CatCam

Olmis und Bulimie.

Die moderne Antidepressiva-Lüge.

Manche Leute, angeblich vom Fach, weisen immer wieder darauf hin, daß moderne Antidepressiva nicht abhängig machen.

Sie meinen damit Selektive-Serotonin-Reuptake-Hemmer.

Die gängigen Marktleader sind hierzulande Escitalopram (Cipralex) und Venlafaxin (Effectin).

Es stimmt, dass diese Medikamente nicht süchtig machen, weil eine Dosissteigerung nicht zu einer Wirkungsverstärkung führt, welche als rauschhaft empfunden werden könnte.

Wer sie über längere Zeit einnimmt, wird trotzdem davon abhängig.

Vielleicht wird Venlafaxin eher an Frauen, und Cipralex eher Männern verschrieben.

Möglicherweise sollte die Formgebung der Effectin-Pillen einen Benzolring andeuten, und die Färbung eine rosa Brille, oder es will dieses Produkt den rosaroten Zeichentrick-Panther visualisieren.

Paradoxerweise wirkt Venlafaxin auch dopaminerg, dämpft jedoch die Libido und macht Männer impotent.

Darüber hinaus hat diese Substanz aus der Gruppe der Phenethylamine, den Drogen Meskalin und MDMA verwandte Substanzen, unangenehme Nebenwirkungen auf das Gleichgewichtsorgan – es kann passieren, daß man beim Busfahren seekrank wird.

Es könnte vorgekommen sein, daß Effectin von Verkausförderungsagenturen anhängigen Sozialarbeiter-Therapeuten an Jugendliche als Ecstasy verfüttert und abgerechnet wurde.

Ich würde dieses Medikament eher als bedenklich einstufen.

Mit beiden Substanzen wird an Menschen weltweit millionenfach experimentiert, und Ärzte und Apotheker können sich darauf berufen, was die Forschungsinstitute der Pharmaindustrie über diese Medikamente bislang zu berichten wußten.

Auch Cipralex wirkt erst, wenn man sich daran gewöhnt hat.

Das Absetzen ist so unangenehm, daß man nach dem ersten Versuch vor weiteren zurückschreckt, bzw. bleibt die Wahrnehmung der Beschwerden so schmerzhaft, daß man wieder zur regelmäßigen Einnahme zurückkehrt.

Kombiniert mit einem leichten Bezodiazepin wirkt Cipralex relativ gut gegen verschiedene Depressionen.

An diesem Punkt hält einem der Spezialist schnell den großen Finger vors Gesicht und sagt, bräsig: „Benzodiazepine darfst du nicht nehmen – davon wirst du abhängig!“

Man könnte entgegenhalten: „Ich weiß auch nicht, welche Schäden das Pram meinem Stoffwechsel schon zugefügt hat.“

Ich weiß weder, ob ich nicht Parkinson bekommen werde, oder Alzheimer, oder Krebs - und ob manche Antidepressiva nicht dazu dienen, den Ausbruch von Alterserkrankungen zu beschleunigen.

Unsere Politiker und NeurologInnen nehmen heute gern – Olmifon.

Sie sagen, na ja, vielleicht ab und zu - aber nur, weil wir hart und viel arbeiten müssen – schließlich wären das keine getarnten Schlaftabletten.

Außerdem hätte Modafinil nicht so starke Nebenwirkungen, wie zum Beispiel … Ritalin.

Bis vor etwa 30 Jahren, vor dem weltweiten Erfolg der Droge Prozac (Fluctine), glaubte man lange Zeit, daß Depressionen mit der Lithiumkonzentration im Blut zusammenhängen – einem giftigen Metall, das im menschlichen Organismus nur in Spuren vorkommt.

Später stellte sich heraus, daß Lithium an den Synapsen die Freisetzung und Wiederaufnahme der als Reaktion auf bestimmte Sinneswahrnehmungen freigesetzten Transmittersubstanzen beeinflußte.

Ein  richtungsweisender Ansatz für die Entwicklung moderner Antidepressiva.

Umgehend wurde als Hymne auf das erste Produkt einer fortgesetzten Serie ein Buch zugunsten des Patentinhabers (Lilly) präsentiert: Listening to Prozac, von Dr. Peter Kramer, einem Psychiater.

Heute wird Prozac nur mehr von Menschen konsumiert, welche besonders die Verzögerung der Wiederaufnahme des Nebennierenhormons und Neurotansmitters Noradrenalin, eines Phenylalkylamins, zu schätzen wissen.

Und von allen, die ausgerechnet mit Prozac abhängig geworden sind.

Was könnten wir daraus lernen?

(… fragte uns heute:  Nurmi Pulverlfreak.)


Lynche

… und Freimaurer.

Wenn rechts von links nicht mehr zu unterscheiden ist, werden die Zeiten noch schlechter.

Profitieren wird voraussichtlich die Mitte, weil sie die Auseinandersetzungen zu beiden Seiten begünstigt und mitfinanziert.

Während in anderen Teilen Europas, in Frankreich wie in Deutschland, die scheinbaren Aufbruchsbewegungen einer neuen Linken ins Auge huepfen, gilt es im kleinen Ländchen Österreich  für Jugendliche noch als megacool, sich für Rechts zu engagieren, bzw. gehe ich davon aus, daß Österreichs Rechte für politische Agitation mehr Mittel zur Verfügung zu stellen.

Daß der RFJ, mit  einem Stiefel in Ihrem ORF-Fernseher, unter anderem die österreichische Flucht- und Trutzburg der mit finanziellen Nöten kämpfenden NPD darstellt, sollte unseren Politikern zu denken geben, wird aber außerhalb Wiens - hier in einzelnen Bezirken schwerpunktmäßig - kaum oder nicht zur Gänze entlarvend wahrgenommen.

