Pedomorphil
Macht und Ohnmacht in der Therapeutischen Gesellschaft.
Menschliches Verhalten ist sozial antrainiert, Persönlichkeitschwächen resultieren aus programmierten Sequenzen, die schon in der Kindheit eingepaukt wurden.
Solche sozialpsychologischen Erkenntnisse machen sich Herrenmenschen der Therapeutischen Gesellschaft zunutze, wenn es darum geht, disziplinierende Maßnahmen über andere zu verhängen.
Abzuleiten wäre, daß Suchtkrankheiten bei anderer Betrachtung nicht durch Substanzen ausgelöst wurden, sondern ihre Ursachen in einer persönlichen Bravheit oder grundsätzlichen Angst wurzeln, Personen des erteilten Vertrauens nicht mit Ablehnung und Kritik begegnen zu können bzw. in Dauerbeziehungen zur Überkompensation zu neigen.
Diese Haltung gegenüber anderen, plakativeren Persönlichkeiten führt zu einer Unterwerfungshaltung, die Suggestionen Tür und Tor öffnet und weitgehend manipulierbar macht.
Die emotional-differenziale Verzahnung von durch Verhaltensstörungen im Unrund gehaltenen menschlichen Beziehungen und jener zwischen Hypnotiseuren und ihren Bühnenprobanden fällt auf.
Im Wesentlichen besteht die Zielsetzung von Therapien, die Kommunikationsstörungen betreffen, welche die Entstehung von Suchtkrankheiten begünstigen, darin, über Frage- und Antwortspiele in jene Bereiche frühkindlichen Erlebens vorzudringen, wo traumatische Erlebnisse und/oder vorsätzliche erzieherische Irreführungen stattgefunden haben, solche Anlässe zu beleuchten, und dadurch den „Fluch zu bannen“, in bestimmten Situationen programmiert reagieren zu müssen, und die Wege eigener Entscheidungfindung freizuschalten.
Diese Schlußfolgerung führt in Zeiten politisch hochgeschraubter Ängste vermehrt dazu, daß Quacksalber und Scharlatane verschiedener Arten, allen voran solche mit medizinischer Ausbildung, sich das Recht herausnehmen, aus der psychosozialen Armut einer Gesellschaft Kapital zu schlagen und durch die arrogante wie stereotype Verordnung von Psychotherapie ihre Armutsklientel innerhalb des eigenen Freundeskreises verteilen, um über abgesprochene Verrechnungscamouflagen Krankenkassen, Magistratsabteilungen und Landesregierungen zu schädigen.
In Wirklichkeit werden die hundert, nach Gefälligkeitskriterien ausgewählten Jugendlichen, die laut Aufzeichnungen einer Drogenberatungsstelle eines österreichischen Bundeslandes innerhalb eines bestimmten Zeitraumes erfolgreich an Therapieeinrichtungen vermittelt werden konnten, kostenaufwändigen Forschungs- und Pflegestationen zur Verfügung gestellt, wo Einzelpersonen die Möglichkeit bekommen, mit diesen Jugendlichen Experimente nach Gutdünken und Laune anzustellen, mit der einzigen Auflage, über ihre Beobachtungen und Schlußfolgerungen standardisierbare Aufzeichnungen zu führen.
In Eskalationsfällen steht die Frage der Glaubwürdigkeit von vorneherein fest – was immer sich im abgelegenen Zimmer des EinzeltherapeutIn ereignet haben mag.
Es bleibt der Führung solcher Einrichtungen überlassen, welche Schulen oder Philosophien zur Anwendung geraten, die Kompatibilät zu den Erkenntnissen moderner Wissenschaften wird ohnehin nur an der Strenge der Hausordnung und der Einhaltung von Hygienestandards gemessen.
Wer glaubt, daß seine Kinder bei dem international dekorierten Spezialisten Univ. Prof. Dr. Dr. Hubertus Helnfried Meisenhaupt-Zitten bestens aufgehoben wären, weiß in der Regel nicht, welche Sozialarbeiter, Therapeuten und PsychologiestudentInnen in Wirklichkeit mit ihrem Nachwuchs arbeiten, und es gibt keine Garantie, daß die als Kranke und Behinderte ausgewiesenen Jugendlichen hinter sieben Hügeln und Mauern ärztlichen Schweigens nicht wie in Freiheit weiterhin hinters Licht geführt, irregeleitet und mißbraucht werden.
Die Erfolgsrate solcher klinischen Langzeitaufhalte liegt auf beachtlich niedrigem Niveau, die als persönliche Rückfälle verbuchten Ausstiegsraten sind umso höher, und die traurige Erkenntnis für die hintergebliebenen Staatsbürger ist jene, daß es aus den Kreisläufen des Verderbens halt’ nie ein rechtes Entkommen gibt.
Profiteure sind Bedienstete mit Erziehungsauftrag, die Neigungen und Sadismen unterschiedlicher Prägung und Intensität an jungen Menschen ausleben dürfen, die zwar laut Papieren erwachsen sein mögen, deren Persönlichkeit dagegen in überdimensionalen Kinderschuhen stecken kann.
Solche Menschen sind mit spielerischen Mitteln kaum weniger leicht zu vereinnahmen wie Kinder im Wachstum, und somit beliebtes Ziel für Leute aus Berufsgruppen, deren Privatleben von dicken Plueschgardinen verhangen wird und deren aufgeblasen dominante Persönlichkeit samt Reputation normale Verhältnisse, auf Augenhöhe zu Menschen gar anderen Standes, niemals zulässt.
Daß Informationen aus Verhaltensbeobachtungen, auch in körpernahen Situationen, sowie in Einzelsitzungen preisgegebene Aussagen (Traumbeschreibungen) an Behörden weitergegeben wurden, und viel später als „staatspolizeiliches Schnüffelarchiv“ zur fortgesetzten Verstörung ehemaliger KlientInnen verwendet werden könnten, war niemals vereinbart gewesen.
