Eines Tages im folgenden Sommer rief mich der Ferdl an.
Unser Freund Klaus wäre aus dem Fenster gesprungen, aus dem neunten Stock.
Der 21-jährige Student wäre drogensüchtig und in psychiatrischer Behandlung gewesen, stand in einem briefmarkengroßen Artikel unter „Lokales“ in der Kleinen Zeitung zu lesen.
In der Folge dieses denkwürdigen Ereignisses zeigte sich mir manchmal im Mond das spöttische Lächeln einer raffinierten Sadistin.
Im Verlauf ausgedehnter Geschwindigkeitseskapaden war ich von einem exzentrischen, romantischen, lässigen Jugendlichen zu einem aufgeregten, androgynen, manisch-depressiven Drogenfreak mutiert.
Irgendwann standen uns sogar Specialitäten wie Opiumtinktur zur Verfügung, und Morphinhydrochlorid fiel wie reiner weißer Schnee aus bunten Plastikröhrchen.
Das überzeugte weit über jede Vernunft.
Weil mein Versagen auf lange Zeit programmiert war, konnte ich nicht mehr konstruktiv handeln.
Lieber verkaufte ich alles, was mir in die Hände kam: Stereoanlage, Langspielplatten, eine afrikanische Vase aus Kupfer und Messing.
Kurz vor Weihnachten fuhr ich mit einem Bekannten mit dem blauen “Mozart“- Intercity nach Wien.
Wir wollten uns schnell etwas zum Abfeiern besorgen, nachdem wir in Graz schlecht aufgefallen und einige Mal böse in Fettnäpfchen getreten waren.
Wir kauften irgendwo an der Wienzeile von einem Unbekannten schlechten teuren Stoff, raunzten am Abend im Camera-Club herum, scheiterten bei dem Versuch, wenigstens Captagon-Pillen aufzustellen.
Die Gier nach der Zeremonie mit Löffel und Spritze war kaum zu beschreiben.
Am liebsten hätten wir uns den Lebenssaft sechzehntelliterweise aus den Armvenen gezapft und am Südbahnhof die entgegenkommenden Rollbandfahrer bespritzt, nur um mit den Werkzeugen hantieren zu können.
Wir versuchten unterwegs sogar, feinen blonden Libanesen aufzukochen, und uns die Brühe mit den Goldaugen zu injizieren.
Angetrunken und weichgekifft gleisten wir unerreichter Dinge zurück, und besuchten zum Absacken einen abgedrehten Kochguru, der mit augenzwinkernder Bosheit junge Leute mit krümeligem Hasch über den Tisch zog.
Übernächtig, aus blöder Gier, schluckte ich dort zwei „Rote Sterne“-LSD-Mikros.
Ich dachte, vielleicht käme ich so auf Speed.
Später nahm ich ein Bad in der Wohnung meiner Eltern und sah mich im Spiegel an.
Das Bild war in höchstem Maße alarmierend.
Ich war voller blauer, grüner, gelber Flecken und hässlichen Nähten von Einstichen, wie ein Sterbenskranker.
In den Spiegelkaskaden des Allibert-Schrankes sah ich mich tausendfach aufgespalten in Totenmasken aller verstorbenen Schneeberger- und sonstigen Onkel, bleich wie die Spirituspräparate von Geburtsanomalien am vorklinischen Institut.
Nie zuvor hatte ich mich so abstoßend, zerstört und hilflos wahrgenommen.
Dann rannte ich los in Richtung Eggenberger Gürtel, froschköpfiger Alien inmitten einer zerbröselnd biedermeierlichen, oszillierenden Häuserschlucht, vorbei an der alten Volksschule, in Richtung Hauptbahnhof.
Mein Herz raste, gebieterisch wie die Trommel eines sibirischen Schamanen.
Ich betastete meinen Brustkorb, der sich in der Kälte hob und senkte wie ein fauchender Blasebalg.
Ich trug nur Jeans und ein T-Shirt am Leibe.
Mein Gehirn war gelähmt.
Das Hochhaus am Eggenbergergürtel schien mich magnetisch anzuziehen, doch Freund Klaus lebte nicht mehr.
Ich sollte nicht mehr weiterrennen.
Ich könnte mit dem Lift ganz nach oben fahren und hinaus aufs Dach steigen.
Das dürfte keinesfalls geschehen.
Ich drehte um und rannte nach Hause zurück, verfolgt von der nachrutschenden Lawine meines verdorbenen Karmas.
Vor der Mutter hatte ich – hyperventilierend – einen hysterischen Zusammenbruch.
„Mein Leben ist ver-kackt“, brach es aus mir heraus: „Ich muss sterben!“
Die Mutter drückte mich schluchzend an ihren Busen und begann Vaterunser zu beten.
Sie wollte ersthaft nach einem Pfarrer telefonieren, damit ich die letzte Ölung bekäme.
Die kleine Schwester weinte.
Mutter wies sie an, gefälligst mitzubeten.
Ich hatte furchtbare Angst davor, noch einmal in der Psychiatrie zu landen.
Schreckliche Worte rasteten wie Symbole auf dem Display eines Spielautomaten vor mir ein:
STRYCHNIN
KALIUMZYANID
KOLCHIZIN
SPASTISCHE PARALYSE
IRREVERSIBLE DEMENZ
MULTIPLES ORGANVERSAGEN
Ich verdrehte die Augen, meine Glieder zuckten wie die eines angefahrenen Stückes Wild.
Ich sah mich als wachspapierener Greis auf dem Förderband ins Krematorium.
Ich konnte nicht mehr sitzen, liegen oder stehen.
Völlig zerknüllte Verplanschaltung meines zentralen Nervensystems.
Ich schlug hart auf, vielleicht ein epileptischer Anfall.
Ich strampelte am Boden herum, brüllte auf wie ein Säugling am Spieß.
Zum Glück erschien mein Freund Heribert.
