CatCam

Der Onkel aus Santa Fu.

„Hören Sie zu, Euer Ehren.    

Dieser Streber wollte mich in einer Weise für dämlich verkaufen, die einer persönlichen Beleidigung entspricht, einem Angriff.

Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit Personalcomputern, und obwohl ich kein Programmierer bin, habe ich doch eine Ahnung davon, wie diese Dinger funktionieren.

Sehen sie meinen Kopf?

Ich trage ihn seit 50 Jahren an dieser Stelle.

Ich sehe mir die Leute genau an, die mir hier etwas einpflanzen wollen.

Mein Vertrauen kann niemals so groß sein, daß ich sage, hier haben sie meine Schlüssel, fühlen sie sich wie zuhause, braten Sie sich ein Spiegelei, legen Sie bitte ihre Füße auf meinen Tisch.

Darum geht es doch: Daß Menschen Respekt einfordern, die selbst keinen Respekt vor anderen Menschen haben.

Statt seriös zu arbeiten, handlangern sie für Behörden, feiern Feste mit Männern, die sich als Frauen verkleiden, und übernächtigen in ihrer dampfenden Praxis.

Dieser Heini führt nicht einmal ein Kniereflextest durch, und doch steht auf seinem Türschild in großen Lettern: NEUROLOGIE.

Ein Mensch leidet Schmerzen, und diese Hilfspolizisten übersetzen: „Hier will einer eine Verschreibung für Gute-Laune-Pillen abstauben.“

Leider nein, Euer Ehren!

Mein Vater hatte einen Halbbruder, jemand, der auch auf skeptische Leute zunächst einen friedlichen, umgänglichen und tüchtigen Eindruck machte.

Eines frühen Morgens spannte er sich selber vor einen Anhänger und erntete bis zur Siesta drei Fußballfelder Wassermelonen ab.

Bei genauerer Beobachtung stellte sich aber heraus, daß es sich um aufbrausenden, unduldsamen, peitschenschwingenden Charakter handelte, der Menschen Angst einzuflößen wußte, und eine solche Arbeit nicht länger ausführte, als bis er jemanden gefunden hatte, der sie ihm gerne wieder abnahm.

Dieser Mann wäre nicht öfter als ein einziges Mal mit dem Moped zur Arbeit gefahren.

Niemals hätte ich gedacht, daß der durchtrainierte Kerl, dem mein hopfensaftgeschäumter Vater nicht an die Schulter reichte, ein Verwandter sein könnte.

Er hatte über einen drahtig muskelüberspannten Rücken eine beflügelte, inverte Europa-Flagge eintätowiert, darauf stand, in fetten Lettern, wie mit dem Laser gedruckt:

HELLS ANGELS

 SANTA FU

Sagen Sie das dieser Tante, die vor vor ihrem Plexiglasschreibtisch schaukelt, bevor sie wildfremden Leuten Rüschen anhäkelt.

Ich will damit nur sagen, es gibt auch Menschen, die sich eine solche Behandlung niemals gefallen lassen würden.

Die lassen sich von der Syringe, die sie scheinheilig hinter ihren Pobacken verborgen halten, nicht aufhalten.“


Sicherheits-Ding-Dong.

Heimatland, innen pfui.

Die Überwachung durch eine Schauspielertruppe erfolgt beinahe lückenlos.

Wenn ich nachmittags die Wohnung verlasse, um einkaufen zu gehen, sind das Postamt und die Geschäfte, die ich besuche, zumeist schon mit Provokateuren besetzt.

Auswärts führt man uns - in letzter Zeit vermehrt –  gerne Exhibitionisten vor, wenn wir z.B. auf der Donauinsel Erholung und Ruhe suchen.

Vielleicht steckt dahinter der Gedanke, wenn man mir oft genug graubraune Stehtäubling’ zeigte, die ihre Zümpfe aus der Hose beideln lassen, könnte auch ich zu solcher Art Selbstdarstellung angeregt werden.

Laut psychologischer Enschätzung einer damals zwanzigjährigen Psychologin des Anton-Proksch-Institutes für substanzunabhängige Abhängigkeiten wäre ich ein schizoider Nachahmungsneurotiker (Spiegel-Äffer).

Am anderen Ende des Gebäudekomplexes Beispielstraße gibt es einen vorbildlichen, blaubemantelten Portier vor seinem kleinen Büro, einer modernen Conciergerie.

Hinter dem Schatten des Gebäudekomplexes befindet sich ein Fußgängerpfad, der von älteren Menschen auf dem Weg zum Arzt, Jugendlichen und Kindern frequentiert wird, weil es dort einen Kindergarten gibt.

Am Heimweg von meinen Einkäufen begehe ich diesen Pfad öfters.

Um 17 Uhr 15 steht ein Mann ohne Gesicht vor dem Eingang zum Kinderfreunde-Kindergarten und uriniert plätschernd auf den Asphalt.

Aus dem Schatten des Gebäudekomplexes treten zwei Personen, ein dunklerhäutiges österreichisches Mädchen in Begleitung einer erwachsenen Frau.

Unmittelbar nach mir treffen die beiden auf den Kunstludler, der, wie ich im Umdrehen argwöhne, darauf vergessen haben könnte, seinen Ablasshahn wieder einzupacken.

Ich gehe weiter und grüsse um 17 Uhr 17 zum Portier hinüber, der gerade in ein Handtelefon spricht.

Man betreibt einen nicht unerheblichen Aufwand, um Koinzidenzsituationen zu schaffen.

Das bedeutet, daß in diesem Bereich nicht einfach Sicherheitsmaßnahmen getroffen, sondern gezielt Aktionen inszeniert werden, um bestimmte Personen zu terrorisieren. (-> Anspucken durch Jugendliche).

Ich ziehe weiters daraus den Schluß, daß es sich bei der Sicherheitsfirma, die den Gebäudekomplex Beispielstraße betreut, um ein anderes Mitglied einer Firmengruppe handelt, deren Subunternehmer von mir Schutzgeld einfordert, weil ich Nutznießer der Hacklerregelung wäre, ohne jemals mehr als ein Jahr bei einer Firma gearbeitet zu haben.

