Der Faschismus kann das Prinzip Hoffnung nicht ersticken.
Die Mittelschicht hat Internet.
Sie ist anders strukturiert - vielfältiger, bunter, offener und demokratischer als vor fünfzig Jahren.
Der katholische Moralismus befindet sich mit seinen Wertvorstellungen im vergangenen Jahrtausend.
Das Internet als Informationstransmission überträgt auch die Schattenseiten: psychologische Manipulation, Ablenkung und Täuschung – emotional engineering.
Kommunikation im herkömmlichen Sinn wird abgelöst von Peil- und Sondiersendungen durch eine drängende Flut von Eindrücken, die es im eigenen Bewußtsein zu filtern gilt, auch um die Umsetzung von Plänen, um Ziele zu erreichen.
Das ist eine intellektuelle Herausforderung - auch wenn die Anforderung zur Multitaskingfähigkeit nach wie vor an die Maschine gestellt wird, wodurch in absehbarer Zeit kein sozialpsychologischer Multigau auszubrechen droht.
Je mehr Informationsbeschaffung über das Internet stattfindet, desto zahlreicher sind auch die Möglichkeiten, in Sackgassen zu geraten, die einen persönlich nicht weiterbringen.
Dennoch ist das Internet viel wert: Wer trotzdem damit umgehen kann, hat auch in der Wirklichkeit des Daseins mehr Chancen.
Man kann am kulturellen Weltgeschehen nach eigenen Vorstellungen teilnehmen.
Früher hatte der mittelständische Patriarch die Möglichkeit, sich am Wochenende über einem dicken Pack Zeitungen und Zeitschriften tiefer in das Weltgeschehen einzulesen.
Es gab die Radionachrichten, die Zeit im Bild als Nachfolgerin der tönenden Wochenschau im Kino, und Fischers Weltalmanach.
Hintergrundinformationen waren lexikalischen Ursprungs, kolonialistisch-missionskatholisch kupferstichig.
Gläubige Menschen wurden durch die Sonntagspredigt beeinflußt, die Erwerbstätigen am Arbeitsplatz politisiert.
Der Urlaub wurde vom Reisebüro der Gewerkschaft vermittelt.
Das Internet stellt heute einen Großteil der weltwiedergebenden Informationen gratis zur Verfügung, einfacher Gedankenaustausch muß nicht als Konsultation teuer verrechnet werden.
Es ist jenes Netzwerk, das – im Prinzip – allen Usern auf dem Planeten gleich viel Bildungspotential zur Verfügung stellt, und deshalb als höchste Errungenschaft demokratischer Gesellschaften gelobt werden könnte.
Man muß nicht über heiligen Schriften meditieren – man braucht keine Mittler eines religösen Glaubens, um die ungefähre Mitte zu sehen.
Kein Wunder, wenn es Stimmen gibt, die das Internet in offener Form nicht akzeptieren, es für sich selber beanspruchen, oder nur mißbrauchen wollen, als Mittel der Überwachung, der Inquisition.
Es gibt Ansätze, das Internet mit Drogen und Glücksspiel vergleichen zu wollen – oder mit Sodom und Gomorrha.
Das vorsätzliche Legen von Irrspuren, Versuche der Fallenstellung, der suggestiven Negativbeeinflussung, bis hin zur Gefahr der Abzocke von Konto und Kreditkarte sägen an den Nerven vieler User.
Die Freigabe von eigenen Beiträgen zur allgemeinen Unterhaltung unterschiedlichen Gewichts, zur Reflektion der eigenen Befindlichkeit, ist hingegen eine Art friedlicher Kompensation.
Man könnte sonst allzu depressiv werden.
So gesehen kann das Internet ein Beitrag zum Wohlbefinden und zur Gesundheit einer Gesellschaft sein, weil es auch die Mauern politisch verordneter Isolationshaft durchlässig macht.
Ich bin froh, ein Teilhaber und Mitmensch zu sein.
Ich kann von den Möglichkeiten des Internet profitieren.
Der Wert wiegt den Preis auf.
Besser Internet als Prof. Mastopius.
Emotional engineering: Schreiber gegen Inquisition.
Es ist bemerkenswert, wie sich ein Gegenspieler bemüht, auf Websites, die ich bekanntlich besuche, Strichelbildchen und Fotomanipulationen vorzulegen, um meine Gedanken in bestimmte Richtungen zu lenken.
Es sollte auf diese Weise meine Erzählarbeit manipuliert werden, bzw. könnte die psychologische Regie dahinter später behaupten, ich wäre befragt worden.
