Eine Anstalt kennt keine Emotionen.
Der Eingang erfolgt pünktlich zum ersten des Monats.
Hätte ich die bescheidenen Finanzen nicht auf diesem Wege unter Kontrolle, wäre ich längst im Chaos untergegangen, an der Unverwaltbarkeit des Daseins am Minimum gescheitert.
Meine Dankbarkeit, die unterschiedlich heimattümelnde Führer dieses Landes gerne intensiver, glaubwürdiger – inbrünstiger ausgedrückt sähen, erschöpft sich in der unregelmäßigen Wiedergabe meiner Wahrnehmungen.
Ich bin davon überzeugt, daß das Versetzen des Überweisungstermines in vereinsamten, an technischen Möglichkeiten ärmeren Seelen tausendfaches Entsetzen ausgelöst hat, und es ist nicht auszuschließen, daß Menschen deswegen Selbstmord begangen haben.
Unseren prominenten, medienpräsenten Pensionistenvertretern sollte das bewußt sein.
Ich habe keine Benachrichtigung erhalten, und es waren vier lange Tage der Unsicherheit, der Angst, an der hinterfotzigen Fingerfertigkeit einer in die Überweisung von Geldern involvierten Person zu ersticken, wenn nicht im Umbruch eines ganzen Systems zerrieben zu werden.
Alte Menschen – im Vergleich mit den potentiellen JungwählerInnen dieses Landes bin ich ein alter Mann – haben solche Ängste.
Sie haben mehrmals erleben müssen, wie Menschen Menschen wider die Abmachungen vorsätzlich täuschten, und welches Schicksal für die ganze Welt aus solchen Gemeinheiten entstehen kann.
Die Medien dieser Nation reflektieren nicht die ganze Wahrheit.
Sie beschwören immer feierlicher die in die Ferne rückende Vergangenheit, während von dort eine scharfe Lunte rund um den Erdknäuel zischt.
Der Wellensittichmann steht mit angehobenen Ellenbogen am Fenster:
„Schabe! Wo ist denn der Schabel? Kommt der Schaberl nix mehr ham?“
(Dorfdepp.)
Berufsunfähigkeitspension – ein tickendes Geschenkpaket?
Werden die Leiden, die einst zur Gewährung einer Invaliditätspension führten, aufgrund ihrer gesamtmedizinischen Komplexität unbeschreibbar, wäre damit eine kaum benennbare Erkrankung als unheilbar einzustufen, finden sich schnell erzpolitisch beflügelte Handlanger bereit – tutender Posaunen und toenender Schalmeien – einen trotzigen Buben mittels beinharten psychologischen Krippenspiels zurück aufs Kreuz nageln zu wollen.
Zu groß ist die Angst, die Verantwortung für die Durchfütterung eines kerngesunden, kraftkesselnden Tippelbruders alleine tragen zu müssen, könnte doch eine große Karriere an diesem offensichtlichen Fehlbescheide scheitern.
Ohne die Leiden und Behinderungen, die zur Gewährung führten, weiter zu beachten, sollen generell einfachere Wege geschlagen werden, die organisierten Sturmtrupps anonymer Behinderter gefälligst in die Wartesäle des Arbeitsmarkts zurückzudrängen.
Eine Aufgabe für jene Spezialisten der Parlamentsfraktionen, nach denen gerade kein Bedarf besteht, Besenkammerreservisten für den Endkampf – Mann gegen Mann.
Motto: Wir lassen die Spielregeln beiseite und drehen einfach den Geldhahn zu.
Thema: Politische Einflußnahme auf die Pensionsversicherungsanstalten, deren guter Ruf in strenger Regeltreue ankert.
Es liegt in der Natur des faschistoiden Territoriums Österreich, Situationen entstehen zu lassen, die einzelnen Bürgern, deren Art zu denken, sich psychologisch nicht unterwerfen zu wollen, keine Möglichkeit als die der Selbsttötung offenläßt, das heisst, ein beträchtlicher Teil der Berufsunfähigkeitspensionisten säuft sich zu Tode.
Das macht prognostizierende Kalkulationen leicht.
Führte einst Mobbing am Arbeitsmarkt zu Depressionen, Burnout und Invalidität, findet, bei Nichtannahme der mittels der Strahlkraft dekorierter Fachmedienprimissimi zu erzwingenden Dressurhaltung, eine großangelegte Fortsetzung der Schikanen statt, die wenig Hoffnungen offenläßt.
Es wird auf diese Weise das Heilungspotential der Auszeit zur Krankheit gemacht.
Schlußfolgerung: Die PVA soll einzelne Kunden nicht länger anerkennen, sobald sich diese in politischer Weise äußern, weil sie etwa einen Weblog führen.
Es wäre diese Art, mit sich selber umzugehen, nicht gutzuheissen, und stünde einer Heilung im Wege, wäre … Therapieverweigerung.
Welche Wege der Versuch der Umgehung der Vorschriften beschreitet, lesen Sie an diesem Ort.