Alternativ schicken Urlaubsbekanntschaften der Gemahlin Briefe und Postkarten (…) mit Liebesbotschaften und lobpreisen mögliche leidenschaftliche Begegnungen in der Ferne.

Wir sollten deshalb in unserer Kleinwohnung in heftigen Streit geraten, was man aus dem Haus gegenüber dokumentieren wollte.

Darüber sind wir uns einig und ignorieren solche Post.

Wenn sich jemand dafür interessiert, können Sie einige dieser Schriftstücke unserem Hausbrieffach entnehmen.

Gerne werde ich sie mit der nächsten „Inkassomahnung“ dem zuständigen Ministerium weiterleiten.

  • Es gibt in Österreich kein Bankgeheimnis.
  • Es gibt in Österreich kein Briefgeheimnis.
  • Es gibt in Österreich keinen Datenschutz

bzw. wird aus dem Chefsekretariat im Justizministerium scheinheilig verlautet, der Datenschutz hinsichtlich getilgter Vorstrafen wäre vorbildlich.

Jedenfalls weitet sich die Kluft zwischen der Befassung der Regierung und der Wirklichkeit für die Bevölkerung in beängstigendem Ausmaß.

 

beideln – baumeln, beuteln

Zumpf(erl) – Penis, männliches Genital

Täubling – in allen Farben vorkommender, mittelgroßer Blätterpilz; bestimmte Varianten wurden in früheren Zeiten von weniger begüterten Schichten als Speisepilz verwendet (Speisetäubling)


SystembetreuerInnen

In der Multiple-Choice-Hölle.

An einem jener Abende stieg ich in die aufgeheizte Atmsophäre einer Peepshow, in Begleitung eines Bekannten, dem Stippvisiten ins Rotlicht nicht fremd waren.

Wir waren beide gut angeheitert.

Wir hauten enthemmt Geld auf den Kopf,  feierten feixend Frustrationen für Arbeiter und Angestellten ab.

Eine der Tänzerinnen, die auf der Brust eine Nummer trug, kam mir in magischer Weise  bekannt vor, und schien mir zudem zuzublinzeln.

Ich bestellte sie in eine Kontaktkabine, wozu mir mein Kollege geraten hatte.

Ihre Lippen und Nägel schienen im UV-Licht zu glühen.

Sie bot mir eine charmante Fußmassage an.

Der Vorschlag erschien mir so amikal harmlos wie professionell, daß ich keinerlei Argwohn schöpfte.

Nach einer kurzen Denkpause erschien er mir sogar äußerst anregend, und ich willigte beflügelt ein.

Das geschäftige Fräulein streifte zierliche Stilettosandalen ab, nahm federnd Sitz, stellte elegant die Beine zurecht und deutete mit flinker Hand, bei der nachfolgenden kleinen Übung selber Spaß zu haben.

Eine wenig anspruchsvolle Discohousemusik hämmerte, dafür sehr laut, die Beleuchtung hatte etwas Neonpsychedelisches.

Aus einer Düse am Plafond wurden mehrere Stöße eines süßlich-fruchtigen Deodorants freigesetzt.

 

Ich hatte mich für einen umfassenden Kurs als EDV-Administrator beworben und mußte zu einer Aufnahmeprüfung erscheinen, die viele Stunden in Anspruch nahm.

Die Leiterin des Schulungszentrum erschien mit einer Assistentin.

Sie begann sich in häßlicher Weise über meine Präsenz zu mokieren, vor gut 50 Anwesenden.

Sie sagte laut, ich wäre bloß zu faul, um als Hubstaplerfahrer zu arbeiten.

Als langjähriger chronischer Cannabisraucher wäre ich für ihre anspruchsvolle Ausbildung  zu verblödet, ließ sich vernehmen.

Während ich an der ersten von -zig Serien von Fragebögen arbeitete, stellte sie sich hinter mich und stierte mir wie einst die Mutter bei den Hausübungen über die Schulter.

Schließlich riß sie  ein paar Blätter an sich, stöckelte mit furiosem Hüftschwung vor ans Pult und stellte wild stiftstreichend Hochrechnungen an, wobei sie meinen Intelligenzquotienten laut auf maximal 85 einstufte.

Jeder im Saal konnte es hören.

Leute drehten sich herum und tuschelten.

Eine hübsche Person vor mir warf ihr Haar zurück und stemmte sich mit den Füßen vom Fach ihres Pults nach hinten  ab, um ein wenig im Stuhl zu wippen.

Ich spürte, wie es um meine Nieren krampfte und mußte aufstehen, dringend aus dem Saal, und Wasser ablassen, sonst hätte ich die zähen, zehrenden Testserien nicht länger durchstehen können.

Ich nahm mir fest vor, justament und bei aller Pein die Flucht nicht zu ergreifen.

Während einer halbstündigen Pause stand ich verdattert im Lichthof, mit einem Becher Automatenkaffee, und rauchte hilflos eine Zigarette.

Kein Mensch dort erschien mir bekannt, nur die giftig zähnebleckende  Kursleiterin, die ich einem Kundendienst der Fahrzeugindustrie zuordnete, eine Person, die einmal nackig in einem Fernsehquiz aufgetreten war.

Niemand sprach ein Wort mit mir.

Später setzte die Kursleiterin ihr gehässiges Gezische fort.

Ich hätte mich seit der Pubertät nicht mehr persönlich weiterentwickelt und würde während des Unterrichts aufstehen, um masturbieren zu gehen.

Ich würde mich in Idiotenmanier im Bett wälzen und feuchtgeleckte Playboymagazine abküssen, schlaflos stöhnend von den lackierten Zehennägeln eines heissen Schwarms aus der fernen Schulbank lobhudeln, und mich in geklaute Höschen schneuzen.

Dazu nannte sie Namen – so laut, daß sie genausogut auch auf die Tafel hätte schreiben können.

Und die Faustformel, welche die Wörter Haschisch und Minderwertigkeitskomplexe enthielt, war deutlich zu vernehmen.

Am Ende der Testserie fühlte ich mich grausam mißhandelt, war aber davon überzeugt, daß die Testergebnisse im erforderlichen Durchschnitt liegen mußten.

Nach ein paar Tagen erhielt ich vom Arbeitsmarktservice einen Bescheid mit Ablehnung - mangels geistiger Eignung.

