CatCam

Verzichtserklärung.

Leistungsbereitschaft: hier unterschreiben.

Die Verstaatlichung der Kärntner Hypo-Alpe-Adria-Bank besticht durch Mut zur Größe.

Symbolisch stellt damit das BZÖ einen Betonstampfer in unser Wohnzimmer, der andere, ein EU-Mandat, war nachkäuflich.

Die verbliebenen Stammwähler eines Flügels der großen Koalition fühlen sich vor den Kopf gestoßen und bezweifeln erneut, daß es überhaupt noch Sinn macht, wählen zu gehen, zu groß die Gefahr, daß uns auf dem Weg ins Wahllokal ein Jugendlicher ins Gesicht spiet – ob auf Order des Älteren, farblich eher Zuordbaren, weiß man nicht.

Das BZÖ ist, was Österreich für Österreicher schwer bekömmlich macht – ich könnte dazusagen, die FPÖ auch, weil die beiden Gruppierungen ursächlich zusammengehören, auch wenn die Medien samt und sonders bemüht sind, diesen Gedanken auszublenden.

Die Jugendlichen, in einschlägigen Organisationen einig zusammengefaßt, wissen noch nicht um die Feinspitzigkeiten des übergeordneten Schizmas, sie betrachten es als Mutprobe und Sport, einem Rentner ein Glasaug’ zu spucken.

Der gab sich mit einer Tachtel zufrieden, verzichtete darauf, lebenslängliche Feindschaft vom Zaun zu brechen, und wünschte den Jungen Glück auf ihren Lebenswegen, denn davon werden sie einiges brauchen, wenn sie in ihrer Freizeit nichts Besseres mit sich anzufangen wissen.

Das BZÖ also, das sich in Kärnten im Schatten Jörg Haiders sonnt, Geldscheine verteilt, und ansonsten versucht, sich den zeitgeschichtlich blauäugigen Jungwählern als neue liberale Partei anzudienen, scheinbar sympathische, vernünftig wirkende Gesichter in der vorweihnachtlichen Röhre, voll der Hoffnung, daß bis zu den nächsten Wahlen genügend Gras über die bisherigen Selbstentblößungen gewachsen sein wird, wie den zeitlosen Wahlkampfschlagerhit „Kein’ Bock“.

Österreich ist das einzige Land Europas, in dem der Bürger zwischen zwei Gesichtern des Faschismus die Wahl hat, zwischen der Perpetuation des klassischen Nationalsozialsimus oder seiner italofaschistischen Abart – zwei Gesichter einer kläglichen Figur, die beide Hände aufhält.

Das gibt es wirklich nur bei uns – und das tut weh.

Der Kärntner-Hypo-Alpe-Adria-Bank-Deal zeigt, daß wir bei angeblich vorbildlichst praktizierter Demokratie keine Wahl haben – die Regierung trifft Entscheidungen, die sie als kleiner europäischer Mitgliedsstaat treffen muß, auch eine Entscheidung, die nach einer Volksbefragung zum Thema kaum getroffen worden wäre.

Freilich, für Nichtwirtschaftsexperten ist anläßlich Geschäften dieser Kategorie schwer mitreden - aber jeder Einzelne muß spüren, daß etwas in der Luft liegt.

Bleibt das BZÖ als Ärgernis des kleinen Menschen, eine Partei, die niemand braucht, und die es trotzdem gibt.

Im endlosen Krieg der Österreichischen Volkspartei um laufende Einsparungen kennt man bis heute den Kampf Mann gegen Mann - und diesen rekrutiert man am besten aus den Reihen jener, die bekunden müssen, wie tief sie sich für ihr eigenes Überleben zu bücken bereit sind: Ein wenig tiefer geht noch.

Die Fraktion der Personalbereitsteller stellt der Pensionsversicherung externe Gutachter zur Verfügung, welche die überflüssigen Kostenverursacher mittels psychologischer Beinfallen („neurologische Gutachten“) direkt zurück ins Erwerbsleben hebeln sollen – als Personalbereitstellungsagenturbeschäftigte.

Die Betroffenen erhielten auf diese Weise die Chance, ohne weitere medizinische Untersuchungen – und sogar ohne Umweg über das AMS – als Teilzeitkräfte beim Magistrat unterzukommen.

Daß diese Vereinfachung Schwindel wäre, und PensionistInnen gleichmachte mit Amnestieentlassenen und Beschäftigungslosen, dagegen bestünde in der trostlosen Welt zwischen BZÖ und anderen kein Einwand.

Hier liegt die Kehrseite der Demokratie bloß – weil die, die vorne mit zwei Fingern die Einhaltung der Spielregeln beschwören, begünstigen, daß hinten Behinderte, die sich kaum wehren können, einzeln übers Knie gebrochen werden.

Auftrag: Auf Kosten der Bedürftigen jene Vorkehrungen umgehen, zu deren Schutz sie getroffen worden sind.

Fazit: In persönlicher Ergebenheit die Drecksarbeit erledigen für die Volkspartei - das sind bei uns die Dienstleistungen des BZÖ.


Operation „Mr. Taliman“.

Ein Transferkonto für Häusleanzünder.

Bei uns geht es schon lange nicht mehr um „Helfen statt Strafe“, sondern um den Umgang mit Menschen, mit denen der Schatzkanzler nichts anderes anzufangen weiß, weil sie einer Kostenstelle zu viel Geld kosten - und weil einzelne Personen, die der Volkspartei ein Dorn im Auge sind, traditionell der Psychiatrie zu überantworten wären.

So wie das jahrzehntelang üblich war in Österreich, seit Zeiten der ersten Republik, bis zu einer Reform Ende der siebziger Jahre im vergangenen Jahrhundert, lästige Erbverwandte, faule Behinderte - alle, die sich nicht anstandslos knechten ließen, hinter Anstaltsmauern zu verbannen, wegen … Selbstgefährdung und Fremdgefährdung.

Es stünde ihnen allerdings frei, in den Freitod zu rennen.

Deshalb ist hier der Alkohol so billig und das in Österreich raffinierte Morfium so leicht erhältlich, für Jugendliche.

