CatCam

Popcorn Planet

Typus bipolare Störung: Aufgaben des Menschen.

Die Welt des erweiterten Bewußtseins ist eine virtuelle Welt ohne Grenzen.

Die Assoziationsfähigkeit sprengt den Rahmen des normal Beschränkten, als wäre ein mysteriöser Sinn aktiv.

Man erkennt Menschen aus der Ferne der Verwandschaft, selbst wenn es sich um andere Personen handelt.

Die Welt erscheint bisweilen magisch, von Kräften beeinflußt, welche den Gesetzen exakter Wissenschaften zu widersprechen scheinen.

Bilder werden projiziert, aus feinen Lichtpartikeln, den durch manche Drogen hervorgerufenen Traumbildern vergleichbar.

An anderen Tagen herrscht Bedrückung vor, Schmerzen, das Gefühl, an einer organischen Krankheit zu leiden, einer Infektionskrankheit des Gehirns oder der Gehirnhaut.

Das gesamte Nervensystem wird fühlbar.

Man spürt, wie die Energie, verbleiben von einem Urknall, schwindet wie aus einem Ballon, obgleich ein vernünftiges Haushalten mit dem verbliebenen Guthaben die Lage relativ stabilisiert.

Hat man diese Ebene erreicht, macht es keinen Sinn mehr, dagegen aufzubegehren, indem man sich etwa den Gedanken einer Heilbarkeit suggerieren ließe.

Zu viel Energie wird von der Gesellschaft zur Ausübung sadistisch motivierter Experimente verschwendet.

Mäßigung und Rückzug sind Mittel der Wahl.

Der Versuch der Mitteilung bleibt legitim.

Eindrücklich beherbergen Hirnanhang- und Zirbeldrüse brachliegende Strukturen, Membranen, potentielles Reservoir.

Manche Lebewesen entwickelten ein Atemloch, andere ein Horn.

Wäre der Mann ideal, könnte er in seinem Schädel Perlen hinterlassen.


Krieg der Knöpfe.

Halloween mit Onkel Karl und Onkel Andreas.

Zeit ist ein Abschnitt der Strecke, den ein Beobachter auf einem Objekt im Verlauf seines Lebens in dem das Objekt umgebenden Raum zurücklegt.

Zeit ist eine Wahrnehmung von Bewegung, ohne Größe.

Die Zeit endet mit dem Tod des Beobachters.

Sie dient der Umwandlung von vorhandener Materie, kann aber auch ungenützt bleiben.

Meine Lieblingsspielzeuge sind von Microsoft – sowie kompatible Anwendungen.

Ein gutes Microsoft-Betriebssystem, aber auch allerlei Programme, kann man eine gute Zeit lang kostenfrei testen – einmal erworben, sind sie - mit wenigen Ausnahmen – 10 Jahre lange von Wert.

Ich kann damit alles machen, was mein Leben in Ordnung hält, berechenbar - und meine Wahrnehmungen konservierbar.

Das Internet läßt mich in einem Ausmaß am sozial wichtigen Informationsaustausch sowie am kulturellen Leben teilhaben, wie es mein bißchen Taschengeld in vivo niemals zuließe.

So gesehen hat Microsoft einen wesentlichen Anteil daran, daß mein Dasein einigermaßen normal verläuft, und nicht vorzeitig an völliger Desorientiertheit gescheitert ist.

Ich wüßte von keinem segensreicheren System als dem Personalcomputer am Internet, das jemals System in mein Leben gebracht hätte.

(Sie müssen an dieser Stelle nicht darüber nachdenken, wo man mich … beruflich integrieren könnte.)

Ein Überwachungsstaat, der das Internet als Gefahrenquelle outet und wenig anderes im Schilda führt, als seinen Usern plumpe Fallen zu stellen, um sie in exekutierbare Randbereiche zu locken, tut seinen Bürgern auch sonst wenig Gutes.

Als wollte man das Internet wenigen Sonder-Priviligierten vorbehalten – Providern, Politikern, Rechtsanwälten, Rotlichtmonarchen - wie illegale Drogen und Pornografie.

Es gibt Suggestionskampagnen, deren Ziel es ist, einen Internetanschluß mit der freien Verfügbarkeit von Suchtgift gleichsetzen zu wollen, und dem Ziel, Millionen von Internetusern anzuklagen, mit diesem Medium nicht umgehen zu können.

Es geht weder darum, gegen Menschenhandel noch gegen Kindesmißbrauch zu Felde zu ziehen, sondern um Masturbation.

Eine völlig verzweifelte Mutter  hatte sich bei einer katholischen Sozialarbeiterin darüber beklagt, daß das Kind, das später zu Drogen gegriffen, häufig masturbiert hätte.

Das Internet ist ein Medium, das lustauslösend sein kann.

Ausgelöst werden sollen zwar Kauflust und die Lust, Informationen preiszugeben.

Die Möglichkeit, sexuelle Erregung zu erzeugen, bleibt indes von den Komplexen mit dem Internet befaßter PolitikerInnen verbissen handüberdacht - und mit Verfolgung bedroht.

Das führt dazu, daß die innere Privatsphäre von Menschen Ziel staatlicher Überwachung wird, wo die Profiteure des Lustgewinns die Überwacher sind, während bei den Überwachten ständig Gefahr im Verzug ausgerufen wird.

Die Verfügbarkeit von Pornografie stellt die Rechtfertigung der Überwachung dar.

Behinderte, Kranke und weniger betuchte Mitmenschen, Studierende – alle wären Risikogruppen, die Gefahr liefen, aufgrund der leichten Verfügbarkeit von Erotika und Pornographie in den Extrembereich Kinderpornographie abzugleiten, Höllenwelten verbotenen Treibens mit Lynchpotential.

Vielleicht imaginiert die österreichische Frau Justizminister Täusend vor ihren Bildschirmen entblößte, aufgeregte Primaten, wenn sie höchstpersönlich als suspekt bemäkelte Seiten sichtet.