Meinem Einspruch bei der Leitung des Landesarbeitsamts wurde stattgegeben.


Ein Kopfschuss.

Locker und sympathisch.

Ich jobbte als Lagerist hinter der G-Fertigung, wo ich ungleich mehr verdiente als zuvor als Voluntär, aber niemand hatte es verstanden, mich auf ein selbstständiges Leben vorzubereiten.

Ich bekam keinen Einberufungsbefehl, sodaß ich mich niemals mit dem Gedanken an Zivildienst auseinandersetzte.

An einem Samstagnachmittag war ich auf einem passablen LSD-Trip gewesen.

Es war eine Zeit, die ich gelegentlich mit Ferdl, einem wenig auffälligen Präsenzdiener, verbrachte.

Wir kifften und führten kabarettartige Dialoge aus schizophrenen Metaphern, albern und spottend.

Zwei höchst unterschiedlich adoleszierende Jugendliche aus Elternhäusern zum besser Fortgehen, in einer psychonautischen Muppetshow.

Daß der Ferdl eine Vorliebe für den zweiten Weltkrieg hatte, aus allerlei Zeitungsauschnitten Nazicollagen klebte, Material über Bombenabwürfe und Sturzkampfbomber, beunruhigte mich nicht.

Wir saßen auf einer kupferoxidgrünen Bank auf einem Erker am Schloßberg, beräucherten guter Laune den Sommerausklang,  und sinnierten zum Geidorfviertel hinunter.

Zwei Junkies aus Frankreich kamen, setzten sich mit einer Flasche Wasser vor uns auf den Boden, hantierten mit ihren Bestecken, und bereiteten sich Spritzen mit dunkelbrauner Morphinbrühe.

Den Stoff, angeblich aus Benares, fischten sie mit der Spitze eines Bowiemessers aus der Zellophanknülle – es war eine gute Handvoll drin.

Die beiden, ausgemergelt und verwahrlost, sahen wie wenig Vertrauen erweckende mongolische Hobos aus, aber die mit einem sukkulierenden Laut einblutenden zwei Zentimeter Opiat verliehen ihnen im Nu Freundlichkeit und Sympathie.

Ich brachte ein paar Phrasen Französisch an, und langte gönnerisch die qualmende Schillumpfeife über das zwiespältige Verhältnis zwischen den verschiedenen, verwandten Welten.

In ausgesucht eitler Aufmachung, einem karmesinroten schillernden Hemd mit weiten Ärmeln, Kunstseide, besuchte ich am Abend den Club.

Ich traf ein paar Leute, schluckte zwei Captagontabletten, schaute einem Pongspiel am Tischchen mit dem versenkten Monitor zu, rollte, und rauchte  einen Joint.

Als ich danach aufstand, und mich auf die Treppe zubewegte, um zur Toilette zu gehen, überkam mich kurz ein Schwindelgefühl, und ich hatte Angst, zusammenzubrechen, wie es mir einige Zeit vorher abends zu Hause passiert war.

Ich verspürte hinter der Stirn eine Explosion – hörte es krachen, als würde ein Stück Holz zerbrechen.

Danach befand ich mich, noch intensiver als vorher, auf einem psychedelischen Trip, umgeben von breitbandig mäandernden, fließenden und gegenströmenden Mustern.

Das symetrisch verstrickte Kräftespiel des elektrischen Gitarrengeraetsches fuhr mir in den Nabel.

Ein paar Augenblicke lang fühlte ich mich ausgesprochen wohl und zuhause.

Die Leute, mit denen ich Umgang pflegte, schienen alle o.k. zu sein.

Lauter gute Bekannte.


Osmosis?

How to refine conserved olives.

Pour red wine over black olives like those from the oriental supermarket (500g) in a jar, until  the fruits are entirely covered.

Store cool and dark up to twelve days.

Serve fruits with sheep and goat cheese, premium olive oil, fresh herbs and mediterrean white bread.

I’d bet the concentration of alcohol increases inside the olives during storage, while the fruit essence escapes into the surrounding juicy fluid.

This means one must not overstore to keep the olives taste astonishing.

Use up the remaining wine juice for dressing an accompaning wild lettuce salad.

Bon appetit.

(Important note: Members of the Anonymous Alcoholics MUST contact their advisor before trying this out.)


Witzerltanz

Eine Geschichte in der Geschichte.

An einem Anfang war das Liberale Forum, Steiermark, mein Arbeitgeber gewesen.

Nach kurzer Zeit interessanter Zusammenarbeit rief immer wieder mein Vater an, der mich unbedingt als Knapp’ gebeugt an die Seite meines weltmännischen brother-in-law zwingen wollte.

Auch meine Schwester telefonierte gern im Rhythmus ihres oszillierenden Zuckerspiegels, um sich besorgt nach meinem Befinden zu erkundigen, während sie mit Frau Lothrich aus Sektflöten das Geld vergoß, das ich per steirischem Gerichtsurteil später an einen Kreditgeber zurückzahlen sollte.

Es war im Hintergrund von … Homosexualität und Drogenexperimenten die Rede, Sakramente des Teufels sollen im Spiel gewesen sein

Die Richterin wollte die Angelegenheit keinesfalls  aus dem Lande lassen - es hätte also ein echtes Krachlederhosenherrgottsurteil sein sollen.

Es kann im österreichischen Zivilrecht von ein und demselben Richter das Recht untersagt werden, ein mögliches Rechtsmittel zu ergreifen.

Ich erzähle immer wieder gerne aus dieser Geschichte, weil sie sehr facettenreich und österreichisch ist.

Romantisch die Vorstellung, ich würde gemeinsam mit Herrn Slamer als Tom Sawyer und Huckleberry Finn für meinen Schwager in einem Lager öltriefende Pakete voller Schrauben und Muttern durch stählerne Schluchten schleppen.

Mutter hätte sich damit abfinden können, als ich ihr einmal so vorgekommen war, wie die schockierende Erscheinung David Bowies im Spotlight-Video „Live On Mars“ – wenn es meine Veranlagung gewesen wäre.

Eine gute Mutter liebt ihr Kind, wie’s ist, hörte man sie schluchzen.

Aber der Eberhard, der wäre halt ein echtes Jass, schwärmte sie gern.

