CatCam

Ein grüner Punkt.

Mein naivpolitischer Jahresabschluss:

Es gibt in Österreich keine Demokratie mehr, es herrscht eine gemäßigte Diktatur, getarnt hinter häufigen Wahlereignissen ohne große Bedeutung.

Diese Koalition erscheint mir über die Distanz meines Sarkasmus vertrauensstiftender als jegliche Verschwäger- und Verschwisterung, wie sie andere Fraktionen vor allen Wahlen angestrebt haben.

Die Grünen sind nicht das politische Gewissen Österreichs, werden die Bühne weitgehend räumen, und dürfen solange ihr bißchen Macht in Wien und Graz ausspielen, bevorzugt gegen ehemalige SympathisantInnen, die ihnen seit der Stopfenreuther Au die Stange gehalten bzw. ihren Aufstieg während der achtziger und neunziger Jahre möglich gemacht haben.

In Europa könnte ihnen die schlanke Linie wohltuend erhalten bleiben, und es ist zu hoffen, daß ihre klügeren VertreterInnen wertvolle klima- und umweltpolitische Beiträge in Europa leisten und die Stabilisierung demokratischer Zustände begünstigen werden.

Die Zusammenarbeit von ÖVP und SPÖ könnte vielleicht besser als erwartet funktionieren – irgendwer muß das Land regieren.

Erfolge bei der Bekämpfung von und Korruption, Bandenkriminalität und Schutzgelderpressung sowie Rechtstradikalismus würden Innen-und Justizministerium wohl bekommen und der Republik gut anstehen.

Es vermittelt mir heute ein Gefühl von einiger Sicherheit, wenn ich die Präsenz einer ganz normalen Polizei wahrnehme.

Die Informationsbeschaffer der Fraktionen in Opposition -  Sozialterroristen – stiften Angst und Mißtrauen unter der Bevölkerung, und wenn es auch keine Demokratie mehr gibt, die man stören könnte, so stören solche Leute den Frieden, der noch herrscht, nicht weniger als deutschnationale Aufmarschierer.

Wer nicht verstehen kann oder will, was ich meine, möge sich vor Augen führen, welche Interessentengruppen sich unter das Dach des „Fonds Soziales Wien“ eingeschlichen haben.

Mit Politik hat das nicht weniger zu tun, wenn in diesem Stockwerk Einzelpersonen  ihre Macht gegen Unterprivilegierte austoben, weil es ihnen Spaß macht oder weil sie sonst nichts können.

Dass es Menschen gibt, die man aus Wien vertreiben will, und dass beim Vormerk für Gemeindewohnungen ein großer Hund begraben liegt, schreibe ich der SPÖ zu den Neujahrsgrüßen.

Vielleicht kommen die bis zur nächsten Aktion „Licht ins Dunkel“ auch im Wiener Rathaus an und mit ihnen die Erinnerung, daß die Nutznießer Euch ebenfalls mittragen.


Krieg

Das flaue Gefühl des Europäers beim Verlassen des Hauses.

Der Konflikt im Gaza überschattet das gewohnte Panorama der Eitelkeiten.

Es ist kaum möglich, Partei zu ergreifen für eine Seite, angesichts der rapide zunehmenden Opferzahlen, wenngleich Verständnis da ist.

Verständnis, weil Terror Handlung erfordert.

Es ist, als wäre die Welt eine Bühne geworden, und der Kampf des kleinen Israel gegen den heimtückischen Aggressor ein Spektakel.

Was wird weiter geschehen?

Wird sich der die Weltöffentlichkeit provozierende iranische Staatspräsident Mahmoud Ahmadinejad offen in den Konflikt einmischen oder ist ihm seine Rolle als Anstifter der Hamas im Hintergrund, als Großonkel der Intrige im Abstand einer Mittelstreckenrakete, genug?

Ahmadinejads politische Botschaften entsprechen dem Gerüpel und Gezische mitteleuropäischer Verhetzer, was in der von Informationen über politische Vorgänge in der EU unterversorgten Welt im Nahen und Mittleren Osten nicht wahrgenommen wird.

Die Informationswüste zwischen der orientalisch islamischen und der hochtechnisierten Wirtschaftskrisenwelt des Westens dem Islam anzulasten, wäre so verkehrt, wie Israel und Judentum gleichzusetzen.

Die Palästinenser glauben der Hamas mehr als der Fatah, der offiziellen Regierung Palästinas.

Die Hamas ist heute die Hisbollah der Palästinenser.

Daß sich die Hamas allein gegen das kriegstechnologisch übermächtige Israel nicht halten können wird, liegt auf der Hand.

Dabei fordert Israel das Blut seiner Kinder.

