CatCam

Der Hund mit der Lederkappe.

Witzerltanz

Eine Geschichte in der Geschichte.

An einem Anfang war das Liberale Forum, Steiermark, mein Arbeitgeber gewesen.

Nach kurzer Zeit interessanter Zusammenarbeit rief immer wieder mein Vater an, der mich unbedingt als Knapp’ gebeugt an die Seite meines weltmännischen brother-in-law zwingen wollte.

Auch meine Schwester telefonierte gern im Rhythmus ihres oszillierenden Zuckerspiegels, um sich besorgt nach meinem Befinden zu erkundigen, während sie mit Frau Lothrich aus Sektflöten das Geld vergoß, das ich per steirischem Gerichtsurteil später an einen Kreditgeber zurückzahlen sollte.

Es war im Hintergrund von … Homosexualität und Drogenexperimenten die Rede, Sakramente des Teufels sollen im Spiel gewesen sein

Die Richterin wollte die Angelegenheit keinesfalls  aus dem Lande lassen - es hätte also ein echtes Krachlederhosenherrgottsurteil sein sollen.

Es kann im österreichischen Zivilrecht von ein und demselben Richter das Recht untersagt werden, ein mögliches Rechtsmittel zu ergreifen.

Ich erzähle immer wieder gerne aus dieser Geschichte, weil sie sehr facettenreich und österreichisch ist.

Romantisch die Vorstellung, ich würde gemeinsam mit Herrn Slamer als Tom Sawyer und Huckleberry Finn für meinen Schwager in einem Lager öltriefende Pakete voller Schrauben und Muttern durch stählerne Schluchten schleppen.

Mutter hätte sich damit abfinden können, als ich ihr einmal so vorgekommen war, wie die schockierende Erscheinung David Bowies im Spotlight-Video „Live On Mars“ – wenn es meine Veranlagung gewesen wäre.

Eine gute Mutter liebt ihr Kind, wie’s ist, hörte man sie schluchzen.

Aber der Eberhard, der wäre halt ein echtes Jass, schwärmte sie gern.

Und daß halt der kurzgeschorene Alpenvereinswanderer Schneider Mich’l  doch intelligenter als ich g’wesen wär’.

Was erwarten Sie von mir – doch nicht etwa … Schuldeinsicht?

Bestimmt verwechseln mich mit jemandem.

Ich füge mich in ein Schicksal, welches der ‘Rgtt mir empfiehlt.

Tarnen und Täuschen.

Inzwischen mißbraucht in Österreich  populistisches Gesindel aller Art die Instrumente der Justiz, um sich unter falschen Vorwänden Zutritt zu Wohnungen zu verschaffen.

In Wirklichkeit TUN diverse Sicherheitssprecher die Texte eines Rentners im Internet pseudopsychologisch ausdeuteln und erpressen die Republik Österreich motto „Sorgen um Kinder“ und gängeln Beamte, dienstfremde Aufgaben zu erfüllen, und sich dafür in den Dienst von unverschämten Geldforderern zu stellen.

So erschienen heute zwei Beamte eines Bezirksgerichts, um Ausschau nach Verdächtigem zu halten.

Offensichtlich war Bericht erstattet worden, daß meine Frau eine große Schachtel unbekannten Inhalts nach Hause getragen hätte.

Den  jungen Mann, bei genauem Hinsehen eindeutig als Rechtspfleger erkennbar,  zog es wie am Schnabel in die begrünte Ecke unserer Zimmerwohnung.

Gleichzeitig beklagen wir, daß unsere Post trotz kostenpflichtigem Postfach schon lange nicht mehr ordnungsgemäß zugestellt wird, und immer wieder „verdächtige“ Sendungen abhanden kommen,  zuletzt eine bedeutungslose Kundenkarte der Firma „Conrad“.

Unlängst, am Samstag des Donauinselfestes, versuchte mir eine Bande von Inländern in einer nahen Ubahnstation meine Kontokarte nach Art ausländischer Banden von Trickdieben abzutrixen – ich nenne ein kleines Rentenkonto mein eigen.