Und daß halt der kurzgeschorene Alpenvereinswanderer Schneider Mich’l  doch intelligenter als ich g’wesen wär’.

Was erwarten Sie von mir – doch nicht etwa … Schuldeinsicht?

Bestimmt verwechseln mich mit jemandem.

Ich füge mich in ein Schicksal, welches der ‘Rgtt mir empfiehlt.

Tarnen und Täuschen.

Inzwischen mißbraucht in Österreich  populistisches Gesindel aller Art die Instrumente der Justiz, um sich unter falschen Vorwänden Zutritt zu Wohnungen zu verschaffen.

In Wirklichkeit TUN diverse Sicherheitssprecher die Texte eines Rentners im Internet pseudopsychologisch ausdeuteln und erpressen die Republik Österreich motto „Sorgen um Kinder“ und gängeln Beamte, dienstfremde Aufgaben zu erfüllen, und sich dafür in den Dienst von unverschämten Geldforderern zu stellen.

So erschienen heute zwei Beamte eines Bezirksgerichts, um Ausschau nach Verdächtigem zu halten.

Offensichtlich war Bericht erstattet worden, daß meine Frau eine große Schachtel unbekannten Inhalts nach Hause getragen hätte.

Den  jungen Mann, bei genauem Hinsehen eindeutig als Rechtspfleger erkennbar,  zog es wie am Schnabel in die begrünte Ecke unserer Zimmerwohnung.

Gleichzeitig beklagen wir, daß unsere Post trotz kostenpflichtigem Postfach schon lange nicht mehr ordnungsgemäß zugestellt wird, und immer wieder „verdächtige“ Sendungen abhanden kommen,  zuletzt eine bedeutungslose Kundenkarte der Firma „Conrad“.

Unlängst, am Samstag des Donauinselfestes, versuchte mir eine Bande von Inländern in einer nahen Ubahnstation meine Kontokarte nach Art ausländischer Banden von Trickdieben abzutrixen – ich nenne ein kleines Rentenkonto mein eigen.

Herr Meixner fiel mir ein, der  einmal meinte, ich säße als Büroangestellter in Diensten des Liberalen Forums an einer Rohrpostleitung zur Bundesgeschäftsführung oder zum Schatzamt, von wo man mir schnell einmal 25.000,— Schillinge durchpusten würde, um dem unschuldig ins Unheil geschlitterten kulturschaffenden Operetto finanziell wieder auf die Kufen zu helfen.

PFFFT … PLOPP.

Ich dankte dem Herrn, der soviel Mut hatte, mir die Karte – ich hatte gerade ein Streifenticket erworben – in der Hoffnung auf ein kleines pourboire wieder auszuhändigen.

SCHICKIMICKIMINITWINNI. PSCHT. STILLE POST.

Es ist leider so, daß bei uns Volksvertreter aus einem bestimmten Grund einen unbequemen Menschen vorsichtshalber als Kinderschänder diskreditieren, obwohl ihnen ursprünglich einmal irgend etwas von Hanfpflanzen, neuem Auto und Afrikanern zugetragen worden war, und jemand, der an einem Einbruchsdiebstahl in unsere Wohnung in der Wiener Kochgasse maßgeblich beteiligt war, die im Anschluß einer Abgeordneten einer ganz anderen Fraktion zugeschanzt worden ist, von sich abzulenken trachtete, indem er eine markerschütternde Geschichte erfand, ich würde seine Frau und sein Kind bedrohen.

Das habe ich nicht verstanden, als unlängst in einem Interview die geschätzte Frau Spira etwas herzhaft Mutiges über österreichische Politik und Politiker sagte, jedoch einzuschränken versuchte, bei den Grünen wäre das anderes.

Leider nein - Hoffnung ist nicht in der Politik, zur Zeit.

Es ist eine Schande für die Republik Österreich, wie dieser Tage politische Falschspieler sich als untergriffigste Provokateure und Erpresser betätigen und sich dazu der Instrumente der Republik als Mittel der Intrige bedienen.

Altlasten, über die alle Bescheid wissen, wird man so leicht nicht los.

Mutig sieht es aus, wenn ein Politiker den Ausschluss bestimmter Mandatare aus dem Parlament fordert.

Wahrscheinlicher ist es nur Berechnung.

Daß wir alle diesem Witzerltanz zusehen müssen, stimmt nachdenklich.

A propos Witzerltanz.

Mitten im Hof des Gemeindebaus, in dem ich aufwuchs, standen drei Robinien.

Dort ließ sich gut spielen.

Ich hatte eine Freundin, Ingrid, einen Freund Eberhard, der später Rechtsgelehrter wurde, und einen Freund, Wolfi, mit vielen, vielen Verwandten.

Vielleicht waren auch noch dessen Bruder Gert oder mein Freund Heribert zugegen.

Wir waren drei, vier Jahre alt, Ingrid schon fünf.

Wir pinkelten gerne an den nördlichen Baum, und Ingrid, die mir gut gefiel, begutachtete interessiert unsere Zumpferln.

Ob wir an jenem Tag im Sommer auf und ab sprangen und mit offenen Hosen eine Art kindlichen Stammestanz vollführten, weiß ich nicht mehr.

Jedenfalls brüllte auf einmal mein Vater aus dem Fenster, daß der ganze Hof schallerte - und stand Augenblicke später zornesdonnernd vor mir und fotzte und hieb mich wütend polternd in die Wohnung hinauf.

Für den sogenannten Witzerltanz wurde ich tagelang immer wieder brutal gezüchtigt und mit schwerem Hausarrest bestraft.

Die Ingrid kam nach Wien ins Heim.

Dem Eberhard schnitt die Tante mit der großen Scher’ die Vorhaut ab.

SCHNIPP-SCHNAPP

Er beklagte sich später bei mir darüber:

Sein kleiner Penis sah bläulich verfärbt und merkwürdig umgestülpt aus.

Heute sind wir alle verfeindet.

KÜHNENGRUSS ZWICKZWACK

FENSTER ZU.

(Hoffentlich kommen jetzt nicht die Hammerskins. Oder die Chinesenzöpf’. Oder die silbergrauen Armanianzüg’.)


Hausstaub in der Strabaghütten.

Drei Jahre Pflichtschreibe mit Zierzeilen.

Klare Sicht, Zukunft voraus.

