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OMV – Murder & More?

No deals with the Iranian regime!

Protest at the annual shareholders meeting of OMV

Wednesday, May 13th 2009, 12.30 PM
Vienna Austria Center, Bruno-Kreisky-Platz 1, 1220 Vienna
(U1 Kaisermühlen-VIC)

Despite massive international criticism the Austrian oil and gas company OMV plans to extend its business with the Iranian regime. Although the Austrian government has since relativized its initially unconditional support for the billion Euro deal with Iran, partially state-owned OMV seems to stick to its plans. In addition the company still tries to advance the Nabucco pipeline project – that according to current planning – would only make sense if gas were delivered from Iran.
We call upon protesting against a company like OMV that is courting and financing the Iranian regime and we look forward to your participation in this demonstration.

Further information:
http://at.stopthebomb.net


Keine Geschäfte mit dem iranischen Regime!

Kundgebung vor der Jahreshauptversammlung der OMV

Mittwoch, 13. Mai 2009, 12:30 Uhr
Vienna Austria Center, Bruno-Kreisky-Platz 1, 1220 Wien
(U1 Kaisermühlen-VIC)

Die OMV plant trotz massiver internationaler Kritik, ihre Geschäfte mit dem iranischen Regime weiter auszubauen. Obwohl mittlerwei­le selbst die österreichische Bundesregierung von ihrer vorbehalt­losen Unterstützung des geplanten Milliarden-Deals mit dem Iran abgerückt ist, hält die OMV, an der die Republik Österreich zu über 30 Prozent beteiligt ist, nach wie vor daran fest. Zudem versucht der Konzern weiterhin, das Nabucco-Pipeline-Projekt voranzutrei­ben, das nach bisherigen Planungen nur Sinn ergibt, wenn es mit Erdgas aus dem Iran gespeist wird.
Um gegen die Hofierung und Finanzierung des iranischen Regimes durch einen Konzern wie die OMV zu demonstrieren, rufen wir dazu auf, sich an den Protesten vor der Jahreshauptversammlung der OMV zu beteiligen.

Weitere Informationen:
http://at.stopthebomb.net


Spoekenkieken.


Sie wollen nicht verstehen.

Es gibt Tage, an denen bin ich sprachlos.
Ich öffne die Zeitungsseite und lese die Schlagzeilen, schaue mir Köpfe und Gesichter an, und was Leute daruntergeschrieben haben.
Ich weiß dann nicht mehr, was ich sagen soll.
Ich habe auf einmal kein Interesse mehr, genauer nachzulesen und selber etwas beizutragen.
Ich war bei einer Veranstaltung.
Man hatte alles an Einsatzkräften aufgeboten, als wollte man demonstrieren:
„Schauen Sie, was wir alles tun für Ihre Sicherheit.“
Es waren dort mehr oder weniger verbundene Menschen.
Es gab jedenfalls Gelegenheit für österreichische Politiker, sich zu positionieren.
„Jetzt san’s doch nicht so angerührt! Wir sind hier doch alle für Frieden, oder? Für Ausgewogenheit und Gerechtigkeit. Und weit und breit kein Rechtsradikaler!“
Ich habe über Botschaften, Reihenfolge und Szenario nachgedacht.
Ich muß mich abgrenzen gegen Menschen, die mir zu nahe treten, indem sie mich ständig auf die Probe stellen wollen, weil sie so neugierig sind, und weil sie grobe Theorien haben.
Sie-rufen-mich-in-aller Früh-und-reden-mich-scharf-an.
Meine Eltern gehen mir nicht ab.
Ich bin kein Probierbürschlein.
Ich habe kein Interesse, fremder Leute Wohnungen zu betreten.
Wollen Sie meine Hoden abtasten, wissen, ob ich beschnitten bin, oder meinen Sie wirklich, daß auf der Meile zwischen U1 und U4 geheimnisvolle Kräfte auf mich einwirken, denen ich irgendwann nicht mehr widerstehen kann?
Wir sitzen in verschiedenen Zügen.
Sie interpretieren Nachrichten, die nicht an Sie gerichtet sind.
Ich beschreibe und lichte Dinge ab, die mich beeindrucken, Orte, wo ich nachgesonnen oder mich wohlgefühlt habe – oder was auch immer.
Es sind nicht verzweifelte Botschaften hineingepackt, die sie meinen, herauslesen zu können.
Das ist Spoekenkieken.
Ich verbringe die meiste Zeit zu Hause.
Ich bin Hausmann und paranoid.
Ich habe keine Zeit.


Krieg

Das flaue Gefühl des Europäers beim Verlassen des Hauses.

Der Konflikt im Gaza überschattet das gewohnte Panorama der Eitelkeiten.