Inzwischen wurde in der hinteren Leopoldstadt ein brandneues Lokal adaptiert, ein europäisches Joint-Venture zur Kriminalitätsbekämpfung, dorthin sollen die Scheinankäufer die Drogenverkäufer locken – zugriffsoptimiertes Stammlokal als Zentrale für den Handel mit illegalen Drogen.

Seit der Operation Spring weiß man, daß schwarze Drogenhändler exotisches Ambiente schätzen - und abends gerne beim Chines’ zusammensitzen, um sich einen heißen Pflaumensschnaps auf die Tageslosung einzupfeifen.

Diesmal ist schon alles fix und fertig: Kameras, Mikrophone, Mobilfunk und Zentralverriegelung.

Die wahrscheinlich tollste Erfindung seit Einführung der ökosozialen Marktwirtschaft.

Und später wird einmal McDonalds einziehen.

Was noch fehlt, sind die Dealer, und um die anzulocken, hätte eine zart orange getoente Volkspartie gerne mich.

Das wäre ein verantwortungsvoller Job, den man mir und meinesgleichen ohne weiteres zutrauen würde.

Ich könnte mir dabei Freispiele erflippern, und wenn ich vifzack genug wäre, vor dem ganz  großen Zugriff noch schnell den goldenen Abgang machen.

Mit echten, harten, illegalen Drogen vom wilden Mann aus Afrika.

Herzlichen Dank für den höchst deliziösen Wind an der Semmelbox in einem nahen Einkaufsmarkt.

Und fröhliche Weihnachten.


Restless Limbs

Neurotische Ticks als Reaktion auf Isolationshaft zu erschwerten Bedingungen.

Mein Zustand ist stabil.

Nach dem zweiten Kaffee fühle ich mich einigermaßen wohl, und kann einen verständlichen Eintrag verfassen.

Ich nehme abends 22,5 mg Oxazepam, ein Benzodiazepin, zum Einschlafen, morgens 10 mg Escitalopram, ein Antidepressivum vom Typ SSRI.

Die Öffentlichkeit soll wissen, daß man für die Einnahme dieser Medikation behördlicherseits mit herumstrolchenden Drogensüchtigen über einen Kamm geschoren werden kann, spätestens per Datum der Arbeitslosmeldung.

Datenschutzparadies Österreich.

Ich unterschreite jedoch die Grenze der Erpressbarkeit, und das stört manche Spezialisten – und Vertreter der österreichischen Volkspartei.

Es kann vorkommen, daß ich Panikattacken bekomme, zumeist spätnachmittags, deren Folgen für den Stoffwechsel mehrere Tage lang andauern können.

Symptome dieser Phasen sind: Dysphorie und Anhedonie, Müdigkeit, Rastlosigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Zerfahrenheit des Denkens, Logik blockierende Schlußfolgerungen, verstärkter Tinnitus, Phantomschmerzen, Rückenschmerzen, Nierenschmerzen, nervöser Harndrang.

Ich leide generell an Antriebsschwäche, Dopaminmangel.

Am frühen Nachmittag trinke ich zwei Tassen schwarzen oder grünen Tee, worauf mir die anfallenden Aufgaben, wie Einkaufen und Haushalten leichter von der Hand gehen.

Ein wesentlicher Energieanteil wird mir bei der gelegentlichen Selbstgeisselung zum Erhalt des häuslichen Friedens abgezogen.

Konfliktvermeidung ist dennoch Privatsache, auch im schwarzen Goldfischglas.

Da die Panikattacken von objektiv wahrnehmbaren Ereignissen in meiner Umwelt (Trigger) ausgelöst werden, die subjektiven Wahrnehmungen jedoch keine zeitlichen Regelmäßigkeiten (Mondphasen etc.) aufweisen, kann ich sie nicht als Schübe ausweisen -  vielleicht würden sie unter stationärer Beobachtung, ohne das Einfließen meiner eigenen Beschreibungen, so bezeichnet werden.

Man kann sie nicht wegtrainieren, oder einfach: wegwollen (Gedanke von der Überwindung eines inneren Schweinehundes).

Unter dem Wetterfleck (*) Psychiatrie/Psychotherapie läuft hier ein großangelegter Schwindel zwischen politischer Willkür und elitären Verrechnungsgaunereien zu Lasten der Öffentlichkeit, mit dem Ziel, Lebensuntüchtige auszusondern und zu günstigsten Konditionen für den Gesetzgeber unterzubringen.

Es geht heute vermehrt darum, Menschen aktiv zu terrorisieren, um in ihnen den Wunsch zu erwecken, sich unter stationäre Bedingungen zurückziehen zu wollen, oder sich in einer Art und Weise gehen zu lassen, die ein klassisches „Parere“ rechtfertigt.

In der Psychiatrie hat niemand Einfluß auf das Ergebnis von Begutachtungen, wer mit „Parere“ zwangsverpflichtet wird, bekommt nach sechs bis acht Wochen ein amtstaugliches Gutachten – durch ein „Gerichtstribunal“.

Als Behandlung erwartet die Leute dreimal täglich warmes Essen und eine Handvoll unbekannter Medikamente, und es wird beobachtet, wie sie darauf reagieren.

Von Anfang an wird regelmäßig auf sie eingewirkt, sich für eine Langzeittherapie beim Grünen Kreis oder den Barmherzigen Brüdern zu entscheiden.

Es soll auch schon dafür plädiert worden sein, besonders hartnäckige Zeitgenossen an Narconon abzutreten.

Die Dreckarbeit im Vorfeld erledigt in Ostösterreich die Drogenkoordination, die den Handel mit Drogen aller Art mitkontrolliert und dazu beitragen soll, Mängel und Schwächen des österreichischen Modells „Substitution“ zu vernebeln – eine der raffiniertesten Betrügereien an der Weltöffentlichkeit innerhalb Europas.

Menschen werden auf offenen Treffs oder über Beratungsstellen in die Szenen geködert, auch über mediale Ankündigungen von „Hanfmessen“ und angebliche medizinische Trials mit Cannabis-Medikamenten.

Sobald Gesetzesbrüche vorliegen, kann die Kriminalpolizei eingreifen – der Versuch, auf bestimmte Leute provozierend einzuwirken, setzt allerdings schon beim Verlassen der Wohnung ein.

Ausgenommen ist ein kontrolliertes Netzwerk von InformantInnen unterschiedlicher Bedeutungslosigkeit.