Die Operation an einem Auge wurde Hanusch-Krankenhaus durchgeführt und verlief ohne Probleme.

Die Behandlung durch Krankenhauspersonal und Ärzte habe ich als freundlich, kompetent und zügig empfunden.

Die Narkose lief gut ein und  aus, keine schlimme Nachwehen.

Ich konnte die Manipulationen am Auge, das zuvor mehrmals mit einem Lokalanästhetikum eingetropft worden war, spüren, Nadelstiche, Schrauben in den Augapfel.

Vielleicht jammerte ich ein wenig – und wachte im Krankenzimmer wieder auf.

Dieses Auge steht jetzt auf – drei Dioptrien, mit einem entsprechenden Korrekturglas sehe ich damit tadellos.

Auf dem anderen bin ich durch den Grauen Star nahezu blind.

Bereits am nächsten Tag konnte ich das Spital wieder verlassen.

Drei mal täglich Acular eintropfen.

Am Mittwoch saugte ich Staub und putzte ein wenig, worauf sich das behandelte Auge leicht zu röten begann.

Eine leichte Bindehautentzündung trat auf, die seit zwei Tagen anhält, sodaß ich das Hanusch-Krankenhaus heute wieder verlassen mußte, weil der Oberarzt von einer Operation des anderen Auges abrät, solange eine Entzündung des einen vorliegt.

Eintropfen mit Jodlösung.

Die Situation ist wenig erfreulich, die Entscheidung des Operationsleiters nachvollziehbar.

Abwarten bis nächste Woche – Ambulanz – neuer Operationstermin.

Diese Wohnung ist extrem hausstaubbelastet, da kann man saugen und staubwischen, sooft man will.

Es ist noch der Staub der Bombardements des zweiten Weltkriegs und dazu alles, was in dieser Gegend der schnellen Bautätigkeit in die Luft geblasen wird.

Der Staub zersägter Plattenbauten aus dem ehemaligen Ostdeutschland, die man hier wiederverwertet hat.

Ich weiß nicht, welcher der legendären Gro-Lux-Spezialisten es war, der mich vorgestern beim Einkaufen höchstpersönlich provozieren wollte, indem er mir mit einer Kindertragtasche voll Bierdosen ins Einkaufswagerl rannte, aber ich glaube, es war derselbe, der auch der Kassierin zuraunte, ich hätte gerade eine Flasche Schnaps gestohlen.

Die Drogenkoordination(en) ist der am ungeniertesten Grenzen überschreitende, offensichtlich korrupte Bestandteil eines staatspolizeilichen Systems, das die Öffentlichkeit einlullt, während es bei Vorgabe von Gemeinnützigkeit am illegalen Drogen- Medikamenten- und Menschenhandel partizipiert und antisozialen, inkompetenten und unreifen Charakteren die Möglichkeit gibt, mit Menschenleben zu experimentieren und zu spielen.

Organisierter Kriminalität wird Vorschub geleistet, überforderte Mandatare werden satt gestillt.

Was der Klientel letztendlich widerfährt, ist Euthanasie.

Die Drogenkoordination ist beim Stand der Dinge, trotz linksliberalem Tarnmanterl, ein einem demokratischen Europa Hohn spottendes, faschistisches Instrument, das bestenfalls mit einem Agitationskommando der NSDAP verglichen werden kann.


Österreich Heute.

Faschistischer Terror, Selbstmorde als Nebenwirkungen.

Sie werden kaum von mir verlangen, daß an einer einer derart belastenden Studie teilnehme, wenn ich auf der anderen Seite tagein, tagaus von der Staatspolizei terrorisiert werde.

Ich werde gezielt von Personen aus dem rechtsextremen Milieu provoziert, wobei die Reizung über eine Beeinflussung des Privatlebens – es handelt sich um eine Form von Stalking, die Ausführenden sind zum Teil einschlägig bekannte Agitatoren.

Davon abgesehen steht man als Teilnehmer an der Studie unter Generalverdacht, schon deshalb, weil Hepatitis C bei uns als Randgruppenkrankheit wie AIDS betrachet wird.

Man könnte die Studie als Ersatztherapie interpretieren.

Bei der Behandlung mit Interferon und Ribavirin kann Selbstmord als Nebenwirkung auftreten.

Gründe, die mediale Verfälschungen begünstigen würden.

Theoretisch könnte man mich überwältigen, aus dem Fenster schmeissen, und dann behaupten, ich hätte aufgrund der mit der Behandlung verbundenen Depressionen und angesichts meiner Lebensgeschichte plausibel Suizid begangen.

Aufgrund der geänderten Bestimmungen für Obduktionen wäre ein vorsätzlicher Mord leicht zu vertuschen.

Ich weiß von mehreren Fällen, als mir persönlich bekannte Personen durch Überdosen und Fenstersprünge zu Tode kamen, welche als gruppenspezifisch absehbar eingestuft worden sind, sodaß keine nachfolgenden Aufklärungsmaßnahmen unternommen wurden.

Meine Bedenken werden verständlicher, wenn man bedenkt, daß das Appartement, das ich mit meiner Gemahlin bewohne, ihr während eines längeren Auslandaufenthalts als ideal suggeriert worden war, während man sie gleichzeitig davon überzeugen wollte, ich würde vielleicht gar nicht oder nur als völlig veränderter Mensch aus der Fremde zurückkehren.

Es handelt sich um eine seit der Operation Spring überwachte und für Deeskalationseinsätze präparierte Wohnung.

Der Grund des für mich unfreiwilligen Umzugs ist auf einen Zug der bis zum heutigen Tag (2003) von den Ideen und Strategien des Mag. R. Horngacher beeinflussten Wiener Drogenkoordination zurückzuführen, wo man davon überzeugt gewesen war, meine Frau und ich hätten Kontakte zu Drogenhändlern (afrikanischer Abstammung).

Wir haben inzwischen beschlossen, noch einmal bei Wiener Wohnen um eine Gemeindewohnung anzusuchen, obwohl mein (zweiter) Antrag mit einem grünen Pickerl versehen und mit der knappen wortwörtlichen Begründung, es läge keine Überbelegung vor, abgelehnt worden war.