Eines der Spannungsgebiete ist die äußere Leopoldstadt, zwischen Praterstern, Stuwerviertel, Mexikoplatz und Milleniumtower.

Der Vernebelungsaufwand ist beachtlich, wenn Prominente wie Michael Jeanné, der mysteriöse Otto Rudolf Braun oder der beurlaubte Rittmeister Autericky ihre Hälse aus dem Scherm (*) recken, und man fragt sich, ob Jugendliche und verunsicherte Geschäftsleute eigentlich wissen, für wen sie sich zu Aktionen von fragwürdiger Informationsverteilung und Hetze gegen Menschen vereinnahmen lassen.

Es gibt das alte nationalsozialistische Feindbild Juden und Freimaurer, wozu Ewald Stadler, derzeit ideologischer Berater des BZÖ, mitunter Vorträge hält, wo er aus  Gründen der Einfachkeit Juden wegläßt und allein über die Freimaurer referiert – die Geschichte ihrer Verschwörungen aus der Sicht des altkatholischen Nationalsozialisten und die vielen Gefahren, die bis zum heutigen Tage von ihnen ausgingen.

Die Message des inner- oder außerhalb des Blickwinkels von Videokameras aufstrebender Sicherheitsdienstleister inszenierten Straßentheaters ist die Veranschaulichung der Möglichkeit von spontanen Lynchaktionen gegen Personen oder Personengruppen.

Leidtragende sind in erster Linie Alte und Behinderte,  denen die Vorkommnisse auf öffentlichen Flächen bereits zu viel Angst einjagen, als daß sie die eigenen vier Wände noch verlassen möchten.

Aber das macht nichts, weil gegenüber der PVA entsteht ein geriatrisches Zentrum, und wer bis zur Eröffnung noch nicht die Patschen gebeutelt (*) haben wird, hat theoretisch Chancen, dort Aufnahme zu finden, wenn  Kinder oder Erbschleicher die Wohnung brauchen und die richtigen Leut‘ kennen.

Mexíco

(*) Scherm  – veraltet landläufig; z.B. Nachtscherm, stand wahrscheinlich  für Scherbe(n):  Gefäß, Topf, Schüssel aus Steingut, Ton, Porzellan. 

Den Scherm aufhaben - Das Nachsehen haben.

Etwas in den Scherm putzen - Ein Kind abtreiben.

(**) Die Patschen beuteln – volkstümlich: ableben, sterben; bildhaft: Mit den Hauspantoffeln zappeln.


Der Grüne UNWAHLBÄR.

Die Farbe Grüne als Corporate Design.

Gelegentlich überkommt es mich, und ich betätige mich hier als politischer Laienbeobachter.

Die austrianischen GrünInnen ziehen mit wehenden Fahnen gen Europa, doch es schwebt, mit Helium aufgefüllt, der UNWAHLBÄR an einem Seil, und verfinstert die Sonne.

Es wäre die Farbe Grün als CD an eine andere Interessentengruppe verkauft worden.

Der gnadenlose Auftakt zur radikalen Veränderung erfolgte in Wien, und könnte eine Verfremdung der Grünlandschaft Europas im Dominoeffekt mit sich bringen.

Niemals zuvor hatte bei einer Meditation im Grünen Pim Fortuyn von unten angeklopft und die weisende Hand zum Gruß erhoben, während mir ein unbekanntes rotschwarzes Insekt ins Knie biß.

Darüber begann ich zu rasen – waren wir doch alle einmal, als wir mit Politik noch gar nichts am Hütchen hatten, außer dem albernen gemeinsamen zeremoniellen Hanfkonsum – noch grün hinter den Ohren, Grüne gewesen.

Also warf ich dem mir persönlich lieberen Herrn Pilz eine kurze Nachricht in die Box, und teilte meinen Unmut mit, ließ dorten wissen, daß Grün beim besten Willen keine Option für mich wäre.

Boeshaftiges Gefeix fiel mir darüber hinaus noch ein, daß es die Grünen beim eigenen Hausputz mit der Gründlichkeit nicht so genau genommen hätten, und daß einer Schwarzen Witwe im Gemeindebau der Weisse Riese vorm Fenster zuwinke.

Die liberal-heroischen Damen unter ihren wehenden Fahnen würden zischeln, dies wäre unterklassig, darauf würde ich erwidern:

„Das wollte gesagt werden.“

Es kann den Neuen Grünen Europas nur bedeutungslos sein, was einer der letzten Narren mit Stimmrecht in Österreich von sich gibt.

Dennoch bleibt die Frage: „Ich bin Demokrat und kein Faschist, Du bist Demokrat und kein Faschist – warum müssen wir einander wehtun?“

Politik, entblößt: Dreckiges Geschäft.


St. Wolfgang

„Zusammenhalt“ – Willkür und Kameradwirtschaft im Zivilrecht, politische Einflussnahme und Instrumentalisierung in Österreich.

Im Jahr 1994 wurde von Familie Vetter ein Urteil über den Sohn der Familie, der ein Dienstverhältnis in der österreichischen Automobilindustrie gekündigt hatte, gesprochen.

Man wollte einen Kredit aufnehmen, angeblich, um Wohnraum für ein Familienprojekt, ein Mehrfamilienhaus im südlichsten Burgenland, zu schaffen.

Unseligerweise ließ sich Vetter junior, während er eine AMS-Umschulung absolvierte (*), trotz zunehmender Meinungsverschiedenheiten mit Vetter senior und seiner jüngst verheirateten Schwester Lisa Hosnedl dazu überreden, unter falschen Versprechungen für einen Kredit in der Höhe von 106.000,– Euro mitzuunterfertigen.

