wäschesack geschnürt, in einer Mülltonne aus dem Haus geschoben und in einem Kastenwagen ziemlich weit herumtransportiert.
Ich könnte mit hohlem Rücken auf einem Haufen Schutt und flach am Bauch auf einer eisigen Fläche gelegen sein.
Dann kam mir vor, ich wäre in einem Kiosk mit geschlossenen Rolladen eingesperrt.
Wäre alles eine Einbildung gewesen, hätte ich zu diesem Zeitpunkt die Fähigkeit gehabt, in die Zukunft sehen zu können.
Ich könnte an einen Badesee gebracht worden sein, vielleicht dort, wo ich später übernachtete, wenn ich die Trampolinanlage bewachte, immer wieder hörte ich das Eis gellen.
Vielleicht bin ich gefoltert worden, indem man mir Elektrokabel tief in die Ohren eingeführt, ätzenden Spray in Augen und Nasenlöcher gesprüht und mit einem Lötkolben ein paar Zahnplomben angeschmolzen hat.
Man könnte mich auch mit einem Feuerlöscher gequält haben.
Dann bekam ich keine Luft mehr.
Als ich wieder zu mir kam, lag ich im Schlafzimmer, wie hingeworfen auf das angefrorene Bett, mein Kopf hing nach hinten zu Boden und ich blickte in eine farblose Nachmittagssonne, die gerade im Hinterhaus versank.
Meine Wirbelsäule schmerzte, als wäre sie geknickt gewesen.
Schrammel, Sumo and Hops.
Cats have sympathy odour bags at the outer angles of their earshells.
Schrammel smells like fine chokolade today.
Sumo still smells like a lockmaker apprentice.
We met another blackwhitey at a vineyard restaurant up near Stammersdorf.
He jumped over towards us for welcome, and there was flowering hops along the vineyard, so maybe his name was Hops.
Healthy outdoor cats normally smell like hops tea.
Pain
I went for a coloscopic examination in Summer 03 in a public hospital.
I had to stay there for some hours for purgation.
I sat on my bed out on the corridor and read some papers.
I noticed that notorious fellow who had watched me better and paint a wall at the Job Introgeta and given me advices. (mehr…)