CatCam

by morath

Popcorn Planet

Typus bipolare Störung: Aufgaben des Menschen.

Die Welt des erweiterten Bewußtseins ist eine virtuelle Welt ohne Grenzen.

Die Assoziationsfähigkeit sprengt den Rahmen des normal Beschränkten, als wäre ein mysteriöser Sinn aktiv.

Man erkennt Menschen aus der Ferne der Verwandschaft, selbst wenn es sich um andere Personen handelt.

Die Welt erscheint bisweilen magisch, von Kräften beeinflußt, welche den Gesetzen exakter Wissenschaften zu widersprechen scheinen.

Bilder werden projiziert, aus feinen Lichtpartikeln, den durch manche Drogen hervorgerufenen Traumbildern vergleichbar.

An anderen Tagen herrscht Bedrückung vor, Schmerzen, das Gefühl, an einer organischen Krankheit zu leiden, einer Infektionskrankheit des Gehirns oder der Gehirnhaut.

Das gesamte Nervensystem wird fühlbar.

Man spürt, wie die Energie, verbleiben von einem Urknall, schwindet wie aus einem Ballon, obgleich ein vernünftiges Haushalten mit dem verbliebenen Guthaben die Lage relativ stabilisiert.

Hat man diese Ebene erreicht, macht es keinen Sinn mehr, dagegen aufzubegehren, indem man sich etwa den Gedanken einer Heilbarkeit suggerieren ließe.

Zu viel Energie wird von der Gesellschaft zur Ausübung sadistisch motivierter Experimente verschwendet.

Mäßigung und Rückzug sind Mittel der Wahl.

Der Versuch der Mitteilung bleibt legitim.

Eindrücklich beherbergen Hirnanhang- und Zirbeldrüse brachliegende Strukturen, Membranen, potentielles Reservoir.

Manche Lebewesen entwickelten ein Atemloch, andere ein Horn.

Wäre der Mann ideal, könnte er in seinem Schädel Perlen hinterlassen.

November 10, 2009 Verfasst von morath | Blogroll, Politics, Politics In The Chestnut | , , , , , , | Noch keine Kommentare

Die Folter.

Die Bedeutsamkeit der menschlichen Berufsfähigkeit.

Der erste Schneeregen der Saison.

Ich schlafe bis 11 Uhr am Vormittag.

Dabei nehme ich um ca. 7 Uhr früh 10 mg Escitalopram, einen selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer.

Danach kann ich noch einmal einschlafen und hole den REM-Schlaf nach, der während der frühen Morgenstunden gestört wird, eine Tatsache, die ich mit kameradschaftlicher Gelassenheit zur Kenntnis nehmen und kurzfristig abstellen, aber nicht verhindern kann.

Ich leide an einer Entzündung des Zentralnervensystems, seit einer akuten Erkrankung im Winter 1993/94.

Es könnte sich um eine Meningo-Enzephalitis oder Borreliose gehandelt haben, ganz sicher bin ich nicht, da eine solche Erkrankung trotz dringender Hinweise nicht diagnostiziert wurde, und da ich zu jener Zeit auch gefoltert worden bin, und meine Erinnerungen an einen bestimmten Tag nur lückenhaft erscheinen, wobei der amnesische Anteil mit einer Unzahl von denkbaren Füllungen abdichtbar wäre, obgleich es dazwischen auch eindeutige Erinnerungen gibt.

Seit der angenommenen Erkrankung verspüre ich mit jedem Einbruch der kalten Jahreszeit folgende Symptome:

Kopfschmerzen. Schmerzen der Halswirbelsäule, Schmerzen der Wirbelssäule, die ausstrahlen bis in das linke Schulterblatt, Nierenschmerzen mit Betonung rechts, Hemisphärenkopfschmerz links einem dreifingerbreiten Zentrum auf der linken Großhirnrinde.

Dieser jährlich wiederkehrende Zustand wird begleitet von einem schrillen Tinnitus und akustischen Sensationen, die ich nicht als Halluzinationen bezeichnen will.

Tagsüber bleibe ich zurückgezogen, erledige Einkäufe und Hausarbeiten, beschäftige mich mit dem Kater Schrammmel, schreibe, lese oder recherchiere im Internet.

Immer wieder kann es zu Kopfschmerzattacken kommen, die ich mit 400 mg Ibuprofen bekämpfen, aber selten ausschalten kann.

Ich bin bemüht, Ibuprofen nicht regelmäßig zu nehmen.

Manchmal verschwinden die Kopfschmerzen bei einem Einkaufsbummel oder einer guten Tasse Kaffee.

Am Abend bringen 30 mg Oxazepam Erleichterung und ich kann kurz nach Mitternacht relativ leicht einschlafen.

War der Tageskopfschmerz heftig, nehme ich 15 mg davon früher, etwa um 19h, die zweiten 15 mg eine Stunde vor dem Schlafengehen.

Gestern rasierte ich mir den Kopf.

Während des peniblen Vorgangs ließen die Kopfschmerzen nach.

Ich nehme zum Frühstück ein Dragee eines Vitamin B-Komplexes und esse tagsüber einen Apfel und eine Zitrusfrucht.

Die im Sommer erfolgten Staroperationen  haben meine allgemeine Befindlichkeit nicht verbessert.

Zwar konnte verhindert werden, daß ich zunehmend erblinde, aber ich bin heute auf beiden Augen sehr empfindlich und muß, abgesehen von der Brille am Kopf,  künstliche Tränenflüssigkeit einsetzen.

Eine der verschütt’ gegangenen Errinnerungen ist, daß meine Augen mit einem Staubsauger mißhandelt wurden.

Ich weiß, daß in der Steiermark Menschen gefoltert worden sind, zum Gaudium anderer Menschen, und es wäre naiv, anzunehmen, daß es nicht anderswo in Österreich anderen Menschen ähnlich ergangen ist.

Wenn es meine Befindlichkeit zuläßt, koche ich abends für zwei Personen.

Gelegentlich trinken wir zum Essen ein Gläschen Wein.

Oktober 15, 2009 Verfasst von morath | Austria, Blogroll, Panic Attacks, Politics | , , , , , , | Noch keine Kommentare

Die Judas-Probe.

Logbuch.

Der Sommer hat das Land verlassen.

Der Kater Schrammel legt seine Pfoten auf meine Schulter und zaubert Vibrationen von Behaglichkeit und Vertrautheit an mein Ohr.