Der Kredit hätte der Umgestaltung eines pannonischen Vierkanthofes dienen sollen, in dem auch Wohnraum für Vetter junior geschaffen werden sollte, welcher als Teilbesitzer im Grundbuch aufschien.

Das Geld verschwand spurlos oder wurde anderwertig verbraucht – der hypothekarisch überbelastete Vierkanthof im Burgenland musste jedenfalls im Jahr 2006 zwangsversteigert werden, wobei die 106.000,– Euro als offene Schuld zurückblieben.

Vetter junior war mit Frau und Katzen gegen Ende der neunzehnhundertneunziger Jahre nach Wien übersiedelt, erkrankte später, und bezieht heute eine kleine Invaliditätspension.

Mehrere Versuche, zivilrechtlich aus der Haftung zu entkommen, scheiterten für Vetter jun. im Lauf der vergangenen Jahre, obwohl es auch für das Grazer Landesgericht bzw. Oberlandesgericht für Zivilrecht offensichtlich gewesen sein muß, daß kein Cent des Kredites jemals an Herrn Vetter jun. geflossen, noch für den ursprünglich vorgesehenen Zweck verwendet worden ist.

Den Einwand, daß Herr Vetter von seinem Vater – wie von seiner Schwester – vorsätzlich getäuscht worden wäre, wollte die Richterin nicht gelten lassen.

„Du sollst Vater und Mutter ehren, aber sie keiner Fehlleistungen bezichtigen“ – könnte ihr der kleine Eisenjesus auf dem Richtertisch über die Schulter zugeraunt haben.

Die Haftung von Vetter junior wurde zweyfach am Grazer Marburger Kai bestätigt, ein Rekursansuchen abgewiesen.

Beim zweiten Einspruch war vom OLG f. ZR. eine Kanzlei G. mit der Verfahrenshilfe beauftragt worden, die mit juristischer Spitzfindigkeit zur Unterstützung der fordernden Gegenseite argumentierte.

Mitgehangen, mitgefangen – lautete die juridische Begründung für die Abwendung sämtlicher Einsprüche – ein österreichisches Beuge- oder Selbstmordkommando.

Cui bono? – müßte die Fragestellung in einer Verhandlung der wahren Tatbestände nach dem Österreichischen Strafgesetzbuch lauten.

Inzwischen sind die Forderungen der Steiermärkischen Bausparkasse auf beachtliche 180.000,– Euro angewachsen.

Vetter junior, wegen Behinderungen nicht arbeitsfähig, sollte eigentlich als Pflegefall und Knecht von Frau Hosnedl zur Begleichung ihrer Schulden beitragen.

Diese Meinung scheint auch beim Gesetzgeber vorzuherrschen, so bösartig und grausam ist heute dessen Vorgehen mit psychologoid aufgepeppten Gestapomethoden.

Davon abgesehen offenbart sich, daß im Visier der seinerzeitigen Illusionen ein möglicher Erbanteil der Ehefrau von Herrn Vetter jun. luminisziert haben dürfte.

Hosnedl und FreundInnen, die über ein Grazer Detektivbüro auch über Verbindungen ins Innenministerium verfügen, versuchen Vetter junior die bescheidene Lebensqualität in Wien abzugraben, und einen Zustand herbeizuführen, in dem dieser keine andere Chance mehr hätte, denn als entmündigter Zwangs-Leiharbeiter von Frau Hosnedl Rückzahlungen an das Bankinstitut zu leisten, bzw. von seiner Ehefrau aus dieser Situation ausgelöst zu werden – grenzgeniale Strategien faschistisch beeinflußter Menschen.

Vetter senior leidet an einer fortschreitenden Krankeit vom Typ Alzheimer, Schwester Hosnedl wäre gelernte Theaterkleidermacherin und Boutiquebetreiberin, besuchte eine Maturaschule, und ist ausserdem alleinerziehende Mutter.

Frau Hosnedl würde sich gerne um ihren Bruder kümmern.

Daß der ein eigenständiges Dasein führt, will Frau Hosnedl nicht glauben und intrigiert, unterstützt vom Detektivbüro und einer Vertrauensperson bei der Bundespolizei, mittels laufend ins faule Spiel geschleuster Fehlinformationen.

Aus welcher Quelle das Detektivbüro gelabt wird, ist für Herrn Vetter noch unklar, vielleicht wird von einem imaginierten Sparbüchl der alten Frau Vetter, der greisen Mutter von Herrn Vetter und Frau Hosnedl, geschäftstüchtig im vorab gezehrt.

Die Österreichische Volkspartei als Eich- und Maßnahmenbehörde der traditionellen Familie, aber auch Personen aus den Gesinnungsgenossenschaften FPÖ/BZÖ erklärten sich aus verwandtschaftlicher bzw. ideologischer Verbundenheit zu Vetter sen. und Frau Hosnedl bereit, die Vertreibung von Herrn Vetter, einem mehrfach gebrandzeichneten „Sozialschmarotzer“ und Sündenbock, aus seinem Wiener Apfelkuchen-Paradies mit Rat und Tat zu unterstützen.

(*) Wie der Kreditvermittler, Herr S., vor Gericht angab, wäre er davon ausgegangen, Vetter jun. wäre zum Zeitpunkt der Unterzeichnung in der Automobilindustrie beschäftigt gewesen, was eine von mehreren falschen Aussagen als Zeuge war.
Es wurde von der Grazer Richterin zu keinem Zeitpunkt die Frage gestellt, ob S. eine Gehaltsbestätigung verlangt hätte, noch wurden dessen Aussagen überhaupt hinterfragt.
Davon abgesehen war auch Frau Hosnedl als beruflich instabil bekannt und zur Vertragsunterzeichnung wahrscheinlich arbeitslos gewesen.