Der Faschismus kann das Prinzip Hoffnung nicht ersticken.
Die Mittelschicht hat Internet.
Sie ist anders strukturiert - vielfältiger, bunter, offener und demokratischer als vor fünfzig Jahren.
Der katholische Moralismus befindet sich mit seinen Wertvorstellungen im vergangenen Jahrtausend.
Das Internet als Informationstransmission überträgt auch die Schattenseiten: psychologische Manipulation, Ablenkung und Täuschung – emotional engineering.
Kommunikation im herkömmlichen Sinn wird abgelöst von Peil- und Sondiersendungen durch eine drängende Flut von Eindrücken, die es im eigenen Bewußtsein zu filtern gilt, auch um die Umsetzung von Plänen, um Ziele zu erreichen.
Das ist eine intellektuelle Herausforderung - auch wenn die Anforderung zur Multitaskingfähigkeit nach wie vor an die Maschine gestellt wird, wodurch in absehbarer Zeit kein sozialpsychologischer Multigau auszubrechen droht.
Je mehr Informationsbeschaffung über das Internet stattfindet, desto zahlreicher sind auch die Möglichkeiten, in Sackgassen zu geraten, die einen persönlich nicht weiterbringen.
Dennoch ist das Internet viel wert: Wer trotzdem damit umgehen kann, hat auch in der Wirklichkeit des Daseins mehr Chancen.
Man kann am kulturellen Weltgeschehen nach eigenen Vorstellungen teilnehmen.
Früher hatte der mittelständische Patriarch die Möglichkeit, sich am Wochenende über einem dicken Pack Zeitungen und Zeitschriften tiefer in das Weltgeschehen einzulesen.
Es gab die Radionachrichten, die Zeit im Bild als Nachfolgerin der tönenden Wochenschau im Kino, und Fischers Weltalmanach.
Hintergrundinformationen waren lexikalischen Ursprungs, kolonialistisch-missionskatholisch kupferstichig.
Gläubige Menschen wurden durch die Sonntagspredigt beeinflußt, die Erwerbstätigen am Arbeitsplatz politisiert.
Der Urlaub wurde vom Reisebüro der Gewerkschaft vermittelt.
Das Internet stellt heute einen Großteil der weltwiedergebenden Informationen gratis zur Verfügung, einfacher Gedankenaustausch muß nicht als Konsultation teuer verrechnet werden.
Es ist jenes Netzwerk, das – im Prinzip – allen Usern auf dem Planeten gleich viel Bildungspotential zur Verfügung stellt, und deshalb als höchste Errungenschaft demokratischer Gesellschaften gelobt werden könnte.
Man muß nicht über heiligen Schriften meditieren – man braucht keine Mittler eines religösen Glaubens, um die ungefähre Mitte zu sehen.
Kein Wunder, wenn es Stimmen gibt, die das Internet in offener Form nicht akzeptieren, es für sich selber beanspruchen, oder nur mißbrauchen wollen, als Mittel der Überwachung, der Inquisition.
Es gibt Ansätze, das Internet mit Drogen und Glücksspiel vergleichen zu wollen – oder mit Sodom und Gomorrha.
Das vorsätzliche Legen von Irrspuren, Versuche der Fallenstellung, der suggestiven Negativbeeinflussung, bis hin zur Gefahr der Abzocke von Konto und Kreditkarte sägen an den Nerven vieler User.
Die Freigabe von eigenen Beiträgen zur allgemeinen Unterhaltung unterschiedlichen Gewichts, zur Reflektion der eigenen Befindlichkeit, ist hingegen eine Art friedlicher Kompensation.
Man könnte sonst allzu depressiv werden.
So gesehen kann das Internet ein Beitrag zum Wohlbefinden und zur Gesundheit einer Gesellschaft sein, weil es auch die Mauern politisch verordneter Isolationshaft durchlässig macht.
Ich bin froh, ein Teilhaber und Mitmensch zu sein.
Ich kann von den Möglichkeiten des Internet profitieren.
Der Wert wiegt den Preis auf.
Besser Internet als Prof. Mastopius.
Pilzdroge als deus ex machina für eine spätmittelalterliche Ziviljudikatur?
Der eingestandene Konsum von LSD gibt in Österreich bis zum heutigen Tage Anlaß zu lebenslanger Verfolgung durch politische Kräfte und ihre scheinheiligen Hinterorganisationen.
Einer der Hauptgründe, warum man während meiner Jugend darauf bedacht gewesen war, mich durch allerlei psychotaktische Beeinflussung zu einem stationären Therapieaufenthalt hinzulenken, waren geheime LSD-Experimente gewesen – jenseits der kümmerseligen Vorstellung, die etliche AbsolventInnen der katholischen Sozialakademien über Wirkung, Gefahr und Langzeitfolgen von Rauschgift hatten.
Die häufigste Erklärung für sogenannte Flashbacks ist jedenfalls der Konsum anderer Drogen, darunter Amphetaminartiges und Cannabis - es gibt aber auch psychedelische Erlebnisse oder psychotische Episoden ohne Intoxikation.