Das ist mein kleiner Friedenspreis, eine wertvolle Begegnung zwischen verwandten Wesen, die lieber der Einsicht den Vorzug geben.

Mein Glück ist, mich von den großen Herausforderungen abwenden und dem Lauf der Gedanken folgen zu können.

Auch wenn der Tribut, den ich für die Möglichkeit der Abkehr zu leisten habe, mir mitunter hoch erscheint, so gebe ich diesem Dasein doch den Vorzug gegenüber den vielzähligen Möglichkeiten, sich als Werkzeug anderer Menschen Macht gebrauchen zu lassen.

So falle ich, in der Berechnung solcher, der Allgemeinheit weniger zur Last, als im Pflegehospital im Schutzbett.

Die Verweigerung der Judas-Probe ist eines der Verbrechen, die mir zur Last gelegt werden.

Es handelt sich dabei um eine besonders widerliche Methode des faschistischen Überwachungsstaates, unter Berufung auf die heiligen Schriften des Christentums, seinen Menschen das Rückgrat zu brechen, indem man ihnen das Bein mit der Panzersperre stellt und dann vorhält, sie hätten schon wieder den Herrn verraten.

Die Mittäterschaft würde leichter verziehen, die Aufnahme am Schiff der letzten Hoffnung verliefe hart, aber herzlich.

Oktober 10, 2009 Verfasst von morath | Austria, Blogroll, State Of Mind | , , , , , , , , , , , , , | Noch keine Kommentare

Pulver

Der entmündigte Patient – Kriminalitätsbekämpfung in Lapazulien.

Versuche, die Generation 50, in früheren Leben liberale Spontis, Sozis, oder einfach brave Dienstnehmer, heute arbeitslos und entnervt, durch Therapiezwang bei Androhung psychiatrischer Dauerverwahrung zu wirtschaftlich einträglichen Menschen umzubilden, wird weiterhin kaum Früchte tragen.

Die österreichische Wirklichkeit gebiert vor allem Alkoholiker, Sozialmorphinisten, Selbstmörder und Zerworfene.

Die anhaltend restriktiven Maßnahmen auf dem Arbeitsmarktservice tragen dazu bei, daß den Sozialdemokraten die Wähler davonlaufen.

Der neoeuropäische Krieg gegen Benzodiazepine, vorschüblich von der WHO  Ende des vergangenen Jahrtausends als bedenklich eingestuft, und nach wie vor legal auf Kasse * verschreibbar, führte dazu, daß diese Arzneien auf dem Schwarzmarkt neben Morphinsubstitutionspräparaten und Opioiden zu begehrten Handelswaren mutiert sind, und trägt mehrfach dazu bei, eindeutige Grenzen zu verwischen.

Wie man in Wien feststellen kann, werden Konsumenten von Tranquilizern, ungeachtet ihrer Einstellung und Lebenssituation, schattenbehördlich mit “Süchtigen“ gleichgestellt, und müssen den Damen und Herren von der Drogenkoordination GesmbH, die sich hinter einem Stadtwappen verschanzen, als unfreiwillige Rhesusaffen dienen.

Während im Hintergrund aus wirtschaftlichen Erwägungen neue maximale Abgabemengen formuliert werden sollen, laufen vorne ungeniert Feldversuche, wie Konsumenten auf unfreiwillige Placebogaben und Dosisreduktionen reagieren.

Wer sich etwa an eine Abenddosis von 30 mg Ox-azepam gewöhnt hat, sollte sich besser damit abfinden können, auch mit 20 mg das Auslangen zu finden, ohne bei einer fairen Aufklärung oder per Beipacktext über die Änderung der Zusammensetzung seiner Medikation in Kenntnis gesetzt zu werden.

Wer damit Schwierigkeiten hat, könnte auf der Suche nach mehr Benzodiazepin-Stoff auf bekannten Umschlagplätzen der Drogenszene ins Visier der Drogenfahndung genommen werden, und durch mehr oder weniger geschickt inszenierte Manöver als Informant gegen Dealer von p.d. illegalen Drogen vom Heft gebrochen werden.

Wer Pech hat, wird mittels den Banken der Krankenversicherungsanstalten entfleuchter Daten Folterungen ausgesetzt, die mit den Hexenproben des Mittelalters verglichen werden können, weil neben Befindlichkeitsstörungen und neuralgischen Kopfschmerzen auch Angstzustände, Panikattacken und epileptische Anfälle auftreten können – und immer jene Zustände, gegen die zuerst ein Antidepressivum, später noch ein ergänzendes Beruhigungsmittel verschrieben worden sind.

Zukünftig könnten europaweit 500 mg Oxazepam mit 500 mg Diazepam gleichgesetzt werden, was einer Packungsgröße von 50 Stk. Diazepam zu 10 mg entsprechen würde, die schon seit geraumer Zeit nicht mehr auf Kassenrezept abgegeben werden.

Darüber herrscht in West und Ost keinesfalls Einigkeit, bzw. wird diesem aus dem Boden gestampften Problem nicht allerorts dieselbe Priorität beigemessen wie derzeit im deutschen Sprachraum.

Es sollen – Epizentrum Bundesrepublik – der Praxis von Privatverschreibungen dieser in dilettantischer Weise nivellierten Grenzwerte von Präparaten chemisch-pharmazeutisch ähnlicher, aber keinesfalls gleicher Endstruktur und spezieller Wirksamkeit, ein Riegel vorgeschoben werden.

Der Kampf geht zu Lasten von Abertausenden Patienten, die verschiedenste Benzodiazepine in niedriger Dosierung in Kombination mit Antidepressiva z.B. vom Typ SSRI zu sich nehmen, weil es sich als benigen erwies, und ohne jemals in Geschäfte mit illegalen Rauschmitteln involviert gewesen zu sein.

An den herrschenden Unstimmigkeiten profitieren die Pharmaunternehmen, in Zusammenarbeit mit Fachärzten mit – streng geheimen – Forschungsaufträgen, die etwa anstelle von Oxazepam nur mehr Alprazolam (…) verschreiben sollen.

Es wird die bei Unkenntnis der Materie plausible wie unseriös vorgriffige Behauptung aufgestellt, daß es sich bei 50 Stk. Oxazepam zu 15 mg um eine die maximale Abgabemenge von 500 mg „Benzodiazepin“ eindeutig überschreitende Menge handeln würde, odr?