Rentner Boogie (2)

„Wer in Österreich Invaliditätspension erhält, lebt wie Franz Gans im Schlaraffenland.“

Wer zudem im Internet seine Menung äußert, wird für 670 Euro im Monat abgefotzt, bis die Ohren glühen.

Allerdings nicht medial und offensichtlich – wie die Bildungsministerin unserer Bundesregierung, der man demonstrierte, bis an die Grenze der Lächerlichkeit, wie ohnmächtig und ohne Rückenstärkung sie ist – sondern unter Aufbietung aller Mächte der Perfidie, welche das Heimatland sonst zu bieten hat.

Deshalb ist dieser Boogie – Knüppel, Knüppel aus dem Sack – im 5/4 Takt, damit man die Stockhiebe spürt, denen ein Invaliditätspensionist mit Internetanschluß ausgesezt ist.

Es ist wenig taktvoll, jemandem zum Vorwurf zu machen, er wäre abhängig von den Medikamenten, die ihm gegen seine Depressionen verschrieben worden sind.

Man versucht Leuten die Nähe mit Begriffen wie Drogen, Sucht, Entzug und Therapie zu granatieren, um sie aufzuscheuchen und hinauszujagen, damit sie der Paniksuggestion, es wäre nun alles egal, folgen und auf der Drogenszene Anschluß suchen, mit dem Gedanken, Selbstmord mit Substitol oder Heroin zu begehen.

Deshalb werden Termine, zu denen man zu erscheinen hat, gegen Ende des Monats angesetzt, wenn es „Geld gibt“, und der „Krontermin“, zu dem es nach Ablauf von zwei Jahren um die Weitergewährung geht, sogar auswärts, am anderen Ende der Stadt.

Depressionen, Angstzustände und Panikattacken werden zum Vorwurf gemacht, selbstverschuldet zu sein, man will sagen, das wären Symptome wie bei einem Süchtigen, die Ursachen wären nicht endogen, die Ursache wäre Medikamentenabhängigkeit, nicht Depression, obwohl die Depression nach einer erfolglosen Interferonbehandlung verblieb, gleich wie der graue Star.

Niemand sollte annehmen, daß aufgrund von Depressionen allein die Berufsunfähigkeitspension zugestanden würde, oder aufgrund von psychosozialer Nicht-Integrierbarkeit, da müssen schon meßbar körperliche Beeinträchtigungen und Krankheiten vorliegen, damit die Invalidität prozentuell die Versicherungsleistung rechtfertigt.

Es soll auch schon Leute gegeben haben, die glaubten, sie hätten als substituierte Drogenabhängige bessere Chancen auf eine Berufsunfähigkeitspension, und sind dann eines Besseren belehrt worden, als sie einsehen mussten, daß sie nicht einmal einen Anspruch haben.

Daß es bei uns politisch motivierte Pensionierungen gäbe, um eine forensisch-psychiatrische Theorie anhand eines falltypischen Beispiels zu untermauern, und die engmaschige Observierung von Anfang an deren Bestandteil, wie die Unterbringung in der eigenen Lebensbeziehung, gewesen wäre, könnte als unrichtige Behauptung und paranoide Wahnvorstellung abgetan werden.

Man könnte – hysterisch – unterstellen: „Hier will jemand die Errungenschaften unseres Sozialssystems, dessen Früchte er selber schmatzend zehrt, beflecken. Dieser Mensch kotet, wo andere essen!“

Daß weiters Rassismus in dem ursprünglichen Vorsatz eine entscheidende Rolle gespielt hätte, wäre meinerseits nicht zu beweisen.

Es obliegt der Einschätzungsfähigkeit des Beobachters, zu erwägen, was er glaubt, und was nicht.

Wessen Existenz als invalid bewertet werden kann, behauptet nicht – er befürchtet.

Morgen: Die liebe Familie – Überraschende Pflegewünsche aus anderen Bundesländern.


Mexican Roulette

Gefahr für Obama.

Unter Barack Obama ist die aussenpolitische Erscheinung der Vereinigten Staaten zu einer populistischen Bestandsaufnahme der Weltwirklichkeit geworden.

Was er vermittelt, ist der Quotient aus Optimismus und Entschlossenheit.

Ob die entstehende Leuchtkraft globale Veränderungen bewirken kann, die auch für die Gefangenen der europäischen Talfahrt spürbare Auswirkungen hat, ist zu bezweifeln.

Obama ist nur ein Mensch – und wenn man die Meinung von Leuten hört, die in den Vereinigten Staaten über Macht verfügen, und das sind in der Mehrheit Republikaner, wäre Obama ein Captain Dummy auf dem falschen Dampfer.

Meine Selbstwahrnehmung ist die eines Spielballs maskierter Mächtiger und ihrer sadistischen Einflüsterer.

Das ist eine unangenehme, von psycholgischer Folter und den resultierenden Ängsten getragene Rolle.

Ich kann nichts unternehmen, außer zu sein und mich an die Hausordnung zu halten.

Eigentlich bin ich Musterknabe in einem Mustergefängnis.

Die Bedrohungen und Gefahren, die Leute in mir orten wollen, finden ausschließlich in Phantasien statt, in meiner eigenen, und in jener der Beobachter.

Ich bin nur ein wahlberechtigter Menschenaffe, eine Studienexistenz für Primatenforscher.

Die Hoffnung einer sensationslüsternen Gesellschaft ist die auf Spektakel.