Gestern hat mir einer der Ganslwirt - Streetworker, von denen es in der hinteren Leopoldstadt gerade wimmelt, im SPAR-Markt ein Fläschchen Schnaps – oder Likör - vor die Füße gekickt, wahrscheinlich, um mich vor Publikum einem falschen Verdacht auszusetzen, auf einer Fläche regelmäßigen sozialen Kontakts zu diskreditieren.

Ich trinke aus Gewohnheit kaum Alkohol – und wenn, dann keine Schnapserln von der Supermarktkasse.

Ich glaube auch nicht an den Suchtmechanismus, der als aufgesprochenes Damoklesschwert über den Therapiegeschädigten hängt - deshalb bin ich davon erlöst.

Sommers geht es mir relativ besser, das Sonnenlicht wirkt antriebssteigernd, ich fühle mich ungleich wohler und genieße die Sonnenstrahlen – fast wie ein Opiumraucher die kostbaren Dämpfe aus seiner Pfeife.

In letzter Zeit stelle ich fest, daß ich Ähnlichkeiten von Gesichtszügen von Menschen stärker wahrnehme, d.h. ich nehme mehr Gemeinsamkeiten wahr, fast zu jedem Gesicht könnte ich eine Reihe von Verwandtschaften aufzählen, eine beinahe mysteriöse Wahrnehmungsgabe, die nichts mit Hautfarbe zu tun hat.

Es könnte allerdings sein, daß es sich dabei um erste Symptome einer Alterserkrankung handelt, was wie beim Typus Alzheimer bis hin zur Unfähigkeit, Gesichter auseinanderhalten zu können, führen könnte.

Nur strenge Selbstkontrolle ermöglicht mir ein Überleben unter den gegebenen Umständen.

Jeder Tag ist eine lächerliche Schau der arroganten, dämlichen Visage des Austrofaschimus.

Wir werden uns wohl auf noch schlimmere Zeiten gefaßt machen müssen.

* Wetterfleck: breiter Deckmantel, Überwurf, eine Art Offroad-Hubertusmantel für Kutscher und Reiter.

Ergeht: Kanzlei Kniepeisz.


Selbstmordkommando Österreich.

Berufsunfähigkeitspension – ein tickendes Geschenkpaket?

Werden die Leiden, die einst zur Gewährung einer Invaliditätspension führten, aufgrund ihrer gesamtmedizinischen Komplexität unbeschreibbar, wäre damit eine kaum benennbare Erkrankung als unheilbar einzustufen, finden sich schnell erzpolitisch beflügelte Handlanger bereit – tutender Posaunen und toenender Schalmeien – einen trotzigen Buben mittels beinharten psychologischen Krippenspiels zurück aufs Kreuz nageln zu wollen.

Zu groß ist die Angst, die Verantwortung für die Durchfütterung eines kerngesunden, kraftkesselnden Tippelbruders alleine tragen zu müssen, könnte doch eine große Karriere an diesem offensichtlichen Fehlbescheide scheitern.

Ohne die Leiden und Behinderungen, die zur Gewährung führten, weiter zu beachten, sollen generell einfachere Wege geschlagen werden, die organisierten Sturmtrupps anonymer Behinderter gefälligst in die Wartesäle des Arbeitsmarkts zurückzudrängen.

Eine Aufgabe für jene Spezialisten der Parlamentsfraktionen, nach denen gerade kein Bedarf besteht, Besenkammerreservisten für den Endkampf – Mann gegen Mann.

Motto: Wir lassen die Spielregeln beiseite und drehen einfach den Geldhahn zu.

Thema: Politische Einflußnahme auf die Pensionsversicherungsanstalten, deren guter Ruf in strenger Regeltreue ankert.

Es liegt in der Natur des faschistoiden Territoriums Österreich, Situationen entstehen zu lassen, die einzelnen Bürgern, deren Art zu denken, sich psychologisch nicht unterwerfen zu wollen, keine Möglichkeit als die der Selbsttötung offenläßt, das heisst, ein beträchtlicher Teil der Berufsunfähigkeitspensionisten säuft sich zu Tode.

Das  macht prognostizierende Kalkulationen leicht.

Führte einst Mobbing am Arbeitsmarkt zu Depressionen, Burnout und Invalidität, findet, bei Nichtannahme der mittels der Strahlkraft dekorierter Fachmedienprimissimi zu erzwingenden Dressurhaltung, eine großangelegte Fortsetzung der Schikanen statt, die wenig Hoffnungen offenläßt.

Es wird auf diese Weise das Heilungspotential der Auszeit zur Krankheit gemacht.

Schlußfolgerung: Die PVA soll einzelne Kunden nicht länger anerkennen, sobald sich diese in politischer Weise äußern, weil sie etwa einen Weblog führen.

Es wäre diese Art, mit sich selber umzugehen, nicht gutzuheissen, und stünde einer Heilung im Wege, wäre … Therapieverweigerung.

Welche Wege der Versuch der Umgehung der Vorschriften beschreitet, lesen Sie an diesem Ort.


TUVALU

Der Faschismus kann das Prinzip Hoffnung nicht ersticken.

Die Mittelschicht hat Internet.

Sie ist anders strukturiert - vielfältiger, bunter, offener und demokratischer als vor fünfzig Jahren.

Der katholische Moralismus befindet sich mit seinen Wertvorstellungen im vergangenen Jahrtausend.

Das Internet als Informationstransmission überträgt auch die Schattenseiten: psychologische Manipulation, Ablenkung und Täuschung – emotional engineering.

Kommunikation im herkömmlichen Sinn wird abgelöst von Peil- und Sondiersendungen durch eine drängende Flut von Eindrücken, die es im eigenen Bewußtsein zu filtern gilt, auch um die Umsetzung von Plänen, um Ziele zu erreichen.

Das ist eine intellektuelle Herausforderung - auch wenn die Anforderung zur Multitaskingfähigkeit nach wie vor an die Maschine gestellt wird, wodurch in absehbarer Zeit kein sozialpsychologischer Multigau auszubrechen droht.

Je mehr Informationsbeschaffung über das Internet stattfindet, desto zahlreicher sind auch die Möglichkeiten, in Sackgassen zu geraten, die einen persönlich nicht weiterbringen.