Grundsätzlich gilt:

Was der niedergelassene Arzt an Medikamenten verschreibt, ist legal.

Was über die Gasse verkauft und erworben wird, ist legal oder nicht illegal, aber Suchtgift.

Es besteht kein Anlaß, sich von Leuten mit medizinischer Ausbildung für allzu bloed verkaufen zu lassen.

Wenn verschiedene Ärzte nicht mehr vertrauenswürdig sind, weil sie ihre PatientInnen schamlos hintergehen, empfiehlt es sich, zur weiteren Entscheidungsfindung, der demokratischen Wirklichkeit in Europa in die Augen zu schauen.

1. Gebührenbefreite Personen bekommen Benzodiazepin-Medikamente in der Apotheke gratis.
2. Wird ein Medikament der Wirkstoffgruppe Benzodiazepine auf ärztliche Empfehlung zu einem Antidepressivum vom Typ SSRI eingenommen, stellt sich keine Dosistoleranz ein, welche bei Mißbrauch von Benzodiazepinen, besonders in Kombination mit Alkohol, regelmäßig auftritt.
3. Wenn im Rahmen ihrer Feldversuche die Drogenkoordination, im Handschlag wohl mit der Drogenambulanz der Abteilung Psychiatrie am Wiener AKH, bestimmte Apotheken dazu animieren kann, Placebos – in erster Linie an zahlende Kunden – auszugeben, bzw. Chargen, die weniger Wirkstoff als angegeben enthalten, dann bahnt sich bereits ein neuer Skandal an.)

(Dr. Schneeberger-Saraduk, Bene-Forschung.)

Oktober 5, 2009 Verfasst von morath | Austria, Blogroll, Drogenpolitik, Drugs, Europe, Politics, Research, Science, Vienna | , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Noch keine Kommentare

Sprechgesang im Sägewerk.

Wie Nazis in Österreich den Sozialversicherungsträgern ans Bein ludeln. *

Die Psychiatrie ist jener Bereich der Medizin, der sich in Krisenzeiten als erster politisch zu verfärben beginnt.

Wer vermehrt Macht über Menschen begehrt, bedient sich auch perfider Mittel.

Mit der Psychiatrie wollen Leut’, gebildet und auf guten Ruf bedacht, lieber nichts zu tun haben.

Je lauter der Ruf der Psychiatrie nach Menschen, je akkordfalscher die Lobpreisung psychiatrischen Heilsvermögens, desto schlechter die Zeiten.

Wenn ein Mediziner Krankheiten nicht heilen kann, dann sollte er nicht zu deren Heilung blasen und tueten, schon gar nicht, wenn er sie nicht kennt.

Umso mehr Psychiater in die psychologische Trickkiste greifen, desto dubioser und unseriöser wird ihr Agieren, denn die Psychologie ist eine beschreibende und empirische Wissenschaft, und kein Heilverfahren.

Psychologie kann auch mißbraucht werden, um Menschen zu ängstigen, einzuschüchtern, zu demütigen, zu quälen und zu foltern.

Andererseits ist Psychologie in ihrer Anwendung ein unsicheres Terrain, man kann sie studieren, um akademisches Gewicht zuzulegen, aber zur Anwendung ihrer Erkenntnisse bedarf es keiner speziellen Psychologen, sie erfolgt in der Medien- und Leistungsgesellschaft so automatisch wie beiläufig.

Eine klassische Art von Psychologie ist die Menschenkenntnis, wiewohl fehlbar und relativ, in erster Linie von eigener Erfahrung abhängig.

Man kann Menschenkenntnis, die auf langjähriger vergleichender Beobachtung beruht, nicht mit absolvierten Psychologiekursen vergleichen, und schon gar nicht mit einer böswilligen Kartenlegerspökenkiekerei auf die sich widerstrebenden Balken einer Waage legen.

Selbst ein Kartenspieler mag über psychologische Kenntnisse verfügen, jedoch dienen sie dazu, eines Gegners Schwächen zu erkennen und ihn zu überrumpeln, und nicht dazu, jenen zu verstehen und zur Erhaltung seiner Lebensqualität beitzutragen.

Die Psychiatrie ist ein Bereich der Medizin an der Schnittstelle zur Psychologie, aber auch zu anderen Sozialwissenschaften, und es zeugt von der Kompetenz des Mediziners, Proritäten und Zielsetzungen seines Berufes zu kennen.

Das Experimentierfeld ist am Rande physiologisch bedingter Erkrankungen des Gehirns und des Nervensystems relativ weit, denn Depressionen und neurotische Störungen sind Alltagserscheinungen unterschiedlich deutlicher Ausprägung.

Bedenklich ist, daß Suchtkrankheiten, den Zeiten entsprechend, enorm zugenommen haben, wodurch eine vom psychologischen Standpunkt her leicht erpress- und manipulierbare Probandenschaft, oftmals bei jugendlicher Blüte mit absehbarer Ablaufzeit,vorhanden ist, um disponierten Personen als anwaltlose Versuchstiere und ideale Mißbrauchsopfer zur Verfügung zu stehen.

Es herrscht, je menschenverachtender das System, eine Psychiatrie, die auf der einen Seite bereitwillig dazu beiträgt, Abhängigkeiten und Suchtkrankheiten entstehen zu lassen, um auf der anderen Seite bei deren vorgeblicher Bekämpfung und Heilung („Therapie“) Anerkennung, Lorbeeren und bare Münze einzuheimsen.

Echte Geisteskrankheiten mit dem Risiko von Fremdgefährdung erscheinen denkbar selten, aus politischem Kalkül als psychiatrisch auffällig gebrandmarkte Personen fallen erfahrungsgemäß (?) kaum durch kriminelle Entgleisungen auf.

Daß Suchtkrankheiten kriminelle Handlungen auslösen können, hängt mit einer herabgesetzten Aggressionsschwelle und Beschaffungszwang zusammen, wobei unterschiedliche Substanzen unterschiedliche Rollen spielen, und der Alkohol als pausbäckiger, um Nachschank bettelnder Monarch hoch über Wolken aus exotischen Substanzen thront.

Das Krankhafte der Abhängigkeit ist innerhalb geklärter sozialer Verhältnisse wenig akut, wobei Aufklärung und fortgesetzte Persönlichkeitsbildung eine große Rolle spielen.