Man wartet man auf die Auslösung des Suchtmechanismus, auf einen Drogen- oder Alkoholexzess, Eskalationen von Gewalt, Feuer, Blut, Amtshandlung, Raserei, Verfolgungsjagd – ein Ende wie King Kong.

So gesehen, dürfte es Barack Obama in den Vereinigten Staaten wenig anders ergehen, in einer Nation, in der er zwar der Präsident ist, die Macht jedoch ihm nur verliehen worden ist, von anderen, die gar nicht seiner Laune sind, sondern ihn nur beobachten.

Als ich Präsident Obama anlässlich eines Statemants zur Abhilfe gegen den Notstand in der Drogenhochburg Mexiko im Fernsehen sah, begann ich mir Sorgen zu machen.

Ich fragte mich, wie lange es dauert, bis auf auf ihn ein Attentat verübt wird.

Man übergibt skrupellosen Dummköpfen ein Köfferchen voller Rauschgift, und sie machen ihren Job.

Momentan geht nichts, nirgendwo auf der Welt.

Der Fortschritt steht scheinbar still, es bewegt sich nichts.

High Times nur in der Welt der verbotenen Drogen.

Alles, was auf der Welt prosperiert, ist die Produktion, der Export und die Verteilung von Rauschgift.

Fette Gewinne fahren nicht die Produzenten ein, sondern die Zwischenhändler.

Nur die Partizipation an organisierter Kriminalität verspricht schnellen Profit.

In dieser Welt regiert das Gesetz des rauschenden Blutes.

Wer das Haus verlässt, riskiert sein Leben.


Rentner Boogie

Beziehern einer Invaliditätspension wird die Existenz in Österreich nicht leichtgemacht, solange sie nicht im künstlichen Tiefschlaf liegen.

Der Vorwurf von Folter und Terror ist nicht an die Pensionsversicherungsanstalt zu richten, sondern an das Gesundheitssystem einerseits, und an die Regierung im besonderen.

Der bedürftigte Staatsbürger wird als Spielmännchen von PolitikerInnen und beamteten Ärzten an die Grenzen seiner psychologischen Belastbarkeit getrieben.

Ein braver Behinderter sucht sich einen Behindertenarbeitsplatz, ein anderer sieht sich mit dem Vorwurf „Arbeitsscheu“, einem Schicksalssiegel aus dem Dritten Reich, konfrontiert.

Ein Bekannter, der seit seiner Jugend an Schizophrenie erkrankt war, die sich in späteren Jahren in immer heftigeren paranoiden Schüben äußerte, wurde als Invaliditätspensionist zum pathologischen Alkoholiker, der sich um die Zeit der versicherungsärztlichen Begutachtung, gezeichnet von panischen Verfolgungsängsten, zudem im Zustand des Alkoholdeliriums, regelmäßig in der Psychiatrie aufhielt.

Vor seiner vierten Begutachtung warf er sich, vielleicht der Suggestion einer Therapeutin folgend, vielleicht, um eisernen Mut unter Beweis zu stellen, im Herbstnebel vor eine Lokomotive, wobei ihm beide Beine abgetrennt wurden.

Er erklärte sich in der Folge für erleuchtet – von seinem Alkoholismus geheilt – und lebte ein Jahr lang abstinent.

Im Laufe eines anschließenden Aufenthaltes in einer Rehabilitationsklinik versuchte man ihm moderne Prothesen anzupassen, was ihn mit neuer Abscheu vor der Medizin und alten Ängsten erfüllte.

Er begann wieder zu trinken und verstarb inzwischen an Organversagen infolge einer Leberzirrhose.

Was dem Staatsbürger als Bezieher einer Invaliditätspension widerfahren kann:

1. Rufschädigung: Gegen Invaliditätspensionisten werden Gerüchte freigesetzt, Sexualstraftäter zu sein.

(Sicher wie das Amen im Gebet.)

Sie neigten aufgrund ihres Bedürfnisses nach Sauerstoff, Sonnenlicht und einem Übermaß an Freizeit zu Auswüchsen von Langeweile – Drogenkonsum, Pädophilie und Exhibitionismus in öffentlichen Grünanlagen.

2. Haftähnliche Lebensumstände.

Berufsunfähigkeitspensionisten sind bei Abwesenheit einem Wohnungsaufsperrterror nach Gestapo-Manier ausgesetzt.

Haustiere werden mißhandelt.

In der Behausung können unversehens Ungeziefer auftauchen (Kakerlaken, Läuse, Wanzen).

Gegenstände verschwinden und tauchen Tage später wieder auf, Geräte werden beschädigt.

Beliebtes Ziel von Attacken: Schreibmaschinen und Personalcomputer.

Postzensur und IT-Sabotage:

Ein- und ausgehende Postsendungen werden „Sicherheitsprüfungen“ unterzogen, wobei Schriftstücke zurückgehalten werden oder verschwinden.

Wer über einen für seine Verhältnisse sehr teuren Internetanschluß verfügt, muß damit rechnen, daß seine Bandbreite immer wieder auf rätselhafte Weise auf Analogmodemgschwindigkeit reduziert wird, vor allem mit UPC-Chello.

3. Observierung und Provokation.

Bezieher von Mindest-Invaliditätspensionen werden von Beamten des Innenministeriums, des Justizministeriums, des Österreichischen Bundesheeres, verschiedener Abteilungen von Kriminalpolizei und Magistrat sowie einer Reihe von freiwilligen und unterschiedlich vernetzten Privatpersonen observiert, wobei letztgenannte die schlimmsten Probleme verursachen, weil ihre Motivation aus Bösartigkeit, Neid und Sadismus besteht.

Man muß damit rechnen, auf Schritt und Tritt beobachtet und fotografiert zu werden, und kann davon ausgehen, daß Fotomontagen und Videocollagen angefertigt und versendet oder veröffentlicht werden.