Vielleicht brodelt längst ein Plan, die Gedanken des anderen zu einer aufsehenerregenden Diplomarbeit verbräten zu können, während man sie zur allgemeinen Verbuffung noch heftig mit Rotstift bemäkelt, bis endlich der Urheber mit Haloperidol fragmentiert ins forensisch-psychiatrische Schutzbett verlegt - zu dessen ausklingender Lebzeit schon sein Vermächtnis beschneidet, mit vergleichenden pathologischen Abbildungen versieht und zur eigenen Meisterarbeit wandelt, in Bälde schon - zum Beleg von Theorien und Prognosen, deren Umsetzung beschleunigt und verwirklicht würden, indem man des Burschen persönliche Infrastruktur sabotierte, bis zum seit jeher vorhergesagten Endlauf und Zusammenbruch.
Als ich mich ganz zu Beginn der achtziger Jahre vorigen Jahrhunderts in Untersuchungshaft am Straflandesgericht befand, wollte man Graz von Drogensüchtigen und Glücksrittern säubern, die es infolge der Plünderung der Anstaltsapotheke des Landeskrankenhauses aus halb Europa angezogen hatte.
Es gab hysterische Gerüchte, wonach Geldbeschaffer der RAF Drahtzieher jenes Verbrechens gewesen sein sollten.
Eine katholisch grünbemäntelte Neidgesellschaft wollte lieber den Verein Club Toleranz, einen legendären Discokellerclub, zum Heimstall des Sündenbocks machen, und am ruhmreichsten für den Gesetzgeber wäre es wahrscheinlich gewesen, zu beiden Seiten Handschellen anlegen zu können.
Damals arbeiteten Polizei und Gendarmerie gegeneinander, und Informanten anderer Ministerien wurden dazwischengeschleust, die rivalisierenden Aufklärer zu kontrollieren, um selber näher an einen Beuteschatz zu gelangen, der noch einiges an Prozentanteilen abzuwerfen versprach.
Es herrschte ein großes Verwirrspiel, ging es doch um beträchtliche Mengen von Suchtgiften, Dopingsubstanzen und konfiszierte Drogen, welche ebenfalls im Tresorraum des Grazer Landeskrankenhauses eingelagert gewesen sein könnten.
Es wurde versucht, über sehr junge Leute an Informationen zu gelangen, denn die gevivteren Profiteure hatten sich und ihre Okkasionswaren schnell in sicheren Abstand gebracht.
Die allzu gierigen Verbliebenen schieden schnell aus, für immer – während eine Schulklasse voll gnadenlos abgezockter Jugendlicher nahe dem Grazer Messegelände im Schwitzbad saß, als Untersuchungshäftlinge in kratzigen Anstaltspullovern ihre kleinen Kriminalkarrieren abzubüßen.
Herr Fasching von der Drogenberatungsstelle erschien zuerst, worüber ich schon berichtete.
Mein alter Freund Heribert wollte mich einmal besuchen, aber der Praktikant zu Gericht Eberhard, mit dem ich wenige Jahre vorher noch die Schulbank gedrückt hatte, verwehrte ihm heftig aufgeblasen den Kontakt.
Eberhard war es, der meine Korrespondenz mit List und Lupe nach geheimen Botschaften und verräterischen Chiffren absuchte.
Es war vorstellbar, daß er im Untersuchungsrichter verfehlte Hoffnungen nährte, die meine Entlassung nach ein paar Monaten Untersuchungshaft noch lange schmerzhaft hinauszögerte.
Ich könnte nicht vollständig ausschließen, daß mein Dasein im gesetzfreien Hausarrest auch zum heutigen Tage Eberhard, dem ehrgeizigen Ritter zu drei Rädern in der Kautschukrüstung, anzurechnen wäre.
Ein beachtlicher Stapel Manuskripte aus jener Zeit blieb jedenfalls verschollen.
Zur Auffrischung:
1979 war Dr. Bruno Kreisky österreichischer Bundeskanzler, Staatspräsident war Rudolf Kirchschläger. Willy Brandt war Kanzler der Bundesrepublik Deutschland.
1979 war Jimmy Carter Präsident der USA, in Großbritannien wurde Margaret Thatcher Premierminister; Präsident der Sowjetunion war Michail Gorbatschow, französischer Präsident Valéry Giscard d’Estaing.
Wiener Bürgermeister war Leopold Gratz (SPÖ), in Graz herrschte ein Jahrzehnt lang Dr. Alexander Götz von der FPÖ.