Dennoch ist das Internet viel wert: Wer trotzdem damit umgehen kann, hat auch in der Wirklichkeit des Daseins mehr Chancen.

Man kann  am kulturellen Weltgeschehen nach eigenen Vorstellungen teilnehmen.

Früher hatte der mittelständische Patriarch die Möglichkeit, sich am Wochenende über einem dicken Pack Zeitungen und Zeitschriften tiefer in das Weltgeschehen einzulesen.

Es gab die Radionachrichten, die Zeit im Bild als Nachfolgerin der tönenden Wochenschau im Kino, und Fischers Weltalmanach.

Hintergrundinformationen waren lexikalischen Ursprungs, kolonialistisch-missionskatholisch kupferstichig.

Gläubige Menschen wurden durch die Sonntagspredigt beeinflußt, die Erwerbstätigen am Arbeitsplatz politisiert.

Der Urlaub wurde vom Reisebüro der Gewerkschaft vermittelt.

Das Internet stellt heute einen Großteil der weltwiedergebenden Informationen gratis zur Verfügung, einfacher Gedankenaustausch muß nicht als Konsultation teuer verrechnet werden.

Es ist jenes Netzwerk, das – im Prinzip – allen Usern auf dem Planeten gleich viel Bildungspotential zur Verfügung stellt, und deshalb als höchste Errungenschaft demokratischer Gesellschaften gelobt werden könnte.

Man muß nicht über heiligen Schriften meditieren – man braucht keine Mittler eines religösen Glaubens, um die ungefähre Mitte zu sehen.

Kein Wunder, wenn es Stimmen gibt, die das Internet in offener Form nicht akzeptieren, es für sich selber beanspruchen, oder nur mißbrauchen wollen, als Mittel der Überwachung, der Inquisition.

Es gibt Ansätze, das Internet mit Drogen und Glücksspiel vergleichen zu wollen – oder mit Sodom und Gomorrha.

Das vorsätzliche Legen von Irrspuren, Versuche der Fallenstellung, der suggestiven Negativbeeinflussung, bis hin zur Gefahr der Abzocke von Konto und Kreditkarte sägen an den Nerven vieler User.

Die Freigabe von eigenen Beiträgen zur allgemeinen Unterhaltung unterschiedlichen Gewichts, zur Reflektion der eigenen Befindlichkeit, ist hingegen eine Art friedlicher Kompensation.

Man könnte sonst allzu depressiv werden.

So gesehen kann das Internet ein Beitrag zum Wohlbefinden und zur Gesundheit einer Gesellschaft sein, weil es auch die Mauern politisch verordneter Isolationshaft durchlässig macht.

Ich bin froh, ein Teilhaber und Mitmensch zu sein.

Ich kann von den Möglichkeiten des Internet profitieren.

Der Wert wiegt den Preis auf.

Besser Internet als Prof. Mastopius.


„ … dann mach Schluß!“

Pilzdroge als deus ex machina für eine spätmittelalterliche Ziviljudikatur?

Der eingestandene Konsum von LSD gibt in Österreich bis zum heutigen Tage Anlaß zu lebenslanger Verfolgung durch politische Kräfte und ihre scheinheiligen Hinterorganisationen.

Einer der Hauptgründe, warum man während meiner Jugend darauf bedacht gewesen war, mich durch allerlei psychotaktische Beeinflussung zu einem stationären Therapieaufenthalt hinzulenken, waren geheime LSD-Experimente gewesen – jenseits der kümmerseligen Vorstellung, die etliche AbsolventInnen der katholischen Sozialakademien über Wirkung, Gefahr und Langzeitfolgen von Rauschgift hatten.

Die häufigste Erklärung für sogenannte Flashbacks ist jedenfalls der Konsum anderer Drogen, darunter Amphetaminartiges und Cannabis - es gibt aber auch psychedelische Erlebnisse oder psychotische Episoden ohne Intoxikation.

Es ist schon vorgekommen, daß prominente Zeitgenossen Opfer einer mit der Nachflüsterung von LSD-Konsum verbundenen Rufschädigung wurden, indem man sie systematisch zu terrorisieren begann, eine Verfolgung durch die Stapo auslöste, und ihre Karrieren sabotiert wurden.

Ich glaube nicht, daß man Jugendliche heute wie einst durch Ammenmärchen davon abhalten kann, mit verfügbaren Drogen zu experimentieren.

Es ist festzuhalten, daß es sich bei LSD um keine spirituöse Sondersubstanz handelt, sondern nur um eine von vielen Drogen mit Risiken und Nebenwirkungen, und daß LSD, wie andere Drogen auch, aus asservierten Beständen oder dem Sondermüll in die Hände von KonsumentInnen, auch solche mit unreifen Persönlichkeiten, gelangen kann.

Sadistische, pädophile Interessen, oder einfach Sensationsgier, können Anlaß für die Weitergabe verschiedenster Drogen sein.

Sicher ist, daß Mißverständnisse lange unerwidert geblieben sind, und Ammenmärchen von Anfang an absichtlich in die Welt gesetzt wurden, und daß Albert Hofmann selber mit heftigen Anwerfungen aus der Welt der katholizistisch-kreationistischen Krämerlädenwissenschaft konfrontiert gewesen war, ein Mensch, dessen bedeutendes Lebenswerk außerhalb des Zusammenhangs mit LSD bei uns weniger gewürdigt worden ist.

Wer sich dafür interessiert, liest am besten Dr. Albert Hofmann.

Eine falsche Information, die wahrscheinlich noch heute von manchen Chefpsychiatern und ihrem bigotten subakademischen Hofstaat freigesetzt wird, betrifft Schädigungen des menschlichen Erbguts, hervorgerufen durch LSD.

Ein von Dr. Hofmann entwickeltes Pharmazeutikum, das in der Geriatrie zur Verbesserung von Demenzzuständen eingesetzt wird, ist Hydergin (Dihydroergotoxin).

Hofmann war auf dem Weg seiner Forschungen für Sandoz eher zufällig über das Lysergsäurediethylamid gestolpert.

HYDERGIN wirkt nicht psychoaktiv, nur peripher gefäßerweiternd, und wird bei der Behandlung von Bluthochdruck, Migräne und gegen sklerotische Altersbeschwerden eingesetzt.