Mangels anderer Inhalte Kinderschutzkreuzzüge auszurufen – billig, bewährt und wohlbekannt.

Die Wahrnehmung des bis zum heutigen Tage beschleunigenden, aber unter den uns regierenden Menschen zunehmend restriktiv manipulierten Web, befindet sich auf einem beachtlich zurückgebliebenen Niveau.

Im Fall etwa von virtueller Kleinkunst, Digitalfotografie, Satire und Literatur, die nicht als Kulturbeiträge wahrgenommen werden dürfen, sondern als Hort möglicher Gefahren gedeutet werden müssen.

Richtige Künstler dürfen ins Internet, was aus dem Web kommt: TATÜ, TATA …

Kleingläubig, provinziell, dreikäsehoch – kommt mir das vor.

Wie bei den Waldwurzelzwergerln.

 

hanebüchen - hausbacken (?);  lexikal: unerhört, empörend.

– Narrenhände beschmieren Tisch und Wände.–


Schlechte Politiker und ihre Ausländerbanden.

Eine Regierung, die solche Mißverständnisse toleriert, gehört bloßgestellt.

Wenn in der abgehobenen Welt der Politiker dies und jenes beschlossen wird, um die Sicherheit im Lande zu verbessern, aber es kommt davon unten, bei der Bevölkerung nichts an, fragt man sich, ob es nicht notwendig wäre, mehr Widerstand zu leisten gegen ein Regime, das nur der Selbsterhaltung jener Privilegierten dient, deren Taktik es ist, Einschüchterung und Angst herrschen zu lassen.

Angst vor Verlust des sozialen Bodens, des Wohnraums, Angst vor Angriffen durch von den Hasspredigern des Landes mobilisierten Banden, Angst vor Lynchgelüsten eines durch billige Fernkommandos angestifteten Beschäftigungslosen-Subproletariats.

In Parks herumlungernde und pöbelnde Jugendliche entpuppen sich bei genauer Betrachtung als Österreicher, obwohl sie aufgrund ihrer Choreografie, Mode und akzentuierten Ghettosprache  als Ausländer identifiziert werden.

Diese Jugendlichen werden mißbraucht.

Sie werden erst zu Tätern und später zu Sündenböcken gemacht.

Sie haben eine mangelhafte Schulbildung, keine Beschäftigung und leben als Zuwandererkinder in einer Zwischenwelt, die sie nur urkundlich als Österreicher ausweist, ansonsten haben sie kaum Identität.

Diese „Yugo- und  Türkenjugendlichen“ besitzen die österreichische Staatsbürgerschaft, aber wenig Erziehung, und die Kenntnis unserer Sprache ist begraben unter Frust, Langeweile und Perspektivenlosigkeit.

Es ist nicht schwer, diese jungen Leute in Versuchung zu führen, genau jener Rolle zu entsprechen, in der sie vor allem der von modernen Kommunikationsnetzwerken abgeschottete Österreicher sehen will:

Als motorisch unruhige, stänkernde Ausländerflegel, angesichts derer alte Leute Angst beklagen, nicht wie in der guten alten Zeit durch ihren Park spazieren zu können.

Jemand sagt zu ihnen: „Miro und Zako! Da oben wohnt Kinderschänder – sagen, Yugo stinken wie Mist.“ 

Er pflanzt ihnen watscheneinfach einen schlechten Gedanken in den Kopf, gegen ihre Langeweile - während er sie im selben Atemzug für sehr dumm verkauft.

Diese Jugendlichen – Generation  Gastarbeiterenkel - stehen im schlechten Einfluß  der Jugendkader von Rechtspopulisten bzw. unterstehen sie deren Kommandos.

Seit drei Generationen gibt es für viele dieser Menschen in Österreich kaum freundliche Ansprache.

Für allerlei Hooligans und Skinheads, die sich heute nur mehr zu besonderen Anlässen die Köpfe scheren, wie jene für ihre alten Herren waren, sind sie die Bugeln.

Wenn sie eine bessere Ausbildung erfahren könnten, wüssten sie darüber Bescheid, und würden sich anders positionieren.

Sie wüßten, das es für sie Rechte und Ansprüche gibt, Möglichkeiten - aber auch Ordnungen, an die sie sich halten müssen, wenn ihnen ihre Leben etwas wert sind.

Daß Vorstrafen hier tödlich sein können.

Man kann in diesem Zusammenhang festhalten, daß Jugendliche aus  islamischen Kreisen der Gesellschaft, mit einer kultivierten Erziehung, weniger Schwierigkeiten bereiten als vielfach böswillig unterstellt.

Das ist eine Tatsache, die zu akzeptieren uns eingesessenen Österreichern dringend not täte.

Wie müssen uns anstrengen, viel genauer hinsehen und zuhören.

Und Widerstand leisten dem Einfluß, den miese Einflüsterer auf unsere Gesellschaft ausüben, inhaltschwache und schleissige 32-bit Politiker, Phrasenrepetierer, die sich ohne Mandat ins Parlament setzen, hintergründig spastisch im ORF Lamellen kurbeln, und Visitenkarten verteilen, sie wären Abgeordnete zum Nationalrat.

Leute, die unseren Jugendlichen Sand in die Augen streuen - und denen unserer Nachbarn Messer in die Hand drücken.

 

 Linkspartei statt Rechtsabsturz, in grünen Wollsocken.

 

watsch(n)en – ohrfeigen

Bugel – Buckel, Knecht; fig. auch Brotneige

Lamellen – (orig. fr.-lat.) – Blättchen, Rippen, „oberlehrerhaft“ für Rollläden, Jalousien.

schleissig – verschlissen, abgenützt, wertlos


E Pluribus Unum

Einfach keine Rechtfertigung.