Es ist kaum möglich, Partei zu ergreifen für eine Seite, angesichts der rapide zunehmenden Opferzahlen, wenngleich Verständnis da ist.

Verständnis, weil Terror Handlung erfordert.

Es ist, als wäre die Welt eine Bühne geworden, und der Kampf des kleinen Israel gegen den heimtückischen Aggressor ein Spektakel.

Was wird weiter geschehen?

Wird sich der die Weltöffentlichkeit provozierende iranische Staatspräsident Mahmoud Ahmadinejad offen in den Konflikt einmischen oder ist ihm seine Rolle als Anstifter der Hamas im Hintergrund, als Großonkel der Intrige im Abstand einer Mittelstreckenrakete, genug?

Ahmadinejads politische Botschaften entsprechen dem Gerüpel und Gezische mitteleuropäischer Verhetzer, was in der von Informationen über politische Vorgänge in der EU unterversorgten Welt im Nahen und Mittleren Osten nicht wahrgenommen wird.

Die Informationswüste zwischen der orientalisch islamischen und der hochtechnisierten Wirtschaftskrisenwelt des Westens dem Islam anzulasten, wäre so verkehrt, wie Israel und Judentum gleichzusetzen.

Die Palästinenser glauben der Hamas mehr als der Fatah, der offiziellen Regierung Palästinas.

Die Hamas ist heute die Hisbollah der Palästinenser.

Daß sich die Hamas allein gegen das kriegstechnologisch übermächtige Israel nicht halten können wird, liegt auf der Hand.

Dabei fordert Israel das Blut seiner Kinder.

Die Hamas verschwendet die Leben der Menschen, die ihr zujubeln.

Was beflügelt die Hamas?

Die Lehre des Islam muss es nicht sein.

Wir verfolgen die Geschehnisse rund um das Pulverfass aus relativ sicherer Entfernung.

Wir stellen Überlegungen an, ob sich daraus ein Weltkrieg entwickeln wird, ob Atomwaffen zum Einsatz kommen könnten, wie vor einem Strategiespiel brütend.

Sind im Prinzip auf Frieden setzende Menschen naive Idioten?

Sicher ist: Wir sind von den Vorgängen im Nahen Osten betroffen.

Die Schatten dieser Auseinandersetzung pfeifen uns seit Jahren um die Ohren.

Der demokratische Visierschluß Österreichs resultiert unter anderem daraus.

Mein, Ihr, flaues Gefühl beim Verlassen des Hauses.


Synagoge, Graz


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Israel for EU membership

EU expansion down the road.

The revolving provocation and threaten of Isreal by certain potential aggressors should be emphatically rejected by the European Union and answered by a clear political offense – aiming at Israels EU membership.

Negotiations concerning the entry of Turkey could be extended by the idea of integrating Israel as well, once to be followed by other near east mediterranean countries, including Palestine territories.

Endeavour into this direction could be the only credible answer of the European Union against the perpetuating menace of a small near east country whom we owe protection and support – out of cultural, historical and humanitarian solidarity.

2008 might release a good chance to open our minds for a practicable effort towards peace in one of our worlds most critical regions.

Bin Laden threatens Israel.

The EU’s relations with Israel.

Stop The Bomb


Verpatzte Gautsch.

Gestörte verwandtschaftliche Beziehungen, lecker Gemischtwaren.

In den späten achtziger Jahren, die beste Ehefrau und ich turnten freudig umschlungen durchs jüngst beschlossene gemeinsame Leben, verbrachten wir – nach einer Saison Gastronomie in der Sportwelt Amadeo – unseren Hochzeitsurlaub mit etwas Verspätung in Israel.

Um mehr über die Welt und ihre Bewohner zu erfahren und dabei noch Geld zu sparen, kombinierten wir ihn mit einem Arbeitsaufenthalt in einer Oase in der Wüste Negev, den wir mit einem bescheiden komfortablen, aber inhaltlich hochklassigen Riffschnorchelurlaub unter rauschenden Dattelpalmen auf dem ägyptischen Sinai krönten.

Das Leben am Moshav war gewöhnungsbedürftig, aber es machte auch Spaß, und wir spielten mit dem Gedanken, länger in Israel zu bleiben, und nach einem Jahr vielleicht nach Asien oder Australien zu reisen.

Die interessierte, aber Abstand haltende Freundlichkeit der israelischen Menschen war uns angenehm, und ich erkannte viele vertraute Gesichter.

Der Obst- und Gemüsepflanzer Chaim sah Freund Klaus sehr ähnlich, der Jahre zuvor, vielleicht aus Verzweiflung über die Auseinandersetzung mit seinem Vater, aus dem Fenster gesprungen war.

Das Wiedererkennen bekannter Antlitze hörte jenseits der Grenzen nicht auf.