Ideen von Drogenmilieus als Familienersatz mögen bei Jugendlichen und langjährig hospitalisierten Menschen zutreffen, während die persönliche Annäherung von Fünfzigjährigen an Generationen von Jugendlichen, aus Gründen von Beschäftigungslosigkeit und Langeweile, nicht sehr wahrscheinlich ist.

Viel wahrscheinlicher ist die Wahrscheinlichkeit koordinierter Informationsbeschaffungsvereine im Vorfeld polizeilicher Ermittlungen, oft auch in deren Deckung und Windschatten, wo Spähposten des Menschenhandels, des politisch motivierten Rassismus und einer selbstbedienenden Psychiatrie Ausschau halten nach jungem Gemüse, frischem Fleisch und neuen Laboraffen, an deren Beobachtung, Irreführung und Leiden man sich erfreuen könnte.

Wenn einen ein Vertreter der Psychiatrie wissen lässt, es wäre der Wunsch politischer Entscheidungsträger, ihre ehemalige Probanden nicht mehr aus den Augen zu lassen, heisst das nicht, daß man dieser Suggestion nachzukommen hätte, indem man ständig irgendwelchen Nachwuchsnervensägemeistern mit sadomasochistischen Neigungen die Türen einrennt.

Soweit kann man sich schon selber einer Mäßigung und Selbstkontrolle unterwerfen.

 

(*) ludeln – landläufig für urinieren; wahrscheinlich von lat. ludere – spielen, steht  eher für des lustvolle, enthemmte, gemeinsame Wasserablassen früherer Zeiten.

September 15, 2009 Verfasst von morath | Austria, Politics, Research, Science, Vienna | , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Noch keine Kommentare

Zwingen

„Sitzfleisch statt Buschfleisch.“

Morath gehört zu einer schwindenden Gruppe von Menschen in Österreich, die in ihrer Jugend von katholischen Sozialarbeitern als Behinderte beschrieben und als Versuchsprimaten in Drogenrehabilitationseinrichtungen geschleust worden sind.

Dies geschah in der Absicht, sie entsprechend dem bis heute kaum überarbeiteten Wissensstand der Psychologie für Sozialarbeiter ab einer gewissen Alterschwelle in die Psychiatrie und ihre Dependancen zu pfeifen.

Anderenteils haben sich weder Prognosen über die Entwicklung angeblicher Suchtkrankheiten bestätigt, noch ist es gelungen, den mit der öffentlichen Degradierung verbundenen Rufschaden zu löschen und durch Maßnahmen Menschen erhaltungsfähig zu schmieden.

Wenn man ihm heute eine Psychotherapie aufzwingen will, offenbart sich nichts anderes als der wiederholte Versuch, den aufgrund des vorliegenden Weblogs als unbequem eingestuften Zeitgenossen in Kontakt mit dem Drogenmilieu bringen zu wollen, einen typischen Rückfall zu provozieren und auf diese Weise einen Streichholzinformanten gegen Afrikanische Drogenhändler vom Heftchen zu brechen.

Der Versuch, ihn auf die Geleise der Drogenkoordination zu treiben, ist ein sinnloses Unterfangen, weil inzwischen dreissig Jahre vergangen sind.

Die Erfüllung dieser Erwartung hinter dem System ist weiter von ihm entfernt als der Urkontinent Pangea, was hoffnungsvoll nicht der Wirkung eines bislang noch nicht als abhängigkeitserzeugend eingestuften Antidepressivums zuzuschreiben ist, sondern der Gnade der anwachsenden Gleichgültigkeit durch eine natürliche mentale Dämmerung.

Lieber verbringt er eine Zeit ohne besondere Vorkommnisse, als sich durch den angewendeten faulen Zauber aus der Reserve locken zu lassen.

September 13, 2009 Verfasst von morath | Austria, Experience, Politics, Research, Science, Vienna | , , , , , , , , , , , , | Noch keine Kommentare

Euthanasia

How the drug coordination fools the health insurances and abuses their patients like secret lab monkeys.

One more from the front of Austrias war against  austrian people.

I’ve been used to take a  prescription medication against depression, one part contains Oxazepam*, a benzodiazepine.

I usally took 30 mg in the evening, which helped me to prevent a typical headache caused by a cervical vertebra arthrosis (…), as well as it would help me to relax and improve sleep.

Instead of prescribing to my personal demands neither to scientific findings, I was handed out a box of effectless placebos.

This never happened when I got the prescription by my general physician, but I’ve already made the same experience with another psychiatrists leaf – one year ago.

I am able to tell if the dose works or not.

There is no information available about out-of-clinic trials and studies with un-volunteers.

My monthly supply had been recently prescribed by another specialist.

I didn’t check the prescription for marks nor was the box broken or the med exceeded.

To me it’s one more hint it makes no sense to consult psychiatrists/neurologists.

Such happens, because the  drug coordination here determines who has to be a drug addict, and efforts to destroy confidential relationships between medical doctors and patients.

I’ve been an observed person at least since summer 2003.

I wouldn’t go out and get me illegal drugs instead, as well as I’m able to stand a few minor withdraw effects.

Proven risks of sudden benzodiazepine stops are in worst case attempts of epilepsy and a gain of suicide disposition.

 This is only one of many aspects of the infame malicious austrian way to fight drugs.

The lame excuse of the observance is the executor of laws needs to protect  life-partners.

Me and my wife have been sharing lives for 22 years.

I wouldn’t commit suicide for this foul trick, nor would I attack my spouse.

But I am able to highlight this and underline once more, that the drug coordination is a tool of a corrupt and mendacious systemt, that has been tending to force, torturize and extinct people.

A gestapo-like instrument influences lives and partnerships of average citizens by re-executing peoples pre-past.

The explaination for such a scandalous situation is a fascistic shadow government democracy, practicing sytematical legacy-hunting.

Drug policy in Austria means they actively speed up the erasure of people causing costs.

I call that euthanasia.

 

Affected are substances manufactured and distributed by Meda.

September 7, 2009 Verfasst von morath | Austria, Blogroll, Research, Research & Science, Science, Vienna | , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Noch keine Kommentare

Italienisches Vorbild.

In Österreich strudeln Demokratie und Kultur eines geplanten Europa ab.

Nach wie vor plagen den österreichischen Durchschnittsmenschen kleine Ängste aus dem vergangenen Jahrhundert.