Es ist schon vorgekommen, daß prominente Zeitgenossen Opfer einer mit der Nachflüsterung von LSD-Konsum verbundenen Rufschädigung wurden, indem man sie systematisch zu terrorisieren begann, eine Verfolgung durch die Stapo auslöste, und ihre Karrieren sabotiert wurden.
Ich glaube nicht, daß man Jugendliche heute wie einst durch Ammenmärchen davon abhalten kann, mit verfügbaren Drogen zu experimentieren.
Es ist festzuhalten, daß es sich bei LSD um keine spirituöse Sondersubstanz handelt, sondern nur um eine von vielen Drogen mit Risiken und Nebenwirkungen, und daß LSD, wie andere Drogen auch, aus asservierten Beständen oder dem Sondermüll in die Hände von KonsumentInnen, auch solche mit unreifen Persönlichkeiten, gelangen kann.
Sadistische, pädophile Interessen, oder einfach Sensationsgier, können Anlaß für die Weitergabe verschiedenster Drogen sein.
Sicher ist, daß Mißverständnisse lange unerwidert geblieben sind, und Ammenmärchen von Anfang an absichtlich in die Welt gesetzt wurden, und daß Albert Hofmann selber mit heftigen Anwerfungen aus der Welt der katholizistisch-kreationistischen Krämerlädenwissenschaft konfrontiert gewesen war, ein Mensch, dessen bedeutendes Lebenswerk außerhalb des Zusammenhangs mit LSD bei uns weniger gewürdigt worden ist.
Wer sich dafür interessiert, liest am besten Dr. Albert Hofmann.
Eine falsche Information, die wahrscheinlich noch heute von manchen Chefpsychiatern und ihrem bigotten subakademischen Hofstaat freigesetzt wird, betrifft Schädigungen des menschlichen Erbguts, hervorgerufen durch LSD.
Ein von Dr. Hofmann entwickeltes Pharmazeutikum, das in der Geriatrie zur Verbesserung von Demenzzuständen eingesetzt wird, ist Hydergin (Dihydroergotoxin).
Hofmann war auf dem Weg seiner Forschungen für Sandoz eher zufällig über das Lysergsäurediethylamid gestolpert.
HYDERGIN wirkt nicht psychoaktiv, nur peripher gefäßerweiternd, und wird bei der Behandlung von Bluthochdruck, Migräne und gegen sklerotische Altersbeschwerden eingesetzt.
Die Verteufelung von Hofmanns Arbeit fand ihren ersten Höhepunkt in den fünfziger Jahren vorigen Jahrhunderts, durch die Verbreitung des Schlafmittels Thalidomid mit dem irreführenden Marktnamen CONTERGAN.
Dr. Albert Hofmann war an der Entwicklung von Thalidomid nicht beteiligt gewesen, und trug keine Verantwortung an den als Contergan-Skandal bekanntgewordenen hunderttausendfachen embryonalen Mißbildungen.
Dieses hartnäckige Mißverständnis wurde durch die populäre, aber unverwandte Charles-Manson-Story der späten Sechzigerjahre angefeuert, und wuchs durch legendäre Berichte von wiederholten Fensterstürzen unter LSD-Einfluß zu einem advokablen Monster von Falschinformationen heran, auf das auch heute noch Entscheidungsträger deuten, wenn es um eine griffnahe, billige Rechtfertigung von moralinsauer vergällten, stuhlpatriachalischen Vergeltungsurteilen im Zivilrecht geht.
Konsum von LSD, unter großem Tränenstrom vor den Richtertisch geschleudert, wiegt aufgrund vorherrschender Abergläubigkeiten fast so eindrucksvoll wie das Aufschlitzen einer Waschpulvertrommel voll weißem Pulver und das Emporhalten eines abgetrennten Schädels.
Man bedient sich des grundfalschen, aber leichtverkäuflichen Arguments, die Einnahme von LSD hätte eine Schädigung der Erbanlagen sowie schreckliche Mißbildungen bei nachfolgenden Generationen bewirken können.
Ähnlich roßtäuscherisch der Versuch, LSD-Experimente zur Erklärung von geförderter Eitelkeit und der Teilnahme an zweifelhaften Expositionen heranziehen zu wollen, zur Begründung von geleiteten Depressionen, Arzneimittelsüchten und Alkoholismus, oder zur billigenden Verschleierung von kriminellen Handlungen, sowie tabuisierten Beziehungskrankheiten im Hintergrund, etwa vom Typ Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom.
Sicher ist, daß ich am Faschingsdienstag des Jahres 1994 nicht LSD genommen hatte – und daß die Folgeschäden, die der Gesellschaft und den nachfolgenden Generationen durch schlechte Aufklärung und kalkulierbare Bildungsmängel entstehen, schwerwiegender sind als zwei Monate Mindestsicherung, und die Akzeptanz psychosozialer Behinderung ohne notorische Unterstellung von Selbstverschulden.