Die Verteufelung von Hofmanns Arbeit fand ihren ersten Höhepunkt in den fünfziger Jahren vorigen Jahrhunderts, durch die Verbreitung des Schlafmittels Thalidomid mit dem irreführenden Marktnamen CONTERGAN.

Dr. Albert Hofmann war an der Entwicklung von Thalidomid nicht beteiligt gewesen, und trug keine Verantwortung an den als Contergan-Skandal bekanntgewordenen hunderttausendfachen embryonalen Mißbildungen.

Dieses hartnäckige Mißverständnis wurde durch die populäre, aber unverwandte Charles-Manson-Story der späten Sechzigerjahre angefeuert, und wuchs durch legendäre Berichte von wiederholten Fensterstürzen unter LSD-Einfluß zu einem advokablen Monster von Falschinformationen heran, auf das auch heute noch Entscheidungsträger deuten, wenn es um eine griffnahe, billige Rechtfertigung von moralinsauer vergällten, stuhlpatriachalischen Vergeltungsurteilen im Zivilrecht geht.

Konsum von LSD, unter großem Tränenstrom vor den Richtertisch geschleudert, wiegt aufgrund vorherrschender Abergläubigkeiten fast so eindrucksvoll wie das Aufschlitzen einer Waschpulvertrommel voll weißem Pulver und das Emporhalten eines abgetrennten Schädels.

Man bedient sich des grundfalschen, aber leichtverkäuflichen Arguments, die Einnahme von LSD hätte eine Schädigung der Erbanlagen sowie schreckliche Mißbildungen bei nachfolgenden Generationen bewirken können.

Ähnlich roßtäuscherisch der Versuch, LSD-Experimente zur Erklärung von geförderter Eitelkeit und der Teilnahme an zweifelhaften Expositionen heranziehen zu wollen, zur Begründung von geleiteten Depressionen, Arzneimittelsüchten und Alkoholismus, oder zur billigenden Verschleierung von kriminellen Handlungen, sowie tabuisierten Beziehungskrankheiten im Hintergrund, etwa vom Typ Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom.

Sicher ist, daß ich am Faschingsdienstag des Jahres 1994 nicht LSD genommen hatte – und daß die Folgeschäden, die der Gesellschaft und den nachfolgenden Generationen durch schlechte Aufklärung und kalkulierbare Bildungsmängel entstehen, schwerwiegender sind als zwei Monate Mindestsicherung, und die Akzeptanz psychosozialer Behinderung ohne notorische Unterstellung von Selbstverschulden.

Wertvolle Punkte für Studium und Führerschein:

Sag in Österreich besser niemals, du hättest LSD probiert, oder sonst etwas.


Frau Hittes Traum vom Doktorhut.

Emotional engineering: Schreiber gegen Inquisition.

Es ist bemerkenswert, wie sich ein Gegenspieler bemüht, auf Websites, die ich bekanntlich besuche, Strichelbildchen und Fotomanipulationen vorzulegen, um meine Gedanken in bestimmte Richtungen zu lenken.

Es sollte auf diese Weise meine Erzählarbeit manipuliert werden, bzw. könnte die psychologische Regie dahinter später behaupten, ich wäre befragt worden.

Vielleicht brodelt längst ein Plan, die Gedanken des anderen zu einer aufsehenerregenden Diplomarbeit verbräten zu können, während man sie zur allgemeinen Verbuffung noch heftig mit Rotstift bemäkelt, bis endlich der Urheber mit Haloperidol fragmentiert ins forensisch-psychiatrische Schutzbett verlegt - zu dessen ausklingender Lebzeit schon sein Vermächtnis beschneidet, mit vergleichenden pathologischen Abbildungen versieht und zur eigenen Meisterarbeit wandelt, in Bälde schon - zum Beleg von Theorien und Prognosen, deren Umsetzung beschleunigt und verwirklicht würden, indem man des Burschen persönliche Infrastruktur sabotierte, bis zum seit jeher vorhergesagten Endlauf und Zusammenbruch.

Als ich mich ganz zu Beginn der achtziger Jahre vorigen Jahrhunderts in Untersuchungshaft am Straflandesgericht befand, wollte man Graz von Drogensüchtigen und Glücksrittern  säubern, die es infolge der Plünderung der Anstaltsapotheke des Landeskrankenhauses aus halb Europa angezogen hatte.

Es gab hysterische Gerüchte, wonach Geldbeschaffer der RAF Drahtzieher jenes Verbrechens gewesen sein sollten.

Eine katholisch grünbemäntelte Neidgesellschaft wollte lieber den Verein Club Toleranz, einen legendären Discokellerclub, zum Heimstall des Sündenbocks machen, und am ruhmreichsten für den Gesetzgeber wäre es wahrscheinlich gewesen, zu beiden Seiten Handschellen anlegen zu können.

Damals arbeiteten Polizei und Gendarmerie gegeneinander, und Informanten anderer Ministerien wurden dazwischengeschleust, die rivalisierenden Aufklärer zu kontrollieren,  um selber näher an einen Beuteschatz zu gelangen, der noch einiges an Prozentanteilen abzuwerfen versprach.

Es herrschte ein großes Verwirrspiel, ging es doch um beträchtliche Mengen von Suchtgiften, Dopingsubstanzen und konfiszierte Drogen, welche ebenfalls im Tresorraum des Grazer Landeskrankenhauses eingelagert gewesen sein könnten.

Es wurde versucht, über sehr junge Leute an Informationen zu gelangen, denn die gevivteren Profiteure hatten sich und ihre Okkasionswaren schnell in sicheren Abstand gebracht.

Die allzu gierigen Verbliebenen schieden schnell aus, für immer – während eine Schulklasse voll gnadenlos abgezockter Jugendlicher nahe dem Grazer Messegelände im Schwitzbad saß,  als Untersuchungshäftlinge in kratzigen Anstaltspullovern ihre kleinen Kriminalkarrieren abzubüßen.

Herr Fasching von der Drogenberatungsstelle erschien zuerst, worüber ich schon berichtete.

Mein alter Freund Heribert wollte mich einmal besuchen, aber der Praktikant zu Gericht Eberhard, mit dem ich wenige Jahre vorher noch die Schulbank gedrückt hatte, verwehrte ihm heftig aufgeblasen den Kontakt.