Wer mehr als einmal von sich gibt, Österreicher zu sein und sich trotzdem links der Mitte einreiht, muß sich bald den Vorwurf gefallen zu lassen, kleinkariert und selber ein Nationalist zu sein.

Wenn ich betone,  Österreicher zu sein, will ich darauf hinweisen:

Daß der Gedanke, Europäer und Weltbürger zu sein, aufgrund der eigenen Geschichte und Selbstwahrnehmung nicht fremd sein muß.

Daß man die österreichische Identität nicht als Derivat eines superioren Deutschtums oder Seppelknechtschaft des organisierten Verbrechens wahrnehmen darf.

Daß ein Österreicher einen anderen Glauben haben kann.

Daß österreichische Europäer kulturell tolerant und dem Ideal des Friedens zugeneigt sein können, ohne sich von angedrohten Gewalten einschüchtern zu lassen.

Die Bemerkung, wer nichts arbeite, könne auch keine Fehler machen, ist überflüssig.

Darin schlummert die Verwünschung, die soziale Wirklichkeit verschlechtert sehen zu wollen, damit es Menschen, denen es gerade noch gut geht, schlechter geht, damit es noch mehr Menschen gibt, auf die man mit dem Finger zeigen und selbstgefällig kommentieren könnte:

„Sehen Sie sich nur diese hilflosen Krüppel an.“

Das ist ein infantil-elitäres Wunschdenken, die österreichischen VolksvertreterInnen nicht ansteht.

Jemandem Verwahrung mit Freigang zu verschaffen und sich darüber enttäuscht zu zeigen, daß das angekündigte Versagen auch in dieser Lebenslage nicht eingetreten ist, zeugt von einer dem Schüssel’schen Zynismus schmeichelnden, menschenverachtenden Einstellung fernab liberaler und sozialer Denkschulen, ferne auch dem eingeschworenen Ideal von rechtsprechender Gerechtigkeit.

Und mit dem katholischen Glauben genau im Zentrum kann es nicht weit her sein, weil der Herrgott des Christentums kein geisselnder, Schmerzen zufügender, sondern ein Einsichtiger wäre.

 „Wer zu wenig Angst hat, wird faul.“

Die Justamentformel 12 x satt 14 x Mindessicherung ist jedenfalls programmiertes Scheitern.

Herauszuhören ist, daß jede/r Mindestbesichterte in der Lage sein müßte,  einen Betrag in der Höhe von  ca. € 1500,– für die Mehrbelastungsmonate irgendwie aufzustellen.

„Müssen’s halt zu Weihnachten Schneeschaufeln gehen.“

Das nenne ich verantwortungsschwach.

Franz Gänser 


Scheisse

Der politische Traum.

Hatte in den Morgenstunden einen beklemmenden Traum, mit vielen Menschen in einer Schwimmhalle eingesperrt zu sein, während alle Zugänge verschlossen und abgedichtet wurden und kein Raum zum Verstecken blieb.

Ein nach Art eines Imkers Vermummter stellte mir mit einer Mehltaukanone nach, und versuchte mich mit ätzendem Petroleum zu besprühen.

Später befragte ich auf einem Korridor einen Abgeordneten zum Nationalrat, welcher mir seinen ehrlichen guten Rat gab, nicht wählen zu gehen.

Der Mann hatte einen heftigen Mundgeruch – und zog ich vermittels der demonstrativen Eitelkeit, die dem Ratschlag innewohnte, den Schluß, es wäre sinnlos, Leuten, die man aufgrund der Bedeutungslosigkeit ihrer Aussagen als bedeutungslos eingestuft hat, eine weitere Chance zur persönlichen Sympathiefindung erteilen zu wollen.

Arsch bleibt Arsch – auch wenn er sich ein freundliches Gesicht über die Backen malen läßt.

Die Geruchsempfindung konnte als frühmorgens anständig eingeschissenes Katzenklosett identifiziert werden.

 

Unser neues Microsoft Office 7-Word kann was. Richten Sie Steve Ballmer aus, ich bin sehr zufrieden.

Scheisse: Vulgärsprache


Ratschen und Qua(r)k.

„Pimmel auf den Tisch.“

Wenn es um Schutzgelderpressung geht, sind unsere Behörden und die politisch Verantwortlichen gerne schwer von Begriff.

Immerhin sitzen die Erpresser im Nationalrat und berufen sich auf im Durchschnitt unterstellbare Schulden, auch wenn gar keine vorliegen.

Man bietet den Geldaufstellern für die erste interurbane Magnetschwebebahn Europas, Teilstrecke mittleres Murtal, die Möglichkeit, im ORF aufzutreten und die Ratsche zu schwingen.

Erneut wurden wir diskret über die Möglichkeit eines Verkehrsunfalls in Kenntnis gesetzt.

Besser, sie  hängen als Schutzengerl am Rückspiegel und fahren mit, Frau Minister.

Vielleicht sollten Sie sich einmal mit dem angerissenen Thema auseinandersetzen, bevor die Amtskollegin österreichische Staatsbürger zu Dummies dämlicher sicherheitspolitischer Vorkehrungsmaßnahmen macht.

Henko und Schenko.

 G’witztheiten der alten Landsknecht’.

Heute: 

„Gib’ einem falschem Hundling eine letzte Chance und er bringt morgen sein’ Zwillingsbruder mit.“

… und in Graz gibt’s Original Schloßbergkugeln. Die sind auch sehr gut.


Prost, Prost meine Herren.

They sell one and a half litres of canned stuff for two bucks.

Zu einer Zeit, in der andere schlau oder hart am Ausbau ihrer Karriere arbeiteten, war ich zwar arbeitsfähig, aber Alkoholiker.

Zum Glück habe ich mir niemals angewöhnt, mich als Alkoholiker vorzustellen, sonst wäre ich es wohl geblieben, und Präsident Musalek, hinter einer großen roten Nase unschwer zu erkennen, hätte mich schon mehrmals zum Delir’ in Kalksburg - mit einem mächtigen Schaumgummihammer auf den Kopf – willkommen geheissen.