Er sah mir ins Gesicht.
Zuerst beschimpfte ich ihn, grundloser Eifersucht.
Er schien mehrere Augenpaare übereinander zu haben, und seine Gesichtszüge morphten heftig.
Langsam begann ich mich zu entkrampfen, Singsang und Verhalten der Mutter hatte ich als schaurigen Ansatz von Aberglauben und Exorzismus empfunden.
Nach ihrem Willen wäre mein Tod in dieser Stunde beschlossene Sache gewesen.
Ich begleitete Heribert in seine Wohnung.
Wir hörten „Supertramp – Breakfast in America“, rauchten selbstgedrehte Zigaretten, und tranken ein Mischbier.
Der Schock saß noch, aber ich war froh, daß nicht mehr passiert war.
Vergangen 30 Jahre Zeit.
Den Schluszstrich zieht der Tod.
Ein Transferkonto für Häusleanzünder.
Bei uns geht es schon lange nicht mehr um „Helfen statt Strafe“, sondern um den Umgang mit Menschen, mit denen der Schatzkanzler nichts anderes anzufangen weiß, weil sie einer Kostenstelle zu viel Geld kosten - und weil einzelne Personen, die der Volkspartei ein Dorn im Auge sind, traditionell der Psychiatrie zu überantworten wären.
So wie das jahrzehntelang üblich war in Österreich, seit Zeiten der ersten Republik, bis zu einer Reform Ende der siebziger Jahre im vergangenen Jahrhundert, lästige Erbverwandte, faule Behinderte - alle, die sich nicht anstandslos knechten ließen, hinter Anstaltsmauern zu verbannen, wegen … Selbstgefährdung und Fremdgefährdung.
Es stünde ihnen allerdings frei, in den Freitod zu rennen.
Deshalb ist hier der Alkohol so billig und das in Österreich raffinierte Morfium so leicht erhältlich, für Jugendliche.
Inzwischen wurde in der hinteren Leopoldstadt ein brandneues Lokal adaptiert, ein europäisches Joint-Venture zur Kriminalitätsbekämpfung, dorthin sollen die Scheinankäufer die Drogenverkäufer locken – zugriffsoptimiertes Stammlokal als Zentrale für den Handel mit illegalen Drogen.
Seit der Operation Spring weiß man, daß schwarze Drogenhändler exotisches Ambiente schätzen - und abends gerne beim Chines’ zusammensitzen, um sich einen heißen Pflaumensschnaps auf die Tageslosung einzupfeifen.
Diesmal ist schon alles fix und fertig: Kameras, Mikrophone, Mobilfunk und Zentralverriegelung.
Die wahrscheinlich tollste Erfindung seit Einführung der ökosozialen Marktwirtschaft.
Und später wird einmal McDonalds einziehen.
Was noch fehlt, sind die Dealer, und um die anzulocken, hätte eine zart orange getoente Volkspartie gerne mich.
Das wäre ein verantwortungsvoller Job, den man mir und meinesgleichen ohne weiteres zutrauen würde.
Ich könnte mir dabei Freispiele erflippern, und wenn ich vifzack genug wäre, vor dem ganz großen Zugriff noch schnell den goldenen Abgang machen.
Mit echten, harten, illegalen Drogen vom wilden Mann aus Afrika.
Herzlichen Dank für den höchst deliziösen Wind an der Semmelbox in einem nahen Einkaufsmarkt.
Und fröhliche Weihnachten.
Suchtgiftkriminalität oder Tranquilizerproblem?
Der österreichische Benzodiazepinkrieg bleibt ein Kampf gegen Windmühlen – geht es dabei doch ausschließlich um eine sture Justamenthaltung, Personen politischer Missfälligkeit auf Dauer hinter den Mauern der Psychiatrie verschwinden sehen zu wollen.
Es kann dem Gesetzgeber völlig wurscht sein, wieviel Milligramm Benzodiazepin’ jemand verschrieben bekommt, solange der Patient weiß, was er nimmt.
Man gibt Jahr um Jahr dieselbe Revolverpistole: Wer hat die besseren Argumente, wer hat mehr Erfahrung - und wer kann schließlich wen verzerrter Miene doch noch über die Kante der persönlichen Bilanz drücken.
Der weitaus überwiegende Großteil der Benzodiazepin-Klientel verhält sich unauffällig und ist mit therapeutisch sinnvollen Dosen beschwerdefrei und lebensfähig.
In der Regel tritt überhaupt kein GAU ein, obwohl Phasen des völligen Verzichts häufig zu einem Rebound-Phänomen führen, d.h. die ursprünglichen Krankheitssymptome treten wieder hervor, und bedingen erneute Selbstverordnung, was andererseits die Determinierung „Rückfall“ als einseitige Behauptung entblößt.
Kein ernstzunehmender Spezialist konnte sich noch auf diesem Gebiet gülderne Lorbeeren einheimsen.
Tatsächlich ist versucht worden, in Kainbach/StEiermark die erste europäische Spezialklinik zur Behandlung von Lebensuntüchtigkeit aus dem Boden zu stampfen – das Konzept ist mangels wissenschaftlicher Seriosität - schildbürgerisch – gescheitert.
Es herrscht – grundsätzlich doch – ein anderes Szenario als auf der Substitutionsbühne.
Gefährlicher Mischkonsum auf Drogenszenen hat eine Ursache in der Praxis der Opiatsubstitution, und nicht in der Pharmakodynamik von Benzodiazepinen.
Interessanterweise ist die Verschreibung von anwenderfreundlichen Psychopharmaka an Frauen immer toleranter gehandhabt worden als gegenüber Männern.
Warum eigentlich?
Das böshaftige Bild einer Spielburg für bauchlang rauschebärtige, feuerwasserflammenspeiende Vagabunden, die man am besten hinterm Semmering halten müsste, wurde dereinst noch von SpezialistInnen am Anton-Proksch-Institut anskizziert – und ist bis heute nicht fertig geworden.