Stereotypen, die alptraumhafte Begleitbilder hervorrufen sollen, sind:  Neonazis, Horden von Skinheads, Hells Angels, zähnefletschende Kampfhunde; Synonyme für organisiertes Verbrechen wie Camorra, Cosa Nostra, Ndrangetha, ferner eine korrupte Regierung sowie Polizei und Justiz, die Augen, Ohren und Mund verschließen. *

Zu den Einnahmequellen mafioser Organisationen gehören traditionell Glückspiel, Prostitution und Schutzgelderpressung, weiters Drogenhandel und Sondermüllentsorgung.

Tatsächlich gibt es in Österreich seit Beginn dieses Jahrhunderts vermehrt Tendenzen, bislang regional kleinwüchsige Mißstände auf internationales Niveau zu bringen.

Dazu gehören die Auftragsentsorgung konfiszierter illegaler Rauschgifte ebenso wie die systematische Ausklaubung abgelaufener Medikamente und deren Wiederverkauf sowie einschlägige Import/Exportschwindelgeschäfte im größeren Stil.

Daß in diesem Bereich Österreichs Behörden wegschauen und Eckpfeiler der Korruption wie die urbanen Drogenkoordinationen ein sozialpsychologisches Verwirrspiel unterstützen, dürfte inzwischen allgemein bekannt sein.

Daß Schutzgelderpressung nur in Verzahnung mit anderen kriminellen Überträgern funktioniert, und was Schutzgelderpressung für den einzelnen Staatsbürger bedeutet, offenbart sich erst in Krisenzeiten.

Man assoziiert dieses Thema mit beflissenen kleinen südländischen Restaurantbesitzern, denen bei Nichtbezahlung von Schutzgeld Brandsätze ins Lokal geworfen werden.

Betroffen sind in Österreich vor allem Behinderte, Mindestrentner und Bezieher kleiner Einkommen - sowie alle, die noch irgendetwas besitzen, dessen Wert 500 Euro übersteigt.

Die Erpresser verstecken sich gerne hinter Organen der Republik Österreich, welche ihnen gelegentlich Tips über laufende Verfahren zuwerfen.

Immer öfter kommt es zu Forderungen seitens dubioser Inkassodienste, die sich z.B. aufgrund von Informationen ehemaliger Bankangestellter auf längst getilgte Schulden berufen, uneinbringlich hohe Summen vorschreiben und im Kalkül der Ängste hilfloser Menschen monatliche Teilzahlungen einfordern.

Ihre realen Firmensitze liegen zwischen Österreich und Europa.

Sie betiteln sich stolz wie belanglos als  behördlich konzessionierte Dienstleistungsunternehmen und unterbreiten ihre Forderungen mittels bedrohlich spitz formulierter Zahlungsbefehle, untermustert von Kaskaden scharfzackiger Unterschriften, beiliegend höchst offiziell anmutende Fragebögen zu persönlichen Besitzverhältnissen usw. usw. usw.

Ein Beispiel am Rande:

Familie Vetter hatte im vorigen Jahrhundert bei einem steiermärkischen Bankinstitut ausstehende Kreditschulden in der Höhe von ca. 110.000 Euro.

Im Dschungel undurchsichtiger Unterzeichnungsmodalitäten gab es drei nicht bürgschaftsfähige Haftende.

Nachdem die Nettosumme zunächst zweckentfremdet beiseite geschafft und aufgrund persönlicher Verstrickungen in kriminelle Handlungen anonym zur Abdeckung der ursprünglichen Forderung dem Bankinstitut zurückerstattet worden sind, besteht die seinerzeitige Schuld nicht mehr.

Das Bankinstitut kann keine Kontoauszüge mehr ausweisen.

Im Hintergrund wurden Informationen über Schulden samt Zinsen, inzwischen auf 200.000 Euro angewachsen, von Rechtsanwalt zu Rechtsanwalt zu Rechtsanwalt portiert, und so werden heute unter Androhung von Haushaltspfändungen insgesamt 600.000 Euro von den seinerzeit Haftenden einverlangt.

Der Rechtsanwalt des Inkassodienstes am Schluss dieser Informationskette bietet schließlich – es sind 15 Jahre vergangen, Kreditnehmer und Mithaftende pflegen keine persönlichen Kontakte mehr -  drei Kulanzlösungen, indem er von den Beteiligten je 25.000 Euro verlangt und für die großzügig reduzierte Summe private Kredite anbietet.

Er verdient seinen Lebensunterhalt mit dem Einschüchtern einfältiger Menschen, die das böse Spiel nicht durchschauen, sondern ein Schuldgeständnis unterschreiben und sich noch einen Kredit aufdrängen lassen.

„Mein Auftraggeber zahlt nämlich Ihre Zinsen.“ sagte der Mann an der Tür.

Es wird ein Problem offensichtlich, das in Österreich um sich greift wie Schweinepest.

Als psychologische Druckmittel werden systematisch bösartige gefälschte Informationen in das Verwirrspiel eingespeist,wie im Fall von Frau Vetter – eine der drei ehemaligen Kreditschuldner.

Sie wäre drogenabhängig und würde deshalb ihre Schulden nicht bezahlen.

Sie soll dazu genötigt werden, eine Schuldnerberatungsstelle aufzusuchen, die die Schutzgelderpresser unterstützt.

Dazu erhält sie neuerdings Hausbesuche von der Fürsorgestelle des Magistrats ihrer Heimatstadt, wo Anzeigen über ihre angebliche Suchtkrankheit und einen heruntergekommennen Lebenswandel eingegangen sind.

Frau Vetter lebt heute in großer Angst, man könnte ihr die Kinder, deren Alleinerzieherin sie ist, wegnehmen.

Sie leidet an Depressionen und trinkt, um einschlafen zu können, mehr Alkohol, als ihr guttut.

Ein österreichisches Schicksal 2009.

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… und einen goldenen Meix’  für die Matura in Wien.

 

 * Es zählt zu den Eigenarten des menschlichen Bewußtseins, Wahrnehmungen, die mit dem eigenen Weltbild unvereinbar sind, einfach auszublenden.  Das führt dazu, daß selbst kritische Politiker nur im Wahrnehmungsfeld der eigenen Kaste kramen. Die Welt, in der ein Großteil der Menschen gefangen ist, befindet sich außerhalb des goldenen Käfigs.