Wertvolle Punkte für Studium und Führerschein:
Sag in Österreich besser niemals, du hättest LSD probiert, oder sonst etwas.
Die moderne Antidepressiva-Lüge.
Manche Leute, angeblich vom Fach, weisen immer wieder darauf hin, daß moderne Antidepressiva nicht abhängig machen.
Sie meinen damit Selektive-Serotonin-Reuptake-Hemmer.
Die gängigen Marktleader sind hierzulande Escitalopram (Cipralex) und Venlafaxin (Effectin).
Es stimmt, dass diese Medikamente nicht süchtig machen, weil eine Dosissteigerung nicht zu einer Wirkungsverstärkung führt, welche als rauschhaft empfunden werden könnte.
Wer sie über längere Zeit einnimmt, wird trotzdem davon abhängig.
Vielleicht wird Venlafaxin eher an Frauen, und Cipralex eher Männern verschrieben.
Möglicherweise sollte die Formgebung der Effectin-Pillen einen Benzolring andeuten, und die Färbung eine rosa Brille, oder es will dieses Produkt den rosaroten Zeichentrick-Panther visualisieren.
Paradoxerweise wirkt Venlafaxin auch dopaminerg, dämpft jedoch die Libido und macht Männer impotent.
Darüber hinaus hat diese Substanz aus der Gruppe der Phenethylamine, den Drogen Meskalin und MDMA verwandte Substanzen, unangenehme Nebenwirkungen auf das Gleichgewichtsorgan – es kann passieren, daß man beim Busfahren seekrank wird.
Es könnte vorgekommen sein, daß Effectin von Verkausförderungsagenturen anhängigen Sozialarbeiter-Therapeuten an Jugendliche als Ecstasy verfüttert und abgerechnet wurde.
Ich würde dieses Medikament eher als bedenklich einstufen.
Mit beiden Substanzen wird an Menschen weltweit millionenfach experimentiert, und Ärzte und Apotheker können sich darauf berufen, was die Forschungsinstitute der Pharmaindustrie über diese Medikamente bislang zu berichten wußten.
Auch Cipralex wirkt erst, wenn man sich daran gewöhnt hat.
Das Absetzen ist so unangenehm, daß man nach dem ersten Versuch vor weiteren zurückschreckt, bzw. bleibt die Wahrnehmung der Beschwerden so schmerzhaft, daß man wieder zur regelmäßigen Einnahme zurückkehrt.
Kombiniert mit einem leichten Bezodiazepin wirkt Cipralex relativ gut gegen verschiedene Depressionen.
An diesem Punkt hält einem der Spezialist schnell den großen Finger vors Gesicht und sagt, bräsig: „Benzodiazepine darfst du nicht nehmen – davon wirst du abhängig!“
Man könnte entgegenhalten: „Ich weiß auch nicht, welche Schäden das Pram meinem Stoffwechsel schon zugefügt hat.“
Ich weiß weder, ob ich nicht Parkinson bekommen werde, oder Alzheimer, oder Krebs - und ob manche Antidepressiva nicht dazu dienen, den Ausbruch von Alterserkrankungen zu beschleunigen.
Unsere Politiker und NeurologInnen nehmen heute gern – Olmifon.
Sie sagen, na ja, vielleicht ab und zu - aber nur, weil wir hart und viel arbeiten müssen – schließlich wären das keine getarnten Schlaftabletten.
Außerdem hätte Modafinil nicht so starke Nebenwirkungen, wie zum Beispiel … Ritalin.
Bis vor etwa 30 Jahren, vor dem weltweiten Erfolg der Droge Prozac (Fluctine), glaubte man lange Zeit, daß Depressionen mit der Lithiumkonzentration im Blut zusammenhängen – einem giftigen Metall, das im menschlichen Organismus nur in Spuren vorkommt.
Später stellte sich heraus, daß Lithium an den Synapsen die Freisetzung und Wiederaufnahme der als Reaktion auf bestimmte Sinneswahrnehmungen freigesetzten Transmittersubstanzen beeinflußte.
Ein richtungsweisender Ansatz für die Entwicklung moderner Antidepressiva.
Umgehend wurde als Hymne auf das erste Produkt einer fortgesetzten Serie ein Buch zugunsten des Patentinhabers (Lilly) präsentiert: Listening to Prozac, von Dr. Peter Kramer, einem Psychiater.
Heute wird Prozac nur mehr von Menschen konsumiert, welche besonders die Verzögerung der Wiederaufnahme des Nebennierenhormons und Neurotansmitters Noradrenalin, eines Phenylalkylamins, zu schätzen wissen.
Und von allen, die ausgerechnet mit Prozac abhängig geworden sind.
Was könnten wir daraus lernen?
(… fragte uns heute: Nurmi Pulverlfreak.)
„1-2-3 Idiotensynthese „HYPERHIDROSE PEDIS, KOMPLEXE.„
1. Weiß nicht, wohin, erreicht keine Ziele.
2. Hat manchmal gute Ideen, kann sie aber nie umsetzen.
3. Wird immer an der eigenen Überlastung scheitern, braucht Anweisung und Begleitung.“
Emotional engineering: Schreiber gegen Inquisition.