Am Tag des Höhepunkts meiner Trinkerkarriere trank ich 13 Halbeliter Bier innerhalb von 12 Stunden.

Wenn man diese Marke überschritten hat, könnte man bis zum Ende mit 50 ununterbrochen weitertrinken, wären da nicht die Begleiterscheinungen wie krankhafter ständiger Wasserdrang und Zusammenbruch der Darmflora, sowie eine Gewichtszunahme, die es unmöglich macht, seine Kleidung en passent beim Sportsweardiskonter zu erwerben.

Meiner Liebe zur Heimgartenkultur ist es zu einem guten Teil zu verdanken, daß es mir gelang, meinen Alkoholkonsum auf mehr als die Hälfte zu reduzieren und moderat auszuschleichen.

Wer die Sensibilität einer klassischen Cannabiskultur schätzt, weiß, daß Alkohol und Cannabis nicht zusammenpassen.

Das ist in der Hohen Zeit von Spice und Methamphetamin beinahe in Vergessenheit geraten.

Heute kann niemand mit Sicherheit sagen, ob das beängstigend wirksame Marihuana vom Schwarzmarkt nicht aus legalem Low-THC-Hanf und legal hergestellten synthetischen Cannabinoiden besteht.

Mir reichte eine gepflegte aromatische Orientzigarette aus dem Auslegergärtlein, um das ewige Rad des Ganges zwischen Kühlschrank, Fernseher und Klo anzuhalten.

Andererseits macht die durch Cannabis abrupt hervorgekehrte Empfindlichkeit anderen Menschen gegenüber Probleme, als die Achtlosigkeiten, Banalitäten und Dummheiten im Verlauf menschlicher Kommunikation, insbesonders am Arbeitsplatz, sowie beim sozial entscheidenden After-Work-Entertainment, der Seele schmerzhaft bewußt werden.

Man tritt den Rückzug ins Private an.

Paare widmen sich mehr dem Intimen, ein Kindlein wird geboren, und oft wird auf diesem Weg das soziale Ruder des Lebens in einer Weise herumgerissen, welches ein Dasein im erwerbsfähigen Durchschnitt ermöglicht.

Wenn jedoch der Kindersegen ausbleibt und ein Auge des Gesetzgebers einen gut begrünten Balkon und afrikanische Arbeitskollegen – ein paar perfide Gerüchte zum Darüberstreuen – zum Anlaß genommen hat, den Vernichtungskrieg gegen unter politische Quarantäne gestellte Mitmenschen auszurufen, kann es durchaus sein, dass Scharmützel zum Stellungskrieg ausarten und bis zum endgültigen Ausbruch des dritten Weltkriegs andauern werden.


Search Engine Terms

These are terms people used to find your blog – Bilanz eines Jahres

2008-09-01 to Today

   
mikropenis 208
beschneidung 143
futschlecken 98
fut schlecken 88
hodenfolter 88
catcam 79
kinderwichsen 62
erektionstraining 58
mösenschleim 57
selbstbefriedigungstechniken 54
nasse fut 47
penis 37
hoden foltern 33
dronabinol 29
geile fut 25
mikro penis 24
hydal 23
abgewichst 20
captagon 19
beschneidungen 17
beschnittenes glied 17
mikrophallie 16
androgynie 16
lebensuntüchtig 14
hoden folter 12
missgeburten 12
invaliditätspension 12
angel dust 11
tubifex würmer 11
kind mit kegelkopf 11
geöffnete schamlippen 10
santorini 10
bubeneichel 10
geilefut 9
lasst die schwänze wie die bienen sein 9
joker posten 8
cat cam 8
ferienlagerlieder 8
optimale penisform 8
beagle boys 7
schamlippen foltern 7
betende hände 7
kinder wichsen 7
morphinistenseite 7
arschkappelmuster 7
frauenmörder haas 7
lass die schwänze wie die bienen sein 7
natriumpenthatol 6
miteinander masturbieren 6
onanie 6

Just a note: we don’t count your own visits to your blog.

Generated 2009-09-01 08:07:45 UTC


Filzpatscherln

Lächerlichkeiten im Land der Schweissfuss-Apatschen.

Nahe den Gipfeln der Sauregurkenzeit 2009 gibt es hier so viele Nazis wie nie zuvor.

Ich verwende die unangenehme Bezeichnung für Leute, die ausländerfeindlich, antisemitisch, rassistisch, minderheitenfeindlich, sogar tierfeindlich denken und agieren, sowie verbal und heimtückisch offensiv einzelne Menschen terrorisieren oder fortlaufend zu provozieren versuchen.

Man kann sie kaum bestimmten Gesinnungsgenossenschaften zuordnen, es sind Leihnazis aus dem gesamten politischen Spektrum.

Leute, deren politische Sprecher sich auf Heftigste dagegen verwehren, Nazis zu sein oder mit der Ideologie von Nazis in Verbindung gebracht zu werden.

Das Tragen von zwei Gesichtern charakterisiert zur Zeit einer Weltwirtschaftskrise das, was von Österreich noch übrig ist.

Man wollte ja gern anders sein - aber es wäre vielleicht lebensgefährlich, also bellt man lieber mit den lauten Hunden mit.

Ganz persönlich, im höchsteigenen Umfeld, wäre es anders, da wäre man aufgeschlossen, liberal, friedliebend und tolerant, man schätze die Gemütlichkeit und den Gesang.

Typisch österreichische Eigenschaften eben, und weit, weit entfernt von Nazi-Ideologie.

Österreich führt als totalitäre Scheindemokratie innerhalb Europas kein Inseldasein.

Die ganze Welt wird von einem großen Fragezeichen überschattet.

Sorgen haben Österreichs Psychiater: Sie beklagen, daß die Österreicher zu viele Psychopharmaka schlucken, und daß die Gebietskrankenkassen Psychotherapien nicht ausreichend finanzieren.