Eberhard war es, der meine Korrespondenz mit List und Lupe nach geheimen Botschaften und verräterischen Chiffren absuchte.

Es war vorstellbar, daß er im Untersuchungsrichter verfehlte Hoffnungen nährte, die meine Entlassung nach ein paar Monaten Untersuchungshaft noch lange schmerzhaft hinauszögerte.

Ich könnte nicht vollständig ausschließen, daß mein Dasein im gesetzfreien Hausarrest auch zum heutigen Tage Eberhard, dem ehrgeizigen Ritter zu drei Rädern in der Kautschukrüstung, anzurechnen wäre.

Ein beachtlicher Stapel Manuskripte aus jener Zeit blieb jedenfalls verschollen.

 

Zur Auffrischung:

1979 war Dr. Bruno Kreisky österreichischer Bundeskanzler, Staatspräsident war  Rudolf Kirchschläger. Willy Brandt war Kanzler der Bundesrepublik Deutschland.

1979 war Jimmy Carter Präsident der USA, in Großbritannien wurde Margaret Thatcher Premierminister; Präsident der Sowjetunion war Michail Gorbatschow, französischer Präsident Valéry Giscard d’Estaing.

Wiener Bürgermeister war Leopold Gratz (SPÖ),  in Graz herrschte ein Jahrzehnt lang  Dr. Alexander Götz von der FPÖ.

Steirische Landeshauptleute waren Friedrich Niederl, 1980 gefolgt von Josef Krainer jun., der niederösterreichische Amtskollege hieß Andreas Maurer (ÖVP).

Als Justizminister folgte … 1983 Harald Ofner (FPÖ) Christian Broda von der SPÖ, Innenminister war Erwin Lanc, SPÖ.

Am 1. Mai 1981 wurde der Wiener Kulturstadtrat Heinz Nittel von einem Terroristen der palästinensischen Gruppe Abu Nidal ermordet.

Am 6. Oktober 1981 wurde in Kairo der ägyptische Staatspräsident Anwaar-el-Sadat von Mitgliedern seiner Leibgarde ermordet.

Am 9. Oktober 1981 beging der ehemalige österreichische Verteidigungsminister Karl Lütgendorf unter ungeklärten Umständen Selbstmord.


Endkampf Turmzimmer.

Psychogeriatrisches Hampelspiel um Ehrgeiz und Eifersucht unter den Gescheiterten.

„Der Joe dämpft alle Ratten aus – wie die Bazillen!“ beschied Heuer voll Überzeugung, und schlug mit der Faust in die offene Hand.

Er war mit dem Mittagessen aus dem Grazer Landesgericht für Strafsachen gekommen, um ein paar Monate abzubrummen, wuchtete seinen Binkel in den Haftraum und wußte seufzend mittels einer Handvoll jämmerlicher Zigarettenstummel in einer zerknüllten Packung „Spezial Landtabak“ Versorgerinstinkte zu wecken.

Er erschien allerdings in geheimnisvoller Mission, die Lage zu erkunden, Neuigkeiten von draussen und drinnen zu verbreiten, und dabei Unfrieden auszustrahlen.

Im Laufe von ein paar Tagen gelang es ihm, sich wieder aufzurichten.

Wenn er in einer anderen Zelle eine bessere Partie finden konnte, begehrte er Verlegung, und stand im lockeren Drillich, mit Geschirr und Bettzeug in der Justizwachekotze, für einen neuen Tag lang im Mittelpunkt.

„Ihr seid’s leiwande Hawara.“

An dem Finger, mit dem er herüberzeigte, fehlte ein Glied.

Daß sich ein Vierteljahrhundert später das politische Österreich ähnlich präsentieren könnte, wie es im kleinen Mustergefängnis am Hange des Grazer Schloßbergs skizziert wurde, war damals nicht absehbar gewesen.

Heute beschäftigt der Staat  in aller Öffentlichkeit Rechte, um gegen Linke vorzugehen, und Menschen, gegen die justament zivilgerichtliche Todesurteile verhängt worden sind,  müssen zur Wahrung der schiefen Optik zu Staatsfeinden erklärt und langsam zwischen den Wänden ihrer Zellen zermalmt werden.

Jeder Tag ist ein Provokationsmanöver durch das Bureau für Innere Angelegenheiten, das zur Zeit über keine feste Adresse verfügt.

Übergriffe kann man nicht ausschließen.

Die Wahrnehmung dieser Wirklichkeit vexiert zwischen Traurigkeit und Aberwitz.

Ich hätte in Untersuchungshaft, Anfang der achtziger Jahre vorigen Jahrhunderts, das Babygesicht einer Milupa-Werbung in einem Büchlein der Serie Readers Digest Best in diabolischer Weise übermalt.

Weiters hätte ich LSD-Trips häufig genommen.

Es gibt Einzelschicksale, die von den Studierenden ferngehalten werden müssen.

Ihr Vaterland soll ihnen erscheinen wie es der ORF retouchiert.

Die Position dieser kleinen Wohnung entspricht der eines Staubfängersackes an einem pneumatischen System.

Man wird chronisch krank.

Die Entlüftungsanlage saugt im Sommer wie im Winter aus dem Müllraum an.

Die Belastung durch Bakterien, Pilzsporen und Keime kumuliert, und stellt das Immunabwehrsystem auf Dauerbelastung.

Unter solchen Bedingungen lebten Menschen nicht lange, sie wurden krank und starben bald.

Hinter dem Holz, das gemütlich machte, verbargen sich Wanzen.

Eines Tages lag jemand mit Lungenentzündung im Fieber, und ein anderer stellte ihm eine entsicherte Kartusche mit Ungeziefer-Ex unters Bett.

Nach einer solchen Kur bleibt etwas zurück, das sich anfühlt, als wäre der Kopf in einem Schraubstock festgehalten worden, und weitergedreht, bis es knackte.

Sind Sie vielleicht aus der katholischen Kirche ausgetreten?


Sicherheits-Ding-Dong.

Heimatland, innen pfui.

Die Überwachung durch eine Schauspielertruppe erfolgt beinahe lückenlos.

Wenn ich nachmittags die Wohnung verlasse, um einkaufen zu gehen, sind das Postamt und die Geschäfte, die ich besuche, zumeist schon mit Provokateuren besetzt.