Die Hamas verschwendet die Leben der Menschen, die ihr zujubeln.

Was beflügelt die Hamas?

Die Lehre des Islam muss es nicht sein.

Wir verfolgen die Geschehnisse rund um das Pulverfass aus relativ sicherer Entfernung.

Wir stellen Überlegungen an, ob sich daraus ein Weltkrieg entwickeln wird, ob Atomwaffen zum Einsatz kommen könnten, wie vor einem Strategiespiel brütend.

Sind im Prinzip auf Frieden setzende Menschen naive Idioten?

Sicher ist: Wir sind von den Vorgängen im Nahen Osten betroffen.

Die Schatten dieser Auseinandersetzung pfeifen uns seit Jahren um die Ohren.

Der demokratische Visierschluß Österreichs resultiert unter anderem daraus.

Mein, Ihr, flaues Gefühl beim Verlassen des Hauses.


Lebensuntüchtig

Kurz angezupftes Lied „Austropop, zum Mitsummen.

Lebensuntüchtig …
I bin leider lebensuntüchtig …
Ganz gleich wie meine Eltern …
Lebensuntüchtig …
Schlicht und einfach lebensuntüchtig …
Gleich wie meine G’schwister …
… und die Omama …
… und der Opapa …

Wie heisst das Original und wer war der Interpret?

(Karaoke-Quiz zu Milchkaffee und Eierkuchen.)


Nächste Station Gulag.

Schöne Bescherung.

Wir trinken ab und an ein Gläschen Wein, jedoch hält sich dabei der Durst im Hintergrund, dadurch sind die Geschmacksknospen unverwelkt, wie bei jüngeren Menschen.

Nachdem ich schon einmal das ekelerregende expektorationsfördernde Aroma eines Hustensaftes in einer abends zuvor geöffneten Flasche Hardys  Shiraz wahrgenommen hatte, musste ich dieser Tage feststellen – wir kehrten heim vom Besuch bei einer alten Dame – daß der  zu lobende halbtrockene Zweigelt „Sunset“ (vom Spar-Markt) über einen Tag bei Zimmertemperatur nach Alkohol schmeckte, und der weiße Tafelwein aus Ägypten, der an einen leichtgeharzten Retsina erinnert hatte, aus dem Kühlschrank ebenso.

Das Aroma des einen wie des anderen war zerschlagen, wie durch Zugabe von Weingeist, Schnaps – oder gar Methanol.

Die Freude am leisen Anstoßen war uns vergangen, auch wenn wir uns nicht erklären konnten, woher die Geschmacksirritationen kamen, und auch nicht, weshalb der Kater Sumo unlängst aus der Nase geblutet hatte.

Indes war der Besuch auf einer Polizeistation außerhalb Wiens, um nach dem Weg zu fragen, belebend, die diensthabende Beamtin war um Auskunft bemüht, unkompliziert  und sympathisch.

Da freute  sich der im Wienerwald weniger ortskundige Staatsbürger, in diesen Zeiten.

Wiener Zivilcourage:   Misch’ mich nicht ein.


Durchs wilde Kurdistan.

Siebenunddreissig.

Am Mexikoplatz, unterwegs beim Einkaufen, spuckte mich ein kleiner afrikanischer Junge, in Begleitung seiner Mutter, im Vorbeigehen an.

Ich sagte zu ihr, etwas unwirsch, daß ich darüber wenig erfreut wäre.

Die Mutter entschuldigte sich, und ich wischte  ein paar Flecken Speichelschaum mit einem Papiertaschentuch von meiner Lederjacke.

Es hätte auch ein österreichischer Bub, ein kasachisches Mädchen oder ein freches Inuitkind sein können.

Im Alter von elf Jahren durfte ich mit Childrens International Summer Villages für zwei Wochen nach Liberia  fliegen.

Die Reise fand während der Weihnachtsferien statt, gleich nach den Feiertagen.

Es gab zwischen meinen Eltern viele heftige  Auseinandersetzungen, unter anderem, weil im selben Winter auch ein  Schulschikurs stattfand.

Der Vater hatte erreichen wollen, daß ich angesichts der Ausgaben für die außergewöhnliche Reise  nicht daran teilnehmen dürfte, um keine Schiausrüstung für mich kaufen zu müssen.

Ich sollte zu Hause bleiben und lernen, oder eine Parallelklasse besuchen.

Der Vater konnte seine Vorstellung nicht durchsetzen.

Er musste auch  für den Schikurs eine Gebühr entrichten, von seinem Gehalt.

Ich las zu der Zeit Karl-May-Romane, am liebsten die Orientserie mit Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar.

In der Nacht vor der Abreise vertiefte ich mich, obwohl müde von den Besorgungen und Vorbereitungen, in den Band „Durchs wilde Kurdistan“.