Streitpunkt sind nicht nur ausgebildete Mediziner, die beklagen, verglichen mit anderen Fachärzten, zu wenig Geld zu verdienen, sondern auch Psychologen und KASOZ-AbsolventInnen, die über gute Beziehungen oder nach medizinischen Scheinausbildungen als Heilbefugte ihre Leistungen den Gebietskrankenkassen verrechnen.

Schutzgelderpressung auf halbakademisch.

Psychopharmaka wären das Doping des kleinen Mannes, lässt uns der ORF zum Thema wissen.

Womit dopt der große?

 

Reminiszenz


Pluralitaeten

Vor uns verdrängte Angst. 

Ich gehöre zu den Leuten, die zur Zeit wenig Positives wahrnehmen.

Aus dem Elternland Gutes zu berichten, fällt mir mangels Gelegenheiten nicht leicht.

Erfolgreiche Leistung zum Wohle des Menschen und der Gemeinschaft will jedoch verkündet werden.

Operationen am Auge sind – wie es aussieht – mit Erfolg verlaufen.

Es ist kein Wunder geschehen, und es war nicht Jesus Christus oder sein Stellvertreter, der mit einem Hubschrauber eingeflogen wurde, um mich sehend zu machen.

Ich bin nur als österreichischer Staatsbürger medizinisch so behandelt worden, wie mir einst in der Grundschule vermittelt worden war:

Kompetent und modern, grundberechtigt - nicht zur Belohnung oder als Strafe, ohne nervenärztliche Umleitung und ohne psychologischen Rechtsdrall.

Die Behandlung in der Augenklinik des Wiener Hanusch-Krankenhauses erfolgte weitgehend ohne Anlaß zu Beschwerden.

Ich fühlte mich gut versorgt und wurde stets auf dem Laufenden gehalten.

Alle dort Beschäftigten arbeiten vorbildlich in ihren Funktionen, und Hand in Hand, um Operationen an Menschen zu organisieren und ihren Aufenthalt angenehm zu gestalten.

Dafür muß ich ein Lob aussprechen, in Zeiten wie diesen.

Ich war an grauem Star erkrankt.

Grauen Star bekommt man nicht, weil man oft Haschisch geraucht hat (Künigl-Syndrom nach chronischer Bindehautentzündung).

Er kann auch Menschen treffen, wenn sie gegen Hepatitis C mit Interferon behandelt worden sind.

Dagegen empfehlen sich heute, eine zeitgemässe optometrisch-medizinische Versorgung vorausgesetzt, Dauer-Sehbehelfe, künstliche Linsen in den Augäpfeln.

Bis Ende des vergangenen Jahrhunderts gab es nur die stark vergrößernde Katarakt-Brille, die zwanzig Dioptrien ausgleichen mußte, um die natürlichen Augenlinsen zu ersetzen.

Diese klassische Starbrille hatte den fundamentalen Vorteil, daß man damit zur Not ein Feuer hätte entzünden können, falls einmal das Notfeuerzeug verloren gegangen sein sollte.

Auf keinen Fall wird man mehr so gut sehen, wie man sehen würde, würde man so sehen, wie es Gott gefiel.

Die Fähigkeiten natürlicher Linsen, sich mithilfe der durch bioelektrische Impulse zu komplexen Bewegungen veranlassten Augenmuskulatur zu verformen, sind einzigartig.

In früheren Zeiten sahen viele Menschen ihr kurzes Leben lang schlecht oder erblindeten frühzeitig.

Schwachsichtig zu sein, war häufig Empfehlung an das Schicksal.

Maßgefertigte Sehhilfen gab es nicht, nicht einmal für die Wohlhabenden.

Wie alle behinderten Menschen nahmen Schwachsichtige kaum am sozialen Leben teil.

Im Altertum wurden myopisch Behinderte in sozialen Kulturen Schreiber, um überleben zu können.

Schreiben war politisch begehrtes Kunsthandwerk - was sich verkaufen ließ.

Ein moderner Gewohnheitsschreiber hat es im kleinen europäischen Österreich nicht leicht.

Darüber wollte ich heute nicht klagen.

Weil ich ein nervöser Mensch bin, und nicht gut schlafen kann in fremden Betten, noch dazu mit mehreren Menschen in einem Raum, erbat ich auf Nachfrage von der jungen Frau, die im Schwesterndienstzimmer den Nachtdienst innehatte, eine Schlaftablette.

Nach kurzer Rücksprache mit dem Oberarzt wurde sie mir gewährt.

Die Tablette, von schlanken Fingern auf meine Handfläche gelegt, war hellblau und bauchig geformt.

Sie sah aus – ich sehe schlecht – wie eine pharmazeutische Verschmelzung von Valium und Viagra.

Die Nachtschwester, eine elegante, andalusische Erscheinung, wünschte mir freundlich angenehme Träume.

Dann erschien meine liebe Gemahlin und brachte mir ein paar knusprige Nachtbiskuits.

Wie unterhielten uns voller Zuneigung, über Dinge des Alltags und des eigenen Lebens.

Später legte ich mich früh nieder und schlief durchgehend traumlos bis in den Morgen.

Die Schwester der Nacht stand an meinem Bett und pinselte sanft, reinigend, rund um mein Auge, mit einem feuchten, aromatisch riechenden Wattestab.

Im Erwachen erinnerte sie mich an eine einst liebe Freundin aus meiner Jugendzeit.

Ich stellte fest fest, daß ich auf diesem Auge wieder sehen konnte, nicht viel schlechter wie auf dem rechten.

Es hatte geregnet, doch die Sonne schien auf, irgendwo im tiefen Osten.


Sanostol

Lügen-Familie in der Medizinaldiktatur.

Die Mutter war vielleicht in dem Irrlauben aufgewachsen, daß die wertvollsten Bestandteile aller Nahrung als Fett gespeichert würden.