August 9, 2009 Verfasst von morath | Austria, Europe, Politics, Vienna | , , , , , , , , , , , , , | Noch keine Kommentare

Lochstopfen oder: Rechtswählen für 20 Euro.

Soziale Schutzgelderpressung oder nachvollziehbare Erwartung des vom großen Glück verschont gebliebenen Österreichers?

Worum es geht, will ich gern erklären:

Wäre meine Mindestsicherung nicht befristetet durch eine Invaliditätspension abgedeckt, wäre ich beim Stand meiner Behinderung und gesundheitlichen Beeinträchtigung als österreichischer Staatsbürger aufgrund eines Lecks im System ganz und gar von der Großmütigkeit meiner lieben Frau, der Bezieherin eines hart verdienten Einkommens, allein abhängig.

Das theoretische Anrecht auf Sozialhilfe bei Einkommenslosigkeit beider Ehepartner ist dabei kein Trost.

Daß Ähnliches in -zigtausend ähnlich gelagerten Fällen tragisch zu enden droht, liegt auf der Hand:

Auch die Seele ist nur begrenzt belastbar.

Die Menschen leben in Existenzangst, und man sollte darüber keine Witze reissen.

Österreich heute, das ist auch mein Schicksal mit sechs Nullen.

Es gibt Abertausende von weniger oder mehr behinderten Menschen, die hat man über Jahrzehnte man nicht zu beflissen funktionierenden, hyperflexiblen oder abgedreht geschäftstüchtigen Leuten schmieden können, und die sind heute, aufgrund ihres Alters und ihres Gesundheitszustandes, nicht auf blankpolierten Schienen in einem schrumpfenden, persönliche Ressourcen verschlingenden Arbeitsmarkt unterzubringen.

Man könnte tief in die Kiste mit den gußeiserrnen Sprüchen greifen und sagen – ja, ja – jeder wäre allein seines Glückes Hämmerer, die Augen verschließen, die Arme verschränken und den Drehsessel um 180° Karrussell fahren lassen.

Soziale Probleme mittels kommunalpolitischer Frühstücksxperimente durch behördlich verordnete Hausstandsauflösungen mit anschließendem Therapiezwang – weit gefehlt – persiflieren zu trachten, zeugt von der überstrapazierten Lust an persönlicher Machtausübung seitens einer Gruppe, die sich durch soziale Kompetenz und den Willen, Verantwortung zu übernehmen, auszeichnen wollte, und nicht durch Einmischung in anderer Leute Privatleben, bei gleichzeitiger ungenierter Verstricktheit in Geschäfte und unpassende Verschwisterungen aller Art.

Ich erinnere einmal mehr an seriös anmutende Jobangebote bei „Fix und Fertig“, die in österreichischen Tageszeitungen geschaltet werden und dazu dienen, als „politisch“ markierte Menschen in die Mangel der Wiener Drogenkoordination als Instrument der Wohnraumbeschaffung für Kommunalpolitiker, des Psychoterrors und der allerniederträchtigsten Einmischung in Privatangelegenheiten – als Versuch der Vertreibung – zu befördern.

Wer aber, der prophylaktischen Bestrafung des Weichenmüssens nach nirgendwo, um des lieben Friedens willen ausgesetzt, könnte noch auf eine positive Zukunft setzen, und weiter dieser Republik als gesetzgebendes Elternland Verständnis und Respekt entgegenbringen?

Wer würde noch die Hausordnungen einhalten und seinen Staatsbürgerpflichten nachkommen – können?

Wieviel Zehntausende Österreicher müssen sich bis zu den nächsten vorgezogenen Nationalratswahlen ein Dasein in Obdachlosencamps und die Ausspeisung durch wohltätige Vereine vorstellbar machen?

Es geht jetzt darum, ein phänomenal psychosoziales Disaster zu verhindern, das der österreichischen wie der gesamteuropäischen Bevölkerung enormen Schaden zufügen und der epidemischen Ausbreitung von Extremismus durch käufliches Wählerverhalten Vorschub leisten würde.

Wer die Hoffnung hinter die Explosion verdonnert, tut seiner Heimat nichts Gutes.

Die Österreicher meiner Generation sind auch an der Kante des erwerbsfähigen Daseins durchschnittlich besser gebildet und weitaus auffassungsfähiger, als behördliche Standesbezeichnungen ausweisen und eine herrschsüchtige Politikerkaste wahrhaben will.

Dieses Land darf kein Alpen-Adria-Waldwurzelpatriarchat mit totgeschwiegender Breitenarmut werden.

Das ist die Erwartung politisch mündiger wie verdrossener österreichischer Menschen an ihre Volksvertreter.

Juni 28, 2009 Verfasst von morath | Austria, Drogenpolitik, Education, Europe, Europia, Experience, Politics, Politics In The Chestnut, Summertime, Vienna | , , , , , , , , , , , , , , , | Noch keine Kommentare

Qual der Zeit.

30 Jahre „Helfen statt Strafe“.

Eines windgekühlten Vormittags saß Fasching auf der anderen Seite des Fliegengitters und laberte mich an.

Ich wußte nicht, was ausschlaggebend für seinen Besuch gewesen war, aber er schien bemüht, sich so darzustellen, als ob ihn meine Eltern geschickt hätten, sich um mich zu kümmern.

Er trug Hornbrille und Schnauzbart, dazu ein rustikales Gilet mit Silberkugeln, und erinnerte mich zuerst an Towje Kleiner in „Der ganz normale Wahnsinn.“

Ich war überrascht, endlich Besuch zu bekommen, aber meine Freude hielt sich angesichts Herrn Faschings in Grenzen.

Fasching entstammte der Sozialarbeit in der Psychiatrie, hochlobte voller Stolz die Drogenberatungsstelle in der Grazer Paulustorgasse, wie aus der großen Quetschharmonie geduedelt, flammte und loderte darüber von der neueröffneten Dependance des Anton-Proksch-Instituts in der Hinterbrühl bei Mödling, und deren aufgeschlossenem, verständnisvollen Leiter, Primarius Dr. Pernhaupt.

Es gäbe moderne Behandlungmethoden – und neuerdings die Möglichkeit … bedingten Strafnachlasses bei Drogendelikten.

Er verwendete in seinem Bewerbungsgespräch immer wieder das Wort „Wir“ satt „Ich“.