Steirische Landeshauptleute waren Friedrich Niederl, 1980 gefolgt von Josef Krainer jun., der niederösterreichische Amtskollege hieß Andreas Maurer (ÖVP).
Als Justizminister folgte … 1983 Harald Ofner (FPÖ) Christian Broda von der SPÖ, Innenminister war Erwin Lanc, SPÖ.
Am 1. Mai 1981 wurde der Wiener Kulturstadtrat Heinz Nittel von einem Terroristen der palästinensischen Gruppe Abu Nidal ermordet.
Am 6. Oktober 1981 wurde in Kairo der ägyptische Staatspräsident Anwaar-el-Sadat von Mitgliedern seiner Leibgarde ermordet.
Am 9. Oktober 1981 beging der ehemalige österreichische Verteidigungsminister Karl Lütgendorf unter ungeklärten Umständen Selbstmord.
Vielleicht.
Zwischen zwei Gefängnisaufhalten von einem Jahr Dauer verbrachte ich drei Jahre in völliger Planlosigkeit.
Ich hatte kein richtiges Zuhause und wußte wenig mit mir anzufangen.
Ich hatte nicht einmal mehr einen gültigen Reisepass, obwohl ich davor schon in London, Paris, Südfrankreich, Rom, Athen, Istanbul, und sogar in Ägypten gewesen war.
Hin und wieder ließ mich die Mutter ein paar Tage lang bei sich wohnen, später gelegentlich der Vater.
Die Eltern waren sich darüber einig, daß ich längst erwachsen wäre.
Die praktische Unmöglichkeit, einen tragbaren Job zu ergattern, hing mir wie eine eiserne Kugel am Fußgelenk.
Ich trank Bier um Bier, schluckte Aufputschpillen, griff mir ein Moped, stellte mich an die B 54 und stoppte nach Wien, schluckte mehr schnelle Pillen, kiffte, verkaufte ein paar Plätzchen Haschisch weiter, und trieb mich herum.
Da und dort fand ich für ein paar Tage oder Wochen Unterschlupf.
Bei Gelegenheiten nahm ich Heroin und andere Drogen, und kochte später Mohnkapseln aus.
Wenn die Akkus leer waren, nahm ich manchmal zwei, drei Barbiturat-Tabletten gegen den sich aufblähenden Horror und vergaß, wer und wo ich war.
Mehrmals landete ich in psychiatrischen Stationen, wo ich mit starken Neuroleptika zwangsbehandelt wurde und nach ein paar Tagen wieder über die Mauer kletterte.
Vor gravierenden kriminellen Handlungen schreckte ich zurück, gerade einmal stieg ich bei einem Arzt auf den Balkon, schlug eine Scheibe ein und stahl zwei Hände voll Suchtgiftampullen und ein Sackerl rezeptpflichtige Medikamente.
Ein Bekannter, der mir den Tipp gegeben hatte, verriet mich, und ich wurde zu einem Jahr Haft verurteilt.
Später ließ ich mich zu einer Langzeittherapie überreden, die ich unterbrach und im folgenden Jahr noch einmal begann, bis ich schließlich erkannte, daß dort niemanden geholfen wurde.
Wenn ich als Kind oder Jugendlicher darüber in Kenntnis gesetzt worden wäre, daß es jüdische Verwandte gab, hätte ich möglicherweise mehr Wertschätzung für mein Dasein und andere Menschen entwickelt.
Vielleicht hätte ich in einem anderen Schultyp etwas darüber erfahren.
Hätte sein können.
(Der Vater sagte einmal über Juden, daß man von Juden nichts haben könnte. Er empfahl mir in späteren Jahren einmal das Buch „Memoiren eines Antisemiten.“ von Gregor von Rezzori.)
Psychogeriatrisches Hampelspiel um Ehrgeiz und Eifersucht unter den Gescheiterten.
„Der Joe dämpft alle Ratten aus – wie die Bazillen!“ beschied Heuer voll Überzeugung, und schlug mit der Faust in die offene Hand.
Er war mit dem Mittagessen aus dem Grazer Landesgericht für Strafsachen gekommen, um ein paar Monate abzubrummen, wuchtete seinen Binkel in den Haftraum und wußte seufzend mittels einer Handvoll jämmerlicher Zigarettenstummel in einer zerknüllten Packung „Spezial Landtabak“ Versorgerinstinkte zu wecken.
Er erschien allerdings in geheimnisvoller Mission, die Lage zu erkunden, Neuigkeiten von draussen und drinnen zu verbreiten, und dabei Unfrieden auszustrahlen.