4. Benachteiligung bei der medizinischen Betreuung.

Beeinträchtigungen und chronische Krankheiten, die bei der Zuerkennung der Invaliditätspension berücksichtigt wurden, werden von Ärzten in öffentlichen Spitälern nicht behandelt, bzw. werden Behandlungen aufgrund von Vorurteilen, Ressentiments, sowie auf ministerielle Weisungen hin, verschoben, verzögert und delegiert.

5. Suggestion einer „Kronzeugenregelung“ und ihrer Benefizien.

Im Bereich Suchtgiftkriminalitätsbekämpfung werden laufend Informanten benötigt, welche über herausragende Sach- und fortgeschrittene Fremdsprachenkenntnisse verfügen.

Weiters soll der konstringierende psychologische Druck dazu dienen, einen medizinisch umstrittenen „Suchtmechanismus“ auszulösen.

Unter erhöhter Belastung durch den Zwang zur Suchtmittelbeschaffung wären Mindestsicherungsverwöhnte ideale Zeugen in Suchtgiftermittlungs- und Beweisverfahren, wobei nachvollziehbare Illusionen psychisch angeschlagener Menschen eine Rolle spielen.

Auswanderungsphantasien, Ideen einer neuen Identität und verändernder chirurgischer Eingriffe werden, verständlich, gerne in Situationen der Hoffnungslosigkeit projiziert.

Peace.

Harald Pinter

Re-commended: Fallen Art.


Alleluja, Schusterbuben!

Ist Österreich die Zwingburg der ÖVP und  der katholischen Kirche?

In Österreich kann es vorkommen, dass einem Vertragsbedienstete der katholischen Kirche ein Feuer unter den Beinen anzünden und gemeinsam heftig hineinpusten, wenn man sich als Bezieher sozialer Leistungen – darunter verstehen solche Leute  auch die Invaliditätspension, für die man Leistungen erbracht haben muss – als Kritiker und literarischer Spötter von Volksvertretern erweist, die sich mit der katholischen Kirche identifizieren müssen.

Man verlangt von den Menschen nicht Dankbarkeit, welche sich von selber ergibt, sondern Demut, wie sie der Papst der Römisch-Katholischen Kirche demonstriert, indem er gern jungen Männern die Füße wäscht.

Ich habe mich als 14-jähriger in einem konservativen österreichischen Gymnasium vom Religionsunterricht abgemeldet und bin 1990, gemeinsam mit der mir rechtsgültig angetrauten Frau, mit der ich auch heute noch das Leben teile, aus persönlichen Gründen aus der katholischen Kirche ausgetreten.

Unsre Hochzeitsreise verbrachten wir, unter anderem in Israel, zum Teil als Arbeitsaufenthalt, was keinerlei religiösen Hintergrund hatte, von Verwandten beider Elternhäuser aber nicht goutiert und jämmerlich fehlinterpretiert wurde.

Ich halte die katholische Kirche für die faschistische Krönung neuzeitlicher europäischer Völkerbunde seit Kaiser Konstantin, und schätze sie, von ihren karitativen Ambitionen abgesehen, nicht besonders.

Ich lasss mich nicht erpressen – auch nicht vom in Gold aufgewogenen Papst Benedikt, der sich als Stellvetreter Jesu auf Erden ausgibt, pretios behangen auf einer Sänfte trohnt und mit einem Lamettawedel den bedrohten Frieden der Welt absegnet.

Man kann die Geschichte von Jesus, dessen Auferstehung von Christen zu Ostern gefeiert wird, auch anders lesen und interpretieren, ohne Orgeldröhnen, Klamottenpomp und Puttengeflatter.

Es ist eine von vielen Geschichten aus dem nahen und mittleren Osten, die sogar im Koran Erwähnung findet.

Auch Juden kennen die Jesusgeschichte, es gibt sogar jesusgläubige unter ihnen, aber weder ist ihnen jener Mensch der Sohn Gttes, noch ein besonderer Held, eher ein Unglücksrabe, politisch – aber einer aus ihren Stämmen, ihren Schulen, weshalb man sich dereinst  auch die  Sorge um seinen geschundenen Körper ausbat,  ihn vor den trunkenen Grausamkeiten der Römer und ihrer Mitläufer in Sicherheit brachte und dafür sorgte, daß er genas und weiterleben konnte.

Wenn heute Menschen in Österreich, mitten in Europa, psychologisch gefoltert werden, Ärzte unter Zuhilfenahme falscher Unterstellungen Behandlungen zu verzögern trachten, und  christlich-soziale Politiker sich in Intrigen spannen lassen, jemandem mit vereinten Kräften aus dem Nest werfen zu müssen, weil unter anderem ein Absolvent einer Katholischen Bildungseinrichtung  eine persönliche Kränkung durch Strafe und Sippenhaftung aufgewägt sehen will, festigt sich das Bedenken, daß die notwendige Trennung von Kirche und Staat bei uns nicht vollzogen wird.

Hier will jemand, der sich persönlich als gläubig bezeichnet, mir als angeblichem Nutzniesser seiner  herausragenden Leistungen als Dienstleister zum sozialen Wohl Österreichs und kreuzbraver Steuerzahler beweisen, daß sein Glaube  Berge versetzt, bis ich endlich so gelandet wäre, wie er mir vor Jahren prophezeite:

Auf der Straße.

Salvete.

Franz Gänser


Wie es ist.

Die Gedanken sind frei.

Willkommen im uferlosen Weltreich des paranoiden Verfolgungswahns.

Anders kann ich es nicht erklären, wenn sich der Gedanke nicht abschütteln läßt, daß Klabustrella am Morgenthron das Thema „Der Dritte Mann“ auf der Zither spielt.