Es ist bemerkenswert, wie sich ein Gegenspieler bemüht, auf Websites, die ich bekanntlich besuche, Strichelbildchen und Fotomanipulationen vorzulegen, um meine Gedanken in bestimmte Richtungen zu lenken.
Es sollte auf diese Weise meine Erzählarbeit manipuliert werden, bzw. könnte die psychologische Regie dahinter später behaupten, ich wäre befragt worden.
Vielleicht brodelt längst ein Plan, die Gedanken des anderen zu einer aufsehenerregenden Diplomarbeit verbräten zu können, während man sie zur allgemeinen Verbuffung noch heftig mit Rotstift bemäkelt, bis endlich der Urheber mit Haloperidol fragmentiert ins forensisch-psychiatrische Schutzbett verlegt - zu dessen ausklingender Lebzeit schon sein Vermächtnis beschneidet, mit vergleichenden pathologischen Abbildungen versieht und zur eigenen Meisterarbeit wandelt, in Bälde schon - zum Beleg von Theorien und Prognosen, deren Umsetzung beschleunigt und verwirklicht würden, indem man des Burschen persönliche Infrastruktur sabotierte, bis zum seit jeher vorhergesagten Endlauf und Zusammenbruch.
Als ich mich ganz zu Beginn der achtziger Jahre vorigen Jahrhunderts in Untersuchungshaft am Straflandesgericht befand, wollte man Graz von Drogensüchtigen und Glücksrittern säubern, die es infolge der Plünderung der Anstaltsapotheke des Landeskrankenhauses aus halb Europa angezogen hatte.
Es gab hysterische Gerüchte, wonach Geldbeschaffer der RAF Drahtzieher jenes Verbrechens gewesen sein sollten.
Eine katholisch grünbemäntelte Neidgesellschaft wollte lieber den Verein Club Toleranz, einen legendären Discokellerclub, zum Heimstall des Sündenbocks machen, und am ruhmreichsten für den Gesetzgeber wäre es wahrscheinlich gewesen, zu beiden Seiten Handschellen anlegen zu können.
Damals arbeiteten Polizei und Gendarmerie gegeneinander, und Informanten anderer Ministerien wurden dazwischengeschleust, die rivalisierenden Aufklärer zu kontrollieren, um selber näher an einen Beuteschatz zu gelangen, der noch einiges an Prozentanteilen abzuwerfen versprach.
Es herrschte ein großes Verwirrspiel, ging es doch um beträchtliche Mengen von Suchtgiften, Dopingsubstanzen und konfiszierte Drogen, welche ebenfalls im Tresorraum des Grazer Landeskrankenhauses eingelagert gewesen sein könnten.
Es wurde versucht, über sehr junge Leute an Informationen zu gelangen, denn die gevivteren Profiteure hatten sich und ihre Okkasionswaren schnell in sicheren Abstand gebracht.
Die allzu gierigen Verbliebenen schieden schnell aus, für immer – während eine Schulklasse voll gnadenlos abgezockter Jugendlicher nahe dem Grazer Messegelände im Schwitzbad saß, als Untersuchungshäftlinge in kratzigen Anstaltspullovern ihre kleinen Kriminalkarrieren abzubüßen.
Herr Fasching von der Drogenberatungsstelle erschien zuerst, worüber ich schon berichtete.
Mein alter Freund Heribert wollte mich einmal besuchen, aber der Praktikant zu Gericht Eberhard, mit dem ich wenige Jahre vorher noch die Schulbank gedrückt hatte, verwehrte ihm heftig aufgeblasen den Kontakt.
Eberhard war es, der meine Korrespondenz mit List und Lupe nach geheimen Botschaften und verräterischen Chiffren absuchte.
Es war vorstellbar, daß er im Untersuchungsrichter verfehlte Hoffnungen nährte, die meine Entlassung nach ein paar Monaten Untersuchungshaft noch lange schmerzhaft hinauszögerte.
Ich könnte nicht vollständig ausschließen, daß mein Dasein im gesetzfreien Hausarrest auch zum heutigen Tage Eberhard, dem ehrgeizigen Ritter zu drei Rädern in der Kautschukrüstung, anzurechnen wäre.
Ein beachtlicher Stapel Manuskripte aus jener Zeit blieb jedenfalls verschollen.
Zur Auffrischung:
1979 war Dr. Bruno Kreisky österreichischer Bundeskanzler, Staatspräsident war Rudolf Kirchschläger. Willy Brandt war Kanzler der Bundesrepublik Deutschland.
1979 war Jimmy Carter Präsident der USA, in Großbritannien wurde Margaret Thatcher Premierminister; Präsident der Sowjetunion war Michail Gorbatschow, französischer Präsident Valéry Giscard d’Estaing.