Im Laufe von ein paar Tagen gelang es ihm, sich wieder aufzurichten.
Wenn er in einer anderen Zelle eine bessere Partie finden konnte, begehrte er Verlegung, und stand im lockeren Drillich, mit Geschirr und Bettzeug in der Justizwachekotze, für einen neuen Tag lang im Mittelpunkt.
„Ihr seid’s leiwande Hawara.“
An dem Finger, mit dem er herüberzeigte, fehlte ein Glied.
Daß sich ein Vierteljahrhundert später das politische Österreich ähnlich präsentieren könnte, wie es im kleinen Mustergefängnis am Hange des Grazer Schloßbergs skizziert wurde, war damals nicht absehbar gewesen.
Heute beschäftigt der Staat in aller Öffentlichkeit Rechte, um gegen Linke vorzugehen, und Menschen, gegen die justament zivilgerichtliche Todesurteile verhängt worden sind, müssen zur Wahrung der schiefen Optik zu Staatsfeinden erklärt und langsam zwischen den Wänden ihrer Zellen zermalmt werden.
Jeder Tag ist ein Provokationsmanöver durch das Bureau für Innere Angelegenheiten, das zur Zeit über keine feste Adresse verfügt.
Übergriffe kann man nicht ausschließen.
Die Wahrnehmung dieser Wirklichkeit vexiert zwischen Traurigkeit und Aberwitz.
Ich hätte in Untersuchungshaft, Anfang der achtziger Jahre vorigen Jahrhunderts, das Babygesicht einer Milupa-Werbung in einem Büchlein der Serie Readers Digest Best in diabolischer Weise übermalt.
Weiters hätte ich LSD-Trips häufig genommen.
Es gibt Einzelschicksale, die von den Studierenden ferngehalten werden müssen.
Ihr Vaterland soll ihnen erscheinen wie es der ORF retouchiert.
Die Position dieser kleinen Wohnung entspricht der eines Staubfängersackes an einem pneumatischen System.
Man wird chronisch krank.
Die Entlüftungsanlage saugt im Sommer wie im Winter aus dem Müllraum an.
Die Belastung durch Bakterien, Pilzsporen und Keime kumuliert, und stellt das Immunabwehrsystem auf Dauerbelastung.
Unter solchen Bedingungen lebten Menschen nicht lange, sie wurden krank und starben bald.
Hinter dem Holz, das gemütlich machte, verbargen sich Wanzen.
Eines Tages lag jemand mit Lungenentzündung im Fieber, und ein anderer stellte ihm eine entsicherte Kartusche mit Ungeziefer-Ex unters Bett.
Nach einer solchen Kur bleibt etwas zurück, das sich anfühlt, als wäre der Kopf in einem Schraubstock festgehalten worden, und weitergedreht, bis es knackte.
Sind Sie vielleicht aus der katholischen Kirche ausgetreten?
Macht und Ohnmacht in der Therapeutischen Gesellschaft.
Menschliches Verhalten ist sozial antrainiert, Persönlichkeitschwächen resultieren aus programmierten Sequenzen, die schon in der Kindheit eingepaukt wurden.
Solche sozialpsychologischen Erkenntnisse machen sich Herrenmenschen der Therapeutischen Gesellschaft zunutze, wenn es darum geht, disziplinierende Maßnahmen über andere zu verhängen.
Abzuleiten wäre, daß Suchtkrankheiten bei anderer Betrachtung nicht durch Substanzen ausgelöst wurden, sondern ihre Ursachen in einer persönlichen Bravheit oder grundsätzlichen Angst wurzeln, Personen des erteilten Vertrauens nicht mit Ablehnung und Kritik begegnen zu können bzw. in Dauerbeziehungen zur Überkompensation zu neigen.
Diese Haltung gegenüber anderen, plakativeren Persönlichkeiten führt zu einer Unterwerfungshaltung, die Suggestionen Tür und Tor öffnet und weitgehend manipulierbar macht.
Die emotional-differenziale Verzahnung von durch Verhaltensstörungen im Unrund gehaltenen menschlichen Beziehungen und jener zwischen Hypnotiseuren und ihren Bühnenprobanden fällt auf.