Neurotische Ticks als Reaktion auf Isolationshaft zu erschwerten Bedingungen.
Mein Zustand ist stabil.
Nach dem zweiten Kaffee fühle ich mich einigermaßen wohl, und kann einen verständlichen Eintrag verfassen.
Ich nehme abends 22,5 mg Oxazepam, ein Benzodiazepin, zum Einschlafen, morgens 10 mg Escitalopram, ein Antidepressivum vom Typ SSRI.
Die Öffentlichkeit soll wissen, daß man für die Einnahme dieser Medikation behördlicherseits mit herumstrolchenden Drogensüchtigen über einen Kamm geschoren werden kann, spätestens per Datum der Arbeitslosmeldung.
Datenschutzparadies Österreich.
Ich unterschreite jedoch die Grenze der Erpressbarkeit, und das stört manche Spezialisten – und Vertreter der österreichischen Volkspartei.
Es kann vorkommen, daß ich Panikattacken bekomme, zumeist spätnachmittags, deren Folgen für den Stoffwechsel mehrere Tage lang andauern können.
Symptome dieser Phasen sind: Dysphorie und Anhedonie, Müdigkeit, Rastlosigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Zerfahrenheit des Denkens, Logik blockierende Schlußfolgerungen, verstärkter Tinnitus, Phantomschmerzen, Rückenschmerzen, Nierenschmerzen, nervöser Harndrang.
Ich leide generell an Antriebsschwäche, Dopaminmangel.
Am frühen Nachmittag trinke ich zwei Tassen schwarzen oder grünen Tee, worauf mir die anfallenden Aufgaben, wie Einkaufen und Haushalten leichter von der Hand gehen.
Ein wesentlicher Energieanteil wird mir bei der gelegentlichen Selbstgeisselung zum Erhalt des häuslichen Friedens abgezogen.
Konfliktvermeidung ist dennoch Privatsache, auch im schwarzen Goldfischglas.
Da die Panikattacken von objektiv wahrnehmbaren Ereignissen in meiner Umwelt (Trigger) ausgelöst werden, die subjektiven Wahrnehmungen jedoch keine zeitlichen Regelmäßigkeiten (Mondphasen etc.) aufweisen, kann ich sie nicht als Schübe ausweisen - vielleicht würden sie unter stationärer Beobachtung, ohne das Einfließen meiner eigenen Beschreibungen, so bezeichnet werden.
Man kann sie nicht wegtrainieren, oder einfach: wegwollen (Gedanke von der Überwindung eines inneren Schweinehundes).
Unter dem Wetterfleck (*) Psychiatrie/Psychotherapie läuft hier ein großangelegter Schwindel zwischen politischer Willkür und elitären Verrechnungsgaunereien zu Lasten der Öffentlichkeit, mit dem Ziel, Lebensuntüchtige auszusondern und zu günstigsten Konditionen für den Gesetzgeber unterzubringen.
Es geht heute vermehrt darum, Menschen aktiv zu terrorisieren, um in ihnen den Wunsch zu erwecken, sich unter stationäre Bedingungen zurückziehen zu wollen, oder sich in einer Art und Weise gehen zu lassen, die ein klassisches „Parere“ rechtfertigt.
In der Psychiatrie hat niemand Einfluß auf das Ergebnis von Begutachtungen, wer mit „Parere“ zwangsverpflichtet wird, bekommt nach sechs bis acht Wochen ein amtstaugliches Gutachten – durch ein „Gerichtstribunal“.
Als Behandlung erwartet die Leute dreimal täglich warmes Essen und eine Handvoll unbekannter Medikamente, und es wird beobachtet, wie sie darauf reagieren.
Von Anfang an wird regelmäßig auf sie eingewirkt, sich für eine Langzeittherapie beim Grünen Kreis oder den Barmherzigen Brüdern zu entscheiden.
Es soll auch schon dafür plädiert worden sein, besonders hartnäckige Zeitgenossen an Narconon abzutreten.
Die Dreckarbeit im Vorfeld erledigt in Ostösterreich die Drogenkoordination, die den Handel mit Drogen aller Art mitkontrolliert und dazu beitragen soll, Mängel und Schwächen des österreichischen Modells „Substitution“ zu vernebeln – eine der raffiniertesten Betrügereien an der Weltöffentlichkeit innerhalb Europas.
Menschen werden auf offenen Treffs oder über Beratungsstellen in die Szenen geködert, auch über mediale Ankündigungen von „Hanfmessen“ und angebliche medizinische Trials mit Cannabis-Medikamenten.
Sobald Gesetzesbrüche vorliegen, kann die Kriminalpolizei eingreifen – der Versuch, auf bestimmte Leute provozierend einzuwirken, setzt allerdings schon beim Verlassen der Wohnung ein.
Ausgenommen ist ein kontrolliertes Netzwerk von InformantInnen unterschiedlicher Bedeutungslosigkeit.
Gestern hat mir einer der Ganslwirt - Streetworker, von denen es in der hinteren Leopoldstadt gerade wimmelt, im SPAR-Markt ein Fläschchen Schnaps – oder Likör - vor die Füße gekickt, wahrscheinlich, um mich vor Publikum einem falschen Verdacht auszusetzen, auf einer Fläche regelmäßigen sozialen Kontakts zu diskreditieren.
Ich trinke aus Gewohnheit kaum Alkohol – und wenn, dann keine Schnapserln von der Supermarktkasse.
Ich glaube auch nicht an den Suchtmechanismus, der als aufgesprochenes Damoklesschwert über den Therapiegeschädigten hängt - deshalb bin ich davon erlöst.
Sommers geht es mir relativ besser, das Sonnenlicht wirkt antriebssteigernd, ich fühle mich ungleich wohler und genieße die Sonnenstrahlen – fast wie ein Opiumraucher die kostbaren Dämpfe aus seiner Pfeife.