Wiener Bürgermeister war Leopold Gratz (SPÖ), in Graz herrschte ein Jahrzehnt lang Dr. Alexander Götz von der FPÖ.
Steirische Landeshauptleute waren Friedrich Niederl, 1980 gefolgt von Josef Krainer jun., der niederösterreichische Amtskollege hieß Andreas Maurer (ÖVP).
Als Justizminister folgte … 1983 Harald Ofner (FPÖ) Christian Broda von der SPÖ, Innenminister war Erwin Lanc, SPÖ.
Am 1. Mai 1981 wurde der Wiener Kulturstadtrat Heinz Nittel von einem Terroristen der palästinensischen Gruppe Abu Nidal ermordet.
Am 6. Oktober 1981 wurde in Kairo der ägyptische Staatspräsident Anwaar-el-Sadat von Mitgliedern seiner Leibgarde ermordet.
Am 9. Oktober 1981 beging der ehemalige österreichische Verteidigungsminister Karl Lütgendorf unter ungeklärten Umständen Selbstmord.
Vielleicht.
Zwischen zwei Gefängnisaufhalten von einem Jahr Dauer verbrachte ich drei Jahre in völliger Planlosigkeit.
Ich hatte kein richtiges Zuhause und wußte wenig mit mir anzufangen.
Ich hatte nicht einmal mehr einen gültigen Reisepass, obwohl ich davor schon in London, Paris, Südfrankreich, Rom, Athen, Istanbul, und sogar in Ägypten gewesen war.
Hin und wieder ließ mich die Mutter ein paar Tage lang bei sich wohnen, später gelegentlich der Vater.
Die Eltern waren sich darüber einig, daß ich längst erwachsen wäre.
Die praktische Unmöglichkeit, einen tragbaren Job zu ergattern, hing mir wie eine eiserne Kugel am Fußgelenk.
Ich trank Bier um Bier, schluckte Aufputschpillen, griff mir ein Moped, stellte mich an die B 54 und stoppte nach Wien, schluckte mehr schnelle Pillen, kiffte, verkaufte ein paar Plätzchen Haschisch weiter, und trieb mich herum.
Da und dort fand ich für ein paar Tage oder Wochen Unterschlupf.
Bei Gelegenheiten nahm ich Heroin und andere Drogen, und kochte später Mohnkapseln aus.
Wenn die Akkus leer waren, nahm ich manchmal zwei, drei Barbiturat-Tabletten gegen den sich aufblähenden Horror und vergaß, wer und wo ich war.
Mehrmals landete ich in psychiatrischen Stationen, wo ich mit starken Neuroleptika zwangsbehandelt wurde und nach ein paar Tagen wieder über die Mauer kletterte.
Vor gravierenden kriminellen Handlungen schreckte ich zurück, gerade einmal stieg ich bei einem Arzt auf den Balkon, schlug eine Scheibe ein und stahl zwei Hände voll Suchtgiftampullen und ein Sackerl rezeptpflichtige Medikamente.
Ein Bekannter, der mir den Tipp gegeben hatte, verriet mich, und ich wurde zu einem Jahr Haft verurteilt.
Später ließ ich mich zu einer Langzeittherapie überreden, die ich unterbrach und im folgenden Jahr noch einmal begann, bis ich schließlich erkannte, daß dort niemanden geholfen wurde.
Wenn ich als Kind oder Jugendlicher darüber in Kenntnis gesetzt worden wäre, daß es jüdische Verwandte gab, hätte ich möglicherweise mehr Wertschätzung für mein Dasein und andere Menschen entwickelt.
Vielleicht hätte ich in einem anderen Schultyp etwas darüber erfahren.
Hätte sein können.
(Der Vater sagte einmal über Juden, daß man von Juden nichts haben könnte. Er empfahl mir in späteren Jahren einmal das Buch „Memoiren eines Antisemiten.“ von Gregor von Rezzori.)
Psychogeriatrisches Hampelspiel um Ehrgeiz und Eifersucht unter den Gescheiterten.
„Der Joe dämpft alle Ratten aus – wie die Bazillen!“ beschied Heuer voll Überzeugung, und schlug mit der Faust in die offene Hand.
Er war mit dem Mittagessen aus dem Grazer Landesgericht für Strafsachen gekommen, um ein paar Monate abzubrummen, wuchtete seinen Binkel in den Haftraum und wußte seufzend mittels einer Handvoll jämmerlicher Zigarettenstummel in einer zerknüllten Packung „Spezial Landtabak“ Versorgerinstinkte zu wecken.
Er erschien allerdings in geheimnisvoller Mission, die Lage zu erkunden, Neuigkeiten von draussen und drinnen zu verbreiten, und dabei Unfrieden auszustrahlen.
Im Laufe von ein paar Tagen gelang es ihm, sich wieder aufzurichten.
Wenn er in einer anderen Zelle eine bessere Partie finden konnte, begehrte er Verlegung, und stand im lockeren Drillich, mit Geschirr und Bettzeug in der Justizwachekotze, für einen neuen Tag lang im Mittelpunkt.