Im Wesentlichen besteht die Zielsetzung von Therapien, die Kommunikationsstörungen betreffen, welche die Entstehung von Suchtkrankheiten begünstigen, darin, über Frage- und Antwortspiele in jene Bereiche frühkindlichen Erlebens vorzudringen, wo traumatische Erlebnisse und/oder vorsätzliche erzieherische Irreführungen stattgefunden haben, solche Anlässe zu beleuchten, und dadurch den „Fluch zu bannen“, in bestimmten Situationen programmiert reagieren zu müssen, und die Wege eigener Entscheidungfindung freizuschalten.
Diese Schlußfolgerung führt in Zeiten politisch hochgeschraubter Ängste vermehrt dazu, daß Quacksalber und Scharlatane verschiedener Arten, allen voran solche mit medizinischer Ausbildung, sich das Recht herausnehmen, aus der psychosozialen Armut einer Gesellschaft Kapital zu schlagen und durch die arrogante wie stereotype Verordnung von Psychotherapie ihre Armutsklientel innerhalb des eigenen Freundeskreises verteilen, um über abgesprochene Verrechnungscamouflagen Krankenkassen, Magistratsabteilungen und Landesregierungen zu schädigen.
In Wirklichkeit werden die hundert, nach Gefälligkeitskriterien ausgewählten Jugendlichen, die laut Aufzeichnungen einer Drogenberatungsstelle eines österreichischen Bundeslandes innerhalb eines bestimmten Zeitraumes erfolgreich an Therapieeinrichtungen vermittelt werden konnten, kostenaufwändigen Forschungs- und Pflegestationen zur Verfügung gestellt, wo Einzelpersonen die Möglichkeit bekommen, mit diesen Jugendlichen Experimente nach Gutdünken und Laune anzustellen, mit der einzigen Auflage, über ihre Beobachtungen und Schlußfolgerungen standardisierbare Aufzeichnungen zu führen.
In Eskalationsfällen steht die Frage der Glaubwürdigkeit von vorneherein fest – was immer sich im abgelegenen Zimmer des EinzeltherapeutIn ereignet haben mag.
Es bleibt der Führung solcher Einrichtungen überlassen, welche Schulen oder Philosophien zur Anwendung geraten, die Kompatibilät zu den Erkenntnissen moderner Wissenschaften wird ohnehin nur an der Strenge der Hausordnung und der Einhaltung von Hygienestandards gemessen.
Wer glaubt, daß seine Kinder bei dem international dekorierten Spezialisten Univ. Prof. Dr. Dr. Hubertus Helnfried Meisenhaupt-Zitten bestens aufgehoben wären, weiß in der Regel nicht, welche Sozialarbeiter, Therapeuten und PsychologiestudentInnen in Wirklichkeit mit ihrem Nachwuchs arbeiten, und es gibt keine Garantie, daß die als Kranke und Behinderte ausgewiesenen Jugendlichen hinter sieben Hügeln und Mauern ärztlichen Schweigens nicht wie in Freiheit weiterhin hinters Licht geführt, irregeleitet und mißbraucht werden.
Die Erfolgsrate solcher klinischen Langzeitaufhalte liegt auf beachtlich niedrigem Niveau, die als persönliche Rückfälle verbuchten Ausstiegsraten sind umso höher, und die traurige Erkenntnis für die hintergebliebenen Staatsbürger ist jene, daß es aus den Kreisläufen des Verderbens halt’ nie ein rechtes Entkommen gibt.
Profiteure sind Bedienstete mit Erziehungsauftrag, die Neigungen und Sadismen unterschiedlicher Prägung und Intensität an jungen Menschen ausleben dürfen, die zwar laut Papieren erwachsen sein mögen, deren Persönlichkeit dagegen in überdimensionalen Kinderschuhen stecken kann.
Solche Menschen sind mit spielerischen Mitteln kaum weniger leicht zu vereinnahmen wie Kinder im Wachstum, und somit beliebtes Ziel für Leute aus Berufsgruppen, deren Privatleben von dicken Plueschgardinen verhangen wird und deren aufgeblasen dominante Persönlichkeit samt Reputation normale Verhältnisse, auf Augenhöhe zu Menschen gar anderen Standes, niemals zulässt.
Daß Informationen aus Verhaltensbeobachtungen, auch in körpernahen Situationen, sowie in Einzelsitzungen preisgegebene Aussagen (Traumbeschreibungen) an Behörden weitergegeben wurden, und viel später als „staatspolizeiliches Schnüffelarchiv“ zur fortgesetzten Verstörung ehemaliger KlientInnen verwendet werden könnten, war niemals vereinbart gewesen.