Von einer ausgewogenen Ernährung, von Eiweißen und Kohlehydraten, hatte sie als Kind, während des Zweiten Weltkriegs versteckt in einem Graben in der Umgebung von Graz aufgewachsen, keine Ahnung gehabt.

Dort hausten Menschen fast wie im Mittelalter in schindelgedeckten Hütten, zwischen dichten Urwäldern, ohne Strom und Leitungswasser: Beeren-, Pilz- und Honigsammler, Köhler, Schaf-und Ziegenhirten; zwischen Niederalmen und Murenhängen, eisigen Bächen und Wassermühlen, Wald- und Bergbauernbauernvolk in geflickten, gewendeten Hosen und Jankern und Holzschloapfen, urtümliche Menschen mit geschwärzten Gesichtern und Händen, für die Graz eine kaum erreichbare Hauptstadt in einer anderen Welt war.

Fingerbreit Butter auf einem dicken Keil Brot, Schmalz mit Grammeln nicht schmäler, versetzte die Mutter in Entzücken, welches sie auf dem Bauch liegend, durch Romane blätternd, mit großem Genuß verzehrte.

Die derbe Vorausschlussfolgerung, daß im Leben von zwei Kindern eines auf die Butterseite fallen müsste, leitete sie aus ihrem dualistischen Proviantlagerbewußtsein ab.

Beim kontemplativen Austunken von warmem Brat’lfett, dem entrückten Aussaugen von Markknochen, aus der abgestellten Rindsuppe gefischt, auf der die Fettaugen schwammen, dick wie die Nullen auf einer Greisslerauslage, schlug das Herz ihr höher.

Obwohl  meine allerersten Erinnerungen ein attraktiveres  Bild - das einer aufgeweckten, hübschen, lebenslustigen Frau reflektieren, die Haarschleife, Pettycoat und Schuhe mit Bleistiftabsätzen trug, hafteten altertümlich oder kindlich anmutenden Gewohnheiten wie Schatten aus vergangenen Zeiten an ihrer Persönlichkeit – als könnte sie sich davon nicht befreien, weder vom beidhändigen keuchenden Schlürfen aus Krügen statt des Trinkens aus Gläsern, noch vom Ansetzen der Milchflasche beim Öffnen des Kühlschranks, wobei ein Bärtchen Rahm an ihrer Oberlippe haften blieb, den sie mit einem kleinen Seufzer der Freude ableckte.

Die Mutter schwärmte voll inbrünstiger Begeisterung von unglaublichen Schlachtmählern wie dem Blut- und dem Türkentommerl.

Bei vielen Gelegenheiten wies sie  darauf hin, daß es im Krisenfall von oberster Notwendigkeit wäre, Meerschweine zu mästen und zu verspeisen, wobei sie im Dienste der Familiengesundheit vor deren Keulung oder Stechung  keinesfalls zurückschrecken würde.

Wenngleich sie bürgerlich altösterreichische Gerichte gelungen zuzubereiten wußte, wobei sie sich gerne an einer aus dem Leim gehenden biedermeierlichen Rezeptsammlung orientierte, wurde sie den Glauben an den unübertrefflichen Wert tierischer Fette und die Unverzichtbarkeit von Fleisch niemals los.

Den Verzehr von gekochten geselchten Schweinerippen, wenn sie eine Selchsuppe mit Eingetropftem zubereitete, zelebrierte sie alleine, bäuchlings auf dem halboffenen Bett ruhend, nur ein Hemd des Vatters übergezogen.

So empfing sie mich oft nach der Schule, Venus, am Beine knurspelnd, mit fettglänzendem Munde, und es dauerte eine gute Weile, bis zur Suppe ein Essen bereitet war, ein gebratener Leberkäse mit Findus-Fisolen oder ein Berg Erbsenreis mit Endivisalat oder ein Kaiserschmarren und eine Schüssel Apfelkompott.

Zur Jause gab es Butterbrot, Schmalzbrot oder ein Kleingebäck mit Powidl, Selch- oder Hamburgerspeck, seltener Wurst und Käse.

Meine Verpflegung zur Schule erfolgte beiläufig und gedankenlos.

Sie war vom Gewicht nicht zu gering bemessen, oder verdorben – aber es gab, was es gab, tage- und wochenlang.

Ich litt in der Schule Hunger, dabei ekelte mir vor den sich ansammelnden Jausen - eine Diskrepanz, die mit meinem Nichtfunktionieren als Kind und Schüler im Lauf einiger Jahre ein untragbares Ausmaß annahm.

Anstatt mir  verständlich zu machen, wie wichtig der Verzehr von Obst wäre, oder appetitanregende Früchte einzukaufen, gab es ein Packerl Sanostol von der Frau Doktor überm Gürtel, das mir in der Tat besser schmeckte als die angeschlagenen, wurmlöchrigen Apferl vom Großpapa mit Jutesackaroma.

Bis an der Rand der Pubertät trieb ich als bebrillter, pagenköpfiger Bübling ohne markante Gesichtszüge durch die Zeit, der eher in die Breite als in die Höhe zu wachsen drohte.

Weil ich mich unter der kommandierenden, launenhaften, mit dem Holzlineal züchtigenden  Frau Lehrerin Just überhaupt nicht konzentrieren konnte, und gute bis durchschnittliche Noten den Eltern mangelhaft erschienen, bekam ich eine Zeitlang Tinktur zur experimentellen Intelligenzsteigerung, eine Mischung aus Schlankheitstropfen, Eisenoxid und Vitamin B, was eine wesensverändernde Wirkung bei mir zeitigte, bis sich herausstellte, daß ich vor allem kurzsichtiger war als bislang festgestellt.

Man verpasste mir eine scharfe Brille und dazu gleich eine Gaumenhaftzahnregulierung, letztere legte ich bald wieder ab, weil Frau Lehrerin Just sie nicht duldete.