„Ihr seid’s leiwande Hawara.“
An dem Finger, mit dem er herüberzeigte, fehlte ein Glied.
Daß sich ein Vierteljahrhundert später das politische Österreich ähnlich präsentieren könnte, wie es im kleinen Mustergefängnis am Hange des Grazer Schloßbergs skizziert wurde, war damals nicht absehbar gewesen.
Heute beschäftigt der Staat in aller Öffentlichkeit Rechte, um gegen Linke vorzugehen, und Menschen, gegen die justament zivilgerichtliche Todesurteile verhängt worden sind, müssen zur Wahrung der schiefen Optik zu Staatsfeinden erklärt und langsam zwischen den Wänden ihrer Zellen zermalmt werden.
Jeder Tag ist ein Provokationsmanöver durch das Bureau für Innere Angelegenheiten, das zur Zeit über keine feste Adresse verfügt.
Übergriffe kann man nicht ausschließen.
Die Wahrnehmung dieser Wirklichkeit vexiert zwischen Traurigkeit und Aberwitz.
Ich hätte in Untersuchungshaft, Anfang der achtziger Jahre vorigen Jahrhunderts, das Babygesicht einer Milupa-Werbung in einem Büchlein der Serie Readers Digest Best in diabolischer Weise übermalt.
Weiters hätte ich LSD-Trips häufig genommen.
Es gibt Einzelschicksale, die von den Studierenden ferngehalten werden müssen.
Ihr Vaterland soll ihnen erscheinen wie es der ORF retouchiert.
Die Position dieser kleinen Wohnung entspricht der eines Staubfängersackes an einem pneumatischen System.
Man wird chronisch krank.
Die Entlüftungsanlage saugt im Sommer wie im Winter aus dem Müllraum an.
Die Belastung durch Bakterien, Pilzsporen und Keime kumuliert, und stellt das Immunabwehrsystem auf Dauerbelastung.
Unter solchen Bedingungen lebten Menschen nicht lange, sie wurden krank und starben bald.
Hinter dem Holz, das gemütlich machte, verbargen sich Wanzen.
Eines Tages lag jemand mit Lungenentzündung im Fieber, und ein anderer stellte ihm eine entsicherte Kartusche mit Ungeziefer-Ex unters Bett.
Nach einer solchen Kur bleibt etwas zurück, das sich anfühlt, als wäre der Kopf in einem Schraubstock festgehalten worden, und weitergedreht, bis es knackte.
Sind Sie vielleicht aus der katholischen Kirche ausgetreten?
Das gepflogene laissez-les-dames-faire mit Räucherwerk ist ein Skandal.
In Österreich müssen bestimmte Personen Cannabisartiges konsumieren – wenn die zuständigen Behörden das wollen.
Immer wieder werden Substanzen vorsätzlich in Beziehungen eingeschleust, in der ein Teil aus gesundheitlichen Gründen und zur Wahrung der sozialen Position gerne auf den Konsum verzichtet.
Die Kommunikationsqualität leidet - fehlt nur mehr die physische Anwesenheit der galant-geschlechterverstehenden singenden Säge zum extrem nervenziehenden „Oh mein Papa“.
So manche Frau mit Stimme schaukelt lässig auf dem Argument, daß Männer keine Ahnung davon hätten, wie Menstruations- und Klimabeschwerden sich auf ihr Befinden auswirkten.
Jene Damen verstoppeln schnell die Ohren, wenn man von Schutzgelderpressern zu berichten weiß, die an bekannten Umschlagplätzen Cannabis in kleinen Dosen, aber durchaus im großen Stil, unter die Leute bringen, und von ihren Kollegen im Außendienst, die auf der Heimfahrt Verkehrsunfälle verursachen, um Abschleppdiensten und erstklassigen KFZ-Mechanikern Einkommen zu verschaffen, sowie stehenden Kontakt, über den sich manch wertvollere Karosse doch noch gegen das legendäre Damenfahrzeug vertauschen liesse.
Die lockere Klammer auf ewige Forderung nach Freigabe von Medizinalhanf Klammer zu ist eine Sache, die Gesetzgebung bzgl. illegaler Drogen eine andere.
Leute, die in Österreich ein Nationalratsmandat vertreten, haben leichter reden.
Ihnen stehen mehr Möglichkeiten offen, sich anders zu arrangieren.
Niemand würde ihnen die Wohnungstür eintreten, noch heimlich nachsperren, noch ihre Beteuerungen anzweifeln, nur einmal im Leben an einem Joint angezogen zu haben, worauf ihnen furchtbar schlecht geworden wäre, und sie niemals mehr einen dieser Käsesstängel angerührt hätten.
Daß sie sich mitunter Drogen zustecken ließen, die sie niemals konsumieren würden, ist ein Gerücht.
Wenn die Schutzgelderpresser einen Verkehrsunfall ankündigen, und die Frau Parteivorsitzende nebst Frau Verkehrsstadtrat im ORF hintergründig wispeln:
„Dann streiten wir eben weiter…“ – ist das nur eine Koinzidenz.