Mir war aufgefallen, daß akademisch oder nicht akademisch ausgewiesene Privilegierte es mit der eigenen polytoxischen Abstinenz nicht immer genau nahmen und die Möglichkeit, sich in der Hängematte der Macht zu schauklen, hoch über ihrer zwischen Übermut und Verzweiflung kopulierenden, masturbierenden, bodenschrubbenden Klientel, und ihr angeblich rechtschaffen erkämpftes Dasein im hedonistischen Wunderland in dicken Wolken in die Luft zu blasen.
Wenn ich mehr als zwanzig Jahre später, von einem über zwanzig Jahre jüngeren Spezialisten mit dem großen Finger vor die Tür gewiesen und in eine von der Drogenkoordination in Szene gesetzte und von der Drogenfahndung des Innenministeriums überwachte Rasterfallenstellung geschleust werde, in der eine falsche Reaktion zu sofortiger Erpressbarkeit führen würde, fühle ich mich nicht nur persönlich angegriffen – der öffentliche Aufwand, einen einzelnen, dem eigenen Bildungssystem entkrochenen Menschen übers Knie brechen zu wollen, sollte zu allgemeiner Nachdenklichkeit Anlaß geben.
Reality hurts.
A personal visit to Stetten, a place the government of the federal country of Niederösterreich tries to sell as that paleontological sensation spot, uncovered us the truth.
Regardless the usual escort of austrian stapo right in front and behind the reflector, the place itself turned out to be a polished provincial tradehut of fashion schmuck and mostly imported fossile cuts.
What’s really impressing and makes the place worth a visit anyhow, is the paleological time line, that shows how short a span of 16 millions of years can be.
The gaps between the provable peaks of modern science but are fixed and filled with catholic-creational glue and holy-watered ambiguity instead of scientific clearness.
This is a playground of national slyness, a place one goes to greet that hat before having a nice glass of sacramental wine at sunset.
A chilled cave hides that small piece of oyster stacks that’s only been saved from trash compacting and concrete highway flowering.
A mostly disappointing spot of a few rare relics, that will rather steer the researchers interest to the near treasury of the Bisamberg, at the edge of the viennese suburb of Strebersdorf, that still protects millions of years in fine slices.
— The steady infamous inborn catholicistic penetration arses human rights. —
The selfperceiption of the greens as a prime member of the worlds NGO board shows how slippery the european floor has become.
Heimatland, innen pfui.
Die Überwachung durch eine Schauspielertruppe erfolgt beinahe lückenlos.
Wenn ich nachmittags die Wohnung verlasse, um einkaufen zu gehen, sind das Postamt und die Geschäfte, die ich besuche, zumeist schon mit Provokateuren besetzt.
Auswärts führt man uns - in letzter Zeit vermehrt – gerne Exhibitionisten vor, wenn wir z.B. auf der Donauinsel Erholung und Ruhe suchen.
Vielleicht steckt dahinter der Gedanke, wenn man mir oft genug graubraune Stehtäubling’ zeigte, die ihre Zümpfe aus der Hose beideln lassen, könnte auch ich zu solcher Art Selbstdarstellung angeregt werden.
Laut psychologischer Enschätzung einer damals zwanzigjährigen Psychologin des Anton-Proksch-Institutes für substanzunabhängige Abhängigkeiten wäre ich ein schizoider Nachahmungsneurotiker (Spiegel-Äffer).
Am anderen Ende des Gebäudekomplexes Beispielstraße gibt es einen vorbildlichen, blaubemantelten Portier vor seinem kleinen Büro, einer modernen Conciergerie.
Hinter dem Schatten des Gebäudekomplexes befindet sich ein Fußgängerpfad, der von älteren Menschen auf dem Weg zum Arzt, Jugendlichen und Kindern frequentiert wird, weil es dort einen Kindergarten gibt.
Am Heimweg von meinen Einkäufen begehe ich diesen Pfad öfters.
Um 17 Uhr 15 steht ein Mann ohne Gesicht vor dem Eingang zum Kinderfreunde-Kindergarten und uriniert plätschernd auf den Asphalt.
Aus dem Schatten des Gebäudekomplexes treten zwei Personen, ein dunklerhäutiges österreichisches Mädchen in Begleitung einer erwachsenen Frau.
Unmittelbar nach mir treffen die beiden auf den Kunstludler, der, wie ich im Umdrehen argwöhne, darauf vergessen haben könnte, seinen Ablasshahn wieder einzupacken.
Ich gehe weiter und grüsse um 17 Uhr 17 zum Portier hinüber, der gerade in ein Handtelefon spricht.