In letzter Zeit stelle ich fest, daß ich Ähnlichkeiten von Gesichtszügen von Menschen stärker wahrnehme, d.h. ich nehme mehr Gemeinsamkeiten wahr, fast zu jedem Gesicht könnte ich eine Reihe von Verwandtschaften aufzählen, eine beinahe mysteriöse Wahrnehmungsgabe, die nichts mit Hautfarbe zu tun hat.
Es könnte allerdings sein, daß es sich dabei um erste Symptome einer Alterserkrankung handelt, was wie beim Typus Alzheimer bis hin zur Unfähigkeit, Gesichter auseinanderhalten zu können, führen könnte.
Nur strenge Selbstkontrolle ermöglicht mir ein Überleben unter den gegebenen Umständen.
Jeder Tag ist eine lächerliche Schau der arroganten, dämlichen Visage des Austrofaschimus.
Wir werden uns wohl auf noch schlimmere Zeiten gefaßt machen müssen.
* Wetterfleck: breiter Deckmantel, Überwurf, eine Art Offroad-Hubertusmantel für Kutscher und Reiter.
Ergeht: Kanzlei Kniepeisz.
Pilzdroge als deus ex machina für eine spätmittelalterliche Ziviljudikatur?
Der eingestandene Konsum von LSD gibt in Österreich bis zum heutigen Tage Anlaß zu lebenslanger Verfolgung durch politische Kräfte und ihre scheinheiligen Hinterorganisationen.
Einer der Hauptgründe, warum man während meiner Jugend darauf bedacht gewesen war, mich durch allerlei psychotaktische Beeinflussung zu einem stationären Therapieaufenthalt hinzulenken, waren geheime LSD-Experimente gewesen – jenseits der kümmerseligen Vorstellung, die etliche AbsolventInnen der katholischen Sozialakademien über Wirkung, Gefahr und Langzeitfolgen von Rauschgift hatten.
Die häufigste Erklärung für sogenannte Flashbacks ist jedenfalls der Konsum anderer Drogen, darunter Amphetaminartiges und Cannabis - es gibt aber auch psychedelische Erlebnisse oder psychotische Episoden ohne Intoxikation.
Es ist schon vorgekommen, daß prominente Zeitgenossen Opfer einer mit der Nachflüsterung von LSD-Konsum verbundenen Rufschädigung wurden, indem man sie systematisch zu terrorisieren begann, eine Verfolgung durch die Stapo auslöste, und ihre Karrieren sabotiert wurden.
Ich glaube nicht, daß man Jugendliche heute wie einst durch Ammenmärchen davon abhalten kann, mit verfügbaren Drogen zu experimentieren.
Es ist festzuhalten, daß es sich bei LSD um keine spirituöse Sondersubstanz handelt, sondern nur um eine von vielen Drogen mit Risiken und Nebenwirkungen, und daß LSD, wie andere Drogen auch, aus asservierten Beständen oder dem Sondermüll in die Hände von KonsumentInnen, auch solche mit unreifen Persönlichkeiten, gelangen kann.
Sadistische, pädophile Interessen, oder einfach Sensationsgier, können Anlaß für die Weitergabe verschiedenster Drogen sein.
Sicher ist, daß Mißverständnisse lange unerwidert geblieben sind, und Ammenmärchen von Anfang an absichtlich in die Welt gesetzt wurden, und daß Albert Hofmann selber mit heftigen Anwerfungen aus der Welt der katholizistisch-kreationistischen Krämerlädenwissenschaft konfrontiert gewesen war, ein Mensch, dessen bedeutendes Lebenswerk außerhalb des Zusammenhangs mit LSD bei uns weniger gewürdigt worden ist.
Wer sich dafür interessiert, liest am besten Dr. Albert Hofmann.
Eine falsche Information, die wahrscheinlich noch heute von manchen Chefpsychiatern und ihrem bigotten subakademischen Hofstaat freigesetzt wird, betrifft Schädigungen des menschlichen Erbguts, hervorgerufen durch LSD.
Ein von Dr. Hofmann entwickeltes Pharmazeutikum, das in der Geriatrie zur Verbesserung von Demenzzuständen eingesetzt wird, ist Hydergin (Dihydroergotoxin).
Hofmann war auf dem Weg seiner Forschungen für Sandoz eher zufällig über das Lysergsäurediethylamid gestolpert.
HYDERGIN wirkt nicht psychoaktiv, nur peripher gefäßerweiternd, und wird bei der Behandlung von Bluthochdruck, Migräne und gegen sklerotische Altersbeschwerden eingesetzt.
Die Verteufelung von Hofmanns Arbeit fand ihren ersten Höhepunkt in den fünfziger Jahren vorigen Jahrhunderts, durch die Verbreitung des Schlafmittels Thalidomid mit dem irreführenden Marktnamen CONTERGAN.
Dr. Albert Hofmann war an der Entwicklung von Thalidomid nicht beteiligt gewesen, und trug keine Verantwortung an den als Contergan-Skandal bekanntgewordenen hunderttausendfachen embryonalen Mißbildungen.
Dieses hartnäckige Mißverständnis wurde durch die populäre, aber unverwandte Charles-Manson-Story der späten Sechzigerjahre angefeuert, und wuchs durch legendäre Berichte von wiederholten Fensterstürzen unter LSD-Einfluß zu einem advokablen Monster von Falschinformationen heran, auf das auch heute noch Entscheidungsträger deuten, wenn es um eine griffnahe, billige Rechtfertigung von moralinsauer vergällten, stuhlpatriachalischen Vergeltungsurteilen im Zivilrecht geht.
Konsum von LSD, unter großem Tränenstrom vor den Richtertisch geschleudert, wiegt aufgrund vorherrschender Abergläubigkeiten fast so eindrucksvoll wie das Aufschlitzen einer Waschpulvertrommel voll weißem Pulver und das Emporhalten eines abgetrennten Schädels.