Mir war aufgefallen, daß akademisch oder nicht akademisch ausgewiesene Privilegierte es mit der eigenen polytoxischen Abstinenz nicht immer genau nahmen und die Möglichkeit, sich in der Hängematte der Macht zu schauklen, hoch über ihrer zwischen Übermut und Verzweiflung kopulierenden, masturbierenden, bodenschrubbenden Klientel, und ihr angeblich rechtschaffen erkämpftes Dasein im hedonistischen Wunderland in dicken Wolken in die Luft zu blasen.
Wenn ich mehr als zwanzig Jahre später, von einem über zwanzig Jahre jüngeren Spezialisten mit dem großen Finger vor die Tür gewiesen und in eine von der Drogenkoordination in Szene gesetzte und von der Drogenfahndung des Innenministeriums überwachte Rasterfallenstellung geschleust werde, in der eine falsche Reaktion zu sofortiger Erpressbarkeit führen würde, fühle ich mich nicht nur persönlich angegriffen – der öffentliche Aufwand, einen einzelnen, dem eigenen Bildungssystem entkrochenen Menschen übers Knie brechen zu wollen, sollte zu allgemeiner Nachdenklichkeit Anlaß geben.
Alles wird goofy-doof.
Das gepflogene laissez-les-dames-faire mit Räucherwerk ist ein Skandal.
In Österreich müssen bestimmte Personen Cannabisartiges konsumieren – wenn die zuständigen Behörden das wollen.
Immer wieder werden Substanzen vorsätzlich in Beziehungen eingeschleust, in der ein Teil aus gesundheitlichen Gründen und zur Wahrung der sozialen Position gerne auf den Konsum verzichtet.
Die Kommunikationsqualität leidet - fehlt nur mehr die physische Anwesenheit der galant-geschlechterverstehenden singenden Säge zum extrem nervenziehenden „Oh mein Papa“.
So manche Frau mit Stimme schaukelt lässig auf dem Argument, daß Männer keine Ahnung davon hätten, wie Menstruations- und Klimabeschwerden sich auf ihr Befinden auswirkten.
Jene Damen verstoppeln schnell die Ohren, wenn man von Schutzgelderpressern zu berichten weiß, die an bekannten Umschlagplätzen Cannabis in kleinen Dosen, aber durchaus im großen Stil, unter die Leute bringen, und von ihren Kollegen im Außendienst, die auf der Heimfahrt Verkehrsunfälle verursachen, um Abschleppdiensten und erstklassigen KFZ-Mechanikern Einkommen zu verschaffen, sowie stehenden Kontakt, über den sich manch wertvollere Karosse doch noch gegen das legendäre Damenfahrzeug vertauschen liesse.
Die lockere Klammer auf ewige Forderung nach Freigabe von Medizinalhanf Klammer zu ist eine Sache, die Gesetzgebung bzgl. illegaler Drogen eine andere.
Leute, die in Österreich ein Nationalratsmandat vertreten, haben leichter reden.
Ihnen stehen mehr Möglichkeiten offen, sich anders zu arrangieren.
Niemand würde ihnen die Wohnungstür eintreten, noch heimlich nachsperren, noch ihre Beteuerungen anzweifeln, nur einmal im Leben an einem Joint angezogen zu haben, worauf ihnen furchtbar schlecht geworden wäre, und sie niemals mehr einen dieser Käsesstängel angerührt hätten.
Daß sie sich mitunter Drogen zustecken ließen, die sie niemals konsumieren würden, ist ein Gerücht.
Wenn die Schutzgelderpresser einen Verkehrsunfall ankündigen, und die Frau Parteivorsitzende nebst Frau Verkehrsstadtrat im ORF hintergründig wispeln:
„Dann streiten wir eben weiter…“ – ist das nur eine Koinzidenz.
Weiter nichts.
Es gibt aber auch Menschen, die eine extralange Marmeladebrote-Demokratie im Setzkasten nicht wollen.
Die sagen: Lassen Sie sich von den Grünen nicht in den Wald locken.
Sie wissen, warum.
— EURE KRÄUTER SIND SCHEISSE —
Prost, Prost meine Herren.
They sell one and a half litres of canned stuff for two bucks.
Zu einer Zeit, in der andere schlau oder hart am Ausbau ihrer Karriere arbeiteten, war ich zwar arbeitsfähig, aber Alkoholiker.
Zum Glück habe ich mir niemals angewöhnt, mich als Alkoholiker vorzustellen, sonst wäre ich es wohl geblieben, und Präsident Musalek, hinter einer großen roten Nase unschwer zu erkennen, hätte mich schon mehrmals zum Delir’ in Kalksburg - mit einem mächtigen Schaumgummihammer auf den Kopf – willkommen geheissen.
Am Tag des Höhepunkts meiner Trinkerkarriere trank ich 13 Halbeliter Bier innerhalb von 12 Stunden.
Wenn man diese Marke überschritten hat, könnte man bis zum Ende mit 50 ununterbrochen weitertrinken, wären da nicht die Begleiterscheinungen wie krankhafter ständiger Wasserdrang und Zusammenbruch der Darmflora, sowie eine Gewichtszunahme, die es unmöglich macht, seine Kleidung en passent beim Sportsweardiskonter zu erwerben.
Meiner Liebe zur Heimgartenkultur ist es zu einem guten Teil zu verdanken, daß es mir gelang, meinen Alkoholkonsum auf mehr als die Hälfte zu reduzieren und moderat auszuschleichen.
Wer die Sensibilität einer klassischen Cannabiskultur schätzt, weiß, daß Alkohol und Cannabis nicht zusammenpassen.
Das ist in der Hohen Zeit von Spice und Methamphetamin beinahe in Vergessenheit geraten.
Heute kann niemand mit Sicherheit sagen, ob das beängstigend wirksame Marihuana vom Schwarzmarkt nicht aus legalem Low-THC-Hanf und legal hergestellten synthetischen Cannabinoiden besteht.
Mir reichte eine gepflegte aromatische Orientzigarette aus dem Auslegergärtlein, um das ewige Rad des Ganges zwischen Kühlschrank, Fernseher und Klo anzuhalten.