Natürlich mit den Zehen.

Wie könnte sie sonst die Sonntagszeitung lesen?

Zugegeben, das ist kein schöner Gedanke, aber nicht weniger häßlich ist die Vorstellung, ein alterndes österreichisches Ehepaar schattseitig in Untersuchungshaft zu halten, weil man, weitaus jünger, einmal einen liebevoll begrünten Balkon besaß.

Über jemanden vorsätzlich das Gerücht zu verbreiten, man wäre in einem Maßnahmenvollzug gewesen, obwohl es in Wirklichkeit die Teenagerpeepshow vom Anton-Proksch-Institut war, freiwillig auf hartnäckiges Drängen von neugierigen KASOZ-AbsolventInnen mit Erscheinungsgläubigkeit, vor über einem Zeitraum „lebenslänglich“.

Versuchsaff’ sein zu müssen, für ein psychologisches Experiment wie aus einem beklemmenden Fiebertraum?

Von mir aus können Sie jetzt die Zeitung weglegen, und heftig ins Horn tuten.

Mein Selbstmitleid hält sich bescheiden.

Zumindest bin ich vorübergehend erleichtert, wenn die Gedanken abgelegt sind.

Uga, Uga, wir sind Neger
von dem Stamm der Hosenträger.
Unser Häuptling ist ein Weisser
und ein großer Hosenz’reisser.

(„Kinderreim“, Gemeindebau/G’stättn, 60er Jahre)


Dopamin

Kaffee- und Teephilosophie, Neuropiatristen.

Koffein ist mein wichtigstes Antidepressivum.

Ich weiß nicht, wie oft ich einen Tagebucheintrag mit Worten des Lobes auf Methylxanthin begonnen habe.

Einträge der Jahre 1979, 1980, 1981 … 2001, 2003, 2005, 2006, 2007 und 2008 könnten ähnlich angefangen haben.

Auch Tee weiß ich zu schätzen.

Tee, besonders grüner, enthält ferner die Alkaloide Theobromin und Theophyllin.

Je grüner der Tee, desto mehr Theophyllin enthält er, besonders in den Blattspitzen.

Die japanische Teezeremonie dient dazu, ein Getränk zubereiten, welches hauptsächlich Theophyllin enthält.

Es wirkt gefäßerweiternd, regt die Gehirndurchblutung an und man kann besser atmen und sich konzentrieren.

Dopamin wird von Synapsen diesseits freigesetzt und jenseits wieder aufgenommen, dazwischen hat man mehr Freude am Leben.

Kaffee und Tee sind Drogen, die wir beinahe als Lebensmittel einstufen, so wichtig sind sie uns geworden.

Zwischen den Neurotransmittern Serotonin, Noradrenalin und Dopamin herrscht ein Wechselspiel, das Neurobiologen durchschauen wollen.

Serotonin und Noradrenalin haben etwas mit Depressionen zu tun, Dopamin ebenso, aber auch mit Antrieb, Konzentrationsfähigkeit, Lust, Schizophrenie, und Krankheiten vom Typus Parkinson.

Psychiater verordnen Arzneien, die im metabolischen Wechselspiel zwischen Noradrenalin und Serotonin Beschleunigungen oder Verzögerungen bewirken, wenn es um Dopamin geht, schauen sie an sich hinunter.

Sie verschreiben Medikamente, die ihnen Vertreter der Pharmaindustrie schmackhaft machen.

Die bringen ihnen jede Menge Ärztemuster mit, mit denen sie experimentieren können.

Wenn sie befürchten, dass ein Patient sie durchschaut haben könnte, lesen sie aus einer Medikation, die sie selber vor einiger Zeit noch für gut und tauglich befunden haben, schnell ein Suchtproblem mit Psychotherapiebedarf – und weil sie Angst haben, dass sie vor der Ärztekammer als Drogenverschreiber bloßgestellt werden könnten, weil man sie aus Ministerien unter Druck setzt.

Das ist Paranoia – Angst, nicht gleichzeitig wie geschmiert Karriere machen, hedonistisch leben und in Privilegien baden zu können.

Darum Musik:

Neuropiatristen wollen forschen, was das Zeug hält.

Sie wollen keine Langeweile und nicht die Alltäglichkeit.

Sie wollen nicht, dass es Patienten … gut geht.

Sie sagen, sie sind Heiler und ausschließlich für die kranken Leute da.

Neuropiatristen tanzen untertag’ im bunten Aufzug.

Sie sind gerne auf den Pisten in den Nobelorten der Union.

Neuropiatristen arbeiten sehr hart … an sich selber.

Sie mögen keine faulen Arbeitslosen und Leut’ in Invaliditätspension.

Neuropiatristen ticken anders als die Innen.

Sie stechen lieber mit dem Instrument der Drogenkoordination.

Sie sagen


Spießrutenlauf

cc: Innen- und Justizministerium, Gesundheitsministerium

Der Frust des niedergelassenen Facharztes entlädt sich auf den Patienten, der eine Berufsunfähigkeitspension bezieht, indem er ihn als „Sozialschmarotzer“ heruntermacht, ohne sich über die medizinischen Gründe der Pensionierung informiert zu haben, ohne Berücksichtigung der Anamnese, ohne ihn überhaupt noch zu Wort kommen zu lassen.

Zudem kooperiert er mit der Drogenkoordination, als deren „Flipper“ er agiert, indem er versucht, den Patienten psychologisch aus der Fassung bringen und in das Drogenkarussell Ubahn zu spielen, wo die Verkehrsbetriebe und die Suchtgiftfahndung bereits eine Falle samt dribbelnder Drogenhändlerlein für mich vorgesehen haben.