Ein schief grienendes, neonfarbenes, händchengrüßendes Männlein in einem „Hilfe statt Strafe“-Leibchen versuchte rastlos, es sich im Labyrinth meiner Gehirnwindungen bequemzumachen, fand keine geeignete Stellung, und verlief sich in endlosen Weiten.

Ich hatte ein Fahrrad gestohlen, das ich im Dorotheum versetzen wollte, und war in der Herrengasse aufgehalten und festgenommen worden.

Eine Handvoll Kleindelikte, ein wenig Haschisch, ein bißchen Heroin, waren fällig.

Dazu Finanz- und Zollgebühren, blaue Briefe, niemals abgeholt.

Ich war zu einem anschwellenden, leberzersetzenden Alkoholiker geworden, nachdem ich ein halbes Jahr vorher einen Mohndrogenentzug weggetschechert hatte.

Die Ausnüchterung in Untersuchungshaft war seelisch schmerzhaft und offenbarte echten Herzenskummer.

Freundin K. ging mir fürchterlich ab, obwohl die strapazierte Liebesbeziehung eine Ursache meiner Qualen gewesen war.

Immerwiederkehrende Rückblenden auf Täuschungen von Menschen, die mir vertraut hatten, peinigten mich schwer.

Ich balancierte auf der Kante zwischen Selbstmitleid und Wahrnehmungskritik, versuchte die bleischwere Zeit zu bewältigen, indem ich alles niederschrieb, was mir ein – und auffiel.

Dieser Kerl erschien mir, zweitens, aufdringlich.

Er wirkte bei allem aufgebotenen Enthusiasmus auf mich nicht überzeugend, trotz Sozialpädagogenkostüm, eher zielstrebig Terminlisten abarbeitend, im Tempo des Untersuchungsrichters für Suchtgiftangelegenheiten.

Er hatte den leicht hölzelnden Rededrang eines von einer Handvoll Antapentantabletten beflügelten Tupperwareverteilers.

Ein Besuch bei der sportlichen Sozialarbeiterin der Haftanstalt wäre kurzweiliger gewesen.

Man konnte ein Gespräch lang auf ihre Fesseln spechten und herunterzählen, bis sie erneut die Beine übereinanderschlug und mit dem anderen Fuß wippte.

Ich hatte mich im Anschluß auf den Bauch gelegt, die Augen geschlossen, und war in der Sommergluthitze, in die raue Bettdecke gekrallt, heftig über die Ufer getreten.

Ich dankte Fasching für den Besuch und versprach, in der Beratungsstelle vorbeizuschauen.

Wenn es soweit wäre.

Juni 15, 2009 Verfasst von morath | Austria, Drogenpolitik, Drugs, Education, Mysterious Imagination | , , , , , , , , , , , , , | Noch keine Kommentare

Der Scharlatan.

Keine Götter in Weiß – Medizinmenschen in Österreich.

Mancher Nervenarzt ist ein Scharlatan.

Er leidet an einer narzisstischen Störung.

Er projiziert  Neigungen in Klienten, weil sie  ihm ein gepflegtes Auftreten entgegenbringen und ein freundliches Gesicht zeigen.

Damit gibt er zu verstehen, daß ihm die eigene Identität Schwierigkeiten bereitet.

Es gibt in Österreich, der Trutzburg der ehrgeizigsten Mediziner Europas, die im Kartenspiel um hochdotierte Projektjobs  in Forschung und Wissenschaft gern zusätzliche Titel im Ärmel verstecken, etliche praktizierende  Studenten.

Die andere Seite:

Seelenärzten wird eine besondere Last aufgebunden.

Man erwartet von ihnen amtsfähige Begutachtungen.

Amtsfähig meint:

Kleine außergerichtliche Sachverständigenleistungen mit Verbundenheitsgarantie.

„Amtsarzt“ ist seit Beginn des dritten Reiches eine schmissige Adlesauszeichnung mit Bereicherungsaussicht – und „gerichtlich vereidigte Sachverständige“  kosten überdurchschnittlich viel Geld.

Je verschachtelter der Gesetzgeber, je kammernverschlossener das Gesundheitswesen, umso höher der politische Druck auf Ärzte.

Ein Grund, warum es bei uns so wenig Fachpersonal für Neurologie und Psychiatrie gibt.

Ehrgeizigen Jungärzten, die außerdem ein studentenbuntes Dasein pflegen, während es ihr höchstes Ziel bleibt, auf Europas Karrierehighway wirklich schnell vorwärts zu kommen, kann es passieren, dass ihnen der Amtsschimmel ein eisernes Bein in den Milchglasschrank stellt und mit dem blinden Auge furchteinflössend zuzwinkert.

Die allgemeine Forderung, die an einen kompetenten Mediziner gestellt werden darf, ist die nach einem vielseitig beschlagenen Allrounder, der sich aus beruflicher Neugierde fortbildet, über Erfahrung, Menschlichkeit  und profundes Wissen verfügt – und  nicht schon im jugendlichen Abschnitt seines irdischen Daseins mit psychologischen Spicknadeln wider Patienten herumfuchtelt.

Wer geht schon gern zum Arzt, um sich von ihm abwatschen, die Eselsmütze tief ins Gesicht ziehen und die Tür weisen zu lassen?

Cheerleaders-Ruf, anläßlich des fortgesetzten koalitionsbedingten Arbeitslosengeld-Rucki-Zucki:
„Hundeschule, Hundeschule, Waff, Waff, Waff !“

Mai 9, 2009 Verfasst von morath | Austria, Europe, Europia, Experience, Research, Research & Science, Science | , , , , , , , , , , , , | Noch keine Kommentare

Rentner Boogie (3)

Roland und die Boys und das Geheimnis der Kinderknöpfe.

Je näher die in einen anderen Bezirk ausgelagerte Begutachtung der Pensionsversicherungsanstalt rückt, umso perfider die Methoden der Provokateure.

Ausführende Personen erscheinen mir seit 2006 vom Sehen bekannt – es sind arbeitslose oder professionelle „Security-Männer“ – bei denen es sich auch um Mitarbeiter eines Inkassodienstes gehandelt haben könnte, das sich bis vor einiger Zeit bei mir als Schutzgelderpresser versuchte.

Das Nachsperren unserer Wohnung ist alltäglich geworden, zur Zeit gefällt man sich darin, ärztlich verordnete Medikamente, die sich in einer Schublade befinden, weniger werden zu lassen und mir diese Entwendungen durch lustige Anspielungen anzudeuten – ein lächerliches Theater.