Weiter nichts.
Es gibt aber auch Menschen, die eine extralange Marmeladebrote-Demokratie im Setzkasten nicht wollen.
Die sagen: Lassen Sie sich von den Grünen nicht in den Wald locken.
Sie wissen, warum.
— EURE KRÄUTER SIND SCHEISSE —
„Pimmel auf den Tisch.“
Wenn es um Schutzgelderpressung geht, sind unsere Behörden und die politisch Verantwortlichen gerne schwer von Begriff.
Immerhin sitzen die Erpresser im Nationalrat und berufen sich auf im Durchschnitt unterstellbare Schulden, auch wenn gar keine vorliegen.
Man bietet den Geldaufstellern für die erste interurbane Magnetschwebebahn Europas, Teilstrecke mittleres Murtal, die Möglichkeit, im ORF aufzutreten und die Ratsche zu schwingen.
Erneut wurden wir diskret über die Möglichkeit eines Verkehrsunfalls in Kenntnis gesetzt.
Besser, sie hängen als Schutzengerl am Rückspiegel und fahren mit, Frau Minister.
Vielleicht sollten Sie sich einmal mit dem angerissenen Thema auseinandersetzen, bevor die Amtskollegin österreichische Staatsbürger zu Dummies dämlicher sicherheitspolitischer Vorkehrungsmaßnahmen macht.
Henko und Schenko.
G’witztheiten der alten Landsknecht’.
Heute:
„Gib’ einem falschem Hundling eine letzte Chance und er bringt morgen sein’ Zwillingsbruder mit.“
… und in Graz gibt’s Original Schloßbergkugeln. Die sind auch sehr gut.
They sell one and a half litres of canned stuff for two bucks.
Zu einer Zeit, in der andere schlau oder hart am Ausbau ihrer Karriere arbeiteten, war ich zwar arbeitsfähig, aber Alkoholiker.
Zum Glück habe ich mir niemals angewöhnt, mich als Alkoholiker vorzustellen, sonst wäre ich es wohl geblieben, und Präsident Musalek, hinter einer großen roten Nase unschwer zu erkennen, hätte mich schon mehrmals zum Delir’ in Kalksburg - mit einem mächtigen Schaumgummihammer auf den Kopf – willkommen geheissen.
Am Tag des Höhepunkts meiner Trinkerkarriere trank ich 13 Halbeliter Bier innerhalb von 12 Stunden.
Wenn man diese Marke überschritten hat, könnte man bis zum Ende mit 50 ununterbrochen weitertrinken, wären da nicht die Begleiterscheinungen wie krankhafter ständiger Wasserdrang und Zusammenbruch der Darmflora, sowie eine Gewichtszunahme, die es unmöglich macht, seine Kleidung en passent beim Sportsweardiskonter zu erwerben.
Meiner Liebe zur Heimgartenkultur ist es zu einem guten Teil zu verdanken, daß es mir gelang, meinen Alkoholkonsum auf mehr als die Hälfte zu reduzieren und moderat auszuschleichen.
Wer die Sensibilität einer klassischen Cannabiskultur schätzt, weiß, daß Alkohol und Cannabis nicht zusammenpassen.
Das ist in der Hohen Zeit von Spice und Methamphetamin beinahe in Vergessenheit geraten.
Heute kann niemand mit Sicherheit sagen, ob das beängstigend wirksame Marihuana vom Schwarzmarkt nicht aus legalem Low-THC-Hanf und legal hergestellten synthetischen Cannabinoiden besteht.
Mir reichte eine gepflegte aromatische Orientzigarette aus dem Auslegergärtlein, um das ewige Rad des Ganges zwischen Kühlschrank, Fernseher und Klo anzuhalten.
Andererseits macht die durch Cannabis abrupt hervorgekehrte Empfindlichkeit anderen Menschen gegenüber Probleme, als die Achtlosigkeiten, Banalitäten und Dummheiten im Verlauf menschlicher Kommunikation, insbesonders am Arbeitsplatz, sowie beim sozial entscheidenden After-Work-Entertainment, der Seele schmerzhaft bewußt werden.
Man tritt den Rückzug ins Private an.
Paare widmen sich mehr dem Intimen, ein Kindlein wird geboren, und oft wird auf diesem Weg das soziale Ruder des Lebens in einer Weise herumgerissen, welches ein Dasein im erwerbsfähigen Durchschnitt ermöglicht.
Wenn jedoch der Kindersegen ausbleibt und ein Auge des Gesetzgebers einen gut begrünten Balkon und afrikanische Arbeitskollegen – ein paar perfide Gerüchte zum Darüberstreuen – zum Anlaß genommen hat, den Vernichtungskrieg gegen unter politische Quarantäne gestellte Mitmenschen auszurufen, kann es durchaus sein, dass Scharmützel zum Stellungskrieg ausarten und bis zum endgültigen Ausbruch des dritten Weltkriegs andauern werden.