Man bedient sich des grundfalschen, aber leichtverkäuflichen Arguments, die Einnahme von LSD hätte eine Schädigung der Erbanlagen sowie schreckliche Mißbildungen bei nachfolgenden Generationen bewirken können.
Ähnlich roßtäuscherisch der Versuch, LSD-Experimente zur Erklärung von geförderter Eitelkeit und der Teilnahme an zweifelhaften Expositionen heranziehen zu wollen, zur Begründung von geleiteten Depressionen, Arzneimittelsüchten und Alkoholismus, oder zur billigenden Verschleierung von kriminellen Handlungen, sowie tabuisierten Beziehungskrankheiten im Hintergrund, etwa vom Typ Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom.
Sicher ist, daß ich am Faschingsdienstag des Jahres 1994 nicht LSD genommen hatte – und daß die Folgeschäden, die der Gesellschaft und den nachfolgenden Generationen durch schlechte Aufklärung und kalkulierbare Bildungsmängel entstehen, schwerwiegender sind als zwei Monate Mindestsicherung, und die Akzeptanz psychosozialer Behinderung ohne notorische Unterstellung von Selbstverschulden.
Wertvolle Punkte für Studium und Führerschein:
Sag in Österreich besser niemals, du hättest LSD probiert, oder sonst etwas.
Die moderne Antidepressiva-Lüge.
Manche Leute, angeblich vom Fach, weisen immer wieder darauf hin, daß moderne Antidepressiva nicht abhängig machen.
Sie meinen damit Selektive-Serotonin-Reuptake-Hemmer.
Die gängigen Marktleader sind hierzulande Escitalopram (Cipralex) und Venlafaxin (Effectin).
Es stimmt, dass diese Medikamente nicht süchtig machen, weil eine Dosissteigerung nicht zu einer Wirkungsverstärkung führt, welche als rauschhaft empfunden werden könnte.
Wer sie über längere Zeit einnimmt, wird trotzdem davon abhängig.
Vielleicht wird Venlafaxin eher an Frauen, und Cipralex eher Männern verschrieben.
Möglicherweise sollte die Formgebung der Effectin-Pillen einen Benzolring andeuten, und die Färbung eine rosa Brille, oder es will dieses Produkt den rosaroten Zeichentrick-Panther visualisieren.
Paradoxerweise wirkt Venlafaxin auch dopaminerg, dämpft jedoch die Libido und macht Männer impotent.
Darüber hinaus hat diese Substanz aus der Gruppe der Phenethylamine, den Drogen Meskalin und MDMA verwandte Substanzen, unangenehme Nebenwirkungen auf das Gleichgewichtsorgan – es kann passieren, daß man beim Busfahren seekrank wird.
Es könnte vorgekommen sein, daß Effectin von Verkausförderungsagenturen anhängigen Sozialarbeiter-Therapeuten an Jugendliche als Ecstasy verfüttert und abgerechnet wurde.
Ich würde dieses Medikament eher als bedenklich einstufen.
Mit beiden Substanzen wird an Menschen weltweit millionenfach experimentiert, und Ärzte und Apotheker können sich darauf berufen, was die Forschungsinstitute der Pharmaindustrie über diese Medikamente bislang zu berichten wußten.
Auch Cipralex wirkt erst, wenn man sich daran gewöhnt hat.
Das Absetzen ist so unangenehm, daß man nach dem ersten Versuch vor weiteren zurückschreckt, bzw. bleibt die Wahrnehmung der Beschwerden so schmerzhaft, daß man wieder zur regelmäßigen Einnahme zurückkehrt.
Kombiniert mit einem leichten Bezodiazepin wirkt Cipralex relativ gut gegen verschiedene Depressionen.
An diesem Punkt hält einem der Spezialist schnell den großen Finger vors Gesicht und sagt, bräsig: „Benzodiazepine darfst du nicht nehmen – davon wirst du abhängig!“
Man könnte entgegenhalten: „Ich weiß auch nicht, welche Schäden das Pram meinem Stoffwechsel schon zugefügt hat.“
Ich weiß weder, ob ich nicht Parkinson bekommen werde, oder Alzheimer, oder Krebs - und ob manche Antidepressiva nicht dazu dienen, den Ausbruch von Alterserkrankungen zu beschleunigen.
Unsere Politiker und NeurologInnen nehmen heute gern – Olmifon.
Sie sagen, na ja, vielleicht ab und zu - aber nur, weil wir hart und viel arbeiten müssen – schließlich wären das keine getarnten Schlaftabletten.
Außerdem hätte Modafinil nicht so starke Nebenwirkungen, wie zum Beispiel … Ritalin.
Bis vor etwa 30 Jahren, vor dem weltweiten Erfolg der Droge Prozac (Fluctine), glaubte man lange Zeit, daß Depressionen mit der Lithiumkonzentration im Blut zusammenhängen – einem giftigen Metall, das im menschlichen Organismus nur in Spuren vorkommt.
Später stellte sich heraus, daß Lithium an den Synapsen die Freisetzung und Wiederaufnahme der als Reaktion auf bestimmte Sinneswahrnehmungen freigesetzten Transmittersubstanzen beeinflußte.
Ein richtungsweisender Ansatz für die Entwicklung moderner Antidepressiva.
Umgehend wurde als Hymne auf das erste Produkt einer fortgesetzten Serie ein Buch zugunsten des Patentinhabers (Lilly) präsentiert: Listening to Prozac, von Dr. Peter Kramer, einem Psychiater.
Heute wird Prozac nur mehr von Menschen konsumiert, welche besonders die Verzögerung der Wiederaufnahme des Nebennierenhormons und Neurotansmitters Noradrenalin, eines Phenylalkylamins, zu schätzen wissen.