Ich bin tatsächlich aufs Stück genau darüber informiert, wieviel von welcher Arznei ich vorrätig habe.

Das Fehlen einer ungeöffneten Schachtel Cipralex 10mg (14 Stück) mit dem Aufdruck „Ärztemuster“ ist mir also keinesfalls entgangen.

Trotzdem passiert, wenn meine haushaltsüblichen Vorräte für drei, vier Wochen einmal zur Neige gehen sollten, erfahrungsgemäß wenig, nichts Spektakuläres.

Menschen, die Medikamente gegen Depressionen nehmen, überfallen im Fall des Mangels keine Banken oder bestehlen alte Menschen – auch wenn honorige Doktoren etwas anderes suggerieren möchten, um die Öffentlichkeit zu verunsichern.

Das ist ein großer Unterschied.

Mir ist es zur Zeit nicht möglich, auf die laufenden Provokationen anders als von mir zu erwarten zu reagieren: ich schreibe es auf.

Daß vor einem Jahr unsere Katze Flocky in dieser Wohnung von Unbekannten qualvoll zu Tode gebracht werden konnte, indem man ihr einen ätzenden Kontaktspray ins Gesicht sprühte, verstärkt natürlich den Leidensdruck eines Tierfreundes.

Aber jene Katze wurde damals eingeschläfert und leidet heute nicht mehr.

Ein guter alter HIFI-Endverstärker funktioniert seit ein paar Tagen überhaupt nimmer – und ich dachte kurz an eine kleine Demonstration der Wirksamkeit eines Elekroschockgerätes, so überraschend das Versagen, nachdem wir von einem Zoobesuch heimgekehrt waren.

Wollte ich die Personen, denen ich, solange das möglich ist, aus dem Weg gehe, politisch zuordnen, kann ich nur auf unangenehme Begegnungen im Sommer vor drei Jahren zurückgreifen, wo es im Zuge der Donauinsel-Fahndung nach einem vom Innenministerium kurzfristig imaginierten „Natascha-Kampusch-Mörder“ auch zur Besetzung des Automobils der Gemahlin und in der Folge zu einer bedauernswerten Handgreiflichkeit kam.

Daß es bei den Vorstößen eines semiprofessionellen Herzensstechers um den versuchten Zugriff auf ein Eisenbahnergrundstückl im mittleren Murtal gehen könnte, pfiff mir damals schon, leise.

Daß ein Herr K. stolzer Personalchef bei der Netway eines Herrn Hahn war, daran erinnerte ich mich unlängst wieder.

Vielleicht weiß ein besonders tierkundiger Abgeordneter zum Nationalrat mehr darüber.

Bei mir beept die Peilung irgendwo zwischen den Herrn Roland Horngacher (Sicherheitsbeauftragter eines Spielcasinos), dem Sicherheitsbeauftragten und Förderer von „Deutsche Welle“-Jugendjournalismus in Australien (*), Abgeordneter zum Nationalrat Harald Vilimsky (FPÖ), sowie dem – interessant – seiner Interessensgemeinschaft „Erschwingliche Medikamente für jedermann“ vorstehende Geschäftsmann Peter Hoja-Westenthaler – namhafte Eckpfeiler eines Bermudadreiecks, in dem schon manches Verschwundene verschwunden geblieben sein soll.

Daß aus einer versperrten Wohnung Medikamente entnommen werden, vielleicht auch aus dem Kühlschrank eine kleine Jause für den DVD, oder daß ausgelassen ins Katzenklo zielgeschifft wurde, nehme ich mit Abscheu und Kränkung zur Kenntnis.

Was man mir damit konkret kommunizieren will, weiß ich nicht, zitiere jedoch aus einer Unterhaltung mit einem Mediziner zum Datum gestrigen Tages, daß mir vielleicht jemand ein bißchen „Innere Ruhe“ wegnehmen wollte.

Auch in einem anderen Wiener Krankenhaus will man mich, nachdem seitens des AKH über fast ein Jahr lang mit mir „Blinde Kuh“ gespielt worden ist, nur als „Sonder-Patient“ zusätzlich ausserordentlicher Blut -und Urinbegutachtung behandeln, und zwar aufgrund dieses Weblogs.

Zu einem Arzt, der mich zuerst im Glauben belassen wollte, er wäre ein anderer, und sich zudem mir verständlich zu machen bemühte, ein Krankenhaus hätte sich dagegen abzusichern, daß Patienten in der Zeit ihrer registrierten Aufnahme eine Bank überfallen könnten, kann ich kein rechtes Vertrauen fassen.

Daß zur Zeit die Wiener Drogenkoordination sich anstrengt, via namhafte Superpsychiater die Grenzen zwischen psychischen Leiden wie Depressionen und der Abhängigkeit nach illegalen Drogen zu verwischen – darüber habe ich bereits berichtet.

In einem Land, wo die Drogenkoordination einen fetten offenen Fuß ins Gesundheitssystem pflanzt und bereits alle einkommensschwachen bzw. von akuter Armut berohten Patienten beleidigt und vergrämt, muß man auch damit rechnen, daß demnächst ein paar Untote aus Kellern steigen werden.

„Kummt was?“ „Da kummt was“.

Vielleicht ein noch zu Lebzeiten des Sprengmeisters Franz Fuchs’ kaltblütig ermordeter Drogenkurier?

Ähnliche G’schäfte zu späteren Zeitpunkten?

Oder geht es nur um die Diebe eines verschwundenen Gumpoldskirchner Wasserspeiers?

Zu welchen Mitteln seit Zeiten der schwarz-blauen Koalition und jenen in der Folge in Österreich heute gegriffen wird, beschreibe ich hier laufend, in der mir eigenen Weise.

Daß die Weitergewährung einer Invaliditätspension von der Teilnahme am „Zehn-Kleine-Negerlein“-Spiel der Wiener Drogenkoordination abhängt, bezweifle ich, indes.

Aber vielleicht will jemand, daß ich das glaube.

Und macht vorstellbar, wie Menschen, die heute schon von Sozialhilfe abhängig sind oder in der Angst leben, demnächst Sozialhilfe beantragen zu müssen, in Österreich systematisch zur Verzweiflung getrieben werden.

April 23, 2009 Verfasst von morath | Austria, Europe, Europia, Vienna | , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Noch keine Kommentare