Mein Einwand, es handle sich um eine Ein-Zimmer-Wohnung bzw. der Wohnraum wäre kleiner als die im Mietvertrag angeführten 40 m², war nicht gehört worden und auch nicht die Tatsache, daß meiner Frau ein Mietvertrag mit einer angeblichen Pflicht-Wohnungsversicherungsklausel angedreht worden war, welcher angesichts wiederholter Nachsperrungen und gesetzeswidriger Hausdurchsuchungen (inkl. Sachbeschädigungen und Tierquälerei) einen den Gipfel moderner austrofaschistischer Mitbürgerverhöhnung darstellt.

Sind Menschenrechtsverletzungen in Österreich schon alltäglich geworden?


St. Wolfgang

„Zusammenhalt“ – Willkür und Kameradwirtschaft im Zivilrecht, politische Einflussnahme und Instrumentalisierung in Österreich.

Im Jahr 1994 wurde von Familie Vetter ein Urteil über den Sohn der Familie, der ein Dienstverhältnis in der österreichischen Automobilindustrie gekündigt hatte, gesprochen.

Man wollte einen Kredit aufnehmen, angeblich, um Wohnraum für ein Familienprojekt, ein Mehrfamilienhaus im südlichsten Burgenland, zu schaffen.

Unseligerweise ließ sich Vetter junior, während er eine AMS-Umschulung absolvierte (*), trotz zunehmender Meinungsverschiedenheiten mit Vetter senior und seiner jüngst verheirateten Schwester Lisa Hosnedl dazu überreden, unter falschen Versprechungen für einen Kredit in der Höhe von 106.000,– Euro mitzuunterfertigen.

Der Kredit hätte der Umgestaltung eines pannonischen Vierkanthofes dienen sollen, in dem auch Wohnraum für Vetter junior geschaffen werden sollte, welcher als Teilbesitzer im Grundbuch aufschien.

Das Geld verschwand spurlos oder wurde anderwertig verbraucht – der hypothekarisch überbelastete Vierkanthof im Burgenland musste jedenfalls im Jahr 2006 zwangsversteigert werden, wobei die 106.000,– Euro als offene Schuld zurückblieben.

Vetter junior war mit Frau und Katzen gegen Ende der neunzehnhundertneunziger Jahre nach Wien übersiedelt, erkrankte später, und bezieht heute eine kleine Invaliditätspension.

Mehrere Versuche, zivilrechtlich aus der Haftung zu entkommen, scheiterten für Vetter jun. im Lauf der vergangenen Jahre, obwohl es auch für das Grazer Landesgericht bzw. Oberlandesgericht für Zivilrecht offensichtlich gewesen sein muß, daß kein Cent des Kredites jemals an Herrn Vetter jun. geflossen, noch für den ursprünglich vorgesehenen Zweck verwendet worden ist.

Den Einwand, daß Herr Vetter von seinem Vater – wie von seiner Schwester – vorsätzlich getäuscht worden wäre, wollte die Richterin nicht gelten lassen.

„Du sollst Vater und Mutter ehren, aber sie keiner Fehlleistungen bezichtigen“ – könnte ihr der kleine Eisenjesus auf dem Richtertisch über die Schulter zugeraunt haben.

Die Haftung von Vetter junior wurde zweyfach am Grazer Marburger Kai bestätigt, ein Rekursansuchen abgewiesen.

Beim zweiten Einspruch war vom OLG f. ZR. eine Kanzlei G. mit der Verfahrenshilfe beauftragt worden, die mit juristischer Spitzfindigkeit zur Unterstützung der fordernden Gegenseite argumentierte.

Mitgehangen, mitgefangen – lautete die juridische Begründung für die Abwendung sämtlicher Einsprüche – ein österreichisches Beuge- oder Selbstmordkommando.

Cui bono? – müßte die Fragestellung in einer Verhandlung der wahren Tatbestände nach dem Österreichischen Strafgesetzbuch lauten.

Inzwischen sind die Forderungen der Steiermärkischen Bausparkasse auf beachtliche 180.000,– Euro angewachsen.

Vetter junior, wegen Behinderungen nicht arbeitsfähig, sollte eigentlich als Pflegefall und Knecht von Frau Hosnedl zur Begleichung ihrer Schulden beitragen.

Diese Meinung scheint auch beim Gesetzgeber vorzuherrschen, so bösartig und grausam ist heute dessen Vorgehen mit psychologoid aufgepeppten Gestapomethoden.

Davon abgesehen offenbart sich, daß im Visier der seinerzeitigen Illusionen ein möglicher Erbanteil der Ehefrau von Herrn Vetter jun. luminisziert haben dürfte.

Hosnedl und FreundInnen, die über ein Grazer Detektivbüro auch über Verbindungen ins Innenministerium verfügen, versuchen Vetter junior die bescheidene Lebensqualität in Wien abzugraben, und einen Zustand herbeizuführen, in dem dieser keine andere Chance mehr hätte, denn als entmündigter Zwangs-Leiharbeiter von Frau Hosnedl Rückzahlungen an das Bankinstitut zu leisten, bzw. von seiner Ehefrau aus dieser Situation ausgelöst zu werden – grenzgeniale Strategien faschistisch beeinflußter Menschen.

Vetter senior leidet an einer fortschreitenden Krankeit vom Typ Alzheimer, Schwester Hosnedl wäre gelernte Theaterkleidermacherin und Boutiquebetreiberin, besuchte eine Maturaschule, und ist ausserdem alleinerziehende Mutter.

Frau Hosnedl würde sich gerne um ihren Bruder kümmern.

Daß der ein eigenständiges Dasein führt, will Frau Hosnedl nicht glauben und intrigiert, unterstützt vom Detektivbüro und einer Vertrauensperson bei der Bundespolizei, mittels laufend ins faule Spiel geschleuster Fehlinformationen.

Aus welcher Quelle das Detektivbüro gelabt wird, ist für Herrn Vetter noch unklar, vielleicht wird von einem imaginierten Sparbüchl der alten Frau Vetter, der greisen Mutter von Herrn Vetter und Frau Hosnedl, geschäftstüchtig im vorab gezehrt.