Und von allen, die ausgerechnet mit Prozac abhängig geworden sind.
Was könnten wir daraus lernen?
(… fragte uns heute: Nurmi Pulverlfreak.)
„1-2-3 Idiotensynthese „HYPERHIDROSE PEDIS, KOMPLEXE.„
1. Weiß nicht, wohin, erreicht keine Ziele.
2. Hat manchmal gute Ideen, kann sie aber nie umsetzen.
3. Wird immer an der eigenen Überlastung scheitern, braucht Anweisung und Begleitung.“
Emotional engineering: Schreiber gegen Inquisition.
Es ist bemerkenswert, wie sich ein Gegenspieler bemüht, auf Websites, die ich bekanntlich besuche, Strichelbildchen und Fotomanipulationen vorzulegen, um meine Gedanken in bestimmte Richtungen zu lenken.
Es sollte auf diese Weise meine Erzählarbeit manipuliert werden, bzw. könnte die psychologische Regie dahinter später behaupten, ich wäre befragt worden.
Vielleicht brodelt längst ein Plan, die Gedanken des anderen zu einer aufsehenerregenden Diplomarbeit verbräten zu können, während man sie zur allgemeinen Verbuffung noch heftig mit Rotstift bemäkelt, bis endlich der Urheber mit Haloperidol fragmentiert ins forensisch-psychiatrische Schutzbett verlegt - zu dessen ausklingender Lebzeit schon sein Vermächtnis beschneidet, mit vergleichenden pathologischen Abbildungen versieht und zur eigenen Meisterarbeit wandelt, in Bälde schon - zum Beleg von Theorien und Prognosen, deren Umsetzung beschleunigt und verwirklicht würden, indem man des Burschen persönliche Infrastruktur sabotierte, bis zum seit jeher vorhergesagten Endlauf und Zusammenbruch.
Als ich mich ganz zu Beginn der achtziger Jahre vorigen Jahrhunderts in Untersuchungshaft am Straflandesgericht befand, wollte man Graz von Drogensüchtigen und Glücksrittern säubern, die es infolge der Plünderung der Anstaltsapotheke des Landeskrankenhauses aus halb Europa angezogen hatte.
Es gab hysterische Gerüchte, wonach Geldbeschaffer der RAF Drahtzieher jenes Verbrechens gewesen sein sollten.
Eine katholisch grünbemäntelte Neidgesellschaft wollte lieber den Verein Club Toleranz, einen legendären Discokellerclub, zum Heimstall des Sündenbocks machen, und am ruhmreichsten für den Gesetzgeber wäre es wahrscheinlich gewesen, zu beiden Seiten Handschellen anlegen zu können.
Damals arbeiteten Polizei und Gendarmerie gegeneinander, und Informanten anderer Ministerien wurden dazwischengeschleust, die rivalisierenden Aufklärer zu kontrollieren, um selber näher an einen Beuteschatz zu gelangen, der noch einiges an Prozentanteilen abzuwerfen versprach.
Es herrschte ein großes Verwirrspiel, ging es doch um beträchtliche Mengen von Suchtgiften, Dopingsubstanzen und konfiszierte Drogen, welche ebenfalls im Tresorraum des Grazer Landeskrankenhauses eingelagert gewesen sein könnten.
Es wurde versucht, über sehr junge Leute an Informationen zu gelangen, denn die gevivteren Profiteure hatten sich und ihre Okkasionswaren schnell in sicheren Abstand gebracht.
Die allzu gierigen Verbliebenen schieden schnell aus, für immer – während eine Schulklasse voll gnadenlos abgezockter Jugendlicher nahe dem Grazer Messegelände im Schwitzbad saß, als Untersuchungshäftlinge in kratzigen Anstaltspullovern ihre kleinen Kriminalkarrieren abzubüßen.
Herr Fasching von der Drogenberatungsstelle erschien zuerst, worüber ich schon berichtete.
Mein alter Freund Heribert wollte mich einmal besuchen, aber der Praktikant zu Gericht Eberhard, mit dem ich wenige Jahre vorher noch die Schulbank gedrückt hatte, verwehrte ihm heftig aufgeblasen den Kontakt.
Eberhard war es, der meine Korrespondenz mit List und Lupe nach geheimen Botschaften und verräterischen Chiffren absuchte.
Es war vorstellbar, daß er im Untersuchungsrichter verfehlte Hoffnungen nährte, die meine Entlassung nach ein paar Monaten Untersuchungshaft noch lange schmerzhaft hinauszögerte.
Ich könnte nicht vollständig ausschließen, daß mein Dasein im gesetzfreien Hausarrest auch zum heutigen Tage Eberhard, dem ehrgeizigen Ritter zu drei Rädern in der Kautschukrüstung, anzurechnen wäre.
Ein beachtlicher Stapel Manuskripte aus jener Zeit blieb jedenfalls verschollen.
Zur Auffrischung:
1979 war Dr. Bruno Kreisky österreichischer Bundeskanzler, Staatspräsident war Rudolf Kirchschläger. Willy Brandt war Kanzler der Bundesrepublik Deutschland.
1979 war Jimmy Carter Präsident der USA, in Großbritannien wurde Margaret Thatcher Premierminister; Präsident der Sowjetunion war Michail Gorbatschow, französischer Präsident Valéry Giscard d’Estaing.
Wiener Bürgermeister war Leopold Gratz (SPÖ), in Graz herrschte ein Jahrzehnt lang Dr. Alexander Götz von der FPÖ.
Steirische Landeshauptleute waren Friedrich Niederl, 1980 gefolgt von Josef Krainer jun., der niederösterreichische Amtskollege hieß Andreas Maurer (ÖVP).
Als Justizminister folgte … 1983 Harald Ofner (FPÖ) Christian Broda von der SPÖ, Innenminister war Erwin Lanc, SPÖ.