Als ich von Mädchen tagträumte, mich beim Blockflötenblasen betont albern anstellte, Geschichten erfand, um von der Schule abzulenken und einmal mit einer Schultasche voll Disney’s lustigen Taschenbüchern im Keller abtauchte, statt zum Unterricht zu gehen, wurden die Tropfen wieder abgesetzt.

Meine Mutter bekam Angst, ich könnte vorzeitig vermännlichen und schwerer zu bändigen werden.

In der dritten Klasse Volksschule wurde ich zwischen den Elternteilen zu beiden Seiten der Telefonverbindung so nachhaltig aufgerieben, bis die Hämatomsalbe pasta plumbi zum Einsatz kam, und eine Besserung meiner Leistungen nur eintrat, als mir der Vater eine Zeitlang abends bedrohlich zähnefletschend Rechennachhilfe einbläute.

Ich war ein nervöses, manisch-depressives Kind, litt unter Angstzuständen, Konzentrationsstörungen, juckenden Kopfschuppen, restless legs, Einschlafstörungen und Schweißausbrüchen, und fühlte mich in der Kleidung, die meine Eltern für mich kauften, fast immer sehr unwohl.

Als der Großvater in einem Pflegekrankenhaus mit anus praeter,  ein wehklagender Märtyrer auf einem Kirchengemälde, zu dritter Klasse in einem Bettensaal verstarb – infolge einer Bauchhöhlensepsis nach einer lange verharmlosten und verschwiegenen Stichverletzung -  fuhr mein Vater mit mir auf den Grund und durchsuchte die Keusche, mit offenkundig enttäuschendem Ergebnis, aber tief drinnen im stockfinsteren Lehmkeller fand er, mit Braunpapier umwickelt, eine dickwandige Medizinalflasche mit geschliffenem Glasverschluß mit Klumpen von Kokain, die er wortlos in seiner Aktentasche verstaute.

Kinder vom Nachbargrundstück kamen wie verspielte Hunde angelaufen und fragten ahnungslos nach Herrn Dorn.

Mein Großvater wäre schon gestorben, teilte ich ihnen, männliche Lässigkeit mimend, über die Schulter und den morschen Lattenzaun mit.

Mein erster persönlicher Kommentar war indes gewesen, der alte Depp wäre nun endlich tot, nachdem meine Mutter die Ablebensnachricht am Telefon entgegengenommen und mit unerwarteter Fassung verkündet hatte.

Ich fragte mich später oft, warum ich so reagiert hatte, aber es waren die Worte meines Vaters.

Der Großvater war falsch gewesen.

Die Eltern sind falsch gewesen.

 

Wenn es um Weckamine ging, taten Eltern, als wüßten sie von nichts, dabei waren Aufputschmittel und Schlankheitstropfen in den sechziger Jahren so weit verbreitet gewesen wie heute Antidepressiva.
Vor allem Frauen bekamen Weckamine.
Die Verweigerung der Verschreibung von Weckaminen hatte mitunter persönliche Gründe und konnte sadistische Formen annehmen, arrogante Sanktionen durch haifischgrinsende Vertreterinnen einer weissbekittelten Bildungselite. 
Empfindliche Wesen, die für rülpsende Betrüger ihre Hemmungen fallen lassen und ihr Innerstes nach Außen gekehrt hatten, zogen sich hilflos in Schneckenhäuser zurück – unfähig, eine Erklärung zu finden für diese Wirklichkeit und die Illusion von beständiger Harmonie und Leidenschaft.
Sie erfuhren keinen Trost mehr, vereinsamten, und verblassten in einer vergangenen Zeit.


Witzerltanz

Eine Geschichte in der Geschichte.

An einem Anfang war das Liberale Forum, Steiermark, mein Arbeitgeber gewesen.

Nach kurzer Zeit interessanter Zusammenarbeit rief immer wieder mein Vater an, der mich unbedingt als Knapp’ gebeugt an die Seite meines weltmännischen brother-in-law zwingen wollte.

Auch meine Schwester telefonierte gern im Rhythmus ihres oszillierenden Zuckerspiegels, um sich besorgt nach meinem Befinden zu erkundigen, während sie mit Frau Lothrich aus Sektflöten das Geld vergoß, das ich per steirischem Gerichtsurteil später an einen Kreditgeber zurückzahlen sollte.

Es war im Hintergrund von … Homosexualität und Drogenexperimenten die Rede, Sakramente des Teufels sollen im Spiel gewesen sein

Die Richterin wollte die Angelegenheit keinesfalls  aus dem Lande lassen - es hätte also ein echtes Krachlederhosenherrgottsurteil sein sollen.

Es kann im österreichischen Zivilrecht von ein und demselben Richter das Recht untersagt werden, ein mögliches Rechtsmittel zu ergreifen.

Ich erzähle immer wieder gerne aus dieser Geschichte, weil sie sehr facettenreich und österreichisch ist.

Romantisch die Vorstellung, ich würde gemeinsam mit Herrn Slamer als Tom Sawyer und Huckleberry Finn für meinen Schwager in einem Lager öltriefende Pakete voller Schrauben und Muttern durch stählerne Schluchten schleppen.

Mutter hätte sich damit abfinden können, als ich ihr einmal so vorgekommen war, wie die schockierende Erscheinung David Bowies im Spotlight-Video „Live On Mars“ – wenn es meine Veranlagung gewesen wäre.

Eine gute Mutter liebt ihr Kind, wie’s ist, hörte man sie schluchzen.

Aber der Eberhard, der wäre halt ein echtes Jass, schwärmte sie gern.

Und daß halt der kurzgeschorene Alpenvereinswanderer Schneider Mich’l  doch intelligenter als ich g’wesen wär’.

Was erwarten Sie von mir – doch nicht etwa … Schuldeinsicht?

Bestimmt verwechseln mich mit jemandem.