Die Österreichische Volkspartei als Eich- und Maßnahmenbehörde der traditionellen Familie, aber auch Personen aus den Gesinnungsgenossenschaften FPÖ/BZÖ erklärten sich aus verwandtschaftlicher bzw. ideologischer Verbundenheit zu Vetter sen. und Frau Hosnedl bereit, die Vertreibung von Herrn Vetter, einem mehrfach gebrandzeichneten „Sozialschmarotzer“ und Sündenbock, aus seinem Wiener Apfelkuchen-Paradies mit Rat und Tat zu unterstützen.

(*) Wie der Kreditvermittler, Herr S., vor Gericht angab, wäre er davon ausgegangen, Vetter jun. wäre zum Zeitpunkt der Unterzeichnung in der Automobilindustrie beschäftigt gewesen, was eine von mehreren falschen Aussagen als Zeuge war.
Es wurde von der Grazer Richterin zu keinem Zeitpunkt die Frage gestellt, ob S. eine Gehaltsbestätigung verlangt hätte, noch wurden dessen Aussagen überhaupt hinterfragt.
Davon abgesehen war auch Frau Hosnedl als beruflich instabil bekannt und zur Vertragsunterzeichnung wahrscheinlich arbeitslos gewesen.


Rentner Boogie (2)

„Wer in Österreich Invaliditätspension erhält, lebt wie Franz Gans im Schlaraffenland.“

Wer zudem im Internet seine Menung äußert, wird für 670 Euro im Monat abgefotzt, bis die Ohren glühen.

Allerdings nicht medial und offensichtlich – wie die Bildungsministerin unserer Bundesregierung, der man demonstrierte, bis an die Grenze der Lächerlichkeit, wie ohnmächtig und ohne Rückenstärkung sie ist – sondern unter Aufbietung aller Mächte der Perfidie, welche das Heimatland sonst zu bieten hat.

Deshalb ist dieser Boogie – Knüppel, Knüppel aus dem Sack – im 5/4 Takt, damit man die Stockhiebe spürt, denen ein Invaliditätspensionist mit Internetanschluß ausgesezt ist.

Es ist wenig taktvoll, jemandem zum Vorwurf zu machen, er wäre abhängig von den Medikamenten, die ihm gegen seine Depressionen verschrieben worden sind.

Man versucht Leuten die Nähe mit Begriffen wie Drogen, Sucht, Entzug und Therapie zu granatieren, um sie aufzuscheuchen und hinauszujagen, damit sie der Paniksuggestion, es wäre nun alles egal, folgen und auf der Drogenszene Anschluß suchen, mit dem Gedanken, Selbstmord mit Substitol oder Heroin zu begehen.

Deshalb werden Termine, zu denen man zu erscheinen hat, gegen Ende des Monats angesetzt, wenn es „Geld gibt“, und der „Krontermin“, zu dem es nach Ablauf von zwei Jahren um die Weitergewährung geht, sogar auswärts, am anderen Ende der Stadt.

Depressionen, Angstzustände und Panikattacken werden zum Vorwurf gemacht, selbstverschuldet zu sein, man will sagen, das wären Symptome wie bei einem Süchtigen, die Ursachen wären nicht endogen, die Ursache wäre Medikamentenabhängigkeit, nicht Depression, obwohl die Depression nach einer erfolglosen Interferonbehandlung verblieb, gleich wie der graue Star.

Niemand sollte annehmen, daß aufgrund von Depressionen allein die Berufsunfähigkeitspension zugestanden würde, oder aufgrund von psychosozialer Nicht-Integrierbarkeit, da müssen schon meßbar körperliche Beeinträchtigungen und Krankheiten vorliegen, damit die Invalidität prozentuell die Versicherungsleistung rechtfertigt.

Es soll auch schon Leute gegeben haben, die glaubten, sie hätten als substituierte Drogenabhängige bessere Chancen auf eine Berufsunfähigkeitspension, und sind dann eines Besseren belehrt worden, als sie einsehen mussten, daß sie nicht einmal einen Anspruch haben.

Daß es bei uns politisch motivierte Pensionierungen gäbe, um eine forensisch-psychiatrische Theorie anhand eines falltypischen Beispiels zu untermauern, und die engmaschige Observierung von Anfang an deren Bestandteil, wie die Unterbringung in der eigenen Lebensbeziehung, gewesen wäre, könnte als unrichtige Behauptung und paranoide Wahnvorstellung abgetan werden.

Man könnte – hysterisch – unterstellen: „Hier will jemand die Errungenschaften unseres Sozialssystems, dessen Früchte er selber schmatzend zehrt, beflecken. Dieser Mensch kotet, wo andere essen!“

Daß weiters Rassismus in dem ursprünglichen Vorsatz eine entscheidende Rolle gespielt hätte, wäre meinerseits nicht zu beweisen.

Es obliegt der Einschätzungsfähigkeit des Beobachters, zu erwägen, was er glaubt, und was nicht.

Wessen Existenz als invalid bewertet werden kann, behauptet nicht – er befürchtet.

Morgen: Die liebe Familie – Überraschende Pflegewünsche aus anderen Bundesländern.


Rentner Boogie

Beziehern einer Invaliditätspension wird die Existenz in Österreich nicht leichtgemacht, solange sie nicht im künstlichen Tiefschlaf liegen.

Der Vorwurf von Folter und Terror ist nicht an die Pensionsversicherungsanstalt zu richten, sondern an das Gesundheitssystem einerseits, und an die Regierung im besonderen.

Der bedürftigte Staatsbürger wird als Spielmännchen von PolitikerInnen und beamteten Ärzten an die Grenzen seiner psychologischen Belastbarkeit getrieben.

Ein braver Behinderter sucht sich einen Behindertenarbeitsplatz, ein anderer sieht sich mit dem Vorwurf „Arbeitsscheu“, einem Schicksalssiegel aus dem Dritten Reich, konfrontiert.

Ein Bekannter, der seit seiner Jugend an Schizophrenie erkrankt war, die sich in späteren Jahren in immer heftigeren paranoiden Schüben äußerte, wurde als Invaliditätspensionist zum pathologischen Alkoholiker, der sich um die Zeit der versicherungsärztlichen Begutachtung, gezeichnet von panischen Verfolgungsängsten, zudem im Zustand des Alkoholdeliriums, regelmäßig in der Psychiatrie aufhielt.