Herr Meixner fiel mir ein, der  einmal meinte, ich säße als Büroangestellter in Diensten des Liberalen Forums an einer Rohrpostleitung zur Bundesgeschäftsführung oder zum Schatzamt, von wo man mir schnell einmal 25.000,— Schillinge durchpusten würde, um dem unschuldig ins Unheil geschlitterten kulturschaffenden Operetto finanziell wieder auf die Kufen zu helfen.

PFFFT … PLOPP.

Ich dankte dem Herrn, der soviel Mut hatte, mir die Karte – ich hatte gerade ein Streifenticket erworben – in der Hoffnung auf ein kleines pourboire wieder auszuhändigen.

SCHICKIMICKIMINITWINNI. PSCHT. STILLE POST.

Es ist leider so, daß bei uns Volksvertreter aus einem bestimmten Grund einen unbequemen Menschen vorsichtshalber als Kinderschänder diskreditieren, obwohl ihnen ursprünglich einmal irgend etwas von Hanfpflanzen, neuem Auto und Afrikanern zugetragen worden war, und jemand, der an einem Einbruchsdiebstahl in unsere Wohnung in der Wiener Kochgasse maßgeblich beteiligt war, die im Anschluß einer Abgeordneten einer ganz anderen Fraktion zugeschanzt worden ist, von sich abzulenken trachtete, indem er eine markerschütternde Geschichte erfand, ich würde seine Frau und sein Kind bedrohen.

Das habe ich nicht verstanden, als unlängst in einem Interview die geschätzte Frau Spira etwas herzhaft Mutiges über österreichische Politik und Politiker sagte, jedoch einzuschränken versuchte, bei den Grünen wäre das anderes.

Leider nein - Hoffnung ist nicht in der Politik, zur Zeit.

Es ist eine Schande für die Republik Österreich, wie dieser Tage politische Falschspieler sich als untergriffigste Provokateure und Erpresser betätigen und sich dazu der Instrumente der Republik als Mittel der Intrige bedienen.

Altlasten, über die alle Bescheid wissen, wird man so leicht nicht los.

Mutig sieht es aus, wenn ein Politiker den Ausschluss bestimmter Mandatare aus dem Parlament fordert.

Wahrscheinlicher ist es nur Berechnung.

Daß wir alle diesem Witzerltanz zusehen müssen, stimmt nachdenklich.

A propos Witzerltanz.

Mitten im Hof des Gemeindebaus, in dem ich aufwuchs, standen drei Robinien.

Dort ließ sich gut spielen.

Ich hatte eine Freundin, Ingrid, einen Freund Eberhard, der später Rechtsgelehrter wurde, und einen Freund, Wolfi, mit vielen, vielen Verwandten.

Vielleicht waren auch noch dessen Bruder Gert oder mein Freund Heribert zugegen.

Wir waren drei, vier Jahre alt, Ingrid schon fünf.

Wir pinkelten gerne an den nördlichen Baum, und Ingrid, die mir gut gefiel, begutachtete interessiert unsere Zumpferln.

Ob wir an jenem Tag im Sommer auf und ab sprangen und mit offenen Hosen eine Art kindlichen Stammestanz vollführten, weiß ich nicht mehr.

Jedenfalls brüllte auf einmal mein Vater aus dem Fenster, daß der ganze Hof schallerte - und stand Augenblicke später zornesdonnernd vor mir und fotzte und hieb mich wütend polternd in die Wohnung hinauf.

Für den sogenannten Witzerltanz wurde ich tagelang immer wieder brutal gezüchtigt und mit schwerem Hausarrest bestraft.

Die Ingrid kam nach Wien ins Heim.

Dem Eberhard schnitt die Tante mit der großen Scher’ die Vorhaut ab.

SCHNIPP-SCHNAPP

Er beklagte sich später bei mir darüber:

Sein kleiner Penis sah bläulich verfärbt und merkwürdig umgestülpt aus.

Heute sind wir alle verfeindet.

KÜHNENGRUSS ZWICKZWACK

FENSTER ZU.

(Hoffentlich kommen jetzt nicht die Hammerskins. Oder die Chinesenzöpf’. Oder die silbergrauen Armanianzüg’.)

Juli 6, 2009 - Verfasst von morath | Austria, Education, Europe, Europia, Hanging Circus, Politics, Politics In The Chestnut, Vienna, Virtual Underground | , , , , , , , , , , , | Noch keine Kommentare

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