Am 1. Mai 1981 wurde der Wiener Kulturstadtrat Heinz Nittel von einem Terroristen der palästinensischen Gruppe Abu Nidal ermordet.
Am 6. Oktober 1981 wurde in Kairo der ägyptische Staatspräsident Anwaar-el-Sadat von Mitgliedern seiner Leibgarde ermordet.
Am 9. Oktober 1981 beging der ehemalige österreichische Verteidigungsminister Karl Lütgendorf unter ungeklärten Umständen Selbstmord.
Psychogeriatrisches Hampelspiel um Ehrgeiz und Eifersucht unter den Gescheiterten.
„Der Joe dämpft alle Ratten aus – wie die Bazillen!“ beschied Heuer voll Überzeugung, und schlug mit der Faust in die offene Hand.
Er war mit dem Mittagessen aus dem Grazer Landesgericht für Strafsachen gekommen, um ein paar Monate abzubrummen, wuchtete seinen Binkel in den Haftraum und wußte seufzend mittels einer Handvoll jämmerlicher Zigarettenstummel in einer zerknüllten Packung „Spezial Landtabak“ Versorgerinstinkte zu wecken.
Er erschien allerdings in geheimnisvoller Mission, die Lage zu erkunden, Neuigkeiten von draussen und drinnen zu verbreiten, und dabei Unfrieden auszustrahlen.
Im Laufe von ein paar Tagen gelang es ihm, sich wieder aufzurichten.
Wenn er in einer anderen Zelle eine bessere Partie finden konnte, begehrte er Verlegung, und stand im lockeren Drillich, mit Geschirr und Bettzeug in der Justizwachekotze, für einen neuen Tag lang im Mittelpunkt.
„Ihr seid’s leiwande Hawara.“
An dem Finger, mit dem er herüberzeigte, fehlte ein Glied.
Daß sich ein Vierteljahrhundert später das politische Österreich ähnlich präsentieren könnte, wie es im kleinen Mustergefängnis am Hange des Grazer Schloßbergs skizziert wurde, war damals nicht absehbar gewesen.
Heute beschäftigt der Staat in aller Öffentlichkeit Rechte, um gegen Linke vorzugehen, und Menschen, gegen die justament zivilgerichtliche Todesurteile verhängt worden sind, müssen zur Wahrung der schiefen Optik zu Staatsfeinden erklärt und langsam zwischen den Wänden ihrer Zellen zermalmt werden.
Jeder Tag ist ein Provokationsmanöver durch das Bureau für Innere Angelegenheiten, das zur Zeit über keine feste Adresse verfügt.
Übergriffe kann man nicht ausschließen.
Die Wahrnehmung dieser Wirklichkeit vexiert zwischen Traurigkeit und Aberwitz.
Ich hätte in Untersuchungshaft, Anfang der achtziger Jahre vorigen Jahrhunderts, das Babygesicht einer Milupa-Werbung in einem Büchlein der Serie Readers Digest Best in diabolischer Weise übermalt.
Weiters hätte ich LSD-Trips häufig genommen.
Es gibt Einzelschicksale, die von den Studierenden ferngehalten werden müssen.
Ihr Vaterland soll ihnen erscheinen wie es der ORF retouchiert.
Die Position dieser kleinen Wohnung entspricht der eines Staubfängersackes an einem pneumatischen System.
Man wird chronisch krank.
Die Entlüftungsanlage saugt im Sommer wie im Winter aus dem Müllraum an.
Die Belastung durch Bakterien, Pilzsporen und Keime kumuliert, und stellt das Immunabwehrsystem auf Dauerbelastung.
Unter solchen Bedingungen lebten Menschen nicht lange, sie wurden krank und starben bald.
Hinter dem Holz, das gemütlich machte, verbargen sich Wanzen.
Eines Tages lag jemand mit Lungenentzündung im Fieber, und ein anderer stellte ihm eine entsicherte Kartusche mit Ungeziefer-Ex unters Bett.
Nach einer solchen Kur bleibt etwas zurück, das sich anfühlt, als wäre der Kopf in einem Schraubstock festgehalten worden, und weitergedreht, bis es knackte.
Sind Sie vielleicht aus der katholischen Kirche ausgetreten?
Das gepflogene laissez-les-dames-faire mit Räucherwerk ist ein Skandal.
In Österreich müssen bestimmte Personen Cannabisartiges konsumieren – wenn die zuständigen Behörden das wollen.
Immer wieder werden Substanzen vorsätzlich in Beziehungen eingeschleust, in der ein Teil aus gesundheitlichen Gründen und zur Wahrung der sozialen Position gerne auf den Konsum verzichtet.
Die Kommunikationsqualität leidet - fehlt nur mehr die physische Anwesenheit der galant-geschlechterverstehenden singenden Säge zum extrem nervenziehenden „Oh mein Papa“.
So manche Frau mit Stimme schaukelt lässig auf dem Argument, daß Männer keine Ahnung davon hätten, wie Menstruations- und Klimabeschwerden sich auf ihr Befinden auswirkten.
Jene Damen verstoppeln schnell die Ohren, wenn man von Schutzgelderpressern zu berichten weiß, die an bekannten Umschlagplätzen Cannabis in kleinen Dosen, aber durchaus im großen Stil, unter die Leute bringen, und von ihren Kollegen im Außendienst, die auf der Heimfahrt Verkehrsunfälle verursachen, um Abschleppdiensten und erstklassigen KFZ-Mechanikern Einkommen zu verschaffen, sowie stehenden Kontakt, über den sich manch wertvollere Karosse doch noch gegen das legendäre Damenfahrzeug vertauschen liesse.
Die lockere Klammer auf ewige Forderung nach Freigabe von Medizinalhanf Klammer zu ist eine Sache, die Gesetzgebung bzgl. illegaler Drogen eine andere.
Leute, die in Österreich ein Nationalratsmandat vertreten, haben leichter reden.