Man betreibt einen nicht unerheblichen Aufwand, um Koinzidenzsituationen zu schaffen.
Das bedeutet, daß in diesem Bereich nicht einfach Sicherheitsmaßnahmen getroffen, sondern gezielt Aktionen inszeniert werden, um bestimmte Personen zu terrorisieren. (-> Anspucken durch Jugendliche).
Ich ziehe weiters daraus den Schluß, daß es sich bei der Sicherheitsfirma, die den Gebäudekomplex Beispielstraße betreut, um ein anderes Mitglied einer Firmengruppe handelt, deren Subunternehmer von mir Schutzgeld einfordert, weil ich Nutznießer der Hacklerregelung wäre, ohne jemals mehr als ein Jahr bei einer Firma gearbeitet zu haben.
Alternativ schicken Urlaubsbekanntschaften der Gemahlin Briefe und Postkarten (…) mit Liebesbotschaften und lobpreisen mögliche leidenschaftliche Begegnungen in der Ferne.
Wir sollten deshalb in unserer Kleinwohnung in heftigen Streit geraten, was man aus dem Haus gegenüber dokumentieren wollte.
Darüber sind wir uns einig und ignorieren solche Post.
Wenn sich jemand dafür interessiert, können Sie einige dieser Schriftstücke unserem Hausbrieffach entnehmen.
Gerne werde ich sie mit der nächsten „Inkassomahnung“ dem zuständigen Ministerium weiterleiten.
bzw. wird aus dem Chefsekretariat im Justizministerium scheinheilig verlautet, der Datenschutz hinsichtlich getilgter Vorstrafen wäre vorbildlich.
Jedenfalls weitet sich die Kluft zwischen der Befassung der Regierung und der Wirklichkeit für die Bevölkerung in beängstigendem Ausmaß.
beideln – baumeln, beuteln
Zumpf(erl) – Penis, männliches Genital
Täubling – in allen Farben vorkommender, mittelgroßer Blätterpilz; bestimmte Varianten wurden in früheren Zeiten von weniger begüterten Schichten als Speisepilz verwendet (Speisetäubling)
Einfach keine Rechtfertigung.
Wer mehr als einmal von sich gibt, Österreicher zu sein und sich trotzdem links der Mitte einreiht, muß sich bald den Vorwurf gefallen zu lassen, kleinkariert und selber ein Nationalist zu sein.
Wenn ich betone, Österreicher zu sein, will ich darauf hinweisen:
Daß der Gedanke, Europäer und Weltbürger zu sein, aufgrund der eigenen Geschichte und Selbstwahrnehmung nicht fremd sein muß.
Daß man die österreichische Identität nicht als Derivat eines superioren Deutschtums oder Seppelknechtschaft des organisierten Verbrechens wahrnehmen darf.
Daß ein Österreicher einen anderen Glauben haben kann.
Daß österreichische Europäer kulturell tolerant und dem Ideal des Friedens zugeneigt sein können, ohne sich von angedrohten Gewalten einschüchtern zu lassen.
Die Bemerkung, wer nichts arbeite, könne auch keine Fehler machen, ist überflüssig.
Darin schlummert die Verwünschung, die soziale Wirklichkeit verschlechtert sehen zu wollen, damit es Menschen, denen es gerade noch gut geht, schlechter geht, damit es noch mehr Menschen gibt, auf die man mit dem Finger zeigen und selbstgefällig kommentieren könnte:
„Sehen Sie sich nur diese hilflosen Krüppel an.“
Das ist ein infantil-elitäres Wunschdenken, die österreichischen VolksvertreterInnen nicht ansteht.
Jemandem Verwahrung mit Freigang zu verschaffen und sich darüber enttäuscht zu zeigen, daß das angekündigte Versagen auch in dieser Lebenslage nicht eingetreten ist, zeugt von einer dem Schüssel’schen Zynismus schmeichelnden, menschenverachtenden Einstellung fernab liberaler und sozialer Denkschulen, ferne auch dem eingeschworenen Ideal von rechtsprechender Gerechtigkeit.
Und mit dem katholischen Glauben genau im Zentrum kann es nicht weit her sein, weil der Herrgott des Christentums kein geisselnder, Schmerzen zufügender, sondern ein Einsichtiger wäre.
„Wer zu wenig Angst hat, wird faul.“
Die Justamentformel 12 x satt 14 x Mindessicherung ist jedenfalls programmiertes Scheitern.
Herauszuhören ist, daß jede/r Mindestbesichterte in der Lage sein müßte, einen Betrag in der Höhe von ca. € 1500,– für die Mehrbelastungsmonate irgendwie aufzustellen.