Ich füge mich in ein Schicksal, welches der ‘Rgtt mir empfiehlt.

Tarnen und Täuschen.

Inzwischen mißbraucht in Österreich  populistisches Gesindel aller Art die Instrumente der Justiz, um sich unter falschen Vorwänden Zutritt zu Wohnungen zu verschaffen.

In Wirklichkeit TUN diverse Sicherheitssprecher die Texte eines Rentners im Internet pseudopsychologisch ausdeuteln und erpressen die Republik Österreich motto „Sorgen um Kinder“ und gängeln Beamte, dienstfremde Aufgaben zu erfüllen, und sich dafür in den Dienst von unverschämten Geldforderern zu stellen.

So erschienen heute zwei Beamte eines Bezirksgerichts, um Ausschau nach Verdächtigem zu halten.

Offensichtlich war Bericht erstattet worden, daß meine Frau eine große Schachtel unbekannten Inhalts nach Hause getragen hätte.

Den  jungen Mann, bei genauem Hinsehen eindeutig als Rechtspfleger erkennbar,  zog es wie am Schnabel in die begrünte Ecke unserer Zimmerwohnung.

Gleichzeitig beklagen wir, daß unsere Post trotz kostenpflichtigem Postfach schon lange nicht mehr ordnungsgemäß zugestellt wird, und immer wieder „verdächtige“ Sendungen abhanden kommen,  zuletzt eine bedeutungslose Kundenkarte der Firma „Conrad“.

Unlängst, am Samstag des Donauinselfestes, versuchte mir eine Bande von Inländern in einer nahen Ubahnstation meine Kontokarte nach Art ausländischer Banden von Trickdieben abzutrixen – ich nenne ein kleines Rentenkonto mein eigen.

Herr Meixner fiel mir ein, der  einmal meinte, ich säße als Büroangestellter in Diensten des Liberalen Forums an einer Rohrpostleitung zur Bundesgeschäftsführung oder zum Schatzamt, von wo man mir schnell einmal 25.000,— Schillinge durchpusten würde, um dem unschuldig ins Unheil geschlitterten kulturschaffenden Operetto finanziell wieder auf die Kufen zu helfen.

PFFFT … PLOPP.

Ich dankte dem Herrn, der soviel Mut hatte, mir die Karte – ich hatte gerade ein Streifenticket erworben – in der Hoffnung auf ein kleines pourboire wieder auszuhändigen.

SCHICKIMICKIMINITWINNI. PSCHT. STILLE POST.

Es ist leider so, daß bei uns Volksvertreter aus einem bestimmten Grund einen unbequemen Menschen vorsichtshalber als Kinderschänder diskreditieren, obwohl ihnen ursprünglich einmal irgend etwas von Hanfpflanzen, neuem Auto und Afrikanern zugetragen worden war, und jemand, der an einem Einbruchsdiebstahl in unsere Wohnung in der Wiener Kochgasse maßgeblich beteiligt war, die im Anschluß einer Abgeordneten einer ganz anderen Fraktion zugeschanzt worden ist, von sich abzulenken trachtete, indem er eine markerschütternde Geschichte erfand, ich würde seine Frau und sein Kind bedrohen.

Das habe ich nicht verstanden, als unlängst in einem Interview die geschätzte Frau Spira etwas herzhaft Mutiges über österreichische Politik und Politiker sagte, jedoch einzuschränken versuchte, bei den Grünen wäre das anderes.

Leider nein - Hoffnung ist nicht in der Politik, zur Zeit.

Es ist eine Schande für die Republik Österreich, wie dieser Tage politische Falschspieler sich als untergriffigste Provokateure und Erpresser betätigen und sich dazu der Instrumente der Republik als Mittel der Intrige bedienen.

Altlasten, über die alle Bescheid wissen, wird man so leicht nicht los.

Mutig sieht es aus, wenn ein Politiker den Ausschluss bestimmter Mandatare aus dem Parlament fordert.

Wahrscheinlicher ist es nur Berechnung.

Daß wir alle diesem Witzerltanz zusehen müssen, stimmt nachdenklich.

A propos Witzerltanz.

Mitten im Hof des Gemeindebaus, in dem ich aufwuchs, standen drei Robinien.

Dort ließ sich gut spielen.

Ich hatte eine Freundin, Ingrid, einen Freund Eberhard, der später Rechtsgelehrter wurde, und einen Freund, Wolfi, mit vielen, vielen Verwandten.

Vielleicht waren auch noch dessen Bruder Gert oder mein Freund Heribert zugegen.

Wir waren drei, vier Jahre alt, Ingrid schon fünf.

Wir pinkelten gerne an den nördlichen Baum, und Ingrid, die mir gut gefiel, begutachtete interessiert unsere Zumpferln.

Ob wir an jenem Tag im Sommer auf und ab sprangen und mit offenen Hosen eine Art kindlichen Stammestanz vollführten, weiß ich nicht mehr.

Jedenfalls brüllte auf einmal mein Vater aus dem Fenster, daß der ganze Hof schallerte - und stand Augenblicke später zornesdonnernd vor mir und fotzte und hieb mich wütend polternd in die Wohnung hinauf.

Für den sogenannten Witzerltanz wurde ich tagelang immer wieder brutal gezüchtigt und mit schwerem Hausarrest bestraft.

Die Ingrid kam nach Wien ins Heim.

Dem Eberhard schnitt die Tante mit der großen Scher’ die Vorhaut ab.

SCHNIPP-SCHNAPP

Er beklagte sich später bei mir darüber:

Sein kleiner Penis sah bläulich verfärbt und merkwürdig umgestülpt aus.

Heute sind wir alle verfeindet.

KÜHNENGRUSS ZWICKZWACK

FENSTER ZU.

(Hoffentlich kommen jetzt nicht die Hammerskins. Oder die Chinesenzöpf’. Oder die silbergrauen Armanianzüg’.)


Nächste Seite »