Andererseits macht die durch Cannabis abrupt hervorgekehrte Empfindlichkeit anderen Menschen gegenüber Probleme, als die Achtlosigkeiten, Banalitäten und Dummheiten im Verlauf menschlicher Kommunikation, insbesonders am Arbeitsplatz, sowie beim sozial entscheidenden After-Work-Entertainment, der Seele schmerzhaft bewußt werden.
Man tritt den Rückzug ins Private an.
Paare widmen sich mehr dem Intimen, ein Kindlein wird geboren, und oft wird auf diesem Weg das soziale Ruder des Lebens in einer Weise herumgerissen, welches ein Dasein im erwerbsfähigen Durchschnitt ermöglicht.
Wenn jedoch der Kindersegen ausbleibt und ein Auge des Gesetzgebers einen gut begrünten Balkon und afrikanische Arbeitskollegen – ein paar perfide Gerüchte zum Darüberstreuen – zum Anlaß genommen hat, den Vernichtungskrieg gegen unter politische Quarantäne gestellte Mitmenschen auszurufen, kann es durchaus sein, dass Scharmützel zum Stellungskrieg ausarten und bis zum endgültigen Ausbruch des dritten Weltkriegs andauern werden.
Die Folter.
Die Bedeutsamkeit der menschlichen Berufsfähigkeit.
Der erste Schneeregen der Saison.
Ich schlafe bis 11 Uhr am Vormittag.
Dabei nehme ich um ca. 7 Uhr früh 10 mg Escitalopram, einen selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer.
Danach kann ich noch einmal einschlafen und hole den REM-Schlaf nach, der während der frühen Morgenstunden gestört wird, eine Tatsache, die ich mit kameradschaftlicher Gelassenheit zur Kenntnis nehmen und kurzfristig abstellen, aber nicht verhindern kann.
Ich leide an einer Entzündung des Zentralnervensystems, seit einer akuten Erkrankung im Winter 1993/94.
Es könnte sich um eine Meningo-Enzephalitis oder Borreliose gehandelt haben, ganz sicher bin ich nicht, da eine solche Erkrankung trotz dringender Hinweise nicht diagnostiziert wurde, und da ich zu jener Zeit auch gefoltert worden bin, und meine Erinnerungen an einen bestimmten Tag nur lückenhaft erscheinen, wobei der amnesische Anteil mit einer Unzahl von denkbaren Füllungen abdichtbar wäre, obgleich es dazwischen auch eindeutige Erinnerungen gibt.
Seit der angenommenen Erkrankung verspüre ich mit jedem Einbruch der kalten Jahreszeit folgende Symptome:
Kopfschmerzen. Schmerzen der Halswirbelsäule, Schmerzen der Wirbelssäule, die ausstrahlen bis in das linke Schulterblatt, Nierenschmerzen mit Betonung rechts, Hemisphärenkopfschmerz links einem dreifingerbreiten Zentrum auf der linken Großhirnrinde.
Dieser jährlich wiederkehrende Zustand wird begleitet von einem schrillen Tinnitus und akustischen Sensationen, die ich nicht als Halluzinationen bezeichnen will.
Tagsüber bleibe ich zurückgezogen, erledige Einkäufe und Hausarbeiten, beschäftige mich mit dem Kater Schrammmel, schreibe, lese oder recherchiere im Internet.
Immer wieder kann es zu Kopfschmerzattacken kommen, die ich mit 400 mg Ibuprofen bekämpfen, aber selten ausschalten kann.
Ich bin bemüht, Ibuprofen nicht regelmäßig zu nehmen.
Manchmal verschwinden die Kopfschmerzen bei einem Einkaufsbummel oder einer guten Tasse Kaffee.
Am Abend bringen 30 mg Oxazepam Erleichterung und ich kann kurz nach Mitternacht relativ leicht einschlafen.
War der Tageskopfschmerz heftig, nehme ich 15 mg davon früher, etwa um 19h, die zweiten 15 mg eine Stunde vor dem Schlafengehen.
Gestern rasierte ich mir den Kopf.
Während des peniblen Vorgangs ließen die Kopfschmerzen nach.
Ich nehme zum Frühstück ein Dragee eines Vitamin B-Komplexes und esse tagsüber einen Apfel und eine Zitrusfrucht.
Die im Sommer erfolgten Staroperationen haben meine allgemeine Befindlichkeit nicht verbessert.
Zwar konnte verhindert werden, daß ich zunehmend erblinde, aber ich bin heute auf beiden Augen sehr empfindlich und muß, abgesehen von der Brille am Kopf, künstliche Tränenflüssigkeit einsetzen.
Eine der verschütt’ gegangenen Errinnerungen ist, daß meine Augen mit einem Staubsauger mißhandelt wurden.
Ich weiß, daß in der Steiermark Menschen gefoltert worden sind, zum Gaudium anderer Menschen, und es wäre naiv, anzunehmen, daß es nicht anderswo in Österreich anderen Menschen ähnlich ergangen ist.
Wenn es meine Befindlichkeit zuläßt, koche ich abends für zwei Personen.
Gelegentlich trinken wir zum Essen ein Gläschen Wein.
Styropor-Flipper.
Nachschenken.
Das System Drogenkoordination funktioniert wie ein Todeskarussell, eine Menschenmühle, aus der es kein Zurück gibt und die Judas-Probe das zynische Leb’wohl der umstehenden christsozialen Gesellschaft und ihrer extremistischen Bluthundjugend darstellt.
Aus deren Blick stellen Drogensüchtige die Aussätzigen von heute, den infektiösen Abfall der Gesellschaft dar, der nach Meinung einzelner mit Rattengift am besten bedient wäre (zu beweisen wäre bei der Gelegenheit die katholisch-sozialarbeiterische Theorie der Abhängigkeit von Styroporkugerln.)
Wenn Randgruppen der Bevölkerung in einer Weise abgesondert werden, wie es das vorübergehende Abstillen mit Opiaten ermöglicht, braucht niemand sich zu wundern, wenn gleichzeitig versucht wird, auch andere Störsubjekte eines verlogenen Systems mitzubeseitigen, indem man ihnen mit List und Tücke frei Haushaltsmengen gesundheitsschädigender Substanzen unterhändigt.