Diese Taktik wird nicht erst angewendet, seit ich Invaliditätspension beziehe, sondern seit ich im Jahr 2001 einen Einbruch in unsere Wohnung bei der Polizei anzeigte – ich habe mehrfach darüber berichtet.

Eine Augenoperation, der ich aufgrund boshafter bis bösartiger Bemerkungen untersuchender Fachärzte, von denen einer zudem einem dubiosen Milieu nahesteht, mit gemischten Gefühlen entgegensehe, wurde seitens der Universitäts-Augenklinik am Wiener Allgemeinen Krankenhaus zweimal verschoben, wobei man mich zu jedem Termin vor allem auf Anzeichen von Drogeneinfluß und Zurechnungsfähigkeit begutachtete, während Jacke und Tasche näheren Untersuchungen unterzogen wurden.

(Anm.: Was mich an jenen namentlich bekannten Kriminalbeamten erinnerte, der mir Zeit meines Lebens gerne etwas ans Zeug flicken wollte, vielleicht aufgrund seiner persönlichen Befangenheit in die Plünderung der Anstaltsapotheke des Grazer LKH Ende der neunzehnhundertsiebziger Jahre.)

Nachdem ich den dritten angeblichen Operationstermin bei anständigem Ersuchen um Ersatz nicht wahrnehmen konnte, warte ich seit Wochen darauf, daß mir ein neuer Termin per Post mitgeteilt wird.

Niemals war ich unfreundlich, unhöflich, oder benahm mich ungeduldig, laut oder lästig.

Möglicherweise werde ich dafür bestraft, daß ich einen usprünglich avisierten Termin in einem anderen Krankenhaus aus persönlichen Gründen ordentlich absagte.

Vielleicht, weil ich einem Schutzgelderpresser im Namen der EOS-Gruppe nicht 10% meiner Mindestrente abdrücke.

Auch eine Hepatitis C war nur im Zuge einer Teilnahme an einer wissenschaftlichen Studie behandelt worden, bei der die Kosten für die teuren Medikamente die Pharmaindustrie übernahm.

Den nach Jahrzehnten wiederholten Versuch, mich als pathologisch drogensüchtig zu entlarven, verstehe ich als deutliches Signal eines politischen Überwachungsstaates, der, rechtsextrem und katholisch-evangelisch stark beeinflußt, eine Aufteilung der Bevölkerung in Herren- und Untermenschen vollzieht.

Ergebnisse:

Wer einerseits Berufsunfähigkeitpension bezieht, wird andererseits nicht mehr behandelt.

Wer nicht mehr behandelt wird, lebt für den Tag.

Wer sich totschlagen läßt, stirbt früher.

Und wie stellen Sie sich Ihrer Aufgabe Rehabilitation und Resozialisierung?

Moriturus Austriacus


Ein grüner Punkt.

Mein naivpolitischer Jahresabschluss:

Es gibt in Österreich keine Demokratie mehr, es herrscht eine gemäßigte Diktatur, getarnt hinter häufigen Wahlereignissen ohne große Bedeutung.

Diese Koalition erscheint mir über die Distanz meines Sarkasmus vertrauensstiftender als jegliche Verschwäger- und Verschwisterung, wie sie andere Fraktionen vor allen Wahlen angestrebt haben.

Die Grünen sind nicht das politische Gewissen Österreichs, werden die Bühne weitgehend räumen, und dürfen solange ihr bißchen Macht in Wien und Graz ausspielen, bevorzugt gegen ehemalige SympathisantInnen, die ihnen seit der Stopfenreuther Au die Stange gehalten bzw. ihren Aufstieg während der achtziger und neunziger Jahre möglich gemacht haben.

In Europa könnte ihnen die schlanke Linie wohltuend erhalten bleiben, und es ist zu hoffen, daß ihre klügeren VertreterInnen wertvolle klima- und umweltpolitische Beiträge in Europa leisten und die Stabilisierung demokratischer Zustände begünstigen werden.

Die Zusammenarbeit von ÖVP und SPÖ könnte vielleicht besser als erwartet funktionieren – irgendwer muß das Land regieren.

Erfolge bei der Bekämpfung von und Korruption, Bandenkriminalität und Schutzgelderpressung sowie Rechtstradikalismus würden Innen-und Justizministerium wohl bekommen und der Republik gut anstehen.

Es vermittelt mir heute ein Gefühl von einiger Sicherheit, wenn ich die Präsenz einer ganz normalen Polizei wahrnehme.

Die Informationsbeschaffer der Fraktionen in Opposition -  Sozialterroristen – stiften Angst und Mißtrauen unter der Bevölkerung, und wenn es auch keine Demokratie mehr gibt, die man stören könnte, so stören solche Leute den Frieden, der noch herrscht, nicht weniger als deutschnationale Aufmarschierer.

Wer nicht verstehen kann oder will, was ich meine, möge sich vor Augen führen, welche Interessentengruppen sich unter das Dach des „Fonds Soziales Wien“ eingeschlichen haben.

Mit Politik hat das nicht weniger zu tun, wenn in diesem Stockwerk Einzelpersonen  ihre Macht gegen Unterprivilegierte austoben, weil es ihnen Spaß macht oder weil sie sonst nichts können.

Dass es Menschen gibt, die man aus Wien vertreiben will, und dass beim Vormerk für Gemeindewohnungen ein großer Hund begraben liegt, schreibe ich der SPÖ zu den Neujahrsgrüßen.

Vielleicht kommen die bis zur nächsten Aktion „Licht ins Dunkel“ auch im Wiener Rathaus an und mit ihnen die Erinnerung, daß die Nutznießer Euch ebenfalls mittragen.


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