Vor seiner vierten Begutachtung warf er sich, vielleicht der Suggestion einer Therapeutin folgend, vielleicht, um eisernen Mut unter Beweis zu stellen, im Herbstnebel vor eine Lokomotive, wobei ihm beide Beine abgetrennt wurden.

Er erklärte sich in der Folge für erleuchtet – von seinem Alkoholismus geheilt – und lebte ein Jahr lang abstinent.

Im Laufe eines anschließenden Aufenthaltes in einer Rehabilitationsklinik versuchte man ihm moderne Prothesen anzupassen, was ihn mit neuer Abscheu vor der Medizin und alten Ängsten erfüllte.

Er begann wieder zu trinken und verstarb inzwischen an Organversagen infolge einer Leberzirrhose.

Was dem Staatsbürger als Bezieher einer Invaliditätspension widerfahren kann:

1. Rufschädigung: Gegen Invaliditätspensionisten werden Gerüchte freigesetzt, Sexualstraftäter zu sein.

(Sicher wie das Amen im Gebet.)

Sie neigten aufgrund ihres Bedürfnisses nach Sauerstoff, Sonnenlicht und einem Übermaß an Freizeit zu Auswüchsen von Langeweile – Drogenkonsum, Pädophilie und Exhibitionismus in öffentlichen Grünanlagen.

2. Haftähnliche Lebensumstände.

Berufsunfähigkeitspensionisten sind bei Abwesenheit einem Wohnungsaufsperrterror nach Gestapo-Manier ausgesetzt.

Haustiere werden mißhandelt.

In der Behausung können unversehens Ungeziefer auftauchen (Kakerlaken, Läuse, Wanzen).

Gegenstände verschwinden und tauchen Tage später wieder auf, Geräte werden beschädigt.

Beliebtes Ziel von Attacken: Schreibmaschinen und Personalcomputer.

Postzensur und IT-Sabotage:

Ein- und ausgehende Postsendungen werden „Sicherheitsprüfungen“ unterzogen, wobei Schriftstücke zurückgehalten werden oder verschwinden.

Wer über einen für seine Verhältnisse sehr teuren Internetanschluß verfügt, muß damit rechnen, daß seine Bandbreite immer wieder auf rätselhafte Weise auf Analogmodemgschwindigkeit reduziert wird, vor allem mit UPC-Chello.

3. Observierung und Provokation.

Bezieher von Mindest-Invaliditätspensionen werden von Beamten des Innenministeriums, des Justizministeriums, des Österreichischen Bundesheeres, verschiedener Abteilungen von Kriminalpolizei und Magistrat sowie einer Reihe von freiwilligen und unterschiedlich vernetzten Privatpersonen observiert, wobei letztgenannte die schlimmsten Probleme verursachen, weil ihre Motivation aus Bösartigkeit, Neid und Sadismus besteht.

Man muß damit rechnen, auf Schritt und Tritt beobachtet und fotografiert zu werden, und kann davon ausgehen, daß Fotomontagen und Videocollagen angefertigt und versendet oder veröffentlicht werden.

4. Benachteiligung bei der medizinischen Betreuung.

Beeinträchtigungen und chronische Krankheiten, die bei der Zuerkennung der Invaliditätspension berücksichtigt wurden, werden von Ärzten in öffentlichen Spitälern nicht behandelt, bzw. werden Behandlungen aufgrund von Vorurteilen, Ressentiments, sowie auf ministerielle Weisungen hin, verschoben, verzögert und delegiert.

5. Suggestion einer „Kronzeugenregelung“ und ihrer Benefizien.

Im Bereich Suchtgiftkriminalitätsbekämpfung werden laufend Informanten benötigt, welche über herausragende Sach- und fortgeschrittene Fremdsprachenkenntnisse verfügen.

Weiters soll der konstringierende psychologische Druck dazu dienen, einen medizinisch umstrittenen „Suchtmechanismus“ auszulösen.

Unter erhöhter Belastung durch den Zwang zur Suchtmittelbeschaffung wären Mindestsicherungsverwöhnte ideale Zeugen in Suchtgiftermittlungs- und Beweisverfahren, wobei nachvollziehbare Illusionen psychisch angeschlagener Menschen eine Rolle spielen.

Auswanderungsphantasien, Ideen einer neuen Identität und verändernder chirurgischer Eingriffe werden, verständlich, gerne in Situationen der Hoffnungslosigkeit projiziert.

Peace.

Harald Pinter

Re-commended: Fallen Art.


100 Euro …

… sind viel Geld. Ein lustiges Rechenbeispiel:

Ein ehrlicher Junkie in Wien bekommt am Tag 5 Kapseln Substitol.

Er verkauft sie morgens innerhalb fünf Minuten locker zu 20 Euro das Stück.

Um 100 Euro kauft er sich ein 1 Gramm Heroin und ein 1 Gramm Kokain vom Händler seines Vertrauens.

Damit kommt er  2 gute Tage lang aus, weil er von beiden Substanzen zusammen weniger braucht  und die Freude doppelt so groß ist.

Um den nächsten Tag muß er sich keine großen Sorgen machen.

Wenn sich unser Junkie schlau anstellt, kann er jeden Tag schön warm essen gehen und  jeden Monat  eine neue glubschäugige Matratzenprinzessin aufs Leben vorbereiten.

Das geht so lange gut, solange er den Händler seines Vertrauens nicht ans Messer liefert und selber mit Köpfchen handelt.

Solange er nur seine Substitolkapseln auf der überwachten Drogenszene verkauft, ist die Gefahr des Meiergehens (*) jedenfalls gering.

Wer ist hier gescheit und wer … doof?

Die pragmatisierten Sesselkleber von der Drogenkoordination und ihre politischen Weisungsbinder – oder der krisenstabile Junkie, der sich nicht zu Unrecht sagt, besser zweimal gut gelogen, als einmal schlecht gelebt?

Warum sollte er sich anders verhalten – zu seinem Nachteil?

Was nichts kostet, ist auch nichts wert, sagte einmal ein Wissenschaftsminister dieser Nation.

Dafür gibts die Wirklichkeit gratis – als Zubuße.

Tipp: Zeichne Dir zur besseren Vergegenwärtigung ein Diagramm.

Meiergehenösterr. sl. – auffliegen, hochgehen, enttarnt werden.


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