Meine Reisebekleidung, ein Salonsteirer mit weißem Hemd und  einer rosa Trachtenkrawatte am Gummiband, hing am Kleiderbügel.

Bald schlief ich bei Nachtlicht,  Brille im Gesicht, ein.

Als ich am Morgen aufwachte, fand sich auf einem Brillenglas eine Ladung grüngelber Speichel, dick wie ein Fingerglied, nur leicht angetrocknet, was ich mir beim besten Willen nicht erklären konnte.

Ich war auch zu aufgeregt, um darüber nachzudenken, weil das Flugzeug nach Zürich an jenem Vormittag abhob.

Es war meine erste Flugreise gewesen.

In der Apotheke sprach mich ein Junkie beim Abholen seiner Weihnachtsration Ersatzdrogen beiläufig an.

Ich nannte ihm freundlich die Uhrzeit.

Als ich die Pharmacie, wo ich ein Medikament für die Katzen  abholte, wieder verließ, wurde mein Eindruck stärker,  daß  ein Paar – vielleicht Streetworker oder Sozialarbeiter, Anfang dreissig, sportlich, Langläufer, mich auf meinem Weg durchs Viertel begleitete.

Die beiden folgten mir in jedes Geschäft, Keinkind im wattierten Overall geschultert, um mich beim Einkaufen möglichst genau  zu beobachten.

Ich wunderte mich nicht besonders, denn das geht schon seit Jahren so.

Das Aufgebot richtet sich nach der psychologischen Deutbarkeit meiner Webaufzeichnungen.

Die Handtelefone mit integrierter  Kamera sind inzwischen wieder aus der Mode gekommen.


Silver And Gold

Among relatives – friendly bedouines.

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The best is below the surface.  Peace offers people more chances than silver and gold can buy.  Pretious holidays on the Sinai.


Zwei Buben

Ohne Filter.

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Schrammel und Sumo, zwei Hauskater, haben keine Stammbäume, aber ein Zuhause.

Schrammel ist bereits 20 Jahre alt, Sumo stammt aus desolaten Verhältnissen und braucht laufend medizinische Betreuung.

Beide leben gern.

Sie fragen nicht nach  Eckpfeilern.

Was erwarten wir von ihnen?


Posted in Cats, Snapshots, Vienna

Chanuka

Sehr geehrter Herr Präsident!

Am 21. Dezember wird im Judentum die erste Kerze Chanuka gefeiert.

Das umsichtige Anzünden  von einfachen Wachslichtern, deren erste an acht Abenden um je ein Licht erweitert wird, ist für alleinstehende Menschen oder das Ehepaar, das keine Kinder im Haus hat, nur Katzen, welche die Gnade und Liebe, die ihnen zuteil werden, wortlos dankbar annehmen, eine nette Alternative.

Im achtunvierzigsten Lebensjahr ist mir das christlich volkstümlich kommerzielle Weihnachtsfest beinahe unerträglich geworden, und ich bin froh, wenn der medial verordnete „Weihnachtsfriede“ wieder vorbei ist.

Ich stelle mir vor, daß es gerade nicht sehr angenehm ist, Staatsoberhaupt der Republik Österreich zu sein, denn was man hierzulande zu vernebeln trachtet, und auf anderen Kontinenten stolz als Sieg der Neuen Alten zu verkünden sich bemüht, ist auf der ganzen Welt bekannt:

Daß es mit der Demokratie nicht mehr weit her ist bei uns, daß von überwunden geglaubten Ideologien trunkene Gruppen umgehen, daß die Menschen Angst haben um Arbeitsplätze, Erspartes und Pensionen, Angst um ihre Sicherheit, und daß Bananenrepublik eine der harmloseren Beschreibungen für unser europäisches Bundesland ist.

Erbschleicher durchpflügen heute systematisch das Land.

Ihre Haltung ist vorbildlich und zeugt von Klugheit, doch läßt ihr Amt ihnen zu wenig Spielraum, um allein aufwiegen zu können, was Österreich belastet.

Ich weiß das und respektiere Sie, wiewohl ich persönlich nichts von Ihnen erwarte, und verschone Sie vor meinem Spott.

Es gibt in diesem Land Menschen, denen das System seit dem Jahr 2000 verschärft  zugesetzt hat, die politische Mehrheit gewährt der stärkeren Opposition augenscheinlich zu viel Freiheiten – und ich weiß, das geschieht nicht ohne Berechnung.

Unser  Lebensmittelpunkt ist Wien.

Wir haben uns die Bundeshauptstadt ausgesucht, um unser  Leben hier zu verbringen, und wir werden uns weder von Heckenschützen, Steineschmeissern und sonstigen Terroristen,  noch von ihren Verbindungsleuten in der Regierung,  vertreiben lassen.