Auswärts führt man uns - in letzter Zeit vermehrt –  gerne Exhibitionisten vor, wenn wir z.B. auf der Donauinsel Erholung und Ruhe suchen.

Vielleicht steckt dahinter der Gedanke, wenn man mir oft genug graubraune Stehtäubling’ zeigte, die ihre Zümpfe aus der Hose beideln lassen, könnte auch ich zu solcher Art Selbstdarstellung angeregt werden.

Laut psychologischer Enschätzung einer damals zwanzigjährigen Psychologin des Anton-Proksch-Institutes für substanzunabhängige Abhängigkeiten wäre ich ein schizoider Nachahmungsneurotiker (Spiegel-Äffer).

Am anderen Ende des Gebäudekomplexes Beispielstraße gibt es einen vorbildlichen, blaubemantelten Portier vor seinem kleinen Büro, einer modernen Conciergerie.

Hinter dem Schatten des Gebäudekomplexes befindet sich ein Fußgängerpfad, der von älteren Menschen auf dem Weg zum Arzt, Jugendlichen und Kindern frequentiert wird, weil es dort einen Kindergarten gibt.

Am Heimweg von meinen Einkäufen begehe ich diesen Pfad öfters.

Um 17 Uhr 15 steht ein Mann ohne Gesicht vor dem Eingang zum Kinderfreunde-Kindergarten und uriniert plätschernd auf den Asphalt.

Aus dem Schatten des Gebäudekomplexes treten zwei Personen, ein dunklerhäutiges österreichisches Mädchen in Begleitung einer erwachsenen Frau.

Unmittelbar nach mir treffen die beiden auf den Kunstludler, der, wie ich im Umdrehen argwöhne, darauf vergessen haben könnte, seinen Ablasshahn wieder einzupacken.

Ich gehe weiter und grüsse um 17 Uhr 17 zum Portier hinüber, der gerade in ein Handtelefon spricht.

Man betreibt einen nicht unerheblichen Aufwand, um Koinzidenzsituationen zu schaffen.

Das bedeutet, daß in diesem Bereich nicht einfach Sicherheitsmaßnahmen getroffen, sondern gezielt Aktionen inszeniert werden, um bestimmte Personen zu terrorisieren. (-> Anspucken durch Jugendliche).

Ich ziehe weiters daraus den Schluß, daß es sich bei der Sicherheitsfirma, die den Gebäudekomplex Beispielstraße betreut, um ein anderes Mitglied einer Firmengruppe handelt, deren Subunternehmer von mir Schutzgeld einfordert, weil ich Nutznießer der Hacklerregelung wäre, ohne jemals mehr als ein Jahr bei einer Firma gearbeitet zu haben.

Alternativ schicken Urlaubsbekanntschaften der Gemahlin Briefe und Postkarten (…) mit Liebesbotschaften und lobpreisen mögliche leidenschaftliche Begegnungen in der Ferne.

Wir sollten deshalb in unserer Kleinwohnung in heftigen Streit geraten, was man aus dem Haus gegenüber dokumentieren wollte.

Darüber sind wir uns einig und ignorieren solche Post.

Wenn sich jemand dafür interessiert, können Sie einige dieser Schriftstücke unserem Hausbrieffach entnehmen.

Gerne werde ich sie mit der nächsten „Inkassomahnung“ dem zuständigen Ministerium weiterleiten.

  • Es gibt in Österreich kein Bankgeheimnis.
  • Es gibt in Österreich kein Briefgeheimnis.
  • Es gibt in Österreich keinen Datenschutz

bzw. wird aus dem Chefsekretariat im Justizministerium scheinheilig verlautet, der Datenschutz hinsichtlich getilgter Vorstrafen wäre vorbildlich.

Jedenfalls weitet sich die Kluft zwischen der Befassung der Regierung und der Wirklichkeit für die Bevölkerung in beängstigendem Ausmaß.

 

beideln – baumeln, beuteln

Zumpf(erl) – Penis, männliches Genital

Täubling – in allen Farben vorkommender, mittelgroßer Blätterpilz; bestimmte Varianten wurden in früheren Zeiten von weniger begüterten Schichten als Speisepilz verwendet (Speisetäubling)


Pooh at Wendy’s.

Has your web access turned out to be a tripwire into child pornography?

Uh-la-la. There must be a profane secret behind the string of a tanga slip.

Whatever photography on the web is turning out to be a constringent net of slippery bananapeels into submitted layers of illegal minority.

This means, there’s a central control over one’s web, using adult photography of any category to attract pedophiles.

This, in my opinion, makes no good sense.

This is fraud.

For people involved with child pornography, there have been other channels, I suspect.

Uncommon devices similar the legendary C64 radio teletypewriter, for instance.

As there are most endless places on earth to go and do.

Who’s supervising those physical ways of child porn access, like child abuse and slave trade?

Trying to undermine the adult internet for busting potential child pornographers until it’s allover itching, is a very european, especially an austrian errway of hypocracy.

May I introduce the magical, mysterious, the sensational Nikki Case to the minister squad?

Oh yes, I had a deep deep huff.

May your skilly artwork fill that humble purse.

„Stare - with Care.“

I do not believe pornography has been a sign of culture, but it indicates the grade of culture how we deal with it.


SystembetreuerInnen

In der Multiple-Choice-Hölle.

An einem jener Abende stieg ich in die aufgeheizte Atmsophäre einer Peepshow, in Begleitung eines Bekannten, dem Stippvisiten ins Rotlicht nicht fremd waren.

Wir waren beide gut angeheitert.

Wir hauten enthemmt Geld auf den Kopf,  feierten feixend Frustrationen für Arbeiter und Angestellten ab.

Eine der Tänzerinnen, die auf der Brust eine Nummer trug, kam mir in magischer Weise  bekannt vor, und schien mir zudem zuzublinzeln.

Ich bestellte sie in eine Kontaktkabine, wozu mir mein Kollege geraten hatte.

Ihre Lippen und Nägel schienen im UV-Licht zu glühen.

Sie bot mir eine charmante Fußmassage an.

Der Vorschlag erschien mir so amikal harmlos wie professionell, daß ich keinerlei Argwohn schöpfte.