„Müssen’s halt zu Weihnachten Schneeschaufeln gehen.“
Das nenne ich verantwortungsschwach.
Franz Gänser
Nachschenken.
Das System Drogenkoordination funktioniert wie ein Todeskarussell, eine Menschenmühle, aus der es kein Zurück gibt und die Judas-Probe das zynische Leb’wohl der umstehenden christsozialen Gesellschaft und ihrer extremistischen Bluthundjugend darstellt.
Aus deren Blick stellen Drogensüchtige die Aussätzigen von heute, den infektiösen Abfall der Gesellschaft dar, der nach Meinung einzelner mit Rattengift am besten bedient wäre (zu beweisen wäre bei der Gelegenheit die katholisch-sozialarbeiterische Theorie der Abhängigkeit von Styroporkugerln.)
Wenn Randgruppen der Bevölkerung in einer Weise abgesondert werden, wie es das vorübergehende Abstillen mit Opiaten ermöglicht, braucht niemand sich zu wundern, wenn gleichzeitig versucht wird, auch andere Störsubjekte eines verlogenen Systems mitzubeseitigen, indem man ihnen mit List und Tücke frei Haushaltsmengen gesundheitsschädigender Substanzen unterhändigt.
Dabei dient legales Opiat als Verlockung und Belohnung – während aus wirtschaftlichen Erwägungen nur das Suizid- und Verunglückungsrisiko eines entbehrlichen Teils der Bevölkerung übersteuert wird.
Aus dem Hintergrund der vor mehr als 30 Jahren ausgegebenen Parole „Helfen statt Strafe“ werden mittels stereoskopischer Überblendungen unterschiedlicher Ansichten Bilder befremdlichen Inhalts projiziert, Nachdruck, um Menschen, denen man seit früher Jugend Labilität und Lebensuntüchtigkeit nachgesagt hat, zum freiwilligen Schritt von hüben nach drüben zu bewegen.
Wenn sich Mediziner an einem bösen Spiel beteiligen, Menschen, die an Erkrankungen des Nervensystems leiden, von einem mit psychologischen Hütchenspielertricks agierenden Psychiater zum anderen zu passen, wobei man darüber zugekniffener Hinterbacken danach trachtet, sie ins Zentrum des Mahlwerks Drogenkoordination zu schießen, offenbart sich die miese Regie hinter dem angeblich um jede einzelne Menschenseele besorgten Heuchelschmierentheater.
Daß man hierzulande zur Rechtfertigung von zivilrechtlichen Familienurteilen, zur Durchsetzung von Privatjustiz sowie zur Verkleidung rassistischer Standpunkte auch heute noch vor keiner Methode zurückschreckt, zeugt von einer nationalsozialistischen Gegenwart, die hinter ein paar Regalen mit alten Ordnern, voller nach Saison und Belieben interpretierbarer Akten, hämisch hervorgrinst.
Thalidomid
Logbuch.
Der Sommer hat das Land verlassen.
Der Kater Schrammel legt seine Pfoten auf meine Schulter und zaubert Vibrationen von Behaglichkeit und Vertrautheit an mein Ohr.
Das ist mein kleiner Friedenspreis, eine wertvolle Begegnung zwischen verwandten Wesen, die lieber der Einsicht den Vorzug geben.
Mein Glück ist, mich von den großen Herausforderungen abwenden und dem Lauf der Gedanken folgen zu können.
Auch wenn der Tribut, den ich für die Möglichkeit der Abkehr zu leisten habe, mir mitunter hoch erscheint, so gebe ich diesem Dasein doch den Vorzug gegenüber den vielzähligen Möglichkeiten, sich als Werkzeug anderer Menschen Macht gebrauchen zu lassen.
So falle ich, in der Berechnung solcher, der Allgemeinheit weniger zur Last, als im Pflegehospital im Schutzbett.
Die Verweigerung der Judas-Probe ist eines der Verbrechen, die mir zur Last gelegt werden.
Es handelt sich dabei um eine besonders widerliche Methode des faschistischen Überwachungsstaates, unter Berufung auf die heiligen Schriften des Christentums, seinen Menschen das Rückgrat zu brechen, indem man ihnen das Bein mit der Panzersperre stellt und dann vorhält, sie hätten schon wieder den Herrn verraten.
Die Mittäterschaft würde leichter verziehen, die Aufnahme am Schiff der letzten Hoffnung verliefe hart, aber herzlich.