Der Schutz, den die Volkspartei den Schwachen und Untüchtigen bei gesunder Arbeit in der grünen Einschicht bieten will -  diese Art Zynismus ist altbekannt und entbehrlich.

Je weniger aufrichtige Demokratie, je mehr persönliche bürokratische Schikanen seitens  Koalitionspartner und Opposition, je mehr Provokation von Menschen durch unterschiedlich getarnte Faschisten und Rechtsradikale, desto mehr Widerstand und Chaos sind in der Folge zu erwarten.

Das können wir uns nicht leisten.

Angesichts der unübersehbaren allgemeinen Bildungsmängel, besonders in  Staatsbürgerkunde, angesichts der Schwächen der Führungen von Polizei und Justiz, angesichts der zahlreichen neuen Sicherheitsunternehmen in polizeiähnlichen Uniformen, sowie unverschämter Forderungen nach nationalistischen Kontraeinheiten in den Hauptstädten – wie lange, meinen Sie, Herr Dr. Fischer, blieben Sie im schlimmsten der Fälle oberster Befehlshaber des österreichischen Bundesheers?

Diese Nagelprobe wünscht Ihnen niemand, der gerne Österreicher ist und sich selber nichts anderes wünscht, als in Ruhe, Frieden und bei einiger Sicherheit sein Dasein führen zu können.

Wir wünschen Ihnen Mut, und Frieden ihren Menschen.

Und hoffen mit Ihnen, daß es wieder besser werden möge – und daran werden wir denken, wenn wir  an den nächsten Abenden mit Hilfe einfacher Kerzen doch ein klein wenig festliches Gelichter in unser bescheidenes Heim bringen.

Mit freundlichen Grüßen

morath


Wolf Boy


Great little entertainment. Fits, suits. You are welcome. Thanks, for the inspiration.


Posted in TV-Program

Happy Couple

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Exmouth, W.A.  Enlarge.


Posted in Birds, Snapshots

Enges Land

Aus dem Schlund geräuspert.

Südlich von Stainz und Unterpremstätten

tuat a z’niachts kloans Mandl an Rosenkranz beten.

Und hinter Gogging und Glawoggen muass

an Bauern sei Knecht a Feuerholz hocken.

Zum Glück kann  zwischen Riegersburg und Studenzen

a frischbackener Wirtschaftsmagister

mit Fachwissen glänzen.

Edite, bibite, collegiales

post multa saecula pocula nulla

post multa saecula pocula nulla.

Rhymes and Mix:  MC DJ Mixmaster „The Boot“ Supergoof


Switch

Ist das Erdinnere flüssig?

Laut üblichen Vorstellungen wäre die Erde nach innen zu immer heisser.

4.000°C an der Kern-Mantel-Grenze.

Der Begriff  Plattentektonik vermittelt die Vorstellung von Eier- oder Fruchtschalen, die wie Eisschollen auf einem heissen unterirdiaschen Weltmeer driften.

Die Vorgänge unter dem Erdmantel wären leichter vorstellbar, wenn man sich einen Begriff  wie „Klumpen-“ oder „Brockentektonik“ vor Augen halten würde.

Die Klumpen würden allerdings von Kräften zusammengedrückt, die nicht eindeutig belegbar sind.

Es gäbe kein flüssiges Erdinneres, sondern voluminöse Schmelzkammern an Regionen bestimmter  Bedingungen, und die Temperatur im Erdmantel wären nicht konstant.

Die unterschiedlichen Arten von Lavagestein auf der Erde geben keinen Hinweis auf  eine Schicht oder Füllung mit homogener „Magma“.

Das geläufige „Mozartkugelmodell“ wäre falsch – ebenso ein „Hochofenmodell“.

Die Vorstellung, die Erde wäre seit 4,5 Milliarden Jahren ungefähr gleich gross gewesen, ist anzuzweifeln.

Die Ur-Erde könnte deutlich kleiner gewesen sein und bereits Leben beherbergt haben.

Dass der Mond bei einer kosmischen Katastrophe aus der Erde geboren worden wäre, könnte allein einer phantastischen Vorstellung entsprungen sein.

Mögliche Auswirkungen von Gamma-Strahlung auf die DNA:  switch

Die auf Charles Darwin zurückgehende Evolutionstheorie ist heute lückenhaft, museal und teilweise falsch.

Davon abgesehen werden die Orang-Utans in Schönbrunn in keiner Weise artgerecht, sondern – bei aller Menschenähnlichkeit – zur Volksbelustigung gehalten, woran mich jüngst ein BBC-Bericht mit  David Attenburough eindrucksvoll erinnerte.


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