Nach einer kurzen Denkpause erschien er mir sogar äußerst anregend, und ich willigte beflügelt ein.

Das geschäftige Fräulein streifte zierliche Stilettosandalen ab, nahm federnd Sitz, stellte elegant die Beine zurecht und deutete mit flinker Hand, bei der nachfolgenden kleinen Übung selber Spaß zu haben.

Eine wenig anspruchsvolle Discohousemusik hämmerte, dafür sehr laut, die Beleuchtung hatte etwas Neonpsychedelisches.

Aus einer Düse am Plafond wurden mehrere Stöße eines süßlich-fruchtigen Deodorants freigesetzt.

 

Ich hatte mich für einen umfassenden Kurs als EDV-Administrator beworben und mußte zu einer Aufnahmeprüfung erscheinen, die viele Stunden in Anspruch nahm.

Die Leiterin des Schulungszentrum erschien mit einer Assistentin.

Sie begann sich in häßlicher Weise über meine Präsenz zu mokieren, vor gut 50 Anwesenden.

Sie sagte laut, ich wäre bloß zu faul, um als Hubstaplerfahrer zu arbeiten.

Als langjähriger chronischer Cannabisraucher wäre ich für ihre anspruchsvolle Ausbildung  zu verblödet, ließ sich vernehmen.

Während ich an der ersten von -zig Serien von Fragebögen arbeitete, stellte sie sich hinter mich und stierte mir wie einst die Mutter bei den Hausübungen über die Schulter.

Schließlich riß sie  ein paar Blätter an sich, stöckelte mit furiosem Hüftschwung vor ans Pult und stellte wild stiftstreichend Hochrechnungen an, wobei sie meinen Intelligenzquotienten laut auf maximal 85 einstufte.

Jeder im Saal konnte es hören.

Leute drehten sich herum und tuschelten.

Eine hübsche Person vor mir warf ihr Haar zurück und stemmte sich mit den Füßen vom Fach ihres Pults nach hinten  ab, um ein wenig im Stuhl zu wippen.

Ich spürte, wie es um meine Nieren krampfte und mußte aufstehen, dringend aus dem Saal, und Wasser ablassen, sonst hätte ich die zähen, zehrenden Testserien nicht länger durchstehen können.

Ich nahm mir fest vor, justament und bei aller Pein die Flucht nicht zu ergreifen.

Während einer halbstündigen Pause stand ich verdattert im Lichthof, mit einem Becher Automatenkaffee, und rauchte hilflos eine Zigarette.

Kein Mensch dort erschien mir bekannt, nur die giftig zähnebleckende  Kursleiterin, die ich einem Kundendienst der Fahrzeugindustrie zuordnete, eine Person, die einmal nackig in einem Fernsehquiz aufgetreten war.

Niemand sprach ein Wort mit mir.

Später setzte die Kursleiterin ihr gehässiges Gezische fort.

Ich hätte mich seit der Pubertät nicht mehr persönlich weiterentwickelt und würde während des Unterrichts aufstehen, um masturbieren zu gehen.

Ich würde mich in Idiotenmanier im Bett wälzen und feuchtgeleckte Playboymagazine abküssen, schlaflos stöhnend von den lackierten Zehennägeln eines heissen Schwarms aus der fernen Schulbank lobhudeln, und mich in geklaute Höschen schneuzen.

Dazu nannte sie Namen – so laut, daß sie genausogut auch auf die Tafel hätte schreiben können.

Und die Faustformel, welche die Wörter Haschisch und Minderwertigkeitskomplexe enthielt, war deutlich zu vernehmen.

Am Ende der Testserie fühlte ich mich grausam mißhandelt, war aber davon überzeugt, daß die Testergebnisse im erforderlichen Durchschnitt liegen mußten.

Nach ein paar Tagen erhielt ich vom Arbeitsmarktservice einen Bescheid mit Ablehnung - mangels geistiger Eignung.

Meinem Einspruch bei der Leitung des Landesarbeitsamts wurde stattgegeben.


Emotional Extortion

Austrian reality is a nightmare porn of hypocrisy.

We went out to see my wives dad, who lives in a southern federal country, yesterday.

I had been  alarmed, the old man was very sick, due to his age over 90, and needed help and care, but he was in fact in astonishing good condition.

He rejected dramatically any professional help by the Volkshilfe, a mobile care institution I propose for competence and personal confidence.

It did turn out, that the emergency call from Styria was only for his daughter, who he tries to set under emotional pressure for her claim on inheritance.

He threatens to give away his small houseground for life-annuity, if she wasn’t willing to separate from her husband - whom he’s accusing to be jewish - and return to Styria and personally care for him.

Behind stands (among  some weightlighter interest groups) the popular party and that rising shade of the catholic church that grins like Don Camillo.

Unfortunately my wife hasn’t been able to perceive what’s going on.

On the other hand, I have continousely been bugged by the STAPO for years.

This means, that I am followed by an instrument called „drug coordination“ who tries for any price  to psychologically release a suspected addiction mechanism, for some drug experiences I once made – what seems to me had happend in another life.

They even operate with street actors and bad advice suggestors, relationship corrupters, whose hissing stinks up the ventilation pipe.

One reason are predictions by an association of catholic social workers I once used to know, and who are now the backbone of the drug coordination.

They actually do  follow us by helicopters.

This may may sound pretty paranoid and unbelievable (in fact we have been suspected to grow cannabis) - and that’s actually the point.

We are human beings – people have no knackpoints like on swiss chocolate bars.

We have a right on privacy and intimacy, which becomes perpetually more and more disturbed.

This kind of psychological influence from different sides is actually called torture.

The magical spoke they take for this evil kind of political special treatment is LSD, and that dangerous flashbacks might happen, and could be released by psychological mistreatment.

Unfortunaltely, we only have here rightwing parliament parties, a political disease that leads to wellknown dangerous rotations of that awkward insane concrete mill.

Even the greens turned out to be rightwinged, while the social democrats become disassembled by the domestic media.

I report here from the middleages – and I tend to choose my words with care.

LSD had once been handed to us by the same forces that bind us to the wheels today.

I cannot witness any flashback activities or intellectual loss, despite the fact I did lots of tripping when I was young.

The pain we both have to experience has been arranged by other people.


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