Ich reagierte empfindlich, wenn Israelis abfällig über Palästinenser sprachen, und versuchte in Gesprächen naiv beider Seiten Anwalt zu sein, zudem sich die zuhause übliche Vorstellung der herrschenden Verfeindung als weit zurückgeblieben entpuppte.

Sie ist eine zynische Projektion abergläubischer, diktierter, hasstrunkener Götzenverehrung im mächtigen Schatten des Kreuzes – Fremdenfeindlichkeit im allgemeinen und Antisemitismus im besonderen.

Reisen bildet nachhaltiger als Lehren und Schulen – aber der Pappa hatte uns zur Hochzeit nicht nur einen Zwiebelrostbraten im Gasthaus zum Milchmariandl spendiert, sondern auch für einen Jungfamilienkredit in der Höhe von 100.000 Schilling gebürgt, den es noch zurückzuzahlen galt.

Schrill ertönte sein Pfiff aus dem Herzen des Abendlands bis an den Rand der arabischen Wüste und holte uns schnell wieder heim, und der erste Mensch, der angehörs unserer schafsköpfigen Bravheit verständnisvoll den Kopf schüttelte, war der Weinbauer Chaim.

Im ORF war ein Beitrag über die Buchdruckerlehre beim Verlagshaus Styria zu sehen.

Ein Faß Panther wurde angeschlagen und die frischgebackenen, bierschäumenden Buchdruckergesellen wurden in Boettiche getaucht und mit Paddeln ausgeklopft.

Sie trugen eine spätmittelalterliche Zunftkleidung, der Wichs mancher schlagender Burschenschafter ähnlich, und jener, in der mein zukünftiger Schwager Toby auf einem Foto glänzt, das Pappa uns stolz präsentierte und Mutter schwärmerisch an den Busen drückte.

Ich arbeitete gerade als Saisonkassier im Stadtbad, als Pappa anrief und mich dringend zu sehen befahl.

Er versuchte mich stante pede für eine Buchdruckerlehre beim Styria Verlag zu begeistern, eine große Chance für mein weiteres Leben, die er mir über gute Beziehungen zur Kleinen Zeitung einräumen wollte.

Herr Zengerer, der quirlige Medien-PR-Tausendsassa, hatte meine Vorsprache beim Vorstand bereits avisiert.

Ich befürchtete, den Erwartungen der Senatoren im gediegenen schwarzen Zwirn, vor denen ich vier Jahre lang den Kopf in Demut hätte neigen müssen, nicht entsprechen zu können, zumal man mir gleich das Bild eines Bekannten, dem die Kleine Zeitung die zweite Chance seines Lebens schon ausgegeben haben wollte, als Wubartl des chronischen Rauschgiftgebrauchs und endgültig erfolgten Absturzes in Hieronymus Bosch’sche Höllenwelten vorhielt.

Ich entschuldigte mich schriftlich bei Herrn Zengerer und bedankte mich höflich für seine freundliche Hilfsbereitschaft, aber ich wäre bereits 30 Jahre alt und hätte vage etwas andere Zukunftsvorstellungen.

Pappa war eingeschnappt und warf mir giftig vor, noch immer keine schärferen Perspektiven entwickelt zu haben, als mich mein ganzes Leben lang von einem miesen Job zum nächsten flippern zu lassen.

Meine platinblondierte Schwester nebst Schwager in spe erschien im Städtischen Augartenbad und sprach beiläufig mit meinem Vorgesetzten, dem legendären Oberbademeister Steynschaden, während ihr athletischer Gespons stählern vom hohen Brett federte und im frisch chlorierten, schimmernden Azur ein paar Beckenlängen durchtauchte.

Kurz darauf war es mit dem Wohlwollen des Arbeitgebers vorbei.

Herr Steynschaden begann mich bei Instandsetzungsarbeiten als Handwerksgehilfe auf die Probe zu stellen, zur Suche von Werkzeugen in die Irre zu schicken und einen ungeschickten Tölpel mangelnder Initiative zu schelten, wie es mein Vater einst getan hatte, wenn er samstagnachmittags zorngeröteten Hauptes mit einem Arm im Motorraum seines Puch 700 steckte.

Je näher der Herbst rückte, desto mehr verblasste meine ursprüngliche Vorstellung, diesen Job im nächsten Frühjahr wieder antreten zu können, sodaß ich schließlich dem Vorschlag Pappas nachgab, mich im eben aus der Erde vor Graz gestampften Chrysler-Eurostar-Werk zu bewerben, wohin er als langjähriger Mitarbeiter der Österreichischen Fahrzeugindustrie ebenfalls über gute Beziehungen verfügte.

Mutter, schon etwas schlecht bei Gehör, freute sich am Telefon jauchzend, daß ich mich entschlossen hatte, endlich vernünftig zu sein und in einem Gemischtwarenladen zu arbeiten.