Ihnen stehen mehr Möglichkeiten offen, sich anders zu arrangieren.
Niemand würde ihnen die Wohnungstür eintreten, noch heimlich nachsperren, noch ihre Beteuerungen anzweifeln, nur einmal im Leben an einem Joint angezogen zu haben, worauf ihnen furchtbar schlecht geworden wäre, und sie niemals mehr einen dieser Käsesstängel angerührt hätten.
Daß sie sich mitunter Drogen zustecken ließen, die sie niemals konsumieren würden, ist ein Gerücht.
Wenn die Schutzgelderpresser einen Verkehrsunfall ankündigen, und die Frau Parteivorsitzende nebst Frau Verkehrsstadtrat im ORF hintergründig wispeln:
„Dann streiten wir eben weiter…“ – ist das nur eine Koinzidenz.
Weiter nichts.
Es gibt aber auch Menschen, die eine extralange Marmeladebrote-Demokratie im Setzkasten nicht wollen.
Die sagen: Lassen Sie sich von den Grünen nicht in den Wald locken.
Sie wissen, warum.
— EURE KRÄUTER SIND SCHEISSE —
They sell one and a half litres of canned stuff for two bucks.
Zu einer Zeit, in der andere schlau oder hart am Ausbau ihrer Karriere arbeiteten, war ich zwar arbeitsfähig, aber Alkoholiker.
Zum Glück habe ich mir niemals angewöhnt, mich als Alkoholiker vorzustellen, sonst wäre ich es wohl geblieben, und Präsident Musalek, hinter einer großen roten Nase unschwer zu erkennen, hätte mich schon mehrmals zum Delir’ in Kalksburg - mit einem mächtigen Schaumgummihammer auf den Kopf – willkommen geheissen.
Am Tag des Höhepunkts meiner Trinkerkarriere trank ich 13 Halbeliter Bier innerhalb von 12 Stunden.
Wenn man diese Marke überschritten hat, könnte man bis zum Ende mit 50 ununterbrochen weitertrinken, wären da nicht die Begleiterscheinungen wie krankhafter ständiger Wasserdrang und Zusammenbruch der Darmflora, sowie eine Gewichtszunahme, die es unmöglich macht, seine Kleidung en passent beim Sportsweardiskonter zu erwerben.
Meiner Liebe zur Heimgartenkultur ist es zu einem guten Teil zu verdanken, daß es mir gelang, meinen Alkoholkonsum auf mehr als die Hälfte zu reduzieren und moderat auszuschleichen.
Wer die Sensibilität einer klassischen Cannabiskultur schätzt, weiß, daß Alkohol und Cannabis nicht zusammenpassen.
Das ist in der Hohen Zeit von Spice und Methamphetamin beinahe in Vergessenheit geraten.
Heute kann niemand mit Sicherheit sagen, ob das beängstigend wirksame Marihuana vom Schwarzmarkt nicht aus legalem Low-THC-Hanf und legal hergestellten synthetischen Cannabinoiden besteht.
Mir reichte eine gepflegte aromatische Orientzigarette aus dem Auslegergärtlein, um das ewige Rad des Ganges zwischen Kühlschrank, Fernseher und Klo anzuhalten.
Andererseits macht die durch Cannabis abrupt hervorgekehrte Empfindlichkeit anderen Menschen gegenüber Probleme, als die Achtlosigkeiten, Banalitäten und Dummheiten im Verlauf menschlicher Kommunikation, insbesonders am Arbeitsplatz, sowie beim sozial entscheidenden After-Work-Entertainment, der Seele schmerzhaft bewußt werden.
Man tritt den Rückzug ins Private an.
Paare widmen sich mehr dem Intimen, ein Kindlein wird geboren, und oft wird auf diesem Weg das soziale Ruder des Lebens in einer Weise herumgerissen, welches ein Dasein im erwerbsfähigen Durchschnitt ermöglicht.
Wenn jedoch der Kindersegen ausbleibt und ein Auge des Gesetzgebers einen gut begrünten Balkon und afrikanische Arbeitskollegen – ein paar perfide Gerüchte zum Darüberstreuen – zum Anlaß genommen hat, den Vernichtungskrieg gegen unter politische Quarantäne gestellte Mitmenschen auszurufen, kann es durchaus sein, dass Scharmützel zum Stellungskrieg ausarten und bis zum endgültigen Ausbruch des dritten Weltkriegs andauern werden.
Crystal myths and technical ecstasy.
Die Chemikalie Propylhexedrin kann u.a. als „Molekularzerstäuber“ von Aromastoffen eingesetzt werden, besitzt ähnliche Eigenschaften wie die in aller Welt begehrten Drogen Speed, Ice, Crystal Meth etc., und ist vom Endverbraucher kaum von diesen Drogen zu unterscheiden, sofern sie nicht gerade markante Duftspuren (Geranien, Vanille, Eukalyptus-Menthol etc.) aufweist.
Propylhexedrin wird in gewissen Kreisen als Mittel zur Stimulation eingesetzt - etwa im Pferdesport, und mitunter als Wundermittelbasis bei obskuren Abspeckseminaren vertrieben.
Propylhexedrin ist jenseits pharmakologisch exakter Einwägungen mit Sicherheit toxisch, kann bei argloser und wiederholter Anwendung schwere gesundheitliche Schäden hervorrufen, sowie bei Injektion schnell zum Tod führen.
Propylhexedrin-Abmischungen werden, wie solche mit verschiedenen kruden Amphetamin- und Piperazin-Abkömmlingen, auf Drogenszenen als Ecstasy und Methamphetamin verkauft.
Propylhexedrin kann bei angeblich zuverlässigen Überprüfungen als unbekannte Substanz identifiziert werden.
Warum?
Propylhexedrin steht auf dem internationalen Chemikalienmarkt in unbegrenzten Mengen zur Verfügung.
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