Dabei dient legales Opiat als Verlockung und Belohnung – während aus wirtschaftlichen Erwägungen nur das Suizid- und Verunglückungsrisiko eines entbehrlichen Teils der Bevölkerung übersteuert wird.
Aus dem Hintergrund der vor mehr als 30 Jahren ausgegebenen Parole „Helfen statt Strafe“ werden mittels stereoskopischer Überblendungen unterschiedlicher Ansichten Bilder befremdlichen Inhalts projiziert, Nachdruck, um Menschen, denen man seit früher Jugend Labilität und Lebensuntüchtigkeit nachgesagt hat, zum freiwilligen Schritt von hüben nach drüben zu bewegen.
Wenn sich Mediziner an einem bösen Spiel beteiligen, Menschen, die an Erkrankungen des Nervensystems leiden, von einem mit psychologischen Hütchenspielertricks agierenden Psychiater zum anderen zu passen, wobei man darüber zugekniffener Hinterbacken danach trachtet, sie ins Zentrum des Mahlwerks Drogenkoordination zu schießen, offenbart sich die miese Regie hinter dem angeblich um jede einzelne Menschenseele besorgten Heuchelschmierentheater.
Daß man hierzulande zur Rechtfertigung von zivilrechtlichen Familienurteilen, zur Durchsetzung von Privatjustiz sowie zur Verkleidung rassistischer Standpunkte auch heute noch vor keiner Methode zurückschreckt, zeugt von einer nationalsozialistischen Gegenwart, die hinter ein paar Regalen mit alten Ordnern, voller nach Saison und Belieben interpretierbarer Akten, hämisch hervorgrinst.
Thalidomid
Die Judas-Probe.
Logbuch.
Der Sommer hat das Land verlassen.
Der Kater Schrammel legt seine Pfoten auf meine Schulter und zaubert Vibrationen von Behaglichkeit und Vertrautheit an mein Ohr.
Das ist mein kleiner Friedenspreis, eine wertvolle Begegnung zwischen verwandten Wesen, die lieber der Einsicht den Vorzug geben.
Mein Glück ist, mich von den großen Herausforderungen abwenden und dem Lauf der Gedanken folgen zu können.
Auch wenn der Tribut, den ich für die Möglichkeit der Abkehr zu leisten habe, mir mitunter hoch erscheint, so gebe ich diesem Dasein doch den Vorzug gegenüber den vielzähligen Möglichkeiten, sich als Werkzeug anderer Menschen Macht gebrauchen zu lassen.
So falle ich, in der Berechnung solcher, der Allgemeinheit weniger zur Last, als im Pflegehospital im Schutzbett.
Die Verweigerung der Judas-Probe ist eines der Verbrechen, die mir zur Last gelegt werden.
Es handelt sich dabei um eine besonders widerliche Methode des faschistischen Überwachungsstaates, unter Berufung auf die heiligen Schriften des Christentums, seinen Menschen das Rückgrat zu brechen, indem man ihnen das Bein mit der Panzersperre stellt und dann vorhält, sie hätten schon wieder den Herrn verraten.
Die Mittäterschaft würde leichter verziehen, die Aufnahme am Schiff der letzten Hoffnung verliefe hart, aber herzlich.
Deadly Closet Stripes
Crystal myths and technical ecstasy.
Die Chemikalie Propylhexedrin kann u.a. als „Molekularzerstäuber“ von Aromastoffen eingesetzt werden, besitzt ähnliche Eigenschaften wie die in aller Welt begehrten Drogen Speed, Ice, Crystal Meth etc., und ist vom Endverbraucher kaum von diesen Drogen zu unterscheiden, sofern sie nicht gerade markante Duftspuren (Geranien, Vanille, Eukalyptus-Menthol etc.) aufweist.
Propylhexedrin wird in gewissen Kreisen als Mittel zur Stimulation eingesetzt - etwa im Pferdesport, und mitunter als Wundermittelbasis bei obskuren Abspeckseminaren vertrieben.
Propylhexedrin ist jenseits pharmakologisch exakter Einwägungen mit Sicherheit toxisch, kann bei argloser und wiederholter Anwendung schwere gesundheitliche Schäden hervorrufen, sowie bei Injektion schnell zum Tod führen.
Propylhexedrin-Abmischungen werden, wie solche mit verschiedenen kruden Amphetamin- und Piperazin-Abkömmlingen, auf Drogenszenen als Ecstasy und Methamphetamin verkauft.
Propylhexedrin kann bei angeblich zuverlässigen Überprüfungen als unbekannte Substanz identifiziert werden.
Warum?
Propylhexedrin steht auf dem internationalen Chemikalienmarkt in unbegrenzten Mengen zur Verfügung.
Linktipp: World Wide Pills
Pulver
Der entmündigte Patient – Kriminalitätsbekämpfung in Lapazulien.
Versuche, die Generation 50, in früheren Leben liberale Spontis, Sozis, oder einfach brave Dienstnehmer, heute arbeitslos und entnervt, durch Therapiezwang bei Androhung psychiatrischer Dauerverwahrung zu wirtschaftlich einträglichen Menschen umzubilden, wird weiterhin kaum Früchte tragen.
Die österreichische Wirklichkeit gebiert vor allem Alkoholiker, Sozialmorphinisten, Selbstmörder und Zerworfene.
Die anhaltend restriktiven Maßnahmen auf dem Arbeitsmarktservice tragen dazu bei, daß den Sozialdemokraten die Wähler davonlaufen.
Der neoeuropäische Krieg gegen Benzodiazepine, vorschüblich von der WHO Ende des vergangenen Jahrtausends als bedenklich eingestuft, und nach wie vor legal auf Kasse * verschreibbar, führte dazu, daß diese Arzneien auf dem Schwarzmarkt neben Morphinsubstitutionspräparaten und Opioiden zu begehrten Handelswaren mutiert sind, und trägt mehrfach dazu bei, eindeutige Grenzen zu verwischen.
Wie man in Wien feststellen kann, werden Konsumenten von Tranquilizern, ungeachtet ihrer Einstellung und Lebenssituation, schattenbehördlich mit “Süchtigen“ gleichgestellt, und müssen den Damen und Herren von der Drogenkoordination GesmbH, die sich hinter einem Stadtwappen verschanzen, als unfreiwillige Rhesusaffen dienen.
Während im Hintergrund aus wirtschaftlichen Erwägungen neue maximale Abgabemengen formuliert werden sollen, laufen vorne ungeniert Feldversuche, wie Konsumenten auf unfreiwillige Placebogaben und Dosisreduktionen reagieren.
Wer sich etwa an eine Abenddosis von 30 mg Ox-azepam gewöhnt hat, sollte sich besser damit abfinden können, auch mit 20 mg das Auslangen zu finden, ohne bei einer fairen Aufklärung oder per Beipacktext über die Änderung der Zusammensetzung seiner Medikation in Kenntnis gesetzt zu werden.
Wer damit Schwierigkeiten hat, könnte auf der Suche nach mehr Benzodiazepin-Stoff auf bekannten Umschlagplätzen der Drogenszene ins Visier der Drogenfahndung genommen werden, und durch mehr oder weniger geschickt inszenierte Manöver als Informant gegen Dealer von p.d. illegalen Drogen vom Heft gebrochen werden.
Wer Pech hat, wird mittels den Banken der Krankenversicherungsanstalten entfleuchter Daten Folterungen ausgesetzt, die mit den Hexenproben des Mittelalters verglichen werden können, weil neben Befindlichkeitsstörungen und neuralgischen Kopfschmerzen auch Angstzustände, Panikattacken und epileptische Anfälle auftreten können – und immer jene Zustände, gegen die zuerst ein Antidepressivum, später noch ein ergänzendes Beruhigungsmittel verschrieben worden sind.
Zukünftig könnten europaweit 500 mg Oxazepam mit 500 mg Diazepam gleichgesetzt werden, was einer Packungsgröße von 50 Stk. Diazepam zu 10 mg entsprechen würde, die schon seit geraumer Zeit nicht mehr auf Kassenrezept abgegeben werden.
Darüber herrscht in West und Ost keinesfalls Einigkeit, bzw. wird diesem aus dem Boden gestampften Problem nicht allerorts dieselbe Priorität beigemessen wie derzeit im deutschen Sprachraum.
Es sollen – Epizentrum Bundesrepublik – der Praxis von Privatverschreibungen dieser in dilettantischer Weise nivellierten Grenzwerte von Präparaten chemisch-pharmazeutisch ähnlicher, aber keinesfalls gleicher Endstruktur und spezieller Wirksamkeit, ein Riegel vorgeschoben werden.
Der Kampf geht zu Lasten von Abertausenden Patienten, die verschiedenste Benzodiazepine in niedriger Dosierung in Kombination mit Antidepressiva z.B. vom Typ SSRI zu sich nehmen, weil es sich als benigen erwies, und ohne jemals in Geschäfte mit illegalen Rauschmitteln involviert gewesen zu sein.
An den herrschenden Unstimmigkeiten profitieren die Pharmaunternehmen, in Zusammenarbeit mit Fachärzten mit – streng geheimen – Forschungsaufträgen, die etwa anstelle von Oxazepam nur mehr Alprazolam (…) verschreiben sollen.
Es wird die bei Unkenntnis der Materie plausible wie unseriös vorgriffige Behauptung aufgestellt, daß es sich bei 50 Stk. Oxazepam zu 15 mg um eine die maximale Abgabemenge von 500 mg „Benzodiazepin“ eindeutig überschreitende Menge handeln würde, odr?
Grundsätzlich gilt:
Was der niedergelassene Arzt an Medikamenten verschreibt, ist legal.
Was über die Gasse verkauft und erworben wird, ist legal oder nicht illegal, aber Suchtgift.
Es besteht kein Anlaß, sich von Leuten mit medizinischer Ausbildung für allzu bloed verkaufen zu lassen.
Wenn verschiedene Ärzte nicht mehr vertrauenswürdig sind, weil sie ihre PatientInnen schamlos hintergehen, empfiehlt es sich, zur weiteren Entscheidungsfindung, der demokratischen Wirklichkeit in Europa in die Augen zu schauen.
1. Gebührenbefreite Personen bekommen Benzodiazepin-Medikamente in der Apotheke gratis.
2. Wird ein Medikament der Wirkstoffgruppe Benzodiazepine auf ärztliche Empfehlung zu einem Antidepressivum vom Typ SSRI eingenommen, stellt sich keine Dosistoleranz ein, welche bei Mißbrauch von Benzodiazepinen, besonders in Kombination mit Alkohol, regelmäßig auftritt.
3. Wenn im Rahmen ihrer Feldversuche die Drogenkoordination, im Handschlag wohl mit der Drogenambulanz der Abteilung Psychiatrie am Wiener AKH, bestimmte Apotheken dazu animieren kann, Placebos – in erster Linie an zahlende Kunden – auszugeben, bzw. Chargen, die weniger Wirkstoff als angegeben enthalten, dann bahnt sich bereits ein neuer Skandal an.)
(Dr. Schneeberger-Saraduk, Bene-Forschung.)
Sprechgesang im Sägewerk.
Wie Nazis in Österreich den Sozialversicherungsträgern ans Bein ludeln. *
Die Psychiatrie ist jener Bereich der Medizin, der sich in Krisenzeiten als erster politisch zu verfärben beginnt.
Wer vermehrt Macht über Menschen begehrt, bedient sich auch perfider Mittel.
Mit der Psychiatrie wollen Leut’, gebildet und auf guten Ruf bedacht, lieber nichts zu tun haben.
Je lauter der Ruf der Psychiatrie nach Menschen, je akkordfalscher die Lobpreisung psychiatrischen Heilsvermögens, desto schlechter die Zeiten.
Wenn ein Mediziner Krankheiten nicht heilen kann, dann sollte er nicht zu deren Heilung blasen und tueten, schon gar nicht, wenn er sie nicht kennt.
Umso mehr Psychiater in die psychologische Trickkiste greifen, desto dubioser und unseriöser wird ihr Agieren, denn die Psychologie ist eine beschreibende und empirische Wissenschaft, und kein Heilverfahren.
Psychologie kann auch mißbraucht werden, um Menschen zu ängstigen, einzuschüchtern, zu demütigen, zu quälen und zu foltern.
Andererseits ist Psychologie in ihrer Anwendung ein unsicheres Terrain, man kann sie studieren, um akademisches Gewicht zuzulegen, aber zur Anwendung ihrer Erkenntnisse bedarf es keiner speziellen Psychologen, sie erfolgt in der Medien- und Leistungsgesellschaft so automatisch wie beiläufig.
Eine klassische Art von Psychologie ist die Menschenkenntnis, wiewohl fehlbar und relativ, in erster Linie von eigener Erfahrung abhängig.
Man kann Menschenkenntnis, die auf langjähriger vergleichender Beobachtung beruht, nicht mit absolvierten Psychologiekursen vergleichen, und schon gar nicht mit einer böswilligen Kartenlegerspökenkiekerei auf die sich widerstrebenden Balken einer Waage legen.
Selbst ein Kartenspieler mag über psychologische Kenntnisse verfügen, jedoch dienen sie dazu, eines Gegners Schwächen zu erkennen und ihn zu überrumpeln, und nicht dazu, jenen zu verstehen und zur Erhaltung seiner Lebensqualität beitzutragen.
Die Psychiatrie ist ein Bereich der Medizin an der Schnittstelle zur Psychologie, aber auch zu anderen Sozialwissenschaften, und es zeugt von der Kompetenz des Mediziners, Proritäten und Zielsetzungen seines Berufes zu kennen.
Das Experimentierfeld ist am Rande physiologisch bedingter Erkrankungen des Gehirns und des Nervensystems relativ weit, denn Depressionen und neurotische Störungen sind Alltagserscheinungen unterschiedlich deutlicher Ausprägung.
Bedenklich ist, daß Suchtkrankheiten, den Zeiten entsprechend, enorm zugenommen haben, wodurch eine vom psychologischen Standpunkt her leicht erpress- und manipulierbare Probandenschaft, oftmals bei jugendlicher Blüte mit absehbarer Ablaufzeit,vorhanden ist, um disponierten Personen als anwaltlose Versuchstiere und ideale Mißbrauchsopfer zur Verfügung zu stehen.
Es herrscht, je menschenverachtender das System, eine Psychiatrie, die auf der einen Seite bereitwillig dazu beiträgt, Abhängigkeiten und Suchtkrankheiten entstehen zu lassen, um auf der anderen Seite bei deren vorgeblicher Bekämpfung und Heilung („Therapie“) Anerkennung, Lorbeeren und bare Münze einzuheimsen.
Echte Geisteskrankheiten mit dem Risiko von Fremdgefährdung erscheinen denkbar selten, aus politischem Kalkül als psychiatrisch auffällig gebrandmarkte Personen fallen erfahrungsgemäß (?) kaum durch kriminelle Entgleisungen auf.
Daß Suchtkrankheiten kriminelle Handlungen auslösen können, hängt mit einer herabgesetzten Aggressionsschwelle und Beschaffungszwang zusammen, wobei unterschiedliche Substanzen unterschiedliche Rollen spielen, und der Alkohol als pausbäckiger, um Nachschank bettelnder Monarch hoch über Wolken aus exotischen Substanzen thront.
Das Krankhafte der Abhängigkeit ist innerhalb geklärter sozialer Verhältnisse wenig akut, wobei Aufklärung und fortgesetzte Persönlichkeitsbildung eine große Rolle spielen.
Ideen von Drogenmilieus als Familienersatz mögen bei Jugendlichen und langjährig hospitalisierten Menschen zutreffen, während die persönliche Annäherung von Fünfzigjährigen an Generationen von Jugendlichen, aus Gründen von Beschäftigungslosigkeit und Langeweile, nicht sehr wahrscheinlich ist.
Viel wahrscheinlicher ist die Wahrscheinlichkeit koordinierter Informationsbeschaffungsvereine im Vorfeld polizeilicher Ermittlungen, oft auch in deren Deckung und Windschatten, wo Spähposten des Menschenhandels, des politisch motivierten Rassismus und einer selbstbedienenden Psychiatrie Ausschau halten nach jungem Gemüse, frischem Fleisch und neuen Laboraffen, an deren Beobachtung, Irreführung und Leiden man sich erfreuen könnte.
Wenn einen ein Vertreter der Psychiatrie wissen lässt, es wäre der Wunsch politischer Entscheidungsträger, ihre ehemalige Probanden nicht mehr aus den Augen zu lassen, heisst das nicht, daß man dieser Suggestion nachzukommen hätte, indem man ständig irgendwelchen Nachwuchsnervensägemeistern mit sadomasochistischen Neigungen die Türen einrennt.
Soweit kann man sich schon selber einer Mäßigung und Selbstkontrolle unterwerfen.
(*) ludeln – landläufig für urinieren; wahrscheinlich von lat. ludere – spielen, steht eher für des lustvolle, enthemmte, gemeinsame Wasserablassen früherer Zeiten.
Euthanasia
How the drug coordination fools the health insurances and abuses their patients like secret lab monkeys.
One more from the front of Austrias war against austrian people.
I’ve been used to take a prescription medication against depression, one part contains Oxazepam*, a benzodiazepine.
I usally took 30 mg in the evening, which helped me to prevent a typical headache caused by a cervical vertebra arthrosis (…), as well as it would help me to relax and improve sleep.
Instead of prescribing to my personal demands neither to scientific findings, I was handed out a box of effectless placebos.
This never happened when I got the prescription by my general physician, but I’ve already made the same experience with another psychiatrists leaf – one year ago.
I am able to tell if the dose works or not.
There is no information available about out-of-clinic trials and studies with un-volunteers.
My monthly supply had been recently prescribed by another specialist.
I didn’t check the prescription for marks nor was the box broken or the med exceeded.
To me it’s one more hint it makes no sense to consult psychiatrists/neurologists.
Such happens, because the drug coordination here determines who has to be a drug addict, and efforts to destroy confidential relationships between medical doctors and patients.
I’ve been an observed person at least since summer 2003.
I wouldn’t go out and get me illegal drugs instead, as well as I’m able to stand a few minor withdraw effects.
Proven risks of sudden benzodiazepine stops are in worst case attempts of epilepsy and a gain of suicide disposition.
This is only one of many aspects of the infame malicious austrian way to fight drugs.
The lame excuse of the observance is the executor of laws needs to protect life-partners.
Me and my wife have been sharing lives for 22 years.
I wouldn’t commit suicide for this foul trick, nor would I attack my spouse.
But I am able to highlight this and underline once more, that the drug coordination is a tool of a corrupt and mendacious systemt, that has been tending to force, torturize and extinct people.
A gestapo-like instrument influences lives and partnerships of average citizens by re-executing peoples pre-past.
The explaination for such a scandalous situation is a fascistic shadow government democracy, practicing sytematical legacy-hunting.
Drug policy in Austria means they actively speed up the erasure of people causing costs.
I call that euthanasia.
Affected are substances manufactured and distributed by Meda.
Strahlen-Therapie
Schabe schwänzt den Blockflötenunterricht und wird der Legasthenie bezichtigt.
„Die Kutschbeck ist schuld!“ ließ die alte Frau ihrer in die Augen schießenden Verzweiflung freien Lauf.
Mühsam setzte sich die übergewichtige Mutter auf, herzzerreissendes Schluchzen und Wimmern erschütterte die geöffnete Liegestatt.
Von einem verkehrt aufgeklappten Buch auf dem Kopfkissen starrte bedrohlich das Konterfei des französischen Schauspielers Fernandel.
„Diese Malefizwaben! Mit ihren Scheissbestrahlungen während der Schwangerschaft!“
„Dabei hat sie dem Schabe als Baby den Kopf abgetastet und gesagt, das wird einmal ein gescheiter Bub.“
„Später sagte sie, er wäre Legastheniker, nur, weil er zu spät zur Ordination erschien, als er nicht zum Blockflötenunterricht gehen wollte. Der Bersch hat getrödelt!“
Frau Dr. Herta Kutschbeck war eine peinlich genau selbstinszenierende, hochalpinbraune, zähnebleckende Erscheinung.
In Begleitung ihrer Ordinationsgehilfin war sie zweimal wöchentlich auf Hausbesuchstour durchs Viertel unterwegs.
In ihrer Ordination gab es ein Wartezimmer und einen Behandlungsraum.
Dort standen mehrere Bestrahlungsgeräte, mannsgroße, summende, tickende Blechkästen mit kinderfaustgroßen Reglern aus Bakelit, die einen anstarrten, während darunter eine geheimnisvoll zuckende Nadelanzeige grimmte.
Aus wuchtigen Schränken mit Lüftungsschlitzen ragten Arme mit dicken Kabeln und Gelenken, die man herausziehen und einrichten konnte, mit tellerförmigen Terminierungen, aus Holz gedrechselten Kontakten, an denen die heilsamen Strahlen freigesetzt wurden.
Frau Dr. Kutschbeck, praktische Ärztin, galt als Strahlenexpertin.
Ihr glanzvoll staubfreies, nach Desinfektionsmitteln und Bohnerwachs riechendes Ordinationszimmer war nüchtern eingerichtet:
Schreibtisch mit Rezeptblock, polierte Ärztinnen-Ledertasche, Karteikasten, Glasschrank mit glänzenden medizinischen Werkzeugen, Sterilisationskocher, ein dottergelber Kachelofen, auf einem versperrten Rollladenschrank Parabol-Höhensonnen mit befremdlichen, dunklen Birnen für Lichtbestrahlungen unterschiedlicher Wellenlängen.
Man wurde von ihrer hageren, farbarmen Gehilfin bei einer Tür hineingebeten und durch eine andere wieder entlassen.
Frau Dr. Kutschbeck, ein makelloses weisses Gebiß weit entblößend: kühle Handflächen und Finger betasten Lymphdrüsen.
Stethoskop anlegen, mit dem Gummihammer des hüstelnden Knabens Rücken abklopfen: „Tief durchatmen!“
„Aha-Aha-Aha-Aha!“
Stablampe wird angeknipst, Leuchten in die Gehörgänge: „Maximale Verlegung beider Kanäle durch massive Ohren-Propfen.“
Körperwarme Ohrenspülung.
Bestrahlt wurde, wenn Pilka-Tropfen und Spülspritze versagten.
Fünfzehn Minuten ausharren zwischen Tellerhänden, die an den Ohren angelegt wurden und eine aufrechte Sitzhaltung auf dem in die Höhe geschraubten Drehsessel erforderten.
Gelenke wurden hier bestrahlt, Schultern, Wirbelsäulen, Busen und Bäuche, Hüften, Knie und Waden.
Ernsthaft und tapfer saßen ältere Patientinnen ihre dahintickenden Minuten ab.
Das allgemeine Schweigen wurde übertönt von unregelmäßigen Knacklauten, elektrischem Gesumme wie an einem Umspannwerk, und einem beunruhigenden Signal, wenn die Bestrahlungszeit eines der Schränke abgelaufen war.
Es klang wie beim Röntgen – oder als ob in einer Todeskammer der Schalter eines elektrischen Stuhls betätigt würde.
„Vielleicht ist der Schöpsel unfruchtbar geworden! Ich habe auch darum gebetet, daß es ein Bub wird! Ich habe es doch nur für den Vatter getan!“
Ich wußte nicht, welche Strahlen bei den von Frau Dr. Kutschbeck verordneten Therapien freigesetzt wurden, und die Mutter wahrscheinlich auch nicht.
Ich nehme jedoch heute, aufgrund der Beschaffenheit und beeindruckenden Gestalt der Strahlenkanonen an, daß es sich um eine Art Magnetfeldtherapie gehandelt haben könnte.
Angeblich wurden Menschen davon aufgeregt oder schliefen während der Sitzung ein.
Verschiedene Schmerzen wären vergangen, auch Niedergeschlagenheit, und Übergewicht hätte erfolgreich reduziert werden können.
Auch hieß es, daß der Fernsehempfang, noch über die umliegenden Häuserblöcke hinaus, während der Ordinationszeiten gestört gewesen wäre.
Daß Frau Dr. Kutschbeck Forschungen anstellte, wonach mittels Anwendung ihrer Strahlentherapie das Geschlecht von Föten beeinflußt werden könnte, war ein anderes Gerücht.
Sie starb in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts an Hautkrebs.
Therapie in der Kulisse.
Benzo-Bashing als politische Waffe.
Wer in Österreich Psychopharmaka verschrieben bekommt, was ein genaues Maß Eigenverantwortung nicht ausschließt, muß damit rechnen, bei jeder Gelegenheit von der Drogenkoordination ins Visier genommen zu werden.
Grund kann sein, daß regelmäßig der Hausmüll handverlesen wird, oder daß es sich bei Vertrauensärzten um Mediziner handelt, die auch Ausländer behandeln und ebenfalls observiert werden bzw. daß Organe der Staatspolizei einen Vorwand brauchen, um zwangspsychiatrische Maßnahmen androhen zu können.
Das kann, im besonderen während der Hundstage, bedeuten, daß selbst unbescholtene Bürger sich auf Observanzlisten mit substituierten Drogenabhängigen und zufallsgeneriert verdächtigen Partybesuchern wiederfinden und feindseligen Attacken seitens Agenten der Drogenkoordination ausgesetzt sind, die bewirken sollen, daß man sich in Panik versetzt, bedroht und an die Wand gedrängt fühlt.
Symptome, gegen die Präparate ursprünglich verschrieben worden sind, sollen, verblüffungstaktisch umgekrempelt, dem Konsum der Medikamente zugeschrieben, das Haushalten mit diesen als Selbsttäuschung und pathologisches Suchtverhalten entblößt, und auf diese Weise Gewissenskonflikte und Verzweiflungstaten provoziert werden.
Die Grenzen zwischen Antidepressiva, Beruhigungs-, Schmerz- und Schlafmitteln, legalen und illegalen Substanzen sollen suggestiv verwischt und „Beschäftigungslose“ der Versuchung preisgegeben werden, doch endlich – egal, scheissegal - auf Drogenszenen in Erscheinung zu treten.
Man unterstellt noch wahlberechtigten Fünfzigern einen kindischen, trotzigen Charakter, persönliche Attribute wie eine gesäuberte und juvenile Erscheinung werden abfällig beurteilt und als milieutypische Eitelkeiten beschrieben.
In Häusern mit Tradition nachwachsende Seelendoktoren fungieren als Verunsicherer, indem sie einem gleich zum Vorstellungsgespräch das Wort „Psychotherapie“ wie einen Tafelfetzen ins Gesicht werfen, wahrscheinlich, um keinen Zweifel darüber zu lassen, daß sie sich entweder selber ein Zubroet verdienen wollen, oder ihren Freunden eines vermitteln, oder im Auge des Zyklons Drogenkoordination Freiwillige den Langzeittherapieinrichtungen des Anton-Proksch-Institutes, der Barmherzigen Brüder, des Grünen Kreises oder der Denkschule von Scientology zuzurechnenden Institutionen zuschanzen möchten.
Dabei geht es um die ständig ausufernde Weiterführung des Mißbrauchs eines ursprünglich lobenswerten Gedankens, junge Jugendliche möglichst unkomplizert aus dem Strudel Drogensucht und Prostitution zu befreien.
Bestehende Respektverhältnisse zu anderen Medizinern sollen durch offensichtlich gezinkte Begleitschreiben in Frage gestellt, langjährig bekannte Patienten mit einer drogendampfenden, konfabulierenden Laufkundsschaft zwischen Nordbahnhof, Donaukanal und Stadtpark verwechselbar gebrandmarkt werden.
Auf der Rückseite der lauten Anprangerung einer leichtfertigen Verschreibepraxis bei Psychopharmaka wird der organisierte Freiverkauf von verschreibungspflichtigen Medikamenten auf der Drogenszene verschwiegen.
Hinter dem Hinweis auf Abhängigkeits- und Mißbrauchspotential von Psychopharmaka soll der Skandal von 15.000 alkoholkrank multitoxisch morphinretardierten Frühtodeskandidaten, von denen die Hälfte niemals schwer abhängig von illegalen Drogen gewesen ist, medieneffektiv vertuscht werden.
Es ist darauf hinzuweisen, daß die Forderung nach Psychotherapie längst zur stereotypen Gewohnheitsverordnung, zur sozialrhetorischen Requisitenspritze geworden ist, deren drohendes Pochen auf Seriosität in höchstem Maße anzuzweifeln ist, und die einer Schutzgelderpressung zu Lasten der Gesundheitsversicherungen und letzten sozialen Reserven des eigenen Hauses gleichkommt.
Gebietskrankenkassen und Sozialämter dürfen in diesen Zeiten nicht unter Wegschau der Öffentlichkeit zur Selbstaufgabe genötigt werden, indem man sie faschistisch korrupt agierenden Einrichtungen überläßt, um asketische Flagellationstrainer, hyperventilierende Waldwurzelschamanen, virtuelle Basislagerinstruktoren sowie andere UnterhalterInnen zu finanzieren.
Wer unbekannte Menschen nach Hörensagen charakterisiert, Ferndiagnosen stellt, dazu Prophezeiungen ausspricht und an der Keule feixend den Reservechristus strapaziert, soll im Prinzip nicht locker auf die Kassen verweisen dürfen.
Morgen: Der Versuch, Qualitätssicherung durch Ausgabe und Verordnung von Qualitätssicherungskatalogen automatisieren zu wollen, stößt